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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2017

Spannend aber auch sehr verstörend

Keep Me - Verwandelt
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Nachdem Nora ihren Geliebten und Entführer zugleich verloren hat, zieht sie zurück zu ihren Eltern und dann in eine eigene Wohnung. Nun muss sie sich mit dem tief sitzenden Verlustschmerz herumschlagen ...

Nachdem Nora ihren Geliebten und Entführer zugleich verloren hat, zieht sie zurück zu ihren Eltern und dann in eine eigene Wohnung. Nun muss sie sich mit dem tief sitzenden Verlustschmerz herumschlagen und versucht ihr "altes" Leben so normal wie möglich weiter zu leben. Doch dann taucht jemand Unerwartetes plötzlich auf und ihre ganze Welt steht Kopf...

Dieser Teil knüpft beinahe nahtlos an den ersten Band an. Nach einer anfänglich anderen Nora, wird sie wieder so wie sie sich während ihrer Gefangenschaft entwickelt hat, nur viel mutiger. Schleichend ändert sie sich und wird teilweise so unerschrocken wie Julian, nur nicht so skrupellos. Ja, diese ganze Thematik ist ziemlich verstörend, weil ihre Beziehung auf Kontrolle und Druck aufgebaut ist und weniger aus Vertrauen. Zwischendurch waren einige Szenen sehr...krank. Das waren die Momente in denen ich mich gefragt habe warum ich das Buch überhaupt lese. Für mich sind sie beide ziemlich gestört und verkorkst, aber vielleicht passen sie auch gerade deswegen zusammen. Die Actionszenen waren mal wieder ziemlich spannend und haben Pepp in die Story gebracht. Noras Entwicklung am Ende fand ich nicht so toll, weil sie sich Julian dadurch auf eine kranke Art und Wiese annähert. Das Buch ist absolut nicht für jedermann und hat teilweise ziemlich heftige Szenen. Ich weiß nicht ob ich den letzten Band der Trilogie noch lesen werde.

Veröffentlicht am 03.06.2017

Wunderschön verträumte Fantasygeschichte

Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen
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Nach dem tragischen und plötzlichen Tod ihrer Mutter, zieht Gemma nach England, um dort auf ein Internat für höhere Töchter zu gehen. Nach anfänglicher Ablehnung, trügerischen Fallen, freundet sie sich ...

Nach dem tragischen und plötzlichen Tod ihrer Mutter, zieht Gemma nach England, um dort auf ein Internat für höhere Töchter zu gehen. Nach anfänglicher Ablehnung, trügerischen Fallen, freundet sie sich dort der unsicheren Ann, der hochnäsigen aber wunderschönen Pippa und der selbstsicheren Felicity an. Es könnte schön sein, wären da nicht diese schlimmen Träume und Visionen, die Gemma zunehmend Angst machen. Eines Nachts findet sie verborgen in einer Höhle ein geheimes Tagebuch, welches der Schlüssel ihrer Bestimmung sein wird und bald schon erkennen die Freundinnen, dass es eine andere Welt, fernab jedweder Fantasie gibt,so echt, als wäre sie Wirklichkeit. Doch die vier laufen Gefahr sich in ihr zu verlieren...

Schon zu Beginn wird eine mysteriöse Spannung aufgebaut, die durch die plötzlichen Visionen Gemmas verstärkt wird. Besonders gut gefallen haben mir die historischen Hintergründe, die sämtliche Verpflichtungen, sowie die Stellung einer Frau in der Gesellschaft, sehr gut gezeichnet haben und einen sehr realistischen Einblick gegeben haben, auch wie einige (leider) daran zerbrochen sind. Die Beschreibungen der anderen Welt klangen zu schön um wahr zu sein und während die vier dort ihren Wünschen nachhingen, konnte man das Unglück schon kommen sehen. Vor allem die fehlende Greifbarkeit des Bösen und das langsame Anschleichen dieser bauten Spannung auf, wirkten allerdings zu unwirklich und ungefährlich, was die Bedrohung und dadurch auch die Spannung etwas eingedämmt hatte, aber dazu verspricht der nächste Band noch mehr. Nun bin ich gespannt wie es mit Gemma und den anderen weitergeht und ich möchte mehr über die Zigeuner erfahren, die bisher nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Ganz nett

Royal Me
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Von überall auf der Welt strömen die Kronprinzen und Kronprinzessinnen nach Schottland, auf die abgeschottete und verdeckte Isle of Mull. Denn der Monarchie wurde gedroht und der Krieg angekündigt, nachdem ...

Von überall auf der Welt strömen die Kronprinzen und Kronprinzessinnen nach Schottland, auf die abgeschottete und verdeckte Isle of Mull. Denn der Monarchie wurde gedroht und der Krieg angekündigt, nachdem die junge Thronfolgerin aus Russland vor aller Augen enthauptet wurde. Nun verstecken sich die Adligen dieser Welt auf der Insel. Doch können sie dem Terror entkommen?

Diese kleine Geschichte ist unterteilt in verschiedene Sichtweisen von teils sehr unterschiedlichen Charakteren, die geprägt sind durch ihre Vergangenheit und die ihnen auferlegten Regeln. Dabei werden die Charaktere sehr schön ausgearbeitet und jeder hat etwas Besonderes und Spezielles an sich. Die kleinen Ausflüchte aus ihrem streng getakteten Leben, dem sogenannten "goldenen Käfig" machen die Interaktionen zwischen ihnen umso charmanter und interessanter. Leider ist aufgrund der Kürze des Textes nicht viel passiert und ich persönlich bin noch nicht ganz warm geworden mit den Protagonisten.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Leider schlechter als die Vorgänger...

Paper Palace
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Jetzt muss Ella stark sein. Für sich und vor allem für Reed. Seit dem katastrophalen Abend, an dem Brooke gestorben ist, ist läuft alles aus dem Ruder. Reed gilt als Hauptverdächtiger und leider deuten ...

Jetzt muss Ella stark sein. Für sich und vor allem für Reed. Seit dem katastrophalen Abend, an dem Brooke gestorben ist, ist läuft alles aus dem Ruder. Reed gilt als Hauptverdächtiger und leider deuten alle Spuren auf ihn. Dazu taucht noch Ellas tot geglaubter Vater auf und macht auf Happy Family, dabei scheint er etwas zu verbergen. Etwas Ungeheuerliches, was alles bisher Bestehende zerstören könnte...

Nach dem spannenden Cliffhanger geht es beinahe nahtlos weiter und der Leser erfährt alles rund um die Ermittlungen zu Reed und dem plötzlichen Erscheinen Steves, der auf Vater macht und sich dementsprechend genau so verhält.Er taucht im unpassendsten Moment auf und steckt leider auch mit drin in dem Schlamassel. Er erschien mir sehr suspekt, gerade weil er quasi von den Toten auferstanden ist und ich das in diesem Augenblick verdächtig fand. Sehr sympathisch ist er nicht gerade und auch Dinah benimmt sich wieder daneben, wie immer. Dass sich dieser Prozess um Brookes Tod fast durch das ganze Buch zieht, hält zwar die Spannung etwas aufrecht, aber zieht die Geschichte dafür so unnötig in die Länge. Die fehlenden Spuren eines anderen möglichen Täters lassen nur einen Schluss zu, zu dem es sich auch unweigerlich entwickelt, aber dann geschieht noch etwas Unerwartetes und alles verändert sich. Insgesamt hat mir das Buch nicht so gut gefallen wie seine Vorgänger, weil es fast nur um Reed als Verdächtigen und Steve als neuen Charakter geht. Ab und zu gibt es wieder Streitereien oder Liebesgeplänkel, wie auch amüsante Szenen, die alles auflockern und an die Vorgänger erinnern, aber sonst bleibt es relativ gleich und unspannend, so als sei schon alles Mögliche gesagt und aus der Geschichte rausgeholt worden und jetzt versuchten die Autorinnen nur noch auf Teufel komm raus irgendwas aufs Papier zu bringen. Lediglich das Ende ist anders als gedacht, wobei man auch das schon hätte vermuten können. Das fand ich etwas schade, da es doch viel von seinem vorherigen Charme verloren hat. Gleichzeitig sind auch die ganzen Aspekte, die nicht in einem guten Buch auftauchen sollten, z.B. die unfassbar vielen Klischees, deutlich reduziert worden.

Veröffentlicht am 26.05.2017

Leise und doch gewaltig

Anything for Love
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Die junge Protagonistin Sydney fühlt sie oft unsichtbar und nicht beachtet. In der Schule hat sie nur wenige Freunde und zu Hause dreht sich alles um ihren inhaftierten Bruder, der beinahe jemanden umgebracht ...

Die junge Protagonistin Sydney fühlt sie oft unsichtbar und nicht beachtet. In der Schule hat sie nur wenige Freunde und zu Hause dreht sich alles um ihren inhaftierten Bruder, der beinahe jemanden umgebracht hätte und seine Strafe nun absitzen muss. Für Sydney bleibt da einfach kein Platz mehr. Doch nachdem sie eines Tages spontan in eine Pizzeria nahe ihrer Schule geht, verändert sich ihr Leben komplett. Denn endlich wird sie von jemandem gesehen und auch so behandelt. Erstmals verspürt sie das Gefühl wahrgenommen und ernst genommen zu werden von jemandem, dem sie alles erzählen möchte, was ihr auf der Seel brennt.

Obwohl Sydney scheinbar alles hat,aus einer guten anständigen Familie kommt, gibt es viele Probleme und vor allem unausgesprochene Dinge zwischen ihr und ihren Eltern. Das Bild der perfekten Familie wird durch den schwarzen Makel, den ihr Bruder hinterlassen hat,zerstört. Ich mag Sydney als Charakter, obwohl sie meiner Meinung viel zu selten den Mund aufmacht und ihre Meinung sagt. Teilweise wollte ich sie während des Lesens manchmal schütteln, weil sie viel zu sehr nach dem Bild ihrer Eltern lebt und so gut wie nie etwas Rebellisches tut. Andererseits kann ich sie aber verstehen, da ich vermutlich in vielen Situationen ähnlich gehandelt hätte, leider. Sie kritisiert die wenige Beachtung, verhält sich aber so, als würde sie es fördern und als würde es ihr nichts ausmachen, wenngleich das nicht stimmt. Layla, Mac und Co. sind eine tolle Truppe und insbesondere Eric hat mich oft zum Lachen gebracht. Mac ist oft unscheinbar und befindet sich im Hintergrund. Umso überraschter und plötzlicher kommt dann die Entwicklung in Bezug zu Sydney. Eigentlich geschieht alles langsam und unscheinbar. Bis auf die kurzen und mutigen Ausbrüche Sydneys plätschert die Geschichte vor sich her. Verborgen unter dem Scheinbaren liegt aber noch so viel mehr, das die Leseatmospähre unglaublich schön und tiefgründig macht.