Auf der Insel
Fünf Tage im LichtSommer, Sonne, Pool und Zitronenwasser. Das waren meine ersten Gedanken beim Anblick des Covers.
Dazu der Titel "Fünf Tage im Licht". Das lässt vermuten, einen leichten und lauschigen Sommerroman in Händen ...
Sommer, Sonne, Pool und Zitronenwasser. Das waren meine ersten Gedanken beim Anblick des Covers.
Dazu der Titel "Fünf Tage im Licht". Das lässt vermuten, einen leichten und lauschigen Sommerroman in Händen zu halten.
Ob es wirklich so ist?
Die junge Malerin Sophie Evans reist mit ihren Freundinnen Iris, Helena und Alessia auf eine griechische Insel. Da eine von ihnen bald Hochzeit feiern wird, wollen sie fünf Tage ohne ihre Partner verbringen. Diese planen, nach den fünf Tagen nachzureisen.
Die Ich-Erzählerin Sophie genießt den Urlaub und die Auszeit von ihrem Freund Greg, der sie mit seinem Kinderwunsch immer mehr drängt. Und sie lernt den Tavernenbesitzer Ky kennen und stürzt sich in eine Affäre.
Der Wunsch Alessias, von Sophie als Akt gezeichnet zu werden, entspannt die Situation nicht gerade.
Vor jedem Kapitel hat die Autorin Aktbildbeschreibungen von verschiedenen Künstlerinnen platziert, z.B. von Paula Modersohn-Becker oder Frida Kahlo. Das ist in meinen Augen eine gute Idee und ich habe dann immer nach dem jeweiligen Bild Ausschau gehalten.
Der Schreibstil von Rhiannon Lucy Cosslett ist eher ruhig, feinsinnig und nachvollziehbar. Die Figuren, besonders Sophie, wirken authentisch und überzeugend.
Im Verlauf der Geschichte habe ich mich gefragt, ob es zwischen den Frauen wirklich Freundschaft ist oder eher ein Gemisch aus Nähe und Missgunst mit einigen Verletzungen aus früheren Zeiten.
Thematisiert wird unter anderem die Rolle der Frau, der Druck der Gesellschaft in ein bestimmtes Bild passen zu müssen. Leider wird dabei auch einiges an Alkohol geschluckt.
Es ist ein intensives Buch mit einem leichten Hänger in der Mitte. Und es ist nicht die leichte Geschichte, die ich am Anfang erwartet habe.