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Veröffentlicht am 08.10.2019

Wer ist Gabriel

Wolf
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Der Klappentext: „Schrötten im Südschwarzwald, 1820: Ein verwilderter Knabe wird aufgefunden, niemand weiß, woher er kommt. Man gibt den Halbwüchsigen der Bauernfamilie Steinhauer in Obhut, wo er seine ...

Der Klappentext: „Schrötten im Südschwarzwald, 1820: Ein verwilderter Knabe wird aufgefunden, niemand weiß, woher er kommt. Man gibt den Halbwüchsigen der Bauernfamilie Steinhauer in Obhut, wo er seine Umgebung durch seine Schönheit und Anmut sogleich fasziniert. Auch besitzt er erstaunliche Kenntnisse in der Naturheilkunde und rettet damit der jungen Maria Steinhauser das Leben. Mehr und mehr Dorfbewohner scheinen dem wundersamen Charme Gabriels zu erliegen. Als sich dann auch die Bäuerin Steinhauer heimlich in Gabriel verliebt, spitzen sich die Ereignisse zu und bringen so manchem Schröttener den Tod. Und die Fragen, die alle Schwarzwälder umtreibt, werden immer drängender: Wer ist dieser Fremde, wo kommt er her, und was führt er im Schilde? ...“
Zum Inhalt: Der südliche Schwarzwald im 19. Jahrhundert, ein armes und mühseliges Auskommen für seine Bewohner, die auf der einen Seite katholisch und auf der anderen Seite auch sehr abergläubisch sind. Vom Rest der Welt bekommt man in dem abgelegenen Bergdorf nichts mit, der nächste Bezugspunkt ist die Benediktiner Abtei. Und dort taucht eines Tages ein etwa 15-jähriger Junge auf, der seine Vergangenheit nicht kennt. Die Mönche geben ihm den Namen Gabriel und er kommt auf einem Bauernhof als Knecht unter. Mit seiner freundlichen Art und seinem guten Aussehen verzaubert er die meisten Bewohner. Doch das Geheimnis das den jungen Mann umgibt drängt an die Oberfläche und es wird schnell klar dass irgendjemand einen perfiden Plan mit den Schröttenern verfolgt. Doch wer und warum?
Der Stil: Wolf ist ein relativ kurzer historischer Roman, der ein anschauliches Sittenbild des Lebens im Schwarzwald zeichnet. Das Leben dort ist mühsam, dunkel und von Armut geprägt, Wissen und Bildung sind rar und der Aberglaube und das Misstrauen gegen jede Veränderung strak. Die Hauptperson ist Gabriel, der junge ohne Vergangenheit, der aber scheinbar offen auf alles und jeden zugeht und eine Veränderung in das Dorf bringt, sein Geheimnis wird auch erst auf den letzten Seiten gelöst, so dass bis zum Schluss eine gewisse Spannung bestehen bleibt. Ansonsten ist dieser Roman ein gut recherchierter und authentischer Bericht, erzählt in der 3. Person und örtlich begrenzt auf das Dorf und das Kloster. Die Sprache ist durchaus der Zeit angepasst und der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen. Doch trotz der Kürze ist das Buch keine Geschichte für Zwischendurch, der Hintergrund ist sehr viel tiefreichender als es zu Beginn den Anschein hat.
Mein Fazit: Ein authentischer recherchierter historischer Roman über das Leben im Schwarzwald um 1820, gewürzt mit einer spannenden Geschichte.

Ich danke dem Eisele Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 06.10.2019

Amor vincit omnia

Draw - Saylor und Cord
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Der Klappentext: „Saylor McCann ist zurück in Arizona. Dort findet sie Zuflucht vor ihrem alten Leben und ihrem ehemaligen Freund. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, ist dem Bad Boy Cord Gentry ...

Der Klappentext: „Saylor McCann ist zurück in Arizona. Dort findet sie Zuflucht vor ihrem alten Leben und ihrem ehemaligen Freund. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, ist dem Bad Boy Cord Gentry wieder zu begegnen. Sie kennt ihn und seine Brüder noch aus der Schulzeit und hat sehr schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht. Cord war immer ein herzloser, gefährlicher Typ gewesen, dem man nicht vertrauen durfte. Und doch will sie ihn mehr als alles andere. Cord Gentry hat früh gelernt, dass seine Drillingsbrüder die einzigen Menschen sind, auf die er in seinem Leben zählen kann. Man nannte sie so lange Abschaum, bis sie es von sich selbst glaubten. Seine schreckliche Kindheit hat ihn geprägt, doch jetzt ist er erwachsen und will sein Leben selbst lenken. Will es besser machen. Für sie …“

Zum Inhalt: Die vorliegende Geschichte Draw – Saylor und Cord ist der Auftaktband der Gentry-Boys-Serie von Cora Brent. Die Gentry Boys sind die Drillinge Cord, Creed und Chase, sie waren die Bad Boys der Kleinstadt Emblem und stammten aus den schlimmsten Verhältnissen – aber sie halten immer zusammen und haben ihrer Heimatstadt hinter sich gelassen. Auch Saylor hat Emblem verlassen und studiert, leider ist ihr Traum erst einmal geplatzt und sie benötigt Hilfe. Ausgerechnet Cord ist derjenige der ihr Hilfe anbietet, ausgerechnet der Mann, den sie seit der High-School hasst.

Zum Stil: Die Story wird in Ich-Form, abwechselnd von Saylor und Cord erzählt. Der Stil ist äußerst flüssig und leicht lesbar, die Sprache modern, direkt und teilweise sehr derb, immerhin sind die Drillinge aus der untersten Gesellschaftsschicht. Die Charaktere der Hauptpersonen werden gut dargestellt und ihre Motivationen nahegebracht. Saylor und Cord sind so unterschiedliche Persönlichkeiten und haben so andere Lebenseinstellungen, doch beide verbindet die feste Absicht ein besseres Leben zu führen. Natürlich stehen bei den beiden von Anfang an die gegenseitige Anziehung und der Sex im Vordergrund, doch es entstehen tiefere Gefühle. Jeder Band, zumindest dieser ist es schon einmal, ist in sich abgeschlossen und einzeln gut lesbar, allerdings muss ich zugeben, dass ich schon sehr darauf gespannt bin wie es mit Creed und Chase weitergeht.

Mein Fazit: Eine temporeiche Geschichte mit starken Emotionen und dem Kampf um ein besseres Leben, gewürzt mit knisternder Erotik.

Ich danke dem Sieben Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 06.10.2019

Maries Geschichte geht weiter

Die Flucht der Meisterbanditin
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Der Klappentext: "Nach der gefährlichen Zeit als Spionin im Dienst der Mätresse des württembergischen Herzogs ist endlich etwas Ruhe in Maries Leben eingekehrt. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ...

Der Klappentext: "Nach der gefährlichen Zeit als Spionin im Dienst der Mätresse des württembergischen Herzogs ist endlich etwas Ruhe in Maries Leben eingekehrt. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihr Geliebter Jost von der Leibgarde des Herzogs festgenommen wird. Man bezichtigt ihn des Mordes an einem Soldaten des Markgrafen von Baden-Durlach. Maries Flehen stößt bei der Mätresse auf taube Ohren. Daher bleibt ihr nichts anderes übrig, als Jost selbst aus dem Kerker zu befreien. Allerdings sind ihnen die Männer des Herzogs dicht auf den Fersen …"

Zum Inhalt: Bei "Die Flucht der Meisterbanditin" handelt es sich um den zweiten Teil der Geschichte der jungen Marie und dieser Teil knüpft direkt an "Die Meiserterbanditin" an, ich würde deswegen empfehlen den ersten Band auch gelesen zu haben um diesen Teil voll genießen zu können. Marie wohnt mittlerweile mit Jost in einem eigenem Haus, dass ihr die Gräfin von Grävenitz aus Dankbarkeit geschenkt hat, doch die beiden können ihr Glück nicht lange genießen. Jost hat vor 5 Jahren einen Soldaten aus Notwehr getötet und wird nun prompt deswegen verhaftet. Marie versucht ihm zu helfen und am Schluss bleibt ihnen nur die Flucht nach Stuttgart. Doch auch dort wird es für die beiden nicht leichter, zum einen werden sie con den Soldaten des Herzogs gesucht und zum anderen sucht die Gräfin ihre Dose, die sie bei Marie vermutet. Wird ihnen die Flucht gelingen?

Zum Stil: Erzählt wird die Geschichte von Marie und Jost in der 3. Person, in einem sehr flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil. Zudem ist die Geschichte so spannend und abwechslungsreich, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will. Die meisten Charaktere sind ja bereits aus dem ersten Teil bekannt, gewinnen hier aber nochmal an Tiefe dazu. Wie bereits bei den anderen historischen Büchern von Silvia Stolzenburg wurden die Begebenheiten und Situationen gut recherchiert und sehr bildlich beschrieben.

Mein Fazit: Eine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden und gut recherchierten historischen Roman.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Pandoras Reise

Die Australien-Töchter - Wo das Glück erstrahlt
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Der Klappentext: „Obwohl die Hindernisse unüberwindbar schienen, finden die Blake-Schwestern im ungezähmten australischen Outback wieder zusammen. Für Cassandra ist die Swan-River-Kolonie eine sichere ...

Der Klappentext: „Obwohl die Hindernisse unüberwindbar schienen, finden die Blake-Schwestern im ungezähmten australischen Outback wieder zusammen. Für Cassandra ist die Swan-River-Kolonie eine sichere Zuflucht. Und nach den harten Prüfungen, die sie zu bewältigen hatte, erscheint ihr das Leben dort wie ein Wunder. Auch Maia und Xanthe fühlen sich endlich zu Hause. Aber dann kommt ein Bote aus England. Pandora, die jüngste Schwester, nutzt die Chance und macht sich auf den Weg zurück nach Lancashire, das sie so sehr vermisst. Der Heimweg gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Das einzige Schiff, das sie und ihren neuen Beschützer zurück nach England bringen kann, liegt weit entfernt. Und eine Reise quer durchs Land birgt Gefahren und schreckt selbst hartgesottene Abenteurer ab. Doch es kommt noch schlimmer: Als Pandora schließlich in Outham ankommt, wartet ein hinterhältiger Betrüger darauf, das Erbe ihrer Familie an sich zu reißen ...“
Zum Inhalt: Bei „Wo das Glück erstrahlt“ handelt es sich um den zweiten Band der Swann-River Serie von Anna Jacobs rund um die vier Blake-Schwestern. Obwohl dieser Teil direkt auf den ersten Band aufbaut, kann man ihn meiner Meinung nach auch einzeln lesen, da die wichtigsten Punkte ausreichend erklärt werden, wer den ersten Teil kennt braucht aber keine Angst haben von den ersten Kapiteln gelangweilt zu werden. Der amerikanische Bürgerkrieg hat Auswirkungen auf die Baumwollproduktion und so stehen die Fabriken im englischen Lancashire still, die Arbeiter wurden entlassen und fast alle nagen am Hungertuch. Auch die vier Schwestern sind davon betroffen, hinzukommt dass der Vater stirbt, der Onkel ermordet wird und die Tante die vier nach Australien schickt – soweit in groben Zügen die Vorgeschichte. Während die älteste Cassandra im ersten Band ihr Glück gefunden hat, dreht sich dieser um die jüngste Schwester Pandora. Diese vergeht vor Heimweh und sie kann sich mit dem Leben in Australien nicht anfreunden. Deswegen ergreift sie die Chance alleine nach Lancashire zurück zu kehren, als sie von einem Boten erfährt, dass die vier Schwestern ihren Onkel beerben. Die Reise nach Hause erweist sich als mühsamer und gefährlicher als gedacht und auch zu Hause warten Intrigen auf Pandora.

Zum Stil: Erzählt wird dieser historische Roman in der 3. Person und man springt beim Lesen zwischen den einzelnen Handlungssträngen und somit zwischen England und Australien hin und her, somit wird auch eine gute und konstante Spannung aufrecht gehalten, man will einfach wissen wie es weiter geht. Bedingt auch durch den flüssigen Schreibstil konnte ich selbst das Buch kaum aus der Hand legen. Obwohl die wichtigsten Personen ja bereits im ersten Band eingeführt wurden, gewinnen sie auch hier durch ihre authentischen Beschreibungen schnell an Individualität und Leben. Hinzu kommt, dass sowohl die Umwelt als auch die Zuständen gut beschrieben und recherchiert sind, man gewinnt einen guten Einblick in das Leben der Auswanderer und vor allem auch von den Strapazen der Reise.

Mein Fazit: Ein unterhaltsamer und faszinierender zweiter Teil rund um die Blake-Schwestern – ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen.

Ich danke dem Verlag beHEARTBEAT by Bastei Entertainment und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst..

Veröffentlicht am 30.09.2019

Die Superschurkin

Evil Miss Universe
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Der Klappentext: „Sie ist Superschurkin, unerbittlich, rücksichtslos und betörend schön: Dominique macht es den Männern im Universum wirklich nicht leicht. Es gibt eigentlich nur einen, der ihr annähernd ...

Der Klappentext: „Sie ist Superschurkin, unerbittlich, rücksichtslos und betörend schön: Dominique macht es den Männern im Universum wirklich nicht leicht. Es gibt eigentlich nur einen, der ihr annähernd das Wasser reichen kann – Mr Right, ihr geheimnisvoller Rivale, der nichts unversucht lässt, ihre finsteren Pläne zu durchkreuzen. Zum Glück zählt Dominique einen jungen Mann zu ihrem Gefolge, der alles für sie tun würde. Auch wenn das bedeutet, dass er Mr Right für sie töten muss ...“
Zum Inhalt: Dies ist quasi die Biographie der Superschurkin schlechthin. Dominique hat ihr ganz eigenes Verbrechersyndikat aufgebaut und lebt ganz offen mitten in Paris. Sie hat ihre eigene Armee und ihre ganz eigenen Vorstellungen und diese setzt sie durch.
Zum Stil: Die Story von Dominique wird von einem Biographen erzählt, der die wichtigsten Stationen in ihren Bestrebungen erläutert und einige witzige Anekdoten bereithält. Im Nachwort gibt der Autor Tobias O. Meißner an, dass er auf die Idee für dieses Buch durch die Sendung SchleFaZ (die Schlechtesten Filme aller Zeiten auf Tele5) kam und tatsächlich nimmt er seine eigene Story ein wenig auf die Schippe, seine Charaktere sind alle etwas überzeichnet, ähnlich wie bei einem Superhelden-Comic. Die Thematiken, die er einbaut, so die Wahl zur Miss Universe, die Gelbwestenbewegung, den Eurovision Song Contest und anderes, sind Vorgänge, die uns alle bekannt und vertraut sind, ebenso wie viele Personen, die Dominique trifft von Madonna über die Nr. 5 der britischen Thronfolge. In einer lockeren, flüssigen und ironischen Weise wird diese nicht ernst zu nehmende „Biographie“ erzählt und dem Leser teilweise eine ganz andere Sicht mit einem Augenzwinkern gewährt.
Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Roman, gespickt mit Ironie und satirischen Momenten auf aktuelle Begebenheiten. Man findet das Buch zwar im Bereich Fantasy und Science Fiction, es gleicht aber keinem anderen das ich aus diesem Genre schon gelesen habe.

Ich danke dem Piper Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.