Profilbild von AureliaAzul

AureliaAzul

Lesejury Star
offline

AureliaAzul ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit AureliaAzul über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2019

Ein besonderes Buch

Das Glück der kleinen Gesten
0

Dieses recht dünne Buch wurde mit viel Liebe und Hingabe gestaltet und das merkt man auch. Überall im Buch befinden sich verschiedene Illustrationen, die den Text auflockern und schön anzusehen sind. Die ...

Dieses recht dünne Buch wurde mit viel Liebe und Hingabe gestaltet und das merkt man auch. Überall im Buch befinden sich verschiedene Illustrationen, die den Text auflockern und schön anzusehen sind. Die Autorinnen sind wirklich überzeugt von ihren Taten und ihrem Vorhaben und schaffen es andere auf eine bezaubernde Art dazu zu animieren kleine nette Gesten im Alltag auszuprobieren und das Glück mit anderen zu teilen. Das Buch gliedert sich in drei Teile. Die ersten beiden Teile beinhalten viel theoretischen Input von Definitionen zu diversen wissenschaftlichen Studien, mit denen sie ihre Handlungen begründen und untermauern. Im dritten Abschnitt werden über 38 kleine Gesten vorgestellt mit Praxistest und abschließender Bewertung der Geste. Einige davon haben mich bezaubert und ich fand sie wirklich süß und leicht umsetzbar. Mit anderen konnte ich eher weniger anfangen und die meisten Gesten konnte mich nicht überzeugen sodass ich sie wohl nicht ausprobieren werde. Ich habe bereits eigene Gesten, die anderen ein Lächeln zaubern können und die gefallen mir besser als die vorgeschlagenen, aber das ist Ansichtssache und hängt vom Menschen und der Persönlichkeit ab. So schienen mir viele Gesten eher was für extrovertierte Menschen zu sein, da man offen auf andere zugehen muss, was mir nicht gefällt. Das Buch bietet allerdings viele Anreize und gibt Impulse aus denen sich noch weitere schöne Ideen und Gesten entwickeln können.

Eine wirklich schönes und überzeugtes Buch mit tollen Einfällen, welches mich allerdings nicht so überzeugen und begeistern konnte.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Utopie oder Dystopie?

Die Reinsten
0

Mehrere Jahrzehnte in der Zukunft liegt die Welt in Trümmern und die Natur ist stark zerstört worden durch den von den Menschen angetriebenen Klimawandel. Nur wenige haben überlebt und leben in geschützten ...

Mehrere Jahrzehnte in der Zukunft liegt die Welt in Trümmern und die Natur ist stark zerstört worden durch den von den Menschen angetriebenen Klimawandel. Nur wenige haben überlebt und leben in geschützten Metropolen. Die künstliche Intelligenz Askit regiert das ganze System und treibt die Menschen zu Höchstleistungen an um das Leben auf der Erde wieder zu ermöglichen und die Folgen des Klimawandels zu entschärfen. Durch diverse Bewertungen und Analysen der Fehler der Menschheit in der Vergangenheit zählen andere Werte und Tugenden bei den Menschen und dementsprechend belohnt Askit auch dem System zugeneigte positive Einstellungen, Gedanken und unterbewusste Prozesse, die die nächste Stufe der menschlichen Evolution darstellen und die Reinsten genannt werden. Doch plötzlich ändert Askit sein Entscheidungs"verhalten", das auf eine Veränderung in seinem Algorithmus zurückzuführen ist und alles woran Eve und ihre Freunde geglaubt haben, gerät ins Schwanken.



Die Idee dahinter fand ich sogleich faszinierend wie auch unheimlich, bedenkt man, dass eine Maschine Einfluss auf das menschliche Gehirn nehmen und ihm Informationen entnehmen kann, die dem Besitzer nicht einmal bewusst und zugänglich sind. Aber genau dieser Ansatz macht das Buch zu etwas Besonderem und Ungewöhnlichem unter all den Utopien/Dystopien um künstliche Intelligenzen.

Die Sprache ist gespickt mit fachwissenschaftlichen Begriffen, die mir persönlich allerdings keine Schwierigkeiten bereitet haben und viel über die Tiefe der Recherchen erahnen lassen. Zugleich hat mir der Sprachstil zugesetzt und zwar da viele lange, verschachtelte Sätze vorkommen, die das Lesen unnötig erschweren und nicht unbedingt zum besseren Verständnis des ohnehin komplexen Themas beitragen. Manchmal konnte ich einigen Gedankengängen und Erklärungen nur unzureichend folgen und hatte den Eindruck etwas Entscheidendes verpasst oder übersprungen zu haben. Das führte eher zu Demotivation und verringertem Interesse weiterzulesen.

Inhaltlich sind die Szenarien gut recherchiert und, sofern ich das überhaupt beurteilen kann, sehr authentisch dargestellt, sodass der Autor hier ein wirklich realistisches nachvollziehbares Setting geschaffen hat, welches sich sicherlich durch wissenschaftliche Erkenntnisse untermauern lässt. Leider hat der holprige Sprachstil das etwas zunichtegemacht und das Lesevergnügen geschmälert. Das führte unter anderem zu Verwirrungen und Missverständnissen bei mir und am Ende wurde ich immer noch nicht ganz schlau daraus und mir schwirrten viele unbeantwortete Fragen im Kopf herum.

Die Protagonisten sind sehr distanziert dargestellt, was allerdings auch beabsichtigt war, da Askit Rationalität und Vernunft fördert und die Charaktere dementsprechend auch so agieren und denken, sodass dies zur Kontinuität der Einstellungen innerhalb der Geschichte beiträgt und authentisch scheint. Die geringe Ausbildung der Sympathie zu den Charakteren hat mich nicht gestört.



Fazit: Ein interessantes komplexes Zukunftsszenario, das auf viele kluge Ideen und Gedankengänge schließen lässt und zudem fachlich umfassend recherchiert wurde. Nur an der sprachlichen Umsetzung hapert es und lässt die vom Autor geplant

Veröffentlicht am 24.03.2019

Die Niemalswelt - Unglück oder Chance?

Niemalswelt
0

Sechs Freunde, ein mysteriöser ungeklärter Tod, fünf eigene Geschichten, fünf dunkle Geheimnisse und eine Wahrheit. Ein Jahr nach dem plötzlichen Tod des Gruppenanführers Jim, trifft Beatrice (Bee) erstmals ...

Sechs Freunde, ein mysteriöser ungeklärter Tod, fünf eigene Geschichten, fünf dunkle Geheimnisse und eine Wahrheit. Ein Jahr nach dem plötzlichen Tod des Gruppenanführers Jim, trifft Beatrice (Bee) erstmals wieder auf ihre (ehemaligen) Freunde Kip, Whitley, Martha und Cannon. Trotz der Distanz, die sich zwischen ihrer Funkstille, ausgebreitet hat, gehen sie auf eine Party. Doch auf dem Rückweg kollidieren sie beinahe mit einem anderen Auto und entkommen nur knapp dem Tod - denken sie zumindest bis plötzlich der "Wächter" vor der Tür steht und ihnen mitteilt, dass sie in einer Zeitschlaufe, der Niemalswelt, gefangen sind und dieselben 11 Stunden immer wieder durchleben werden, solange bis einstimmig jemand erkoren wird, der als einziger/einzige überleben darf, denn eigentlich sind alle bei dem Beinahe-Unfall, der keiner war, ums Leben gekommen, alle bis auf eine Person. Damit beginnt die Suche nach der Wahrheit, bis zum bitteren Ende.



Die Idee mit der Zeitschleife konnte mich bereits zu Beginn begeistern. Auch wenn mir der Anfang schwer fiel, da so viele Informationen fehlten und ich Probleme hatte schlau aus Bee zu werden, aus deren Sicht die Geschichte in der Ich-Perspektive geschrieben ist, da sie kalt, unnahbar und einfältig wirkte, habe ich schnell Anschluss gefunden. Auch die "Freunde" wirkten ziemlich konstruiert, teilweise klischeehaft, aber bei genauerem Hinschauen doch einzigartig und jeder auf seine Art spannend und für Überraschungen gut. Doch mit der Zeit und mit dem Beginn der Zeitschleife konnte ich allen gewisse Sympathien entnehmen, auch wenn die Charaktere sehr schrullig waren und einiges verstörend wirkte. Dennoch empfand ich Bee als den schwächsten und fadsten Charakter. Deswegen freute mich ihre Charakterentwicklung am meisten und es machte viel Spaß ihr bei der Suche nach sich selbst und der Wahrheit zu folgen.

Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Manchmal haben mich gewisse Beschreibungen von Gegenständen, Produkten, Personen und einige Belanglosigkeiten leicht gestört, da ich auch nach der Beschreibung nicht schlauer oder wissender war. Vor allem da sie meist keine weitere Bedeutung für die Geschichte hatten.

Die Konstruktion der Niemalswelt und der Hintergrund dieser haben mich vollkommen umgehauen und ich hatte Assoziationen zum Wunderland von Alice, da vieles seine eigenen physikalischen Besonderheiten und Gesetze hatte, die abhängig von den daran beteiligten Personen waren und auch Rückschlüsse auf ihre Charaktere, Vergangenheit, Meinungen, Hobbies und vieles mehr zuließen und sie auf geniale Weise in die Welt integrierten. Schade fand ich es nur, dass der Sinn dieser Niemalswelt nicht weiter ausgeführt wurde. Es war so, dass sie darin gefangen waren und es kein Entkommen gab und sie mussten es hinnehmen und das war's. Die höheren Mächte oder der Sinn dahinter wurden mit keinem Wort erwähnt oder auch nur angedeutet.

Insgesamt gibt es drei Teile, die immer einen Umbruch in der Geschichte, von einem Teil zu einem anderen, markieren. Die unterschiedlichen Dynamiken jeden Teils und die Geschehnisse waren sehr unterhaltsam und schlüssig, für keinen Moment langweilig oder unpassend.

Die Ermittlungen zu Jims Tod waren schwierig und mit vielen Stolpersteinen belegt und offenbarten so einige dunkle Geheimnisse, die zu dem tragischen Tod eines aufstrebenden Stars führten. Die Geheimnisse fast aller Protagonisten rund um den Tod Jims wurden geschickt in den Verlauf der Handlung eingebaut und offenbart, alle, bis auf eines, welches rückblickend den Großteil der Geschichte beeinflusste, ohne das es dem Leser oder Bee überhaupt bewusst war. Ich sag nur: Stille Wasser sind tief.

Trotz all der aufregenden, mitreißenden Szenen, entstanden am Ende eine gewisse Tiefgründigkeit und Selbstlosigkeit die den Handlungen der Geschichte zu Grunde lagen und einen regelrechten Überraschungseffekt entstehen ließen, welcher die Protagonistin Bee und die anderen befreite. Diese Momente konnten mich berühren und zeigen wie herzensgut und altruistisch einige Menschen doch sind.



Ein innovatives World-Building der Niemalswelt, mit überraschenden Wendungen, unvorhersehbaren Entwicklungen, eigentümlichen Charakteren und einer folgenschweren Entscheidung, die berührender nicht sein könnte und so tief verborgen in allem ist, dass man sie nicht erahnen kann.

Veröffentlicht am 24.03.2019

Mitreißender zweiter Band!

Sturmtochter, Band 2 - Für immer verloren
0

Nach den tragischen Umständen, die zum Tod ihrer besten Freundin führten, versinkt Ava in Trauer. Doch viel Zeit hat sie nicht, denn es tauchen immer mehr und viel stärkere Elementare auf, die beinahe ...

Nach den tragischen Umständen, die zum Tod ihrer besten Freundin führten, versinkt Ava in Trauer. Doch viel Zeit hat sie nicht, denn es tauchen immer mehr und viel stärkere Elementare auf, die beinahe unbesiegbar scheinen und die Insel Skye überrennen. Zu allem Übel kann Ava ihre Kräfte immer noch nicht beherrschen und der Dolch ihres Clans bleibt weiterhin spurlos verschwunden. Als die anderen Clans die Jagd auf sie eröffnen, endet ihr bisheriges Leben schlagartig und es bleibt nur die Flucht nach vorne. Doch ihre Feinde sind ihr nah auf den Fersen und lauern überall. Wem kann sie noch vertrauen?

Die Ereignisse beginnen hier nur wenige Wochen nach dem Ende des ersten Bandes und durch die Wiederholungen war alles wieder präsent bei mir. Ava trauert aufrichtig und authentisch um ihre Verluste, was sie mir näher gebracht hat. Ich habe ihr alle Gedanken und Gefühle vollkommen abgekauft. Es war sehr spannend und schockierend zu sehen wie ihre Unkontrolliertheit ein neues Level erreicht und alles ausartet. Die Ereignisse werden größtenteils aus Ava Sicht beschrieben, aber auch die anderen Perspektiven haben viel Spannung und Ungewissheit aufkommen lassen, da nicht ersichtlich war wie die Entscheidungen der anderen Clans sich auf Ava Schicksal auswirken. Es tauchen einige neue Charaktere auf, wobei ich da das Gefühl hatte, sie dienen in irgendeiner Form als Ersatz für die alten fehlenden Charaktere, auch wenn sie anders sind. Auch die Liebesgeschichte bleibt nicht auf der Strecke, sie wird nur komplizierter als ohnehin schon und einige Situationen wirkten sehr konstruiert und unglaubwürdig auf mich. Als hätten einige Liebesszene unbedingt in völlig unpassende Situationen integriert werden müssen, obwohl sie nicht passten. Die Jagd der Clans auf Ava hat auf sich warten lassen und davor war ziemlich viel Geplänkel und die Geschichte zog sich. Das Warte lohnt sich aber, denn am Ende entsteht eine spannungsgeladene, actionreiche Flucht mit überraschend handelnden Charakteren und folgenschweren Geheimnissen, die alles zerstören (können). Das Ende ist fantastisch, wenn auch mit einem Cliffhanger versehen und das Warten auf den finalen Band noch so lang. Doch ich freue mich schon sehr, denn der dritte Band verspricht Dramatik, schwere Entscheidungen, Geheimnisse, Verrat und einen unheilvollen, unberechenbaren Krieg mit ungewissem Ausgang.

Emotional, aufregend, mitreißend mit tollen Entwicklungen. Besser als der erste Band und absolut empfehlenswert!

Veröffentlicht am 17.03.2019

Verstörend, erschreckend brutal, ehrlich und berührend!

Ich gehöre ihm
0

Plötzlich ist er da. Er sieht umwerfend aus, hat genug Geld und verzaubert sie mit seiner charmanten und charismatischen Ausstrahlung. Er trägt sie auf Händen, nennt sie seine Prinzessin, verspricht ihr ...

Plötzlich ist er da. Er sieht umwerfend aus, hat genug Geld und verzaubert sie mit seiner charmanten und charismatischen Ausstrahlung. Er trägt sie auf Händen, nennt sie seine Prinzessin, verspricht ihr das Blaue vom Himmel, ein schöneres Leben. Er sieht Sie. Sie, die sonst immer unsichtbar scheint. Er kann ihre tiefsten Wünsche erahnen und gibt ihr das wonach sie sich sehnt. Doch hinter der fadenscheinigen Fassade sieht er in ihr nur ein junges naives Dummchen, welches alles für ihn tun würde, welches er nach Wünschen manipulieren, brechen, belügen und ausnutzen kann, bis nichts mehr als eine leere Hülle, ein altes Abbild seiner Selbst, bleibt, eine Puppe mit der er erst spielt und sie dann wegwirft, wenn sie nichts mehr taugt. Doch in seinen Armen liegend, in seine unglaublich grünen Augen blickend, sieht sie nur eines: die Erfüllung ihrer tiefsten Sehnsüchte, die wahre Liebe. Damit wird der Anfang vom Untergang für das junge ahnungslose Mädchen besiegelt und nichts wird jemals so sein wie zuvor. Sie wird niemals wieder diejenige sein, die Sie einmal war…



Dieses Buch ist nicht wie die meisten anderen (Jugend-)bücher, denn es beinhaltet eine authentische Erzählung von Ereignissen, die in ähnlicher Form schon sehr oft in der Realität geschehen sind und auch jetzt und in der Zukunft geschehen.

Es ist ein so schwieriges und ernstes, leider viel zu oft, missachtetes Thema, welches hier unglaublich authentisch und aufrichtig beschrieben wird. Man erfährt hautnah wie Caro in die Fänge des Loverboys Nick gerät, wie er sie von sich abhängig macht, von ihrem sozialen Umfeld isoliert, sie psychisch sowie physisch bricht und ihm gehörig und demütig macht. Ich habe mich so oft gefragt warum sie denn seine manipulative Art nicht durchschaut oder wenigstens misstrauisch wird, was auch geschieht, aber viel zu spät, da ist sie schon zu abhängig von ihm. Es ist fast als würde man einem schrecklichen Unfall zuschauen, der unaufhaltsam scheint und garantiert mit bösem Ausgang sein wird, doch man steht machtlos daneben und kann gar nichts tun, obwohl man so vieles tun möchte, denn man ist nur Zuschauer, nicht mehr.

Nick ist so geschickt und klug in seinem Handeln. Er weiß welche Mädchen er wie beeinflussen kann um sie für seine Zwecke zu nutzen, ohne Rücksicht auf andere. Es wird leider nicht viel aus seiner Sicht beschrieben, wie er all das wahrnimmt, was mich nach dieser Geschichte sehr neugierig gemacht hat und ich mich frage wie er all das nur immer wieder tun und sich dabei noch in die Augen schauen kann. Das macht sprachlos.

Die Geschichte ist hauptsächlich aus der Sicht von Caro geschrieben, wechselt allerdings an passenden Stellen in die Perspektive eines außenstehenden Zuschauers und objektiviert die Geschehnisse. Dadurch wirkt alles noch erschütternder, realer und man fühlt sich als außenstehender Leser noch hilfloser. Ein Teil ist aus Sicht seines Bruders geschrieben, der wahrlich in einem Dilemma steckt und immer verzweifelter wird, bis er sogar eine folgenschwere Handlung in Betracht zieht...

Was mich wirklich umgehauen hat, ist die Übermittlung der Gefühle. Alles ist so realitätsnah, so unglaublich authentisch und mit aufrichtiger Hingabe geschrieben, dass ich mich begrenzt in die Protagonisten einfühlen konnte, auch wenn ich meine Schwierigkeiten mit Caro hatte, was allerdings wohl am Altersunterschied liegen mag. Vor allem die Gefühle ihres Bruders und die schiere, endlose Verzweiflung der Eltern waren mit Händen zu greifen und hat mich mitgenommen, sodass ich nach dem Beenden des Buches kaum aufhören konnte zu weinen. Das mag womöglich auch am Ende liegen, welches schlimmer kaum sei könnte, auch wenn ich zugeben muss, dass ich ihre Entscheidung später sogar nachvollziehen und verstehen konnte, leider. Dass die Gefühle so transparent und echt über den grandiosen Schreibstil vermittelt werden, ist eines der großen Pluspunkte des Buches, wenn nicht sogar das Herzstück.

Auch wenn ich bisher keine Berührungspunkte mit dem Thema hatte und nur entfernt davon gehört habe, danke ich der Autorin von Herzen für diese authentische (fiktive) Erzählung und Aufklärung zu dem Thema, welche die Gefahren von Loverboys umfassend und ausführlich in einem erschreckenden Setting darstellt und die Aufmerksamkeit darauf lenkt. Es sollte mehr Autoren geben, die über dieses sensible und doch so zerstörende Thema schreiben sollten.

Danke für den Mut dies mit so viel Überzeugung und Hingabe zu tun mit dem Ziel andere davor zu warnen und zu sensibilisieren!