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Veröffentlicht am 06.08.2023

Spannend und großartig geschrieben!

Perlenbach
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Perlenbach ist der zweite Teil der Eifel-Trilogie von Anna-Maria Caspari. Perlenbach ist dem zuerst erschienenen Buch Ginsterhöhe vorgelagert und ebenso wunderbar spannend geschrieben.
Wilhelm wohnt in ...

Perlenbach ist der zweite Teil der Eifel-Trilogie von Anna-Maria Caspari. Perlenbach ist dem zuerst erschienenen Buch Ginsterhöhe vorgelagert und ebenso wunderbar spannend geschrieben.
Wilhelm wohnt in ärmlichen Verhältnissen in Wollseifen. Sein Vater verkauft die Wolle der Schafe an Tuchfabrikanten und so lernt Wilhelm Jakob, den Sohn des Tuchfabrikanten Becker aus Montjoie kennen. Wilhelm und Jakob freunden sich an, obwohl die unterschiedlichen Lebensverhältnisse größer nicht sein könnten. Um seinem Sohn Jakob eine Freude zu machen, holt der Fabrikant Wilhelm über den Winter nach Montjoie. Er wird dort neu eingekleidet und wird sogar gemeinsam mit Jakob und den Nachbarsmädchen Luise und Isabella vom Privatlehrer unterrichtet werden. Wilhelm, Jakob und Luise freunden sich an und die gemeinsame Zeit ist für alle drei wunderschön. Vor allem Wilhelm genießt diese wunderbare Zeit ohne Sorgen. Zurück in Wollseifen trifft ihn die harte Realität wieder. Die harte Arbeit zuhause lässt die Zeit in Montjoie wie ein Traum erscheinen. Im nächsten Winter darf er wieder zu Jakob und als er die Schule abgeschlossen hat, darf er eine Lehre in der Tuchfabrik beginnen. Doch auch seine Freunde schlagen neue Wege ein. Die gemeinsame Zeit ist vorbei. Wilhelm macht die Arbeit in der Tuchfabrik Spaß und er hat sich in der Stadt gut eingelebt. Doch als sich die Freunde bei einem Fest treffen, kommt es aufgrund eines Missverständnisses zu einem Streit und Wilhelm muss Montjoie sofort verlassen. Er macht sich auf den Weg zum elterlichen Hof, wo er nicht weiß, ob er noch willkommen ist.
Die Geschichte lässt sich auch ohne das Buch Ginsterhöhe zu kennen, wunderbar lesen. Da ich Ginsterhöhe schon gelesen habe, weiß ich jetzt, nachdem ich Perlenbach gelesen habe, welche Protagonisten im nächsten Buch wieder dabei sind.
Wie auch das Buch Ginsterhöhe, liest sich dieses Buch wunderbar flüssig. Ich habe es fast nicht mehr aus der Hand gelegt, da ich natürlich wissen wollte, wie es ausgeht. Die Protagonisten sind durchweg sympathisch. Die Zeit Wilhelms zuhause in Wollseifen ist geprägt von harter Arbeit und wenig Fürsorge oder Zuwendung seitens der Eltern. Man kann also verstehen, dass er die Zeit in Montjoie sehr genießt und gar nicht mehr verlassen möchte.
Dieses Buch war sehr schön zu lesen und ich freue mich schon sehr auf den letzten Teil der Trilogie. Ich bin auch sehr gespannt, wen wir dann wiedersehen werden.

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Veröffentlicht am 05.08.2023

Sehr emotionale Geschichte!

Kornblumenzeit
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Kornblumenzeit ist eine wahre Familiengeschichte von Autorin Simona Wernicke. Es ist die Geschichte ihrer Großeltern und der ihres Vaters.
Die Geschichte beginnt 1928 als sich die Großeltern von Simona ...

Kornblumenzeit ist eine wahre Familiengeschichte von Autorin Simona Wernicke. Es ist die Geschichte ihrer Großeltern und der ihres Vaters.
Die Geschichte beginnt 1928 als sich die Großeltern von Simona Wernicke in Ostpreußen kennen- und lieben lernen. Käthe verliebt sich in den Bäckerssohn Carl. Nach der Beendigung seiner Meisterschule in Berlin kommt er zurück und die beiden heiraten. Carl übernimmt von seinem Vater die Bäckerei in Locken und sie haben ein sehr gutes Leben. Als der 2. Weltkrieg kommt, bekommen sie in Ostpreußen erstmal nicht so viel davon mit. Zumindest müssen sie keinen Hunger leiden. Doch gegen Ende des Krieges müssen sie vor den Russen flüchten. Käthe ist gesundheitlich angeschlagen, da es keine Medikamente gibt. Zusammen mit den Kindern machen sie sich auf den gefährlichen Weg. Als Carl in Gefangenschaft gerät, werden sie getrennt und sind gezwungen sich allein durchzuschlagen.
Die Geschichte liest sich sehr leicht und es ist eine Freude zu lesen, wie gut es Käthe, Carl und den Kindern geht. Zwischendurch hat es mich wirklich gewundert, dass sie so ein gutes Leben hatten, während es im restlichen Deutschland schon viel früher Lebensmittelknappheit gibt. Natürlich gibt es auch bei ihnen Einschränkungen, aber sie müssen nicht hungern oder frieren.
Mich hat dieses Buch tief berührt. Vor allem die Flucht der Familie hat mich sehr aufgewühlt. Man mag sich nicht vorstellen, was so viele Flüchtende damals erlebt haben.
Simona Wernicke hat in ihrem Debutroman die Geschichte ihres Vaters aufgeschrieben. Er hat seine Erinnerungen geteilt und so dürfen wir miterleben wie er als Kind in Ostpreußen aufgewachsen ist und dann auf der Flucht vor den Russen war. Das Buch ist sehr schön geschrieben und man bangt mit der Familie, da sie einem so ans Herz gewachsen ist. Eine sehr berührende Familiengeschichte und ein wunderbares Zeitzeugen-Porträt. Danke dafür!

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Veröffentlicht am 30.07.2023

Sehr emotionale Geschichte!

Frag nach Jane
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Frag nach Jane, das Buch von Heather Marshall handelt von drei Frauen. Alle drei haben eines gemeinsam, sie sind schwanger oder wären es gerne.
Die Geschichte von Evelyn spielt 1960. Evelyn erwartet ein ...

Frag nach Jane, das Buch von Heather Marshall handelt von drei Frauen. Alle drei haben eines gemeinsam, sie sind schwanger oder wären es gerne.
Die Geschichte von Evelyn spielt 1960. Evelyn erwartet ein Kind. Der Vater des Kindes ist verstorben und so muss sie als Ledige in ein Heim für ledige Mütter. Die Eltern haben sie dorthin geschickt. Ein Mitspracherecht hat sie nicht. Ohne Unterstützung von Verwandten hat sie keine andere Wahl und muss ihr Kind nach der Geburt zur Adoption freigeben. Die Zustände in dem Heim sind grauenhaft, unmenschlich und macht fassungslos.
Nancy begleitet 1979 ihre Cousine Clara, die ungewollt schwanger wurde, zu einer illegalen Abtreibung. Nur durch Nancys schnelle Hilfe überlebt Clara diese unprofessionelle Behandlung. Im Krankenhaus hört Nancy zum ersten Mal den Namen Jane. Jane steht für eine Organisation, die illegale Abtreibungen vornimmt, die aber durch Ärzte durchgeführt werden. Als Nancy ein Jahr später selbst ungewollt schwanger wird, lernt sie über diese Organisation Evelyn kennen.
Im Jahr 2017 lernen wir Angela und ihre Frau Tina kennen. Angela versuchte schon mehrfach schwanger und ein Kind zu bekommen. Leider hat es bis jetzt nicht funktioniert. Angela findet durch Zufall einen Brief, der im Jahr 2010 an eine Nancy Mitchell gerichtet ist. Als sie den Brief öffnet und liest, beschließt sie diese Nancy Mitchell zu finden, um ihr den Brief noch zukommen zu lassen.
Die Geschichte wechselt also immer wieder zwischen den Jahren. Wir begleiten Evelyn in ihrer Zeit im Heim, Nancy in den 80er Jahren und Angela im Jahr 2017. Aber auch in den 80er Jahren und im Jahr 2017 ist Evelyn immer mit dabei. Wir erleben wie gefährlich illegale Abtreibungen waren, aber auch wie gefährlich es für die war, die diese Abtreibungen durchgeführt haben. Wer erwischt wurde, wurde hart bestraft und landete im Gefängnis.
Diese Geschichte ist sehr emotional und hat mich tief berührt. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und man fiebert mit den Frauen mit. Ein großartiges Buch, das ich sehr empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Hat mich nicht wirklich gefesselt!

Hotel Silence
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Das Buch Hotel Silence von Audur Ava Ólafsdóttir handelt von Jonas, der von seiner Frau verlassen wird und die ihm dabei offenbart, dass die vermeintlich gemeinsame Tochter nicht sein leibliches Kind ist. ...

Das Buch Hotel Silence von Audur Ava Ólafsdóttir handelt von Jonas, der von seiner Frau verlassen wird und die ihm dabei offenbart, dass die vermeintlich gemeinsame Tochter nicht sein leibliches Kind ist. Jonas sieht daraufhin keinen Sinn mehr im Leben. Seine alte Mutter lebt im Heim und hat nur noch selten Momente, in denen sie viel mitbekommt.
Für Jonas ist der Moment gekommen, dass er überlegt, was von ihm mal bleibt. Was hinterlässt er mal, wenn er irgendwann stirbt. Diese Überlegungen treiben ihn immer mehr in eine Depression. Er versucht sein altes Leben zu ordnen, um möglichst wenig zu hinterlassen. Dabei findet er seine alten Tagebücher und immer wieder liest er Abschnitte daraus und so bekommt man Einblicke in seine Vergangenheit. Er möchte sein Leben beenden und leiht sich deshalb von seinem Nachbarn ein Jagdgewehr. Aber letztlich beschließt er wegzufliegen. Als Ziel sucht er sich ein vom Krieg gebeuteltes Land raus. Vielleicht, so denkt er sich, tritt er auf eine Landmine oder wird auf der Straße erschossen. Dann wäre alles einfacher. Als Gepäck hat er nur seinen Werkzeugkasten dabei. Schließlich könnte es sein, dass er doch einen Haken an der Decke braucht. Sicher ist sicher.
Als er auf dem Weg zum Hotel mit dem Taxi fährt, sieht er die zerstörte Stadt, die zerbombten Häuser und kaputten Straßen. Das Hotel selbst hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Nicht alle Zimmer haben fließend, warmes Wasser und überall gibt es was zu reparieren. Und so repariert Jonas zuerst die Dinge in seinem Zimmer, dann im Hotel und nach und nach wird er immer gefragter. Aus einer geplanten Woche werden drei Wochen und Jonas erkennt, dass man mit dem richtigen Werkzeug eigentlich alles reparieren kann.
Ich fand sehr schwer in dieses Buch rein. Gerade der Anfang ist gespickt mit Rückblicken und den Gesprächen mit der Mutter, die manchmal etwas konfus sind. Als Jonas die Reise in das Hotel Silence antritt, wird die Geschichte etwas flüssiger. Trotzdem liest sich das Buch nicht so leicht und man muss auch manchmal einen Satz zweimal lesen. Es gibt manchmal was zum Schmunzeln und ab und zu auch Nachdenkliches. Auf jeden Fall kein leichter Sommerroman für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 25.07.2023

Wunderbare Fortsetzung der Trilogie!

Alte Hoffnung, neue Wege
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Der zweite Band „Alte Hoffnung, neue Wege“ von Petra Durst-Benning ist eine sehr gelungene Fortsetzung aus der Reihe „Die Köchin“.
Fabienne und Yves sind nach Narbonne gezogen und wollen dort Arbeit finden. ...

Der zweite Band „Alte Hoffnung, neue Wege“ von Petra Durst-Benning ist eine sehr gelungene Fortsetzung aus der Reihe „Die Köchin“.
Fabienne und Yves sind nach Narbonne gezogen und wollen dort Arbeit finden. Bevor sie sich jedoch auf die Arbeitssuche begeben, feiern sie mit ihren Familien ihre Hochzeit. Fabie hat mit ihren Kochkünsten ein wunderbares Buffet mit allerlei Leckereien gezaubert.
Die Arbeitssuche gestaltet sich jedoch leider nicht so einfach. Am liebsten würden die beiden gemeinsam in einem Lokal arbeiten. Yves als Kellner und Fabienne als Köchin. Doch in den Restaurants möchte niemand eine Frau als Köchin einstellen.
Auch bei ihrer Suche nach Viktor ihrem Sohn gibt es keine Neuigkeiten. Doch Fabienne gibt die Hoffnung nicht auf, ihren Sohn irgendwann wieder in die Arme schließen zu können.
Durch Yves Bemühungen bekommt sie lediglich eine Anstellung als Küchenhilfe. Zähneknirschend nimmt sie die Stelle an. Doch die Köche dort lassen sie spüren, dass sie nicht willkommen ist. Eines Tages, als sie ihre Schwester besucht, entdeckt sie auf dem Rückweg einen Aushang an einem Lokal. Das Restaurant Le Miroir sucht einen Hilfskoch. Sie wagt es einzutreten und sich für die Stelle zu bewerben. Der Küchenchef Noé Sousa kommt ihr bekannt vor und irgendwann fällt ihr ein, woher sie ihn kennt. Sie hat ihn vor Jahren schon einmal getroffen und mit ihm Austern gegessen. Aber er scheint sie nicht wiederzuerkennen. Tatsächlich erhält sie die Stelle auch. Die anderen Köche sind nicht begeistert, dass eine Frau mit ihnen in der Küche stehen soll. Aber durch ihr Können kann sie nach und nach zeigen, dass sie zurecht die Stelle bekommen hat. Allerdings sieht sie Yves jetzt immer seltener und hat immer weniger Zeit für ihn. Ihre jeweiligen Arbeitszeiten sind unterschiedlich und Fabienne genießt es sehr neue Dinge auszuprobieren, aber auch die gemeinsame Zeit mit dem Spitzenkoch Noé. Eine folgenschwere Entscheidung führt zu einem Bruch mit ihrer Familie. Wird sie trotzdem ihr Glück finden und irgendwann auch ihren Sohn in die Arme schließen können?
Die Fortsetzung von Lebe deinen Traum startet schwungvoll und man ist nach einer kurzen Zusammenfassung des ersten Bandes gleich in der Geschichte drin. Die Geschwister von Fabie, der Vater mit seiner neuen Lebensgefährtin, all die bekannten Figuren des ersten Bandes sind gleich wieder präsent. Bei der Hochzeit von Yves und Fabienne kommen alle zusammen und frühere Unstimmigkeiten sind vergessen. Alles könnte so schön sein. Fabienne hat die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Sohn nicht aufgegeben. Sie ist glücklich mit Yves, der sie immer unterstützt.
Es macht so Spaß die Geschichte weiterzulesen. Petra Durst-Benning schreibt wunderbar einfühlsam. Man leidet mit Fabie mit und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Viel zu schnell ist das Buch gelesen und so viel ist passiert. Doch wie geht es jetzt weiter? Geht Fabienne´s Traum vom eigenen Restaurant irgendwann auch in Erfüllung?
Ich freue mich schon sehr auf den letzten finalen Band der Trilogie und bin sehr gespannt, ob Fabie ihr Glück findet und die Wahrheit über das Verschwinden ihres Sohnes erfährt. Petra Durst-Benning versteht es wunderbar in der Geschichte Fabiennes Leidenschaft fürs Kochen dem Leser näherzubringen. Durch die kurze Zusammenfassung am Anfang des Buches, kommt man gut in die Geschichte rein, auch wenn man den ersten Band nicht gelesen hat.
Dieses Buch nimmt man in die Hand und möchte nicht aufhören zu lesen.

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