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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2018

Schwierige Thematik nicht überzeugend dargestellt

Die Stille zwischen Himmel und Meer
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Die junge Frau Edda reist während ihres Urlaubs an die Nordsee um sich ihren Problemen und Ängsten zu stellen und sich selbst zu finden. Denn sie wurde als kleines Mädchen von einer scheinbar psychisch ...

Die junge Frau Edda reist während ihres Urlaubs an die Nordsee um sich ihren Problemen und Ängsten zu stellen und sich selbst zu finden. Denn sie wurde als kleines Mädchen von einer scheinbar psychisch kranken Frau entführt, die sie jahrelang traumatisiert und gequält hat. Seitdem fällt es ihr sehr schwer sich auf das unstete Leben einzulassen und die zu sein, die sie wirklich ist. An einem kleinen Ort an der Nordsee angekommen kommt es anders als erwartet und sie trifft auf den mürrischen Sebastian, der hinter seiner ablehnenden Fassade mehr verbirgt als es den Anschein macht. Beide wurden durch schicksalhafte Begebenheiten zusammengeführt und erleben einige kleine Abenteuer, die beide verändern, vor allem Edda, die das Leben zwischen Himmel und Meer findet.

Die Thematik hat mich sofort angesprochen, da Edda aufgrund ihrer Vergangenheit eine interessante Protagonistin darstellt und anders agiert, die Welt anders sieht als die meisten anderen. Das hat mich besonders neugierig gemacht, sowie die Tatsache, dass es an der Nordsee spielt und ich persönlich die Nordsee irgendwie mystisch und geheimnisvoll finde. Da passte die Umgebung für die Geschichte schon perfekt. Die Verstrickungen zwischen Sebastian und Edda werden ergreifend, emotional und ziemlich authentisch beschrieben und nicht in rosarotem Licht gehalten, sondern auch von der negativen Seite beleuchtet verstärkt durch den teils poetischen Schreibstil. Trotz allem konnte mich die Geschichte nicht so überzeugen und berühren wie erhofft. Aufgrund des Klappentextes war anzunehmen, dass es keine spannungsgeladene Actiongeschichte wird, dennoch habe ich mir mehr Spannung gewünscht, da die Geschichte mehr so vor sich hinplätschert, ohne dass sie mich packen und begeistern konnte. Die beiden Protagonisten waren nicht greifbar und die vermittelten Emotionen kamen kaum rüber. Nicht einmal das Nordseesetting hat für mich dieses aufregende Gefühl, welches ich normalerweise empfinde, wenn es um die Nordsee/das Meer geht, auslösen können, obwohl die Atmosphäre ausreichend beschrieben wurde. Insofern hat mich das Buch insgesamt leider enttäuscht und konnte meine Erwartungen nicht erfüllen.

Veröffentlicht am 26.12.2018

Subtile Rache

Geständnisse
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Durch einen scheinbar tragischen Unfall ist die erst vierjährige Manami im Schulschwimmbecken ertrunken, doch ihre Mutter und Lehrerin an der Schule Yuko Moriguchi ist sich sicher: einige Schüler ihrer ...

Durch einen scheinbar tragischen Unfall ist die erst vierjährige Manami im Schulschwimmbecken ertrunken, doch ihre Mutter und Lehrerin an der Schule Yuko Moriguchi ist sich sicher: einige Schüler ihrer Klasse hatten die kleine Manami auf dem Gewissen und sind eindeutig Schuld an ihrem Tod. So wird eine Reihe von Kettenreaktionen, durch die Schilderung von Yukos Vermutungen ihrer Klasse gegenüber, ausgelöst, die so niemand kommen sah, doch das mindert die Rachegefühle von Yuko nicht im Geringsten...

Das Buch teilt sich in sechs Abschnitt, jeder aus einer anderen Perspektive in der Ich-Erzählform geschrieben. Dadurch wird das Geschehen anschaulich und nachvollziehbar aus verschiedenen Sichten konstruiert mitsamt aller Motive, Gefühle und Gedanken. Diese Vielschichtigkeit und Zusammensetzung von Wahrheiten, die zumindest teilweise, Einblicke über die objektive Wahrheit ermöglicht, hat mir sehr gut gefallen und sie lebendig und fassbar gemacht. Gerade der ungewöhnliche Erzählstil macht das Buch so besonders mit Wiedererkennungswert. In jede Person konnte ich mehr oder weniger gut eintauchen und jeder Charakter hat etwas Persönliches und Einzigartiges, welches die Autorin hervorragend schildert und zur Geltung bringt, sodass man die Katastrophe schon vorausahnen würde, wüsste man sie nicht bereits. Die Gewalt- und Racheaktionen sind so subtil und unscheinbar und doch vermögen sie folgenschwere Handlungen und Taten auszulösen, die so ungeheuerlich sind, dass man es kaum fassen kann. Ein einzige, unscheinbare Tat und die Katastrophe kommt ins Rollen, bis sie am Ende in einem, wortwörtlichen, Knall endet. Zusätzlich empfand ich es als spannend, mehr über die Zustände bzg. Kriminalfälle, begangen von Jugendlichen, in Japan zu erfahren und wie die Strafverfolgung von Minderjährigen dort abläuft, die so einige Gedankengänge der Lehrerin erklärt.

Eine Geschichte die unter die Haut geht, ausgelöst durch die nachvollziehbare Wut und das Gefühl nach gerechter Rache einer liebenden Mutter, z

Veröffentlicht am 26.12.2018

Super erster Band!

Die Lichtstein-Saga 1: Aquilas
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In einem Moment ist Liv noch das normale Menschenmädchen mit typischen Jugendproblemen, im nächsten eine auserwählte Kriegerin Cayaniels, mit einer schicksalhaften Aufgabe, die vor vielen Jahren festgelegt ...

In einem Moment ist Liv noch das normale Menschenmädchen mit typischen Jugendproblemen, im nächsten eine auserwählte Kriegerin Cayaniels, mit einer schicksalhaften Aufgabe, die vor vielen Jahren festgelegt wurde. Ihrem Schicksal ergeben, macht sie sich mit den drei anderen Cays Noah, Ari und Kaelan auf die Reise zu den Nymphen um die erste Aufgabe zu erfüllen und den ersten Stein, den Wasserstein, zu holen, doch dabei ahnen sie nicht welche Gefahren dort lauern und dass ihre Gegner nur auf sie warten...

Nach einer kurzen Vorstellung von Liv, wird sie gleich in die neue Welt Interria geworfen und die Leser gleich mit. Dabei lernt sie die neue Welt genauso kennen wie die Leser, wenngleich der Schock für sie gewiss größer ist. Die Hintergrundgeschichte mit den vier Steinen und dem Engel Cayaniel finde ich absolut spannend und teils auch innovativ und konnte mich sofort dafür begeistern. Die anderen Protagonisten, allen voran die Cays und Ari, waren mir sofort sympathisch, gerade weil sie so locker und humorvoll miteinander umgehen, andererseits auch Respekt voreinander haben und zeigen, sodass ein authentisches Teamgefühl entwickelt wird, welches absolut überzeugend ist. Von der (dunklen) Gegenseite erfährt man nur sporadisch etwas, aber da wird gewiss noch mehr kommen in den nächsten Bänden. Insgesamt war die Reise der vier (bzw. sechs) sehr entspannt. Es gab zwar zwischendurch einige gefährliche Situationen, über die sie allerdings schnell Herr werden konnten. Da dachte ich schon, das war's jetzt. Tja, falsch gedacht! Gegen Ende kommt noch eine unerwartete Wendung, die so mitreißend und emotional traurig war, dass ich kaum glauben konnte was da so plötzlich geschehen ist und wie und warum. Das hat mich zuerst sprachlos gemacht und ich habe mit gebangt und mit gelitten. Wäre das Ende nicht so heftig und plötzlich gewesen, dann hätte ich die Geschichte als leichte Fantasyunterhaltung mit tollen Charakteren und einigen großartigen fantastischen Ideen abgetan, aber so ist die Geschichte viel mehr und zeigte sich auch von seinen schlechten Seiten, die die Spannung noch erhöht haben und einprägend waren.

Ein super erster Band, der Einblicke in das neue Land Interria mit seinen Geheimnissen wie auch Gefahren gibt, die einzigartigen und starken Cays präsentiert und den ersten Schritt Richtung Endziel, alle vier Steine zu vereinen, macht.

Veröffentlicht am 18.12.2018

Viel Persönliches, wenigThriller

Dornenherz
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Die aufstrebende Kinder- und Jugendpsychologin Meredith Fallon hilft Jugendlichen nach traumatischen Erlebnissen wieder zurück ins Leben zu finden und arbeitet mit ihnen im Mariposa House. Um einen weiteren ...

Die aufstrebende Kinder- und Jugendpsychologin Meredith Fallon hilft Jugendlichen nach traumatischen Erlebnissen wieder zurück ins Leben zu finden und arbeitet mit ihnen im Mariposa House. Um einen weiteren Schritt in Richtung Selbstständigkeit von Mallory feiern, geht Meredith mit ihr in ein Restaurant. Doch dort überschlagen sich die Ereignisse als plötzlich ein junger Mann mit Waffe an der Tür steht und sie, sowie Mallory bedroht. Von da an beginnt ein Katz- und Mausspiel. Nur wer ist Jäger und wer Gejagter?

Als Leser wird man gleich zu Beginn in die Geschehnisse reingeworfen und mit vielen unverständlichen und ungeklärten Ereignissen überhäuft, die sich nach und nach ordnen. Auch die Vielzahl an Namen mit Hintergrundgeschichte wirkt anfangs etwas Erschlagend, wenn man die vorherigen Bände noch nicht kennt. Es wechseln sich ständig Kapitel, die die eigentliche Kriminalgeschichte erzählen, mit Kapiteln, die die persönlichen Belange der zahlreichen Protagonisten, allen voran Meredith und Detective Kimble, in aller Ausführlichkeit schildern. So riss bei mir leider oft die Spannung und die gefährliche und aufregende Verfolgungsjagd rückte in den Hintergrund um vielen gefühlsduseligen Situationen Platz zu machen, die ab und zu zwar ganz interessant waren, allerdings nicht viel zu Hauptstory beigetragen haben und häufig auch überflüssig waren bzw. hätten gekürzt werden können. Die ganzen komplexen Zusammenhänge der Kriminalgeschichte und die Auflösung waren sehr ausführlich und gut ausgearbeitet und konnten mich überzeugen, wenngleich das Motiv der vielen Taten meiner Meinung nach viel zu simpel und charakterschwach war und dadurch kaum nachvollziehbar. Neben der überflüssig gestreckten Story störten mich die ganzen schlimmen Vergangenheiten der Protagonisten, da dies zu überladen wirkte. Genauso verhält es sich mit den Morden. Da stirbt gefühlt jemand am laufenden Band und das teilweise auch nur aus Pech, quasi als Kollateralschaden. Das war leider zu viel des Guten und zwar in jeglicher Hinsicht.

Fazit: Das Buch hat Potenzial, hätte die Autorin doch nur weniger Persönliches der Charaktere und mehr von der eigentlichen Thriller-/Krimihandlung eingebracht und den Fokus anders gesetzt, so hätte dieses Buch um Längen besser sein können und komprimierter.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Tolle Aufmachung, wenig Handlung

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen (Das Originaldrehbuch)
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Newt Scamander ist nach seinem Abenteuer wieder zurück in Großbritannien, als er erfährt, dass der gefährliche und gefürchtete Grindelwald aus den Fängen des amerikanischen Zaubereiministeriums ausgebrochen ...

Newt Scamander ist nach seinem Abenteuer wieder zurück in Großbritannien, als er erfährt, dass der gefährliche und gefürchtete Grindelwald aus den Fängen des amerikanischen Zaubereiministeriums ausgebrochen ist und versucht Anhänger um sich zu scharen um seinen Pläne durchzusetzen. Auf Bitte von Dumbledore macht sich Newt auf die Reise nach Paris um Grindelwald Einhalt zu gebieten. Doch ahnt er nicht, dass er auf einen alten Bekannten trifft, der von Grindelwald benutzt wird um an Macht zu gewinnen.

Das Buch ist innen wirklich toll aufgemacht und mit einigen hübschen Illustrationen bestückt, die allerdings ziemlich viel Platz einnehmen und dadurch die Geschichte schmälern, sodass bestimmt einige Seiten hätten rausgestrichen werden können, wenn es in komprimierter Form gestaltet worden wäre. Man trifft auf alte Bekannte, aber auch neue Charaktere tauchen auf, die so einige Geheimnisse zu verbergen wissen. Manchmal fand ich es etwas Schwierig einigen speziellen Begriffen, die auch im Englischen erfunden wurden, zu folgen und diese zu verstehen. Dafür ist definitiv vorheriges Wissen der Zauberwelt vonnöten. Es war spannend die Geschichte mal im Drehbuchformat zu lesen, auch wenn nicht viel passiert. Die Geschichte zieht sich eher schleppend durch die Handlungen und am hauptsächlich geht es um die zwei Seiten Für oder Gegen Grindelwald, der seine Mächte vereint und einige bekannte Protagonisten auf seine Seite zieht. Besonderes Augenmerk wird auf Familiengeschichte von Leta Lestrange gelegt und die Suche nach einem speziellen Jungen, der verschollen schien. Ganz begeistert war ich von der Einhaltung der Szenen im Film, die dem Buch sehr ähneln und sich definitiv stark daran orientierten, sodass ich immer wusste was als nächstes geschehen würde.

Insgesamt ein stilistisch und illustratorisch tolles Buch, jedoch mit wenigen Handlungen, die häufig zu kurz und unvollendeten auf mich wirkten.