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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2019

Was verbirgt sich hinter dem Elite Kings Club wirklich?

Silver Swan - Elite Kings Club
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Die junge Madison zieht nach einigen schrecklichen Ereignissen aus der Vergangenheit zu ihrem reichen Vater in die Hamptons und bekommt gleich dazu auch noch einen nervigen Stiefbruder und eine umwerfende ...

Die junge Madison zieht nach einigen schrecklichen Ereignissen aus der Vergangenheit zu ihrem reichen Vater in die Hamptons und bekommt gleich dazu auch noch einen nervigen Stiefbruder und eine umwerfende Stiefmutter dazu. In der Schule wird sie prompt mit der geheimnisumwobenen Clique rund um Bishop konfrontiert, zumindest in den Gerüchten als Elite Kings Club bekannt, der scheinbar unerwartetes Interesse an ihr zeigt. Doch schon bald wird sie tiefer rein gezogen in die ominösen und gleichzeitig gefährlichen Machenschaften einer älteren Organisation, in der sie eine ungewisse Rolle zu spielen scheint. Überall lauern Gefahren, Geheimnisse, Intrigen und Lügen, die sie am Ende alles kosten könnten, was sie sich aufgebaut hat...

Bereits als ich das Buch in der Vorschau gesehen habe, war ich sofort Feuer und Flame für die Geschichte, weil sie so aufregend, gefährlich und gänsehautverursachend klang. Dementsprechend hatte ich auch hohe Erwartungen, und habe mich auch etwas durch den Vergleich mit Paper Princess verführen lassen. Madison als Protagonistin hat mir anfangs sehr zugesagt, da sie ihren eigenen Kopf hat und sich nicht schnell einschüchtern lässt. Leider nahm das im Laufe der Geschichte ab, da sie einem Jungen wie eine Liebestrunkene total naiv, blind und ahnungslos hinterher gelaufen ist. Das große, fesselnde Mysterium rund um den Elite Kings Club mit seinen verschlossenen und unnahbaren Mitgliedern bleibt leider bis zum Schluss immer noch ein großes Geheimnis. Man erfährt zwar einige Details, aber das große Ganze bleibt einem verborgen und lässt einen den weiteren Band nur noch mehr ersehnen, um endlich Klarheit zu haben. So viele offene Fragen, die sich nur unbefriedigend oder gar nicht beantworten lassen. Einige Nebencharaktere wie Madis Freundinnen und einige Klassenkameraden haben die Geschichte gut abgerundet, waren allerdings nur kleine Steine im Getriebe, die bisher nichts mit alldem zu tun haben. Ein zufällig entdecktes Schriftstück bringt Licht ins Dunkel, allerdings auch nur begrenzt. Weniger gut gefallen haben mir einige sexuell anmutende Handlungen, die mir zu grob und unpassend sexualisiert in den Situationen erschienen und, auch wenn es schon Richtung Dark Romance geht, für mich unnötig und überflüssig waren.

Insgesamt konnte mich die Geschichte überzeugen, aber nicht so begeistern wie erhofft. Dennoch kann ich es kaum erwarten endlich mehr zu erfahren.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Eher etwas für Jüngere

LYING GAME - Und raus bist du
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Nach jahrelangem Wechsel von einer Pflegefamilie in die andere, sehnt sich Emma mehr denn je nach einer glücklichen Familie, in der sie Geborgenheit und Zugehörigkeit finden kann. Durch Zufall findet sie ...

Nach jahrelangem Wechsel von einer Pflegefamilie in die andere, sehnt sich Emma mehr denn je nach einer glücklichen Familie, in der sie Geborgenheit und Zugehörigkeit finden kann. Durch Zufall findet sie im Internet ein Mädchen, welches ihr bis aufs Haar gleicht und nicht weit entfernt in einer scheinbar perfekten Welt aufgewachsen ist, mit Geld, erfolgreichen Eltern, einem verständnisvollen Freund und tollen Freundinnen. Höchst erfreut möchte sich Emma mir ihrer lange verschollenen Zwillingsschwester Sutton treffen. Doch daraus wird nichts, denn Sutton taucht nicht auf, doch schon bald wird Emma gezwungen Suttons Rolle einzunehmen, denn sonst droht ihr das gleiche tödliche Schicksal wie Sutton...

Ich hatte mittelmäßige Erwartungen an das Buch, da es doch spannungsverheißend klingt und zudem von der Autorin von Pretty Little Liars geschrieben wurde, die mir zusagt. Diese konnten jedoch nur teilweise erfüllt werden. Es dauert am Anfang etwas bis man Emma und ihre Umstände kennenlernt und dann auch mit Sutton konfrontiert wird. Das war etwas Langweilig und Zäh, wie viele Situationen. In Suttons Leben angekommen, wurde es spannender, interessanter und teils ziemlich amüsant. In den Situationen, in denen Emma sich aufgrund der Tatsache, nicht Sutton zu sein, an wichtige Dinge und Ereignisse nicht erinnern konnte, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und ihre Verzweiflung spüren. Einzig ihre neue Bekanntschaft Ethan, vermittelt ihr den Eindruck wirklich sie zu sein und nicht Suttons Schatten vergangener Handlungen, die sie in denkbar schlechtem Licht dastehen lassen. Unentwegt fragt mich sich wer der Täter ist und warum er Emma zu dieser Tat zwingt. Das wird leider nicht geklärt und viele Fragen bleiben offen, sodass das Buch nur wenige Informationen liefert und vieles auf die Nachfolgebände verschiebt. Aufgrund der vielen langatmigen und wenig bringenden Handlungen, empfand ich es als recht langweilig, durchschaubar und nicht aufregend genug. Vermutlich wäre das etwas für jüngere Leser, aber mich konnte es nicht begeistern.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Nicht so gut wie erwartet

stern Crime - Wahre Verbrechen
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Auch in dieser Zeitschrift werden wieder alte und neue Kriminalfälle, die teils noch nicht ganz aufgeklärt sind, ausführlich und mit beeindruckendem Detailwissen beschrieben und aus verschiedenen Perspektiven ...

Auch in dieser Zeitschrift werden wieder alte und neue Kriminalfälle, die teils noch nicht ganz aufgeklärt sind, ausführlich und mit beeindruckendem Detailwissen beschrieben und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, sodass ein umfassendes Bild der Geschehnisse rückblickend möglich ist. Besonders ein Fall erschien mir ziemlich brutal und unmenschlich, sodass ich erst kaum glauben konnte, dass das wirklich geschehen ist. Auch wieder dabei, sind einige Interviews von Kriminal-, Thrillerautoren, die aus über ihre Charaktere und Bücher reden und aus dem Nähkästchen plaudern. Insgesamt wieder eine abwechslungsreiche und bunte Mischung, fundiert und authentisch recherchiert, mit tollen atmosphärisch tiefgründigen Bildern ergänzt. Dennoch konnten mich die meistens Nacherzählungen nicht so fesseln und begeistern, wie gedacht.

Veröffentlicht am 19.02.2019

Ein gemächlicher Thriller

Der Schmetterlingsjunge
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Nils Trojan und sein Team sind wieder gefordert, als eine Frau tot aufgefunden wird, auf dem Rücken ein kunstvoll verziertes Bild eines Schmetterlings, in aller Präzision aufgemalt. Zunächst sind die Ermittler ...

Nils Trojan und sein Team sind wieder gefordert, als eine Frau tot aufgefunden wird, auf dem Rücken ein kunstvoll verziertes Bild eines Schmetterlings, in aller Präzision aufgemalt. Zunächst sind die Ermittler planlos und spekulieren ob der Intention des Täters, denn weitere Besonderheiten am Opfer fallen auf, die nicht so recht ins Bild passen. Während die Ermittlungen weiterlaufen und etwas ins Stocken geraten, werden weitere Morde begangen und das Schema wiederholt sich. Nach und nach erkennen die Ermittler einen Bezug aller Opfer zum Täter und merken, dass alles damals vor vielen Jahren seinen Anfang nahm...

Das ist der erste Band aus der Reihe, den ich lese, da mich Cover sowie Beschreibung sehr angesprochen haben. Der Schreibstil ist sehr sehr angenehm zu lesen und man fliegt nur so durch die Seiten. Das ist einerseits super, andererseits wurde ich davon so leicht eingelullt, da mir Ecken und Kanten gefehlt haben und die Handlungen dann weniger brutal und erschreckend auf mich wirkten. Ähnlich verhielt es sich auch mit dem ganzen Fall. Es gab nur wenige schockierende oder unangenehme Szenen, die verstörend wirkten, wie ich es grundsätzlich mit bis zu einem gewissen Punkt in Psychothrillern erwarte. Alles war so seicht und angenehm, es ging einfach zu leicht von der Hand. Womöglich liegt das auch an dem schleppenden Ermittlungen, die erst nicht so richtig in Fahrt kommen und dann teilweise auch durch Glück weitergeführt werden, wobei die Ermittler geschickt die Puzzleteile zusammensetzen, vielleicht zu gut für den Täter. Seine Sichtweisen haben mir ziemlich zugesagt und waren spannend zu lesen, wie langsam das Unglück seinen Lauf nahm. Insgesamt ein interessanter, gut strukturierter Psychothriller, aber mir fehlten rasante, aufregende Szenen und einfach die Thrill-Elemente, die hier zu kurz kamen.

Veröffentlicht am 16.02.2019

Erfrischend und humorvoll

Muss es denn gleich für immer sein?
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Sylvie und Dan führen eine zufriedenes Leben mit zwei tollen Kindern und einem schönen Haus. Doch die Idylle scheint zu kippen, als ihnen ihr Hausarzt noch eine lange Zeit in trauter Zweisamkeit voraussagt. ...

Sylvie und Dan führen eine zufriedenes Leben mit zwei tollen Kindern und einem schönen Haus. Doch die Idylle scheint zu kippen, als ihnen ihr Hausarzt noch eine lange Zeit in trauter Zweisamkeit voraussagt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt alles zu kippen. Um sich bloß nicht zu langweilen, versuchen sie sich gegenseitig zu überraschen, doch das geht gründlich schief und endet in einer vermeintlichen Katastrophe, die unangenehme Wahrheiten bereit hält.

Der Schreibstil ist locker und leicht, man fliegt nur so durch die Seiten. Auch die Handlung ist mehr oder weniger einfach gehalten, so scheint es zumindest auf den ersten Blick. Das soll sich jedoch ändern. Sylvie wirkte am Anfang recht sympathisch ebenso wie Dan. Aber nach und nach steigern sich die beiden in etwas hinein und machen unnötigerweise ein Drama aus eine unverbindlichen Behauptung. Das erschien mir schon etwas seltsam und unnachvollziehbar. Durch ihre Unsicherheit bezüglich Dan, wirkte Sylvie nach und nach wie eine aufgescheuchte, hysterische Ehefrau, die ihrem Mann gewisse Dinge unterstellt, ohne eindeutige Beweise. Also wirklich so unangenehm wie man sich eine eifersüchtige, leicht durchgeknallte Ehefrau als Klischee vorstellt. Da hat sie mich ziemlich enttäuscht, weil sie sonst so bodenständig und mit Verstand agiert, und das alles so schnell umschlägt und in eine unschöne Richtung geht. Das Ende und die ganzen Enthüllungen, kamen ehr unerwartet, haben die Geschichte in meinen Augen aber verbessert und ihr mehr Tiefgründigkeit und in gewisses Maß an Ernsthaftigkeit verliehen, mit dem ich definitiv nicht gerechnet habe. Sehr schön wird hier geschildert wie verblendet und desillusioniert einige Menschen sind und wie gerne sie sich in das schöne Bild eine Menschen flüchten, welches mehr Schein als Sein ist.

Ein auf den ersten Blick einfach und oberflächlich wirkendes Buch mit einer unerwarteten Profundität, die mich trotz einiger klischeehafter Charaktere überzeugen konnte.