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Veröffentlicht am 12.03.2026

Ein Highlight für mich!

Der Gott und die Füchsin
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Kim Hani ist die Blutrote Füchsin. Aber das darf natürlich niemand wissen, denn seit sie vor etwa hundert Jahren etliche Männer getötet und ihre Seelen verschlungen hat, ist sie gefürchtet – und gesucht. ...

Kim Hani ist die Blutrote Füchsin. Aber das darf natürlich niemand wissen, denn seit sie vor etwa hundert Jahren etliche Männer getötet und ihre Seelen verschlungen hat, ist sie gefürchtet – und gesucht. Zum Glück ist sie davon noch immer satt, sodass sie sich ihre Zeit mit Arbeit in einem Café vertreibt. Unglücklicherweise trifft sie dort regelmäßig auf den griesgrämigen Trickster-Gott Seogka, der, aus dem Götterreich verbannt, sein Dasein auf der Erde fristet. Als ein gefährlicher Dämon Neu Sinsi bedroht, müssen die beiden plötzlich mehr oder weniger freiwillig zusammenarbeiten. Doch Hani muss vorsichtig sein: Denn Seogka ist auch auf der Suche nach der Blutroten Füchsin. Wenn er sie schnappt, bekommt er seinen Status als Gott wieder. Während Hani ihn auszutricksen versucht, wird aus den Streitereien langsam so etwas wie Freundschaft – und noch mehr. Aber ihre aufkeimenden Gefühle stehen unter keinem guten Stern ...

Liebe Liebe Liebe für diese Geschichte, für Seogka und Hani! Ich hatte so unfassbar viel Spaß mit diesem Buch. Gleich auf der ersten Seite hat mich der Vibe schon total angesprochen und es war ein Leichtes, in die Story reinzukommen. Der Schreibstil ist fantastisch, es ist so sarkastisch humorvoll, die zwei beim Miteinander-Streiten zu erleben ist einfach nur grandios. Beide treiben sich gegenseitig in den Wahnsinn, Hani aufmüpfig, Seogka mürrisch, und ich liebe es vor allem, wie Hani sich nicht von ihm einschüchtern oder herumkommandieren lässt. Die Zankereien werden manchmal auch ein wenig kindisch, aber auf so unfassbar witzige, unterhaltsame Art und Weise. Die Dynamik ist einfach perfekt.

Gleichzeitig finde ich die Entwicklung so authentisch in Tempo und Ausdruck, wie die beiden anfangen, sich umeinander zu sorgen oder zueinander hingezogen zu fühlen. Es passiert schleichend, fast unbemerkt, und dann fragen sich sowohl Hani und Seogka als auch ich als Leserin: "Wann ist das eigentlich passiert?" Und Tension ist definitiv zwischen den beiden vorhanden. Gegen Ende wird es noch richtig schicksalhaft-emotional und verzweifelnd. Die Geschichte der beiden hat mich mit Spaß eingelullt und dann unerwartet tief getroffen und mich komplett zerrissen zurückgelassen. Ich hab wirklich alles gefühlt.

Außerdem ist die Handlung ebenfalls durchweg kurzweilig und spannend, die Dämonen sind interessant, die Ermittlungen sind temporeich und warten mit immer wieder neuen Wendungen auf, die die Dynamik zwischen Seogka und Hani wunderbar ergänzen.

»Der Gott und die Füchsin« bedient sich keiner super überraschenden Motive, die ich noch nicht gelesen hätte, aber das Buch macht einfach alles richtig. Die Geschichte ist die perfekte Mischung aus unterhaltsamer Leichtigkeit und aufwühlendem Gefühlschaos. Seogka und Hani haben mein Herz. Das Ende war dann extrem fies, und ich kanns nicht erwarten, bis ich endlich Band 2 in den Händen halten kann!

5 Sterne ! Highlight!

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Emotionen pur

Lady Midnight
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Vor fünf Jahren wurden Emma Carstairs Eltern ermordet, doch sie glaubt, dass da etwas anderes hinter steckt als der Dunkle Krieg. Noch immer sucht sie nach Antworten – und nach Rache. Das Los Angeles Institut, ...

Vor fünf Jahren wurden Emma Carstairs Eltern ermordet, doch sie glaubt, dass da etwas anderes hinter steckt als der Dunkle Krieg. Noch immer sucht sie nach Antworten – und nach Rache. Das Los Angeles Institut, in dem sie mit ihrem Parabatai Julian Blackthorn und dessen Familie lebt, wird schon bald von einer mysteriösen Mordserie erschüttert. Tote werden aufgefunden, die die gleichen Zeichen wie Emmas Eltern tragen. Für Emma und Julian ist klar, dass sie dem nachgehen müssen. Auch, wenn sie dabei gegen Gesetze verstoßen und andere in Gefahr bringen.

Die Schattenjäger bleiben einfach meine große Liebe, egal welche Generation. Cassandra Clare schreibt wirklich so fesselnd, mit einer unglaublichen Mischung aus ernsthaft-düster und absurd-humorvoll. Das funktioniert fantastisch zusammen, ohne einem davon etwas wegzunehmen.

Dabei geht für mich eigentlich alles komplett über die Charaktere, fast unabhängig von der (trotzdem sehr interessanten) Handlung – die Dynamiken sind einfach das Besondere. Jede Person bekommt so viel eigenen Charakter, jeder hat seine Rolle, seine Daseinsberechtigung, seinen eigenen Vibe. Niemand ist nur schmückendes Beiwerk. Das ist bei der Fülle an Charakteren echt eine Leistung. Und ich hab die Blackthorns (und Emma) wirklich schnell ins Herz geschlossen, obwohl ich vorher noch nicht wirklich einen Bezug zu ihnen hatte.

Der Fall macht aber ebenfalls neugierig und ich bin gespannt, wie es in den Fortsetzungen weitergeht, da es doch sich etwas anders abgespielt hat (was die Timeline angeht) als ich zunächst erwartet hatte.

Das hier wird nicht meine liebste Generation (an Will, Jem und Tessa heranzukommen, ist aber auch quasi unmöglich, weil die so emotional aufgeladen sind, und sich ihre Geschichte durch alle nachfolgenden Bücher weiterhin durchzieht, sodass man gar nicht loslassen kann), und objektiv hätte ich vielleicht ein bisschen Kritik hier und da (es hätte etwas kürzer sein können und ein, zwei Entwicklungen waren nicht so meins), aber egal – es sind die Schattenjäger. Da gibts nur Liebe von mir!

4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Unheimlich und schicksalhaft schön

Schattenlicht
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Billie zieht für ein Schuljahr nach Kanada, um bei ihrer großen Liebe Jamie zu sein. Dem Jungen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat, und mit dem sie mittlerweile verlobt ist. Bei ihrer Tante in ...

Billie zieht für ein Schuljahr nach Kanada, um bei ihrer großen Liebe Jamie zu sein. Dem Jungen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat, und mit dem sie mittlerweile verlobt ist. Bei ihrer Tante in der Kleinstadt Maple Ridge angekommen, wird sie schon bald mit so manchen umheimlichen Geschichten konfrontiert: Ein verschwundenes Mädchen, eine Blutbestie von Kanaka Creek – und dem undurchsichtigen Tristan, den nach einem schweren Schicksalsschlag alle nur noch »Zombie Boy« nennen. Doch Billie und Tristan freunden sich langsam an, was Jamie gar nicht gutheißt. Und schon bald bröckelt das Bild des perfekten Traumprinzen ...

Yasmin schreibt einfach wunderbare, emotionale Geschichten. Ihre besonderen Charaktere wachsen enorm über sich hinaus, und es gibt immer Entwicklungen in der Handlung, die einen überraschen. So auch hier!

Zu Beginn war es schon sehr jung und für mich als Erwachsene manches offensichtlich, sodass ich Billie einfach nur schütteln wollte. Das liegt vielleicht daran, dass ich nicht mehr so ganz die Zielgruppe bin. Aber gerade deshalb ist es so authentisch und realistisch geschrieben. Billie agiert wie ein Teenager, sie ist jung und gutgläubig, aber lernt sich in diesem Buch besser selbst kennen, entwickelt sich durch Erfahrungen weiter und gewinnt an Mut und Selbstvertrauen. Das ist unfassbar gut und nachvollziehbar umgesetzt. In der Hinsicht gibt es auch extrem wichtige Botschaften, die das Buch vermittelt, und die jede heranwachsende Person (und auch viele andere) vermutlich gut gebrauchen können. Da ist Verlass auf Yasmin, dass sie so etwas einbaut!

Aber auch die anderen Charaktere sind wirklich interessant. Manche tiefgründiger, wie beispielsweise Tristan, oder aufwühlender wie Jamie. Oder einfach humorvolle Ergänzungen, wie Tante Floh, ihre Frau Diana oder auch die vielen tierischen Begleiter, die wir hier haben.

Dazu kommen die bildlichen, atmosphärischen Vibes und die unheimliche Stimmung. Durch den Vermisstenfall, die düsteren Wälder und die Geschichten, die sich in dem Ort erzählt werden, kreiiert Yasmin ein lebhaftes Setting, das sich wunderbar mit der Handlung und den Charakteren zusammenfügt. Es ist ein absolut stimmiges Bild.

An Tokioregen und Sturmflirren kommt Schattenlicht für mich persönlich allerdings nicht ganz ran. Diese absolut tiefe Verzweiflung und Rührung, die ich bei ihren anderen Büchern bis ins Mark gespürt habe, hat mich hier nicht so krass umgehauen. Ich habe allerdings eine Theorie dazu. Ich habe Schattenlicht als eBook auf dem Handy gelesen (ich hab leider keinen eBook Reader). Und ich habe einfach das Gefühl, dass mich Bücher da emotional nicht so erreichen können, wie wenn ich ein Printexemplar in der Hand halte. Das ist mir nämlich schon häufiger so aufgefallen.

So oder so gibt es aber trotzdem eine große Empfehlung für dieses Buch! Man sollte wissen, dass es ein Jugendbuch ist, aber wer Yasmins andere Bücher geliebt hat, dem wird auch Schattenlicht gefallen. Und auch Erwachsene kriegen hier noch wichtige Messages (die ich nicht spoilern will) und tolle Zitate und Gedanken zum Reflektieren mit!

4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Gelungener Abschluss

A Steeping of Blood. A Tempest of Tea 2
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Der zweite Band, und das Finale, von »A Tempest of Tea«, in dem Arthie nach einem schweren Schlag trotz Vertrauensbrüchen ihre Crew wieder versammeln muss, um den Widder endgültig aufzuhalten. Die Reise ...

Der zweite Band, und das Finale, von »A Tempest of Tea«, in dem Arthie nach einem schweren Schlag trotz Vertrauensbrüchen ihre Crew wieder versammeln muss, um den Widder endgültig aufzuhalten. Die Reise führt die Gruppe dabei nach Ceylan, in Arthies Heimat, in der auch ihr Bruder Jin mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird ...

Ich kam etwas schwer in »A Steeping of Blood« rein, obwohl ich Band 1 total klasse fnad. Aber es war auch schon so lange her und ein bisschen bei mir die Luft raus. Mit der Zeit wurde das aber wieder besser und als ich mich wirklich drauf einlassen konnte, fand ich die Geschichte echt gut gemacht. Es ist viel zum Thema Kolonialismus eingebaut, aber innerhalb der Fantasywelt, obwohl die Parallelen natürlich eindeutig sind.

Außerdem sind mir die Charaktere sehr ans Herz gewachsen. Sie alle haben ganz schöne Entwicklungen durchgemacht seit Beginn des ersten Bandes. Sie sind immer noch sie selbst und trotzdem ganz neue Personen geworden. Die tolle Dynamik zwischen ihnen ist aber erhalten geblieben.

Das Ende war letztlich bittersüß und kam für mich ein wenig unerwartet. Das musste ich erstmal verdauen. Ich bin auf jeden Fall froh, diese Dilogie gelesen zu haben, die mir insgesamt wirklich schöne Lesestunden beschert hat!

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Mysteriöse Romance interessant umgesetzt

Illusion – A Lie Worth Believing
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Für die erfolglose Sängerin Stelle scheint ein Traum wahrzuwerden, als sie von Levin eingeladen wird, Teil seiner Show »Illusion« in Las Vegas zu werden. Ein Ort, um das Publikum mit Magie und atemberaubende ...

Für die erfolglose Sängerin Stelle scheint ein Traum wahrzuwerden, als sie von Levin eingeladen wird, Teil seiner Show »Illusion« in Las Vegas zu werden. Ein Ort, um das Publikum mit Magie und atemberaubende Darbietungen zu begeistern. Doch ein mysteriöser Unfall und das Verschwinden von Stellas Vorgängerin sorgen für eine unheimliche Atmosphäre, und schon bald wird es immer schwieriger, Wahrheit von Illusion zu unterscheiden – ganz besonders, was den attraktiven, aber undurchschaubaren Levin angeht.

ILLUSION ist eine schöne Geschichte, der Schreibstil von Janine Ukena gefällt mir wieder sehr gut. Poetisch, romantisch, aber ohne überladen zu wirken. Er passt auch sehr gut zu dieser ganzen Illusions-Thematik. Die Idee mit der Show und den mysteriösen Hintergründen fand ich sehr spannend und es wurde definitiv interessant umgesetzt. Ein bisschen was fehlte mir allerdings irgendwie, ich hab die Liebesgeschichte nicht hundertprozentig gespürt.

Aber ich mochte es auf jeden Fall gerne und freue mich auf die Fortsetzung, denn das Ende macht wirklich neugierig!

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