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Veröffentlicht am 21.10.2018

Was man beachten muss, wenn man ein Ire werden möchte

How To Be Irish
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David Slattery gibt uns in seinem Buch einige Hinweise, wie man es schaffen kann, ein Ire zu werden, wenn man dies denn möchte. Aber auch für einen Urlaub in Irland ist dieses Buch eine geeignete Lektüre. ...

David Slattery gibt uns in seinem Buch einige Hinweise, wie man es schaffen kann, ein Ire zu werden, wenn man dies denn möchte. Aber auch für einen Urlaub in Irland ist dieses Buch eine geeignete Lektüre. Der Autor versteht es sehr gut, die irischen Eigenheiten in seinem Buch aufzuführen, ohne sich und seine Landsleute dabei zu ernst zu sehen. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die die wichtigen Themen behandeln. Da gibt es dann ein Kapitel über Weihnachten oder auch eines über Hochzeiten. Es wird eben über alles berichtet, was der Autor uns über die irischen Eigenheiten mitzuteilen hat. Jedes Kapitel wird zudem mit einem passenden Zitat eingeleitet, was ich auch sehr nett fand. Die Kapitel selber sind auch nochmal unterteilt, so dass man nicht alles an einem Stück lesen muss, sondern auch mal eine Pause einschieben kann.

Es wirkt so, als ob die Iren in allen Bereichen des Lebens zu Übertreibungen neigen. Vielleicht ist genau dies aber einfach nur eine Übertreibung des Autors. Um Irland wirklich kennenzulernen, sollte man wohl einfach selber dorthin reisen und sich ein Bild von Land und Leuten machen. Dann kann man vielleicht merken, ob in Irland wirklich immer eine Katastrophe passieren muss, damit die Menschen glücklich sind, weil sie etwas erzählen können. So finden es zum Beispiel alle toll, wenn es bei einer Hochzeit zu einem heftigen Streit kommt und die Braut losrennt, die Schleppe des Kleides aber in der zugeknallten Autotür hängen bleibt. Wenn keine Katastrophe passiert ist, soll man wohl einfach eine erfinden, damit man bei Erzählungen die Zuhörer nicht langweilt.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Die andauernden Übertreibungen sind zwar manchmal etwas lästig, aber das Buch wird dadurch sehr gut aufgelockert und natürlich wird es gerade durch diese Übertreibungen auch erst richtig witzig. Vermutlich hat der Autor recht und die normalen Dinge des Alltags würden den Leser nicht gerade vom Hocker hauen. Dafür braucht es dann schon die wirklich interessanten Begebenheiten, ob nun wahr oder erfunden. Auch das Cover konnte mich direkt packen, es zeigt durch die grüne Farbe und die abgebildete Natur schnell, dass es um Irland geht, auch wenn blau die eigentliche Nationalfarbe Irlands ist.

Veröffentlicht am 21.10.2018

Kann der Fall aufgehalten werden?

Der tiefe Fall der Cecelia Price
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Cecelia ist siebzehn Jahre alt, als ihr Bruder stirbt und sie ist davon überzeugt, dass es ihre Schuld gewesen ist. Anstelle einer Untersuchungshaft kommt sie in eine überwachte Verhaltenstherapie. Dafür ...

Cecelia ist siebzehn Jahre alt, als ihr Bruder stirbt und sie ist davon überzeugt, dass es ihre Schuld gewesen ist. Anstelle einer Untersuchungshaft kommt sie in eine überwachte Verhaltenstherapie. Dafür hat ihre Pflichtverteidigerin Jennifer gesorgt, die sich sehr für den Fall einsetzt und verständlicherweise genau herausfinden möchte, was passiert ist, um Cecelia, die lieber CeCe genannt werden möchte, richtig verteidigen zu können. Da Cecelia bei der Absetzung des Notrufs schon gesagt hat, dass es ihre Schuld sei, wird natürlich in dem Zusammenhang auch nach Beweisen gesucht und diese auch gefunden.

In der Verhaltenstherapie merkt man sehr schön die Entwicklung von Cecelia. Am Anfang möchte sie nicht reden und ist weder bei der Gruppen- noch bei der Einzeltherapie so richtig dazu bereit. Sie redet zwar über andere Dinge, aber nicht über ihre Geschichte und ihr Gefühl der Schuld. Während sie die Geschichten der anderen Jugendlichen in der Verhaltenstherapie kennenlernt, redet sie doch nicht über sich selbst, weil sie nicht denkt, dass es ihr helfen könnte. Erst nach und nach ändert sich das.

Cecelia merkt, dass sie doch noch Gefühle hat, was sie sich die ganze erste Zeit in der Verhaltenstherapie nicht eingestehen wollte. So langsam öffnet sie sich und erzählt der Verteidigerin, der Therapeutin und auch mal einem Mitbewohner Details aus ihrem Leben. Das Buch ist immer abwechselnd geschrieben und mal erfährt der Leser etwas aus der Zeit in der Verhaltenstherapie und dann wieder etwas aus der Zeit davor. So kann man sich ein gutes Bild machen, warum Cecelia so gehandelt hat, wie sie es am Ende tat.

Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und es war spannend bis zum Schluss. Richtig toll waren die Charaktere beschrieben, so dass man sehr leicht in die Geschichte hinein fand, weil man sich in die Charaktere hinein versetzen konnte. Das alles machte dieses Buch zu einer sehr eindringlichen Geschichte, in der man sehen konnte, dass bei einer Drogensucht nicht nur derjenige leidet, der süchtig ist, sondern auch die Familie, wobei innerhalb der Familie die Menschen unterschiedlich damit umgehen. Dieses Buch wird mir sicher noch länger im Gedächtnis bleiben.

Veröffentlicht am 21.10.2018

Die tollste Bande der Welt

Die Frechen Krabben (Band 1)
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Milli und Lilli sind Zwillinge und sehen gleich aus. Aber sonst sind sie sich nicht sehr ähnlich. Während Lilli gerne Fußball spielt und die Haare zusammengebunden trägt, hat Milli die Haare lieber offen ...

Milli und Lilli sind Zwillinge und sehen gleich aus. Aber sonst sind sie sich nicht sehr ähnlich. Während Lilli gerne Fußball spielt und die Haare zusammengebunden trägt, hat Milli die Haare lieber offen und ihr Glück ist auf dem Rücken der Pferde, genauer gesagt beim Voltigieren zu finden. Zusammen mit ihren besten Freundinnen Emma und Lotte und den Tieren Emil und Wuschelzwerg, einem Schweinchen und einem Neufundländer, machen sie die Gegend unsicher.

Schon seit dem Kindergarten treffen sie sich immer auf einem Grundstück mit einem tollen Apfelbaum. Als ein neuer Junge in ihre Klasse kommt und die vier Mädchen sich mal wieder an ihrem Treffpunkt treffen wollen, stellen sie entsetzt fest, dass das Grundstück eingezäunt ist und sie nicht mehr an den Apfelbaum herankommen. Auf dem Baum turnt ein Äffchen und die neuen Besitzer stellen sich ausgerechnet als die Familie des frechen neuen Jungen in der Klasse heraus.

Sogleich bemerken sie, dass zu dem frechen Paul auch noch ein Zwillingsbruder namens Ben gehört. Nicht wirklich begeistert gehen die Mädchen ihrer Wege, aber auf dem Heimweg beschließen sie noch, dass sie von nun an eine Bande sind. Bei der Namensfindung ist es hilfreich, dass sie gerade vor einem Fischladen stehen, der eine Krabbe auf seinem Ladenschild hat. So kommt es, dass die vier Mädchen sich die frechen Krabben nennen.

Die Mutter der Zwillinge ist Hutmacherin und zum Glück der Zwillinge ist bei ihrer Heimkehr gerade eine Stammkundin der Mutter da. Diese hat den Zwillingen schon öfter geholfen und so schafft sie es auch jetzt, für einen neuen Treffpunkt der Bande zu sorgen. Nun bleibt nur noch der Wettkampf in der Schule, den die frechen Krabben vor allem gegen die Affenbande, wie sich die Bande um Ben, Paul und ihren Freund Bro nennt, gewinnen wollen. Aber dann kommt es doch ganz anders.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Man kann es sehr schnell und leicht lesen und es ist absolut kindgerecht. Schon das Cover zeigt sehr schön die vier Mädchen, um die es ja hauptsächlich in diesem Buch geht und auch das Zwergschwein Emil darf nicht fehlen. Im Buch sind dann auch immer wieder sehr nette Zeichnungen zu finden, die toll zu der Geschichte passen. Alles in allem ist es ein tolles Kinderbuch in dem es um Freundschaft und Zusammenhalt geht.

Veröffentlicht am 21.10.2018

London im Jahr 1968

Kings of London
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Auch wenn ich den ersten Teil dieser Buchreihe nicht kenne, kam ich doch sehr schnell in die Geschichte hinein und konnte dieser auch sehr gut folgen. Sergeant Cathal Breen, der von seinen Kollegen oft ...

Auch wenn ich den ersten Teil dieser Buchreihe nicht kenne, kam ich doch sehr schnell in die Geschichte hinein und konnte dieser auch sehr gut folgen. Sergeant Cathal Breen, der von seinen Kollegen oft auch Paddy genannt wird, ermittelt in einem Mordfall. Es geht um einen jungen Mann, der übel zugerichtet in einem Haus gefunden wurde, das durch eine Gasexplosion völlig zerstört wurde und auch abgerissen werden musste, da es stark einsturzgefährdet war. Der Mann war aber schon vor der Explosion getötet worden und Sergeant Breen versucht nun gemeinsam mit seinen Kollegen herauszufinden, von wem und warum.

Mit dabei ist auch Temporary Detective Constable Helen Tozer, die nur noch kurze Zeit bei der Polizei arbeiten wird und dann den Hof ihrer Eltern auf dem Land übernehmen wird, wo sie sich auch um ihren kranken Vater kümmern muss. Die Ermittlungen werden erschwert durch die Tatsache, dass der Vater des Toten ein bekannter Politiker ist, der nicht zu viel öffentliche Aufmerksamkeit bei der Lösung des Falls wünscht. Auch die Tatsache, dass Breen mehrfach Morddrohungen erhält und es auch jemand versucht, ihn umzubringen, trägt nicht dazu bei, dass das Team in Ruhe ermitteln kann. Der Fall wird bald darauf unfertig abgeschlossen, lässt ihm aber keine Ruhe.

Auch an einen Fall, den er vorher nicht lösen konnte, muss er wieder denken. Es scheint einen Zusammenhang zu geben, den er herausfinden möchte. Immer ist Tozer an seiner Seite, auch dann noch, als der Fall abgeschlossen ist und auch später, als Breen eine Zeit lang vom Dienst suspendiert ist. Auch wenn die beiden nicht zusammen sind, merkt man als Leser doch, dass sie sich gut verstehen und das sowohl auf beruflicher, wie auch auf privater Ebene.

Dieser Krimi führt einen direkt ins Jahr 1968 und das finde ich sehr interessant. Auch wenn es noch gar nicht so sehr lange her ist, war es doch eine ganz andere Zeit. Viele der technischen Gerätschaften von heute gab es noch nicht, aber der Fortschritt mit den guten und auch den schlechten Seiten war schon damals nicht aufzuhalten. So war es die Zeit, als Ärzte keine Drogen mehr aufschreiben durften, was den Dealern natürlich ein Stück weit den Weg ebnete. Aber auch andere Suchtmittel spielen in dem Buch eine große Rolle. So wird sehr oft einiges getrunken und zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten rauchen die Menschen ihre Zigaretten. So ist das Cover für diese Geschichte sehr passend gewählt.

Nicht immer steht die Lösung des Falls in diesem Krimi im Vordergrund, aber trotzdem hatte das Buch für mich keine Längen und war durchweg interessant zu lesen. Die Aufklärung der Fälle geht dann zum Schluss ganz schnell. Alles in allem hat mir dieser Krimi sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf einen weiteren Band dieser Reihe und hoffe, dass auch Tozer dann in den Polizeidienst zurückkehrt.

Veröffentlicht am 21.10.2018

Ein ungewöhnlicher Ermittler

Der namenlose Tag
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Schon auf der Rückseite des Buches steht es, dass es sich bei Jakob Franck um einen unkonventionellen Ermittler handelt und so ist es auch. Der ehemalige Kommissar ist seit einigen Monaten im Ruhestand, ...

Schon auf der Rückseite des Buches steht es, dass es sich bei Jakob Franck um einen unkonventionellen Ermittler handelt und so ist es auch. Der ehemalige Kommissar ist seit einigen Monaten im Ruhestand, als sich der Vater eines Mädchens, das als siebzehnjährige Selbstmord begangen hat, bei ihm meldet. Er ist davon überzeugt, dass seine Tochter vor über zwanzig Jahren ermordet wurde und sich nicht selber dazu entschieden hat, sich an diesem Baum aufzuhängen. Und so wendet er sich an den Mann, der damals seiner Frau die Nachricht vom Tod der Tochter überbracht hat.

Jakob Franck erinnert sich noch gut an den Moment, als er der Frau die Nachricht überbracht hat. Sie klammerte sich an ihn und wollte von ihm mehrfach hören, dass es nicht wahr sei. Als sie die Umklammerung löste, hatte er sie stundenlang festgehalten. So etwas ist ihm bisher noch nie passiert und er fragt sich immer wieder, wie es dazu kam, dass diese Grenze überschritten wurde. Seine Aufgabe war es, die schlechten Botschaften zu übermitteln, auch wenn er mit den Ermittlungen nichts zu tun hatte. So war es auch im Fall von Esther, dass seine Kollegen die Ermittlungen führten und zu dem Schluss kamen, dass es Selbstmord war, wenn auch nicht ganz auszuschließen war, dass ein Fremdverschulden vorlag.

Der Ex-Kommissar nimmt die Aufgabe an und spricht noch einmal mit den Menschen, die Esther gekannt haben. Das ist nach der langen Zeit, die inzwischen verstrichen ist, natürlich nicht ganz einfach, weil die Erinnerungen verblassen. Aber trotzdem lässt er sich nicht aufhalten und ermittelt weiter. Am Ende zeigt sich dann ein Bild, wie es gewesen ist und das kommt dann schon überraschend.

Mir hat das Buch gut gefallen. Einige Wiederholungen hat es schon, weil immer wieder auf die stundenlange Umarmung von Esthers Mutter eingegangen wird. Auch die Tatsache, dass Franck immer für das Überbringen der schlechten Botschaften zuständig war, wird öfter im Buch erwähnt. Aber ich empfand das als dazu gehörig und kann nicht sagen, dass ich es als Längen im Buch empfand. Dadurch, dass der Fall schon so lange Zeit zurück lag, war es vielleicht nicht ganz so fesselnd wie ein Krimi mit einem Fall, der aktuell ist, aber trotzdem fand ich das Buch dauerhaft spannend.

Mir gefiel die Art von Jakob Franck bei seinen Ermittlungen sehr gut. Intuitiv hat er erkannt, wann jemand die Unwahrheit sagte oder etwas verschwieg. Trotzdem war er bei den Befragungen der Zeugen immer sehr ruhig und darauf bedacht, dass sie auch bei scheinbar unwichtigen Erinnerungen in ihrem Oberstübchen kramten und diese erzählten. Allgemein kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefiel und ich mir weitere Fälle wünschen würde, bei denen der ehemalige Kommissar zu Rate gezogen wird.