Cover-Bild Die Überlieferung der Welt
(16)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
10,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 13.03.2020
  • ISBN: 9783423718523
Selin Visne

Die Überlieferung der Welt

Nur zusammen können sie ihr Schicksal erfüllen, doch können sie einander vertrauen?

Seit dem Tod ihres Vaters hält Laelia sich und ihren kleinen Bruder mehr schlecht als recht über Wasser, indem sie ihre geschickten Finger immer häufiger in fremde Taschen gleiten lässt. Bis Nero, der Herr der kriminellen Unterwelt, auf sie aufmerksam wird und der frechen Taschendiebin Einhalt gebieten lässt. Hadrian ist als Neros designierte Hand scheinbar am Ziel seiner Träume, doch will er dem Herrn der Unterwelt auch den letzten Teil seiner Seele überschreiben? Als Hadrian sich gegen seinen Ziehvater wendet, müssen er und Laelia aus ihrer Heimat fliehen. Sie schließen sich einem Seher an, dessen Vision sechs widerwillige Gefährten auf eine gefährliche Reise schickt. Doch jeder von ihnen hat etwas zu verbergen und mächtige Feinde wollen um jeden Preis verhindern, dass sich die Prophezeiung erfüllt.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2020

Die Überlieferung der Welt

0

Seitdem das Buch erschienen ist, stand es auf meiner Wunschliste und nachdem ich es gelesen habe, bereue ich es, dies nicht früher getan zu haben.

In einer einzigartig faszinierenden Welt ist das Schicksal ...

Seitdem das Buch erschienen ist, stand es auf meiner Wunschliste und nachdem ich es gelesen habe, bereue ich es, dies nicht früher getan zu haben.

In einer einzigartig faszinierenden Welt ist das Schicksal von sechs Personen miteinander verbunden, die auf eine gefährliche Reise geschickt werden, um eine Prophezeiung zu erfüllen.
Trotz der Risiken und Probleme, welche die Gefährten miteinander haben und obwohl sie nicht detailliert wissen, was auf sie kommen wird, finden sie mindestens einen Grund, den beschwerlichen Weg anzutreten: Alle haben etwas Wichtiges verloren, das sie unbedingt wiederfinden wollen.

Die Charaktere sind mit ihren magischen und persönlichen Eigenschaften toll ausgearbeitet und dargestellt worden. Hadrian und Laelia sind mir von allen Gefährten am meisten ans Herz gewachsen und das nicht nur, weil sie die einzigen sind, deren Handlungsstränge von Anfang an präsent waren (auf alle anderen ist erst kurz bevor sie zur Gruppe dazustießen näher eingegangen worden), sondern auch, weil ich sowohl von Laelias trockenen Humor als auch von Hadrians Selbstbewusstsein sehr angetan war. Zudem fand ich die Stichelleien und die aufkeimenden Gefühle, die sie füreinander entwickelten, sehr spannend und liebenswürdig.

Die Welt, die Selin Visne mit diesem Buch erschaffen hat, hat mich tief beeindruckt und absolut fasziniert. Ich konnte mir die Orte der Neuen Götterlande bildlich vorstellen und auch die politischen und magischen Hintergründe wirkten auf mich sehr gut durchdacht. Grob beschreiben kann man es so: es gibt fünf verschiedene Arten von Magie; wenn man magielos ist, wird man quasi als „weniger wert“ angesehen und je adeliger der Rang ist, desto ausgeprägter und schlimmer wird diese Ansicht.
Obwohl das Buch sehr komplex ist und oft zwischen Szenerien und Personen hin- und hergesprungen wird, hatte ich nie das Gefühl, dass die Ereignisse zu überhastet sind oder dass ich etwas verpassen würde. Die Handlung konnte mich somit ebenso komplett überzeugen und mir hat es sehr gefallen, wie sich die Puzzleteile zu einem Bild einzigartiger und toller Fantasy zusammengefügt haben.

Da es keinen Epilog und im Prinzip ein offenes Ende gibt, bleiben die Ereignisse nach dem Schlusssatz ein kleines Rätsel, das dem Leser Raum für eigene Fantasien gibt – denn leider ist, soweit ich weiß, keine Fortsetzung geplant.
„Die Überlieferung der Welt“ ist ein Jahreshighlight für mich geworden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2020

Überzeugender Quest-Roman. 4,5 Sterne

0

Laelia hält sich und ihre Familie mit Taschendieben über Wasser, was aber schon bald nicht mehr gut geht, da sie von Nero, dem kriminellen Oberhaupt der Gegend, eine mehr als deutliche Warnung bekommt. ...

Laelia hält sich und ihre Familie mit Taschendieben über Wasser, was aber schon bald nicht mehr gut geht, da sie von Nero, dem kriminellen Oberhaupt der Gegend, eine mehr als deutliche Warnung bekommt. Nur mit Hadrians Hilfe, eigentlich Handlanger von Nero, kann sie fliehen. Sie treffen auf einen mysteriösen Seher, der von einer wichtigen Mission spricht und versucht fünf ganz bestimmte, magisch Begabte aus allen Regionen der Neuen Götterlande einzusammeln, bevor es zu spät ist. Laelia und Hadrian sind zwei davon. Eine abenteuerliche Reise beginnt, bei der sie mehr als nur einen Feind auf den Fersen haben …
Ein wahnsinnig tolles Debüt wie ich finde. Die Welt ist eine sehr interessante – die Aufteilung der Regionen nach den Göttern, jede Region für eine andere Fähigkeit bekannt: Seher, Lauscher, Heiler, Schattentänzer, Blutende. Generell das Konzept von Magie find ich spannend gemacht, wie sie vererbt wird, wie sie sich äußert etc. Dazu gibt’s noch ein Königshaus und die kriminelle Unterwelt. Das ist eine super Grundlage und sie wird meiner Meinung nach auch gut umgesetzt. Abgesehen vom guten Aufbau der Welt gefallen mir die Charaktere, ihre Dynamik, die verschiedenen Perspektiven, die eingenommen werden, um mehr Überblick zu verschaffen, und der Schreibstil. Die Ausdrucksweise und die Wortwahl ist wirklich sehr ansprechend. Die Autorin kann gut formulieren und das Buch liest sich flüssig. Es kommt auf den Punkt, verzichtet aber auch nicht auf Ausführungen, da wo sie nötig und gut sind.
Für mich ein rundum gelungenes Buch mit einem Kritikpunkt: An mancher Stelle hätte es für mich ein wenig ausführlicher sein können. Das betrifft z.B. die Gespräche zwischen den Protagonist*innen – da hätte durchaus mehr Interaktion kommen können, um die Gruppendynamik noch besser zu beleuchten und mehr Fragen, Vermutungen über ihre Mission und die Welt reinzubringen –, aber vor allem das Ende. Das kam für mich sehr plötzlich und ist für meinen persönlichen Geschmack etwas zu abrupt gewesen; die Mission kam am Ende ein wenig zu kurz. Aber das geht zurück auf meinen persönlichen Wunsch für ein abgeschlossenes Ende. Es steht außer Frage, dass auch das Ende gut geschrieben ist und ein Sinn dahinter steckt.
Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2020

Toller Fantasy in einer fantastischen Welt

0

Laelia verlor bei einem Bergbauunglück ihren Vater, ihre Mutter wurde bei diesem schwer verletzt. Seitdem muss sie die Familie über Wasser halten. Hadrian, der Senatorensohn, arbeitet für den gefürchtesten ...

Laelia verlor bei einem Bergbauunglück ihren Vater, ihre Mutter wurde bei diesem schwer verletzt. Seitdem muss sie die Familie über Wasser halten. Hadrian, der Senatorensohn, arbeitet für den gefürchtesten Menschen des Kontinents, sein größter Verlust ist aber seine Schwester. Und so hat jeder der sechs Personen eine traurige Geschichte, von geliebten Menschen die sie verloren haben. Und diese Sechs machen sich nach und nach gemeinsam auf die Reise, um die Toten in der Zwischenwelt zurück ins Leben zu holen. Doch Divan, der als Seher die Gruppe zusammenführte, hat ein ganz anderes Ziel, für das er diese Sechs benötigt. Jede Person lernt man vor dem Zusammentreffen mit seiner eigenen Geschichte kennen.

Sechs verschiedene Charaktere und deren Geschichten am Ende zusammenfließen zu lassen, ohne den roten Pfaden dabei zu verlieren, ist eine Glanzleistung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2020

Vielfältige, authentische Charaktere und eine tolle Welt!

0

Aufmerksam geworden auf „Die Überlieferung der Welt“ bin ich durch das wunderschöne Cover und als ich dann auch noch den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss! ...

Aufmerksam geworden auf „Die Überlieferung der Welt“ bin ich durch das wunderschöne Cover und als ich dann auch noch den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss! Und was soll ich sagen? Ich habe es keine Sekunde bereut!
In „Die Überlieferung der Welt“ geht es um sechs junge Menschen, die durch eine Prophezeiung miteinander verbunden sind und auf eine gemeinsame Reise geschickt werden. Zusammen müssen sie ihr Schicksal erfüllen, was vor allem aufgrund verschiedener Spannungen im Team zu einer Herausforderung wird.
Was mir zuallererst einmal richtig gut gefallen hat, ist das Worldbuilding, also die Welt, welche die Autorin geschaffen hat. In den Neuen Götterlanden gibt es fünf Länder, die allesamt eine Gottheit sozusagen als Schutzpatron haben (bzw. zwei Gottheiten). In jedem Land, also je nach Gottheit ist auch die Magie charakteristisch, bspw. sind Laelia und Hadrian beide Heiler, wobei man jedoch sagen muss, dass nicht jeder automatisch begabt ist. Dieses Konzept fand ich furchtbar interessant und abwechslungsreich, weil auch die magischen Begabungen teilweise sehr außergewöhnlich sind.
Ebenfalls ein großer Pluspunkt sind die sehr unterschiedlichen Charaktere. Selin Visne hat Figuren geschaffen, die allesamt ihre Ecken und Kanten haben, die man hin und wieder schütteln und anschreien möchte, jedoch sind sie immer authentisch. Ich könnte einen halben Roman über jeden einzelnen Charakter schreiben, allerdings würde dies den Rahmen dieser Rezension sprengen. Laelia ist entschlossen und stark, Hadrian oft überheblich und arrogant, aber mit einem guten Kern. Bacary glänzt durch seine nüchterne und objektive Art (die teilweise extrem unterhaltsam ist) und Divan ist mit Abstand der Geheimnisvollste der Gruppe. Merla ist ruhig und muss ihre eigene, innere Stärke erst noch finden, während Vena leidenschaftlich entschlossen ist, ihren einzigen Traum zu erfüllen.
Das Buch wird überwiegend aus der Geschichte von Laelia, Hadrian, Bacary und Merla erzählt, aber auch Vena und schlussendlich Divan erhalten ihre Kapitel. Im Großen und Ganzen lag aber oft der Fokus auf den Entwicklungen zwischen Laelia und Hadrian, was mir vor allem diese beiden Charaktere extrem nahegebracht hat. Ich habe furchtbar gerne über ihre Liebesgeschichte gelesen und regelrecht mitgefiebert. Von Feinden haben sie sich zu einem tollen Team entwickelt und dafür wurde sich im Buch Zeit genommen – was ich extrem gemocht habe. Durch den Fokus auf Laelia und Hadrian könnte man jetzt meinen, dass es mir schwerfiel, eine Bindung zu den anderen aufzubauen, was aber definitiv nicht der Fall war, da jeder einzelne Charakter so liebevoll ausgearbeitet ist.
Selin Visnes Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, was einen einfachen Einstieg in die Geschichte ermöglicht und einen oft durch die Seiten fliegen lässt. Hin und wieder gingen mir jedoch manche Entwicklungen zu schnell, man hätte sich also etwas mehr Zeit nehmen können, oder dauerten zu lang. Dieses gelegentlich fehlende Gleichgewicht in der Erzählweise ist aber mein einziger richtiger Kritikpunkt.
Durch viele verschiedene Hindernisse, die den Protagonisten auf ihrer Reise im Weg stehen, fiebert man früh mit den Helden des Buches mit. Ich werde nichts Genaues über die Handlung verraten, nur so viel: die Gruppe, die über die kompletten Neuen Götterlande verteilt sind, muss erst einmal zusammengeführt werden, was gar nicht so einfach ist. Und auch die Frage, ob sie einander überhaupt vertrauen können, schwebt wie ein Damoklesschwert über der Gruppe. Denn manche sind nicht nur durch ihr Schicksal, sondern auch die Vergangenheit verbunden, in denen so manche Fehler begangen wurden …
Allein diese ganzen Punkte hätten mich wirklich zufrieden das Buch zuschlagen lassen. Und dann kam das Ende. Ich stelle mir an dieser Stelle die Autorin vor, wie sie böse lachend am Schreibtisch sitzt und tippt. Ohne Witz, dieses Ende macht aus „Die Überlieferung der Welt“ ein potenzielles Jahreshighlight für mich. Es ist schockierend, neu und lässt einen fassungslos zurück. Selin Visne beweist hiermit viel Mut und zeigt, dass sie zurecht den dtv-Fantasy-Newcomer-Wettbewerb gewonnen ist. Ich bin absolut begeistert und kann dieses Buch nur jedem Fantasy-Liebhaber ans Herz legen!

Fazit: „Die Überlieferung der Welt“ beeindruckt durch unfassbar authentische und vielfältige Charaktere und eine interessante Welt. Kleinere Kritikpunkte verlieren angesichts des genialen Endes ihre Gewichtung. Ich kann nicht anders, als 5/5 Sterne zu vergeben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2020

ich bin positiv überrascht worden

0

Laelia verdient ihr Geld als Taschendiebin, um ihre Familie durch zu bringen. Seid dem Tod ihres Vaters ist das nämlich ihre Aufgabe. Bis Nero, der Herr der kriminellen Unterwelt, auf sie aufmerksam wird ...

Laelia verdient ihr Geld als Taschendiebin, um ihre Familie durch zu bringen. Seid dem Tod ihres Vaters ist das nämlich ihre Aufgabe. Bis Nero, der Herr der kriminellen Unterwelt, auf sie aufmerksam wird und schickt ausgerechnet Hadrian, seine rechte Hand zu ihr, um sie zu verunsichern. Lealia und Hadrian haben eine gemeinsame Vergangenheit und eher sich die beiden versehen, stecken sie in großen Schwierigkeiten. Als dann auch noch Divan, einer Seher, bei ihnen auftaucht und behauptet, dass sie Teil einer Vision von ihm waren, beschließen die beiden kurzerhand die Stadt zu verlassen und begeben sich auf eine gefährliche Reise. Ziel dieser Reihe ist es, weitere Gefährten zu suchen, um die Prophezeiung zu erfüllen.

Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Die Autorin entführt ihre Leser in eine Welt voller Magie. Die Welt ist gut durchdachte, vorne im Buch gibt es zu jeder Magie eine Erklärung und sogar eine Karte. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht der verschiedenen Charaktere. Neben Laelia, Hadrian und Divan gibt es da noch Bacary, Merla und Vena. Jede von ihnen verfügt über eine andere Art der Magie.

Im Laufe der Handlung lernt man die Charaktere besser kennen und auch die Welt, in die uns die Autorin entführt. Für mich sind Laelia und Hadrian irgendwie die Hauptfiguren, denn dieBeiden sind von Anfang an dabei und haben den größten Part in der Geschichte. Auch ihre Gefühle füreinander spielen eine Rolle. Bis zum Ende hin weiß man als Leser gar nicht genau, was die Aufgabe ist, die erfüllt werden muss. Divan ist der Einzige und lässt seine Mitstreiter bis zum Schluss im Unklaren. Das Ende hat mich dementsprechend überrascht. Das Buch wirkt auf mich wie ein Einzelband, das Ende könnte aber auch bedeuten, das es noch weiter geht. Für mich wäre Beides in Ordnung.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere