Eine Tasse Tee oder mehr
Eine Maus namens MerlinEs gibt sie, die Bücher, die mich zum Lachen und Weinen bringen, weil sie so gefühlvoll geschrieben sind. "Eine Maus namens Merlin" ist genau so ein Buch. Ich habe es sehr gern gelesen und es wird noch ...
Es gibt sie, die Bücher, die mich zum Lachen und Weinen bringen, weil sie so gefühlvoll geschrieben sind. "Eine Maus namens Merlin" ist genau so ein Buch. Ich habe es sehr gern gelesen und es wird noch lange in meinem Kopf und in meinem Herz bleiben.
Doch alles der Reihe nach.
Hier war es zuerst der Titel, der mich aufmerksam gemacht hat. Merlin, der legendäre Zauberer, der beim jungen Prinzen Arthur am königlichen Hof von Camelot lebte. Merlin, mein wunderbarer und viel zu früh verstorbener Sheltie.
Und nun eine Maus, die gern in Pantoffeln schläft.
Das Buch handelt von der 83jährigen Helen Cartwright, die nach 60 Jahren in Australien wieder in die Nähe von Oxford wohnt, dem Ort, in dem sie geboren worden ist.
Hier verläuft jeder Tag sehr ähnlich. Sie wartet zurückgezogen auf den Tod, auch um dann wieder mit ihrem Mann Len und ihrem Sohn David zusammen zu sein.
Doch dann tritt zufällig eine Maus in ihr Leben. Die Versuche, diese wieder los zu werden, scheitern und so bekommt Merlin einen Namen und Helens Tage werden lebhafter.
Der Schreibstil von Simon Van Booy ist ruhig und gefühlvoll. Manche Sätze sind so schön, dass ich sie einige Male gelesen habe.
Die Figuren auch neben Helen und Merlin sind charmant und sympathisch. Selbst Cecil Park, der Eisenwarenhändler, der anfangs Klebefallen gegen die Maus empfiehlt, wird schon bald sehr freundlich und empathisch.
Zu gern würde ich einmal vor der senfgelben Tür von Helens Haus stehen und die beiden auf eine Tasse Tee oder mehr besuchen.
Ich gebe diesem wunderbaren, warmherzigen Buch gerne mindestens 5 Sterne.