Profilbild von AureliaAzul

AureliaAzul

Lesejury Star
offline

AureliaAzul ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit AureliaAzul über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2018

Wer übersteht das erste Jahr auf der Academy?

Magic Academy - Das erste Jahr
0

Ryiah ist eine von vielen, die versuchen auf die renommierte Magic Academy zu kommen, welche DIE Schule für magisch Begabte ist. Von über hundert werden am Ende pro Schwerpunkt jeweils fünf Schüler ausgesucht, ...

Ryiah ist eine von vielen, die versuchen auf die renommierte Magic Academy zu kommen, welche DIE Schule für magisch Begabte ist. Von über hundert werden am Ende pro Schwerpunkt jeweils fünf Schüler ausgesucht, die als Lehrling anfangen dürfen. Der Unterricht ist hart und verlangt den Schülern alles ab, die Konkurrenz ist größer denn nie und am Ende wartet die gnadenlose Abschlussprüfung auf alle. Dann wäre da noch der ominöse und zurückhaltende Prinz Darren, der Ry gehörig den Kopf verdreht. Schafft sie es trotz aller Widerstande unter die Top 15?

Ryiah und ihr Zwillingsbruder sind sehr selbständige Charaktere, reisen sie doch tagelang alleine und trotzen allen Gefahren um zur Akademie zu gelangen. Völlig ohne familiäre Unterstützung beißen sie sich durch und übertreffen sich selbst. Gerade Rys Willensstärke hat mich schwer beeindruckt. Es scheint als kämpfe sie härter als viele andere und am Ende bekommt sie das, was sie verdient hat, nur nicht so wie man es vermutet. Die Schule wird als extrem hart und schwierig beschrieben, mit Lehrkräften, die die Schüler so lange vor sich her treiben, bis diese die Schule freiwillig verlassen und die sich an dem Aufgeben auch noch erfreuen. Sie schrecken nicht einmal vor unmenschlichen Methoden zurück und es ist beinahe ein Wunder, dass alle Schüler die Zeit dort überleben. Leider wird sehr wenig über die Welt berichtet. Es geht in erster Linie um die Schule, die Prüfungen, die Mitstreiter und einige soziale Interaktionen, sonst wird nicht viel mehr beschrieben. Die Welt mutet eher altertümlich an, die allerdings zwischen magisch Begabten und einfachen Menschen unterscheidet. Die leichte Liebesgeschichte, falls man sie überhaupt so benennen kann, und das Techtelmechtel haben mir gut gefallen, da es subtil und durchbrochen von Konflikten ist, die mir zwar manchmal zu kindisch waren, aber nicht sehr verwunderlich bei der 15-jährigen hitzigen Protagonistin. Das Ende hält dann einige unverhoffte Überraschungen bereit und ich freue mich schon auf den weiteren Teil, der hoffentlich mehr über die Welt verrät.

Veröffentlicht am 04.04.2018

Ich hatte mehr erwartet...

Dirty
0

Dirty, Rich und Thug verbindet eine tiefe Freundschaft und sie können sich aufeinander verlassen und machen jeden Blödsinn mit. Als Rich den limitierten Lamborghini seines Vaters bei einem illegalen Glücksspiel ...

Dirty, Rich und Thug verbindet eine tiefe Freundschaft und sie können sich aufeinander verlassen und machen jeden Blödsinn mit. Als Rich den limitierten Lamborghini seines Vaters bei einem illegalen Glücksspiel verliert, sind Thug und Dirty sofort dabei sich in eine waghalsigen Aktion zu stürzen, um das Auto von dem Drogenboss Castellano zurückzuholen. Doch bei dem Einbruch geht etwas schief und die drei nehmen notgedrungen eine junge Frau als Geisel, die eingesperrt in einem Raum versteckt war. Da ahnen sie noch nicht wer sie wirklich ist.

Der Anfang konnte mich sofort überzeugen. Rich hat sich mal wieder in eine dämliche Situation gebracht und die anderen beiden sind sofort dabei, obwohl sie was zu verlieren haben. Das hat sofort Spannung aufgebaut und war sehr amüsant zu lesen. Der weitere Verlauf war allerdings nicht so meins. Sie brechen problemlos bei einem der gefährlichsten Männer ein, nehmen jemanden mit und verschwinden, ohne dass jemand sie bemerkt. Und das, obwohl sie keine ausgebildeten Profis sind. In Anbetracht dieser Tatsache und das Castellano gewiss bis an die Zähne bewaffnete Männer in seinem Haus abgestellt hat, ist es nicht sehr realistisch das alles so reibungslos abläuft. Die Szenen zwischen Olivia und Dirty waren anfangs distanziert, aber nach und nach wurden sie leidenschaftlicher und auch tiefgründiger. Es war einfach nur rührend zu lesen wie liebevoll und innig Dirty sich um sie kümmert und wie da eine zarte Liebesgeschichte entsteht. Gegen Ende wird es noch richtig spannend, denn wer wäre auch so dumm sich mit Castellano anzulegen ohne Konsequenzen zu fürchten? Die darauffolgenden Handlungen erschienen mir, ähnlich wie der Einbruch am Anfang, viel zu simpel gelöst. Bis auf Thug hat keiner von den anderen Kenntnisse wie man im Notfall kämpft und sich wehrt, geschweige denn wie man mit echten Waffen umgeht, aber sie kommen da rein, erledigen alle und hauen wieder ab, als wäre das beinahe ein Spaziergang. Nicht sehr überzeugend.

Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht ganz überzeugen, wie ich es erwartet hatte, da mir das besondere Etwas gefehlt hat, viele actionreichen Szenen viel zu leicht von der Hand gingen und die Geschichte ziemlich vorhersehbar war. Da hätte man definitiv mehr rausholen können. Die Liebesszenen haben mir noch am besten gefallen und waren authentisch und gefühlvoll.

Veröffentlicht am 27.03.2018

Ist die Menschheit bereit für die nächste Stufe der Evolution?

Die Gottesformel
0

Nach dem misslungenen Versuch von Howard die Kräfte der Zetas unter seine Kontrolle zu bringen, wird er aus der Militärbasis verstoßen und muss von außen zu sehen wie die Zetas ihre Macht dazu ausnutzen ...

Nach dem misslungenen Versuch von Howard die Kräfte der Zetas unter seine Kontrolle zu bringen, wird er aus der Militärbasis verstoßen und muss von außen zu sehen wie die Zetas ihre Macht dazu ausnutzen die Regierungen weltweit zur Rekapitulation und zu Friedensverhandlungen zu bringen um all das Leid zu verringern. Doch schon bald greifen sie mit immer härter werdenden Methoden durch und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Ist ihnen ihre ungeheure Macht zu Kopfe gestiegen und hat sich über ihren Menschenverstand hinweg gesetzt? Währenddessen sitzen der Wissenschaftler Chuck und der Rest seiner Gruppe an einem unbekannten Ort fest und müssen sich mit den "Gelehrten" beschäftigen, die über kurzzeitige Zeta-Kräfte verfügen und Chuck zur Vollendung der Gottesformel drängen um noch besser zu werden und die nächste Stufe der Evolution einzuleiten. Können sie ihnen trauen oder sind sie letztendlich nichts mehr als Gefangene?

Da ich den Vorgänger nicht gelesen habe, hatte ich die Befürchtung Startschwierigkeiten zu haben, die aber dank der Rückblicke und zusätzlichen Erklärungen ausgeblieben sind. Zwar fand ich es schwierig den ganzen "wissenschaftlichen" Erklärungen zu den Zeta-Kräften zu folgen, da diese doch ziemlich abstrus und fiktiv sind, aber dennoch konnten mich die Fähigkeiten begeistern und neugierig machen. Schnell bemerkt man, dass es drei Gruppierungen gibt: einmal Chuck und sein verbliebenes Team, dann Howard bzw. die Regierung und die Alpha-Zetas im Berg. Die letzte Gruppe missbraucht ihre Macht um Regierungen zu Handlungen zu zwingen, die augenscheinlich sehr edel scheinen, wie den Weltfrieden, meiner Meinung nach allerdings nur egoistische Ziele dahinter stecken, die sie unter dem Vorwand des Weltfriedens verstecken. Sie spielen sich als "Götter" auf, die die Macht haben alles tun zu können was ihnen beliebt ohne Rücksicht auf andere zu nehmen. Langsam gleiten sie etwas in den Hochmut und Größenwahn und bekämpfen jeden unerbittlich, den sie als Feind betrachten. Chuck und sein Team versuchen herauszufinden wie sie aus ihrem "Gefängnis" entkommen können, aber mir dauerte das viel zu lange. Die Alphas haben schon so viel Unheil angerichtet, dass es schon früher vonnöten gewesen wäre einzuschreiten. Damit warten Chuck und co. eindeutig zu lange, was ihren Teil an der Geschichte etwas Langweilig erscheinen lässt. Das Ende hingegen ist dann wieder atemberaubend spannend und unvorhersehbar. Leider gibt es einen kleinen Cliffhanger, der zumindest mich so neugierig macht, dass ich doch wissen möchte wie es weitergeht und ob das alles ein gutes Ende nimmt. Der Schreibstil war okay, manchmal etwas Holprig und Schwierig zu folgen, aber insgesamt bin ich gut durch die Geschichte gekommen.

Ein außergewöhnlicher Science-Fiction-Thriller, der mit erstaunlichen, wenn auch unheimlichen Kräften spielt, die zeigen, dass die Menschen scheinbar noch nicht bereit für solche großen Mächte sind, ohne diese missbräuchlich auszunutzen.

Veröffentlicht am 26.03.2018

Über die Wichtigkeit des Wassers

Die Geschichte des Wassers
0

Die vom Leben gezeichnete Norwegerin Signe lebt auf einem Boot und trotzt den Wellen, wie sie schon zuvor alle Hürden in ihrem Leben getrotzt und sich zu einer starken Einzelkämpferin entwickelt hat. Als ...

Die vom Leben gezeichnete Norwegerin Signe lebt auf einem Boot und trotzt den Wellen, wie sie schon zuvor alle Hürden in ihrem Leben getrotzt und sich zu einer starken Einzelkämpferin entwickelt hat. Als der wertvolle und voller Erinnerungen behaftete Eisberg Blåfonna zerstört werden und an die reichen Scheichs als Kristallwasser in ihren Getränken verkauft werden soll, trifft Signe eine folgenschwere Entscheidung, wie schon oft zuvor in ihrem Leben. Über 20 Jahre später kämpfen David und seine Tochter Lou um ihr Überleben, denn bis auf die Wasserländer sind große Teile Europas ausgetrocknet und eine gefährliche Dürre hat sich ausgebreitet. In einem Flüchtlingslager träumen sie von einer besseren Zukunft und von der Rückkehr des so lebensnotwendigen Wassers...

Die Geschichte ist in zwei Teilen aufgeteilt. Einmal erfährt man viele Geschehnisse aus Sicht von Signe, die mit ihrem Boot die Meere erobert und aus Sicht des jungen Vaters David, der in einem Lager in Frankreich im Jahre 2041 festsitzt und auf die Ankunft seiner verschwundenen Frau und seines Sohnes wartet. Signe ist eine sehr eigensinnige Frau, die rebellisch gegen alles vorgeht, auf Demos mitläuft und bis ans Ende gegen alles kämpft ohne Rücksicht auf andere zu nehmen. Durch ihre Andersartigkeit wird sie schnell durch soziale Gruppen ausgeschlossen und sie selber trägt auch dazu bei durch ihr ungehaltenes Wesen und ihr Verhalten. Einerseits ist sie sehr willensstark und macht auf Probleme aufmerksam bzw. erschafft diese auch, die die meisten anderen nicht als solche wahrnehmen. Bezüglich ihrer Familie, ihres Freundes und der andersartigen Ansichten und Meinungen zu gewissen Themen ist sie andererseits ziemlich ignorant und lebt nach dem Motto: Wenn sie die zwischenmenschlichen Probleme und Missverständnisse ignoriert, existieren sie nicht. Durch dieses Verhalten war sie mir leider nicht sehr sympathisch.

David dagegen konnte ich gut verstehen und seine Gedanken, Befürchtungen und Hoffnungen gut nachvollziehen. Aufgrund der prekären Lage muss er für seine Tochter stark sein und Standhaftigkeit vermitteln in einer Welt ,die alles andere als tröstend ist. Auch wenn seine Gedanken oftmals wirr und sprunghaft waren, empfand ich sie als sehr authentisch und sein gesamtes Verhalten in dieser Situation als verständlich und realistisch.

Die Handlungen sind nicht sehr spannend. Bei Signes Parts plätschert sie oft vor sich her und wird durch Erinnerungen und vergangene Erlebnisse ergänzt, die mehr Einblicke über Signe geben und erklären wie sie so wurde, wie sie nun ist Durch die Ungewissheit und die schwierige, zunehmend gewaltbereite Atmosphäre gab es in Davids Teilen mehr spannende Situationen. Super fand ich die Verbindung der beiden Geschichten über Signes verlassenes Boot und den überaus wertvollen „Schatz“, den sie hinterlässt.

Der Schreibstil ist einfach nur toll. Ich mochte die Direktheit und die Unverblümtheit mit der Maja Lunde schreibt. Sie schafft eine tolle Atmosphäre mit nur wenigen Worten, keins davon ist zu viel und es gibt auch keine unnötigen Floskeln wie es in vielen anderen Geschichten anzutreffen ist.Dadurch fliegt man nur durch die Geschichte. Etwas Schwierig waren die Beschreibungen des Bootes und der Nutzung, die mir als Unerfahrene häufig nichts gesagt haben und es daher schwierig war sich die Manöver auf ihrem Boot vorzustellen.


Insgesamt ein tiefgründiger, atmosphärischer Roman, der zwar nicht durch Spannung glänzt, dafür aber ein gewisses Interesse weckt und zwei Schicksale auf wunderbare Weise miteinander verbindet.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Geheimnisse, Gefahren und Leidenschaften

Cold Princess
0

Die Mafiakönigin Saphira De Angelis regiert mit eiserner Hand über ihren Teil der Stadt Palermo und steht in ewigem Widerstreit mit der anderen, feindlich gesinnten Mafiafamilie unter der Leitung von Guiseppe. ...

Die Mafiakönigin Saphira De Angelis regiert mit eiserner Hand über ihren Teil der Stadt Palermo und steht in ewigem Widerstreit mit der anderen, feindlich gesinnten Mafiafamilie unter der Leitung von Guiseppe. Nach ihrem tragischen Schicksal hat sie Regeln aufgestellt, deren Ausführung sie zu einer mächtigen, gefürchteten und emotionslosen Anführerin machen. Durch ihre teils grausamen und brutalen Taten hat sie sich ihren Platz und Respekt redlich verdient. Doch dann kommt Madox als ihr neuer Leibwächter ins Spiel und langsam beginnt ihre Maskerade, die sie so mühsam erschaffen hat, zu bröckeln und legt ihr Innerstes frei. Hat sie sich doch geschworen niemals wieder Gefühle zu zeigen, sich keine Schwäche zu erlauben, denn die kann tödlich sein, wie sie schmerzlich erfahren musste. Und dennoch hat Madox etwas an sich, dass sie schwach werden lässt. Doch ist Madox wirklich der, der er zu sein scheint?

Das wunderschöne Cover hat mich sofort angezogen und das Buch interessant erscheinen lassen. Mit dem ganzen Glitzer und dem königsblau lässt es eher an eine romantische Liebesgeschichte denken, in der jemand das erkaltete Herz der weiblichen Protagonistin erweichen wird. So in der Art trifft es auf den letzten Punkt auch zu, allerdings ist es keine klassische, romantische Geschichte sondern durch die Mafiaanteile ziemlich brutal und gefährlich, durchsetzt mit Verrat und tödlichen Geheimnissen und einer ganzen Menge Spannung.

Die Atmosphäre ist düster, hart und kalt. Manchmal jedoch durchsetzt durch erotische und heiße Szenen, die gemischt sind mit teils gewalttätigen Handlungen, an der Grenze zur Brutalität. Es handelt sich bei vielen Personen um soldati oder guardie, ausgebildete und äußerst tödliche Kämpfer und Auftragskiller, die alles tun um Saphira zu beschützen.

Die italienischen Begriffe wie famiglia, soldati und guardie bringen den italienischen Flair sehr gut rüber und lassen die Geschichte authentischer wirken. Das ist mir sehr positiv aufgefallen.

Bei Saphira als Protagonistin war ich mir nicht sicher ob ich eher Furcht oder Mitleid empfinden sollte. Vermutlich eine Mischung, denn ihre Vergangenheit hat sie zu dem gemacht was sie heute ist und dadurch haben ihre Taten eine gewisse Rechtfertigung. Wenngleich sie sehr zwiegespalten in Bezug zu ihren Gefühlen ist, da einerseits die kalte, gefühllose Anführerin Saphira auf die emotional getroffene und verletzliche Saphira trifft und sie manchmal im Widerstreit stehen, war sie mir ziemlich sympathisch. Sie kennt Gnade und tötet, wenn, dann nicht grundlos oder aus Spaß. Man kann ihren Gefühlen sehr gut folgen und entwickelt Verständnis für sie und ihre Lage.

Madox ist da etwas Anders. Er ist der Auftragskiller schlechthin und hat alles, was in gefährlich macht. Zudem ist er ziemlich intelligent und folgt nicht blind Befehlen. Einerseits ist da der gefühllose, ja beine psychopathische Killer, der Spaß am Töten hat, aber in einigen Situationen - mit Saphira beispielsweise - zeigt er ganz andere Facetten und kann mitfühlend und sanft sein. Das steht so stark im Widerspruch, dass ich nicht finde, dass er authentisch wirkt. Das passt in dieser Ausprägung der beiden Pole nicht zusammen. Für mich ist das in etwa so, als würde man in einem Thriller einen Mörder haben, der brutal vorgeht und andere tötet, aber bei einem Opfer plötzlich Mitleid hat und es dadurch verschont. Das passt nicht zu ihm und sowas würden die meisten wohl auch nicht lesen wollen, ist die Erwartungshaltung doch eine ganz andere. Aus diesen Gründen hat mich Madox leider nicht ganz überzeugen können.Dennoch kann ich verstehen, dass die Autorin ihn durch die sanfte Seite als Sympathieträger - sofern es möglich ist - darstellen wollte. Das wäre vermutlich nicht geschehen, wenn er durch und durch der Killer wäre, der er in Wirklichkeit ist.

Die Nebencharaktere haben mir größtenteils sehr gut gefallen und waren auch sehr sympathisch ausgearbeitet, bis auf Guiseppe, der so verschlagen und hinterlistig ist, wie es wohl nur ein Mafiaanführer sein kann. Doch im Gegensatz zu Saphira kennt er keine moralischen Grenzen, wenn man davon überhaupt in diesem Milieu reden kann.

Insgesamt hat es mir an den Handlungen allerdings an Spannung gefehlt. Bis auf einige sehr riskante und gefährliche Situationen, plätschert die Geschichte mehr so vor sich her und es passiert einfach nicht so viel Gehaltvolles. Es gibt einige traurige Szenen, die mir nahe gingen und auch einige amüsante Szenen. Voller Leben waren vor allem die erotischen Szenen, die gut eingestreut waren und sehr gut mit dem Rest harmonierten. Manchmal vielleicht etwas Befremdlich, wenn man die Gesamtsituation bedenkt und liest, dass sie sich quasi vergnügen, obwohl gerade dringlichere Dinge anstanden, aber alles in allem passend und abwechslungsreich. Sehr gut kann die Autorin Situationen spannend gestalten und vor allem ausklingen lassen, sodass man sofort wissen will wie es nun weitergeht. Dadurch kommt dann auch der fiese Cliffhanger zustande, der mich quasi dazu zwingt weiterzulesen ;)

Im Vergleich zu meiner Erfahrung mit ähnlichen Geschichten dieser Genremischung hat das Buch durchschnittlich bis gut abgeschnitten. Es ist mal etwas Anderes und definitiv nicht 0815,konnte mich dennoch nicht so überzeugen wie ich es erwartet und mir gewünscht hatte. Das liegt vor allem hat an der zwiegespaltenen Darstellung von Madox und der teils zu langsam voranschreitenden plätschernden Handlung, die einiges an gefährlicher Atmosphäre zunichte gemacht hat und mir das Gefühl gegeben hat, es fehle etwas Entscheidendes um das Buch perfekt und glaubhaft abzurunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Gefühl
  • Thema