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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2020

Packendes Finale

Beta Hearts
1

Kami steht kurz davor die Menschheit für immer unter ihre Kontrolle zu bringen und sie für immer zu verändern. Doch es gibt eine Waffe die Hoffnung bringt und im alles entscheidenden Kampf um die Welt ...

Kami steht kurz davor die Menschheit für immer unter ihre Kontrolle zu bringen und sie für immer zu verändern. Doch es gibt eine Waffe die Hoffnung bringt und im alles entscheidenden Kampf um die Welt über Sieg und Niederlage entscheiden wird. Doch während der Planung des ultimativen Schlags gegen Kami spaltet sich die verbliebene Gruppe der Menschen in zwei Lager. Andra ist fest davon überzeugt Kami zu überzeugen freiwillig zum Aufgaben zu bewegen, während die anderen nur den Einsatz von Waffen als richtigen Weg betrachten. Wer wird am Ende gewinnen und siegreich hervorgehen?

Viele Handlungsstränge aus dem zweiten Band werden hier fortgeführt und knüpfen direkt an die vorherigen Ereignisse an. Der Kampf um Kami geht in die letzte Runde und die beiden Positionen von Andra und Marshall, die sich gegenüberstehen stechen hier deutlich hervor und führen zu einigen spannungsgeladenen Situationen, aus denen folgenschwere Konsequenzen gezogen werden, die die ganze dramatische Lage weiter verschärfen. Das geht so weit, das einige Beziehungen zwischen den Charakteren Schaden nehmen und sich die diese voneinander distanzieren. Diese Spannungen zwischen den Charakteren haben für mich mehr pepp in die Geschichte gebracht, da es eine Weile dauert, bis sie in den Kampf gegen Kami ziehen und sich zwischendurch viel auf zwischenmenschlicher Ebene abspielt, welches eine unterhaltsame Abwechslung darstellte und mich fesseln konnten.
Durch die Planungen und die dazukommende Unsicherheit bezüglich des möglichen Sieges steigert sich die Spannung langsam, aber kontinuierlich.

Das Ende kam schnell und der Kampf, auf den man hinfiebert, war rasch vorbei. Das ging mir alles viel zu schnell und war zu plötzlich vorbei. Ansonsten entwickeln sich die Handlungen langsam, so dass man ihnen gut folgen kann, aber zum Ende hin löst sich die Situation so schnell und simpel auf, dass ich mich fragte warum sie so lange gegen Kami gekämpft haben, wenn die Lösung doch so einfach und nahe liegend war. Das konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Obwohl das Ende recht offen gehalten wird, finde ich es gelungen und die offenen Fragen stören mich nicht. Trotzdem hätte ich natürlich gerne gewusst wie es ausgehen wird und sich die Charaktere weiterentwickeln, wie das Regierungssystems fortan funktioniert und aufgebaut ist und so weiter.

Fazit: Ein packendes Finale, auch wenn die Auflösung der Situation sehr nahe liegend und fast schon zu einfach war und der finale Kampf dadurch einiges an Spannung eingebüßt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Rührendes märchenhaftes Kinderbuch

Der Winter des Bären
0

Mila lebt mit ihren drei Geschwistern in einem Wald, in dem schon seit Jahren bitterer Winter herrscht, der einfach nicht verschwinden will. Als eines Tages Fremde kommen und daraufhin ihr Bruder verschwindet, ...

Mila lebt mit ihren drei Geschwistern in einem Wald, in dem schon seit Jahren bitterer Winter herrscht, der einfach nicht verschwinden will. Als eines Tages Fremde kommen und daraufhin ihr Bruder verschwindet, ist Mila sich sicher, dass er entführt wurde und zwar von dem fremden Eindringlingen, die eine ganz eigene, unheilvolle Aura verströmen. Mithilfe des Zauberers Rune lässt sie sich auf ein waghalsiges Abenteuer ein, um ihren Bruder Oskar zu retten, bis es zu spät ist...

Das Cover und die ganze Aufmachung des Buches ist sehr liebevoll und leicht kindlich gestaltet und weckte bei mir Erinnerungen an Märchen, die teilweise Parallelen zu dieser Geschichte aufweisen.

Die Schrift ist recht groß, sodass ich schnell durch die Geschichte gekommen bin. Der Schreibstil ist etwas kindlich gehalten, zeichnet sich trotzdem durch genaue und anschauliche Beschreibungen aus, sodass ich mir alles bildlich vorstellen konnte.

Mila ist ein junges, mutiges Mädchen mit einem unerschütterlichen Glauben an das Gute und die Liebe zu ihrer Familie, die ihr über alles geht. Angetrieben davon wagt sie viel und begibt sich in Lebensgefahr, trotzdem ist sie erfolgreich, gerade wegen ihrer Verbissenheit und ihrem Glauben an das Gute. Ich empfand sie als vorbildlich und herzensgut. Ein tolles Mädchen, das das Schicksal einiger Menschen grundlegend verändert und sie rettet. Rune war für mich auch ein besonderer Charakter, weil er so ungewöhnlich wirkt und das Herz am rechten Fleck hat.

Obwohl die Geschichte eher für jüngere Leser und Leserinnen gedacht ist, konnte sie mich in den Bann ziehen und mich mit fiebern lassen. Ich wollte so unbedingt, dass alles gut ausgeht, wie ich es normalerweise von mir nicht kenne. Auch wenn die Geschichte recht simpel gestrickt ist mit einem geradlinigen Plot, ist sie fesselnd und unterhaltsam - für jedes Alter!

Fazit: Eine herzerwärmende, märchenhaft anmutende Geschichte, die zeigt, dass man es mit Ehrgeiz und Liebe im Herzen trotz aller Widrigkeiten schaffen kann für seine Ziele einzustehen und sie zu erreichen.

Veröffentlicht am 12.09.2020

Unterhaltsam und lehrreich

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
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Giovanna ist 13 Jahre alt und wächst in einem kultivierten und ehrgeizigen Vorzeigeelternhaus auf, alles wäre perfekt, würde Giovanna nicht eines Tages beleidigende Aussage ihres Vaters hören, die alles ...

Giovanna ist 13 Jahre alt und wächst in einem kultivierten und ehrgeizigen Vorzeigeelternhaus auf, alles wäre perfekt, würde Giovanna nicht eines Tages beleidigende Aussage ihres Vaters hören, die alles verändert. Das perfekte und wohlbehütete Leben endet jäh, als sie einige Verwandte ihres Vaters und eine ganz andere Welt kennenlernt, in einem anderen Stadtteil Neapels, der rauer und schmutziger ist...



Allein der Titel hat mich ungemein neugierig gemacht und ging mit einigen spezifischen Erwartungen an die Geschichte, die durchaus erfüllt wurden. Man lernt Giovanna über einen Zeitraum einiger Jahre kennen, sieht wie sie älter und erfahrener wird und beginnt ihr altes Leben zu hinterfragen. Diese Entwicklung mitzuerleben hat mit Freude bereitet und konnte mich unterhalten. Vor allem dieser Bruch ihres wohlbehüteten Lebens in die komplett gegensätzliche Richtung und die ganzen Perspektiven verschiedener Charaktere bringt eine gewisse Dynamik rein und ein wenig Spannung. Wenngleich sich die anderen Charaktere wenig bis gar nicht verändern, verändert sich Giovannas Sicht exorbitant und macht die Geschichte erst lesenswert.



Fazit: Ein angenehmer Schreibstil, der eine unaufgeregte Geschichte über das Erwachsenwerden mit allen Vor- und Nachteilen unterhaltsam beleuchtet und verschiedene Sichtweisen der Charaktere herausregend hervorstechen lässt.

Veröffentlicht am 06.09.2020

Wundervoller Abschluss!

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin
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Sarai, Lazlo und ihre Freunde sehen sich einem übermächtigen Gegner gegenüber, der die Macht hat alles, was sie aufgebaut haben zu zerstören. Doch wie kann man gegen jemanden gewinnen, der die eigenen ...

Sarai, Lazlo und ihre Freunde sehen sich einem übermächtigen Gegner gegenüber, der die Macht hat alles, was sie aufgebaut haben zu zerstören. Doch wie kann man gegen jemanden gewinnen, der die eigenen Waffen gegen einen selbst wendet und alle Angriffe im voraus problemlos abwehrt? Die Freunde müssen zusammenarbeiten um die unmittelbare Gefahr abzuwenden...

Dieser Band geht nahtlos dort weiter wo der dritte aufgehört hat, mitten in einer der spannendsten Szenen des ganzen Buches. Die unmittelbare Ausweglosigkeit und die zunehmende angespannte und bedrohliche Atmosphäre, von den Eindringlingen ausgehend, war so unglaublich aufregend und spannungsgeladen, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen und mich unentwegt fragte wie die Autorin diesen folgenschweren Konflikt auflösen will oder überhaupt kann. Die Seiten sind so festgefahren, dass es hoffnungslos wirkt, gerade auch die Situationen in denen plötzlich alles eskaliert. Vergessen sind die Probleme mit Minya oder die verhärteten Positionen der Tizherkan und der Götterbrut. Diese unerwartete Wendung der Geschehnisse hat mich überrascht, da ich sie nicht habe kommen sehen und die Ereignisse drängen die Geschichte an sich in eine ganz andere Richtung als in den ersten beiden Bänden.

Sehr aufschlussreich fand ich die Hintergrundinformationen zu den Seraphim und den Göttern und wie die ganze Geschichte überhaupt erst entstanden ist. Dadurch ergibt so vieles viel mehr Sinn und ist für mich verständlicher geworden.

Auf brillante Art und Weise verknüpft Laini die beiden Handlungsstränge, einen aus der Vergangenheit mit Nova und den mit den Götterkindern, dass es ein einheitliches, klares Bild gibt und auch die Notwendigkeit der beiden Stränge verdeutlicht.

Der Schreibstil gefiel mir nicht ehr so sehr wie am Anfang der Reihe, was aber vermutlich an der Gewöhnung des Schreibstiles liegt, sodass er mich nicht mehr so überzeugen konnte, aber trotzdem wunderschön und einzigartig ist.

Ich hätte mir mehr über das Leben auf Weep gewünscht, was wirklich viel zu kurz kam und ein paar mehr Perspektiven der dortigen Bewohner, vor allem der faranji.

Die Auflösung ist so atemberaubend wie denkbar einfach und hat mein Herz berührt. Es war so voller Emotionen und Liebe, dass es traurig-schön war. Die kleineren Konflikte haben sich in Anbetracht der großen Gefahr gelöst und letztendlich geht es für alle gut aus. Der letzte Satz lässt Hoffnung auf Spin-Offs in dieser tollen Welt, was ich mir sehnlichst wünsche.

Fazit: Absolute Empfehlung für alle Fans der Autorin und Leser der Vorgängerbände!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 23.08.2020

Starkes Debüt

Die Überlieferung der Welt
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Sechs junge Menschen. Eine Mission, die die Welt, wie sie sie kannten, für immer verändern wird. Mächtige Feinde stellen sich ihnen in den Weg. Werden sie es trotzdem schaffen und ihrer Bestimmung nachkommen?

Vorab ...

Sechs junge Menschen. Eine Mission, die die Welt, wie sie sie kannten, für immer verändern wird. Mächtige Feinde stellen sich ihnen in den Weg. Werden sie es trotzdem schaffen und ihrer Bestimmung nachkommen?

Vorab finde ich das Cover in echt wirklich wunderschön. Die einzelnen goldenen Elementen sind hervorgehoben und bieten tolle haptische Momente, wirklich hochwertig gemacht. Die Karte - sowas liebe ich ja in Fantasygeschichten - ist zwar schlicht, aber vollkommen ausreichend und sehr hilfreich beim Nachvollziehen der Geschichte.

Das Buch wird aus der Perspektive der 6 Hauptcharaktere geschildert und wechselt ständig, was eine super Dynamik ergibt und zudem Spannung aufbaut. Durch die Reise durchs ganze Land erfährt man viel über die unterschiedlichen Orte, deren Magie und ihre Besonderheiten, was Abwechslung reinbringt. Die Mission der sechs Leute wirkt anfangs etwas ungewöhnlich und für mich nicht so ganz nachvollziehbar, doch der Schein trügt und am Ende handelt es doch von was ganz anderem, als einem erst weiß gemacht wird. Die Protagonisten waren mir größtenteils sympathisch, manche mehr, andere weniger, aber insgesamt passte es. Auch die kleine Liebegeschichte hat mich nicht sonderlich gestört - normalerweise mag ich sowas eher nicht in Fantasy. Das Ende der Mission war für mich leider zu schnell abgehandelt worden. Dem wird insgesamt ein so großer Stellenwert beigemessen und am Ende offenbart sich die richtige Mission, wird kurz abgehandelt und dann endet die Geschichte irgendwie mittendrin. zwar finde ich das soweit okay, aber vermutlich könnte es andere Leser*innen stören, da das Ende doch sehr offen ist.

Fazit: Für ein Debüt sowohl sprachlich als auch von der Struktur ein rundum gelungenes Fantasywerk :)