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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Nichts ist wichtiger als die Familie

Merciful Death - Erbarme dich ihrer
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Mehrere Prepper werden getötet und ihnen wurden ihre Waffenlager gestohlen. Wegen der nationalen Sicherheit wird die FBI-Agentin Mercy Kilpatrick hinzugezogen. Gemeinsam mit dem örtlichen Polizeichief ...

Mehrere Prepper werden getötet und ihnen wurden ihre Waffenlager gestohlen. Wegen der nationalen Sicherheit wird die FBI-Agentin Mercy Kilpatrick hinzugezogen. Gemeinsam mit dem örtlichen Polizeichief Truman Daly und ihrem Partner Eddie Peterson versucht sie, den Fällen auf den Grund zu gehen. Nebenbei muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen.

Dies ist der Auftakt zu der Thriller-Reihe von Kendra Elliot rund um die FBI-Agentin Mercy Kilpatrick und Polizeichief Truman Daly.

Mich hat das Buch mit den spannenden Fällen und sympathischen Figuren total begeistert. Dazu gibt es eine langsam aufbauende Romanze und von Mercys Seite aus eine interessante und bewegende Familingeschichte. Was will man mehr? Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt, hier stehen insbesondere Truman und Mercy im Mittelpunkt. Dazu bekommt man als Leser noch Rückblicke in ihre Vergangenheiten geliefert. Für Mercy und Truman werden die Fälle sogar persönlich, da ihre Familien Bestandteil davon sind.

Der Schreibstil ist klar und einfach, fesselnd und sehr bildhaft. Das Cover ist nett, aber wenig kreativ. Das stört mich aber nicht, denn auf den Inhalt kommt es an.

Fazit: Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich bin gespannt auf den zweiten Fall. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Willkommen in North Falls

Dunkle Sühne
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Madison Dalrymple und ihre beste Freundin Cheyenne Baker verschwinden während der Feierlichkeiten am 4. Juli. Deputy Emmy Clifton und ihr Vater Gerald, der Sheriff, folgen den Spuren und schnell steht ...

Madison Dalrymple und ihre beste Freundin Cheyenne Baker verschwinden während der Feierlichkeiten am 4. Juli. Deputy Emmy Clifton und ihr Vater Gerald, der Sheriff, folgen den Spuren und schnell steht fest, dass die beiden Mädchen entführt wurden. Für Emmy wird der Fall persönlich, da Madison die Stieftochter ihrer besten Freundin Hannah ist.

Dies ist der Reihenauftakt zur neuen Thriller-Reihe von Karin Slaughter, die in der Kleinstadt North Falls spielt.

Ich mag es gar nicht zugeben, aber für mich war es das erste Buch von Karin Slaughter. Da es ein Auftakt ist, dachte ich mir, es wäre eine gute Gelegenheit, endlich mal ein Thriller von ihr zu lesen. Und was soll ich sagen... Einfach nur wow!

Die Geschichte war von Anfang an schockierend und sehr temporeich. Ich kann eine Erzählung versprechen, in der es um Schuldzuweisungen, Verzweiflung und Schuldgefühle geht. Des Weiteren aber auch um den Missbrauch von Machtpositionen, was der erschütterndste Teil dieser Geschichte war. Menschen in Positionen, von denen aus sie Menschen unterstützen und helfen sollten, aber das Gegenteil machten. Neben der erschreckenden Story um die beiden Mädchen und den Geheimnissen einer verschwörten Gemeinde, rückt auch die Familie von Emmy immer wieder in den Mittelpunkt. Und innerhalb dieser Familie kommt ebenfalls einiges zu Tage.

Emmy war mir sehr sympathisch. Sie ist eine starke, aber ebenso verletzliche Frau. Dazu eine ausgezeichnete Polizistin. Ihre verletzliche Seite wurde immer wieder deutlich in Zusammenhang mit ihrer Freundin Hannah oder der verschwundenen Madison. Die Szenen mit ihrem Vater Gerald fand ich sehr berührend. Sie verstanden sich quasi blind.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch wenn er mir hin und wieder zu ausschweifend war. Er war fesselnd, gut verständlich, vor allem sehr lebendig und bildhaft.

Fazit: Ein sehr spannender Thriller mit ständigen Wendungen und Überraschungen, aber auch einigen Längen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Nicht überzeugend

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Stella, eine junge, jüdische Lehrerin, unterrichtet nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat Wien am Lindengymnasium. Trotz des Mangels an allem versucht sie, ihren Schülern nicht nur Wissen, sondern auch Hoffnung ...

Stella, eine junge, jüdische Lehrerin, unterrichtet nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat Wien am Lindengymnasium. Trotz des Mangels an allem versucht sie, ihren Schülern nicht nur Wissen, sondern auch Hoffnung zu vermitteln. Das sehen nicht alle gern und so eckt sie bei einigen Kollegen an.

Dies ist der Auftakt zu einem Zweiteiler von Beate Maly rund um eine Wiener Trümmerschule und die junge jüdische Lehrerin Stella. Die Geschichte ist angelehnt an die Lebensgeschichte der echten Stella Klein-Löw.

Die Geschichte, die so vielversprechend begann, fühlte sich leider über weite Strecken ziemlich langweilig und gezogen an. Ich hatte Schwierigkeiten, mich richtig in die Handlung einzufinden, da es kaum fesselnde oder überraschende Momente gab. Mir hat leider das Authentische an dieser Geschichte gefehlt. Ich hatte mich im Vorfeld über die echte Stella informiert und bis auf ihren Namen und den Beruf hatte die fiktive Stella so fast gar nichts mit der echten gemeinsam. Das war schade, denn ihre Lebensgeschichte las sich so spannend und erfüllend. Der Schreibstil war sehr einfach. Mir fehlte es an Tiefe und Emotionen bei Beate Malys Erzählweise.

Fazit: Die Idee war viel versprechend, aber die Umsetzung war nicht mein Ding. Schade. Ich werde den zweiten Teil nicht lesen. Da gibt es deutlich bessere Romane, die in der Nachkriegszeit spielen.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein

Eisenblume
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Zwei Teenager finden auf dem alten Gelände der verfallenen Psychiatrie Sankt Lars eine Leiche. Vor dreißig Jahren, im Oktober 1987, verschwanden aus dieser Psychiatrie zwei junge Patienten und der Schuldige ...

Zwei Teenager finden auf dem alten Gelände der verfallenen Psychiatrie Sankt Lars eine Leiche. Vor dreißig Jahren, im Oktober 1987, verschwanden aus dieser Psychiatrie zwei junge Patienten und der Schuldige war schnell gefunden. Fredrika Storm und Henry Calment von der Kriminalpolizei in Lund übernehmen den Fall und sind sich sicher, dass beide Fälle zusammenhängen.

Dies ist der zweite Fall für Fredrika Storm und ihren Partner Henry Calment. Der Auftakt war eines meiner jährlichen Lesehighlights.

Zwei ganze Jahre hat es gedauert, bis endlich ein neuer Fall erschien. Ich habe mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut, aber leider hatte ich nichts mehr auf dem Schirm, bezüglich der Ereignisse im Auftakt. Der Cold Case war sehr emotional und sehr erschütternd. Erschüttert haben mich die Vorurteile Menschen gegenüber, die anders sind. Es ist nichts falsch daran, anders zu sein, ganz im Gegenteil. Dazu kommt die ganze Vertuschung und das Desinteresse innerhalb mehrerer Behörden.

Die Freundschaft zwischen Fredrika und Henry hat sich verändert und ich kann nicht richtig verstehen, warum das so ist. Es gab nur sehr wenige vertraute Momente zwischen beiden. Er bemüht sich sehr um sie, sie ist allerdings abweisend und überhaupt nicht zu greifen. Ich muss sagen, dass mir Fredrika längst nicht mehr so sympathisch war wie noch beim ersten Fall.

Die Nebengeschichten rund um Henry und Fredrika waren auch interessant und spannend. Sie ist weiterhin auf der Suche nach ihrer Mutter Annika und er trifft auf eine alte Liebe. Zum Ende hin wurde es sehr emotional und ich hatte großes Mitleid mit beiden. Ich weiß nicht, was ich an Fredrikas Stelle getan hätte, ihr Ende im Buch hat mich so geschockt. Sicherlich ist diesbezüglich noch nicht alles erzählt. Da bin ich sehr gespannt, was da noch kommen wird.

Der Schreibstil war angehm und sehr fesselnd. Das Cover passt gut zur düsteren Geschichte und der ganzen Reihe.

Fazit: Eine solide Fortsetzung, aber das Buch kann in meinen Augen nicht mit dem Auftakt mithalten. Ich werde die Reihe weiterverfolgen, schon allein wegen der sympathischen Figuren und Fredrikas und Henrys Nebengeschichten.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Zusammen strickt man weniger allein

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Das Wollgeschäft "Strickschick" in Lüttjekoog ist Mettes Herzensprojekt. Gemeinsam mit ihren Freunden Anne, Gustavsen und Brunhilde trifft sie sich dort einmal in der Woche. Anne ist Pfarrerin und Mettes ...

Das Wollgeschäft "Strickschick" in Lüttjekoog ist Mettes Herzensprojekt. Gemeinsam mit ihren Freunden Anne, Gustavsen und Brunhilde trifft sie sich dort einmal in der Woche. Anne ist Pfarrerin und Mettes beste Freundin. Brunhilde führt einen Frisiersalon und Gustavsen führt den Bootsverleih am Lüttjesee. Letzterer findet eines Tages einen Toten in einem seiner Boote.

Dies ist der Auftakt zu einer neuen Cosy-Krimireihe von Susanne Oswald, in der sich der Strickklub in Lüttjekoog regelmäßig in polizeiliche Untersuchungen einmischt.

Ich hatte jetzt keine großen Erwartungen an diesen Kriminalroman und habe mich auf eine unterhaltsame Geschichte gefreut, die ich dann auch bekommen habe. Wir lernen den Strickklub kennen, der aus vier Freunden besteht. Da hätten wir dir Eigentümerin des Strickladens Mette, die Pfarrerin Anne, ausserdem Brunhilde und Gustavsen. Anne und Mette stehen deutlich im Mittelpunkt.

Mette und Anne sind so herzliche Menschen, sodass sie mir gleich ans Herz gewachsen sind. Ihre Liebe war deutlich zu spüren, füreinander, den Strickklub, den Menschen allgemein und natürlich Lüttjekoog. Was mich sehr bewegt hat, war der Zusammenhalt und die Fürsorge füreinander, nicht nur unter den Freunden, sondern auch innerhalb der Gemeinde. Das erlebt man heutzutage kaum noch, was ich bedauere. Dazu kommen sympathische Nebenfiguten wie der Antiquitätenhändler Holke, Annes Freund Felix, die Geschwister Lena und Ole und zuguterletzt der Polizist Fiete, der wohl die klischeehafteste Figur von allen war. Und die beschriebene Umgebung hat mich total gepackt, allen voran die schönen Szenen am Deich.

Der Schreibstil war angehm und gut verständlich.

Fazit: Eine nette Geschichte mit herzlichen Figuren für zwischendurch, hin und wieder etwas ausschweifend. Trotz einiger Schwächen werde ich die Reihe weiterverfolgen.

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