Cover-Bild Restsommer
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blessing
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 18.03.2026
  • ISBN: 9783896677853
Kea von Garnier

Restsommer

Roman
»Es ist nur so, dass ich, bevor ich mich den Rest meines Lebens nur noch mit Toten beschäftige, gern selbst richtig gelebt hätte.«

Dominik soll später mal das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Doch je näher das Ende der Schulzeit rückt, desto größer werden seine Zweifel: Was ist mit seinen eigenen Träumen? Als er sich zum ersten Mal verliebt, muss er sich entscheiden: auf vertrautem Boden bleiben oder springen? Denn für diese Liebe braucht es Mut.

Mitreißend, feinfühlig und stimmungsvoll erzählt dieses Debüt von einem alles entscheidenden Sommer des Suchens und Findens.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

Weißt du eigentlich, dass du ein Sternbild auf dem Rücken hast?

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Ein 16-jähriger Junge, der glaubt, im öden mitteldeutschen Kaff zu versauern, der mit sich hadert, den väterlichen Beerdigungsbetrieb zu übernehmen, der noch nie eine Freundin hatte, der plötzlich einen ...

Ein 16-jähriger Junge, der glaubt, im öden mitteldeutschen Kaff zu versauern, der mit sich hadert, den väterlichen Beerdigungsbetrieb zu übernehmen, der noch nie eine Freundin hatte, der plötzlich einen neuen Mitschüler aus der Großstadt bekommt. Und auf einmal steht die Welt Kopf, denn der rebellische, unangepasste und provokante Biff hat bereits Erfahrungen mit Jungs, etwas, das Dominik noch nicht mal in den Sinn gekommen ist.



„Vor 16 Jahren bin ich dort drüben, kurz hinter der Grenze, zur Welt gekommen. Und Papa hat vermutlich schon damals genau vor sich gesehen, was mal aus mir werden sollte. Glaube nicht, dass Schwulsein darin vorkam.



In lockerer Jugendsprache und dennoch sehr feinsinnig erzählt @keavongarnier die Geschichte dieses Sommers, in dem Domi sich mit Biff anfreundet und schließlich die Liebe entdeckt.

„Seit er hier ist, ist Schönacker für mich fast erträglich geworden. Als hätte sich ein Filter über alles gelegt – die Höfe, die Wiesen, die Alleen –, und dieselben Straßen, die mir vor Kurzem noch beklemmend eng vorkamen, sind plötzlich weit genug.“



Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Dominik erzählt. Die Autorin schafft den Spagat zwischen lockerer Jugendsprache und feindetaillierter Beschreibung von Alltagssituationen, Umgebung und Umwelt, die wundersam immer perfekt zur emotionalen Situation der Protagonisten passt, zur jugendhaften Zerrissenheit, sich nicht genug zu fühlen, mit allem zu hadern.



Einerseits ist Dominik ein verspielter und unerfahrener Jugendlicher, der teils schlechte Entscheidungen trifft, andererseits hilft er routiniert im Bestattungsinstitut des Vaters mit und ist zu sehr klugen und reflektierenden Gedanken fähig.



„Ich bin täglich von Tod und Trauer umgeben, aber das Leben in all seinen Facetten zu ertragen, scheint mir viel schwieriger.“



Biffs Leben vor dem Umzug der Familie aufs Dorf bleibt zunächst im Dunkeln. Nach und nach schält sich Schicht für Schicht ab und enthüllt viele nachvollziehbare Ursachen für sein Verhalten.



„Vielleicht habe ich ihn nie ganz begriffen, weil mir immer genau dieser Teil von ihm fehlte, der Teil, den er nicht mitnehmen konnte nach Schönacker.“



Dieser coming of age-Roman hat mir außerordentlich gut gefallen. Er hat mich eingesaugt. Ich konnte ihn nicht weglegen. Domi und Biff sind mir so ans Herz gewachsen. Ich habe mitgefiebert, alles mit ihnen hautnah miterlebt, geweint und gelacht. Das Ende beschäftigt mich nach Abschluss der Lektüre noch weiter. Wahnsinn, wie plastisch sich alle Figuren immer noch anfühlen.



„Dominik und Biff Ich hatte nie das Gefühl, euch erfunden zu haben.“ Das schreibt die Autorin in der Danksagung und spricht mir damit voll und ganz aus dem Herzen. Deswegen ist es für mich ein Jahreshighlight.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Ein heißer Sommer und Coming-of-age

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Dominik ist 16 Jahre alt und wohnt in einer Kleinstadt namens Schönacker. Dort passiert für einen heranwachsenden Jungen wie Dominik nicht viel. Er vertreibt sich die Zeit mit seinen Freunden im Freibad ...

Dominik ist 16 Jahre alt und wohnt in einer Kleinstadt namens Schönacker. Dort passiert für einen heranwachsenden Jungen wie Dominik nicht viel. Er vertreibt sich die Zeit mit seinen Freunden im Freibad und bei der Bandprobe. Ab und an hilft er im Bestattungsunternehmen seines Vaters. Dieses soll er irgendwann einmal übernehmen, so der Wunsch von Dominiks Vater. Aber ist das auch sein eigener Wunsch? Als Biff, ein neuer Schüler, in Dominiks Klasse kommt, wird seine Welt, wie er sie kennt, auf den Kopf gestellt...
"Restsommer" ist ein Coming of Age Roman, der alles hat, was eine gute Sommerlektüre so brauchen könnte: Nostalgie (hier a la 2003), Freibadvibes, Abenteuer und die große Frage "Wer bin ich?". Dominik trägt die Geschichte als Protagonist hervorragend. Er ist unsicher, wohin es in seinem Leben gehen soll und freundet sich mit Biff an, der ihm zeigt, dass es auch noch andere Aspekte des Lebens gibt als regelkonform das Familienunternehmen zu erben. Trotz der vielen Reibungspunkte habe ich die Dynamik zwischen Dominik und seinem Vater geliebt! Kea von Garnier beschreibt die Beziehung der beiden so authentisch und vielschichtig, wie sie zwischen Eltern und Kinder eben sein kann. Dominiks Zerrissenheit und die Abwägung wie er nach der Schule sein Leben gestalten möchte, war so greifbar und manchmal auch frustrierend. Am liebsten hätte ich ihn in den Arm genommen und ihm gesagt, dass alles gut werden wird. 
Kea von Garnier hat hier ein starkes Debüt hingelegt und ich möchte noch gerne mehr von ihr lesen. 

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Überraschendes Highlight ✨

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Wir begleiten in diesem Buch den jungen Dominik im Sommer seines letzten Schuljahres. Zwischen Bandproben und Lernen, führt er das gewöhnliche Leben eines Jugendlichen in der niedersächsischen Provinz. ...

Wir begleiten in diesem Buch den jungen Dominik im Sommer seines letzten Schuljahres. Zwischen Bandproben und Lernen, führt er das gewöhnliche Leben eines Jugendlichen in der niedersächsischen Provinz.
Wenn da das Bestattungsinstitut seines Vaters nicht wäre, in dem er für sein Gefühl viel zu viel Zeit verbringt, während er seinem Vater dort aushilft. Dominik wirkt etwas gefangen zwischen den Plänen, die seine Familie für ihn hat und der Neugierde auf die Welt.
Aber als der extrovertierte Biff nach Schönacker zieht, ändert sich für Dominik so einiges. Und eine Zukunft fern ab seiner Heimat wirkt plötzlich gar nicht mehr so unrealistisch.

Die Protagonisten Domi und Biff werden so real und authentisch beschrieben, dass es mir gar nicht schwer fiel, mit den beiden mitzufühlen. Ich hatte das Gefühl, ich würde diesen Sommer voller Veränderungen, Unsicherheiten und gleichzeitig ganz viel Mut mit ihnen zusammen erleben. Der Übergang zwischen Jugend und dem Erwachsen werden wurde sehr deutlich und schön geschrieben.
Und dank des Bestattungsinstituts wurde parallel dazu auch der Übergang zwischen Leben und Tod deutlich. Das war ein Teil des Buches, bei dem ich mir nicht so sicher war, ob ich ihn gut lesen kann. Aber das Thema wurde aber sehr gut behandelt.

Die Charaktere von Biff und Domi sind so verschieden und doch entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte Zuneigung, die mich wirklich in seinen Bann gezogen hat.
Neben der Entwicklung zwischen Domi und Biff hat mich aber vor allem auch die Entwicklung zwischen Domi und seinen Eltern, speziell seinem Vater berührt. Grad gegen Ende gab es eine Szene, die mir ein paar Tränen in die Augen getrieben hat.

Danke Kea, dass du mich auf diese Reise voller emotionaler, nostalgischer und tiefsinniger Momente mitgenommen hast. Dein Buch hat auf jeden Fall mein Herz erobert.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein besonderer Sommer

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Dominiks Weg ist vorgeschrieben: er wird das Bestattungsunternehmen seines Vaters übernehmen. Dabei ist er gar nicht sicher, ob er das tatsächlich will. Als dann Biff auf der Bildfläche erscheint, kann ...

Dominiks Weg ist vorgeschrieben: er wird das Bestattungsunternehmen seines Vaters übernehmen. Dabei ist er gar nicht sicher, ob er das tatsächlich will. Als dann Biff auf der Bildfläche erscheint, kann Domi die zunehmende Enge, die sich um sein Leben zu schnüren scheint, nicht mehr ertragen und ein ganz besonderer Sommer nimmt seinen Lauf.
Auf „Restsommer“ von Kea von Garnier habe ich schon lange gewartet. Ich folge ihr auf Insta, habe schon an diversen Workshops und Schreibwerkstätten von ihr teilgenommen und bin seit Jahren ein Fan dieser beeindruckenden Frau, die das Handwerk nicht nur verinnerlicht hat, sondern auch auf ganz wunderbare Weise weitergibt. Und ihr Romandebüt enttäuscht nicht.
Dieser eine Sommer von Domi und Biff hat alles, was das Herz begehrt und was in einem queeren Coming-of-Age-Roman nicht fehlen darf: Liebe, Abenteuer, Herzschmerz und die große Frage: Was will ich selbst vom Leben, auch wenn mein Weg schon vorgezeichnet scheint. Gerade die Figuren wuchsen mir schnell ans Herz, allen voran Protagonist Domi, aber auch Biff. Viele der Nebencharaktere sind zwar mit der Zeit hintenübergefallen, aber genau so ist das als Teenager. Auch wenn ich den Roman eher als Character Driven bezeichnen würde, behält Kea von Garnier den Plot ganz genau im Auge, was zu einer hohen Dichte an Ereignissen führt, die allerdings nie konstruiert oder gewollt erscheinen.
Sprachlich hat sie mich schon lange abgeholt. Sie hat das Handwerk nun mal gelernt; streut für mich die passende Menge an Bildern und Metaphern ein, holt alle Sinne mit ins Boot und schenkt den Lesenden damit eine allumfassende Lektüre, die mitreißt und nicht mehr loslässt.
Ich freu mich schon auf ihre nächsten Romane.

Veröffentlicht am 31.03.2026

Zwischen Liebe und Tod

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„Restsommer“ ist eines dieser Bücher, das sich leise anschleicht und dann lange bleibt. Kea von Garnier erzählt keine spektakuläre Geschichte im klassischen Sinne, sondern eine, die sich tief unter die ...

„Restsommer“ ist eines dieser Bücher, das sich leise anschleicht und dann lange bleibt. Kea von Garnier erzählt keine spektakuläre Geschichte im klassischen Sinne, sondern eine, die sich tief unter die Haut gräbt: ein Sommer zwischen Jugend und Erwachsenwerden, zwischen Leben und Tod, zwischen Angst und erster Liebe.

Im Mittelpunkt steht Dominik, der Sohn eines Bestatters, aufgewachsen zwischen Särgen, Trauernden und einer Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Tod, die gleichzeitig beeindruckend und verstörend ist. Sein Leben wirkt vorgezeichnet – bis Biff auftaucht. Mit ihm kommt Bewegung in Domis Welt: plötzlich gibt es etwas, das lauter ist als Pflichtgefühl und Gewohnheit.

Was diesen Roman so besonders macht, ist die Atmosphäre. Der Sommer 2003 in einer niedersächsischen Kleinstadt wird mit einer fast flirrenden Intensität eingefangen – Freibad, Musik, Hitze, dieses Gefühl, dass etwas passieren muss, bevor es zu spät ist. Gleichzeitig liegt über allem eine leise Melancholie, gespeist aus Domis Nähe zum Tod und der Ahnung, dass dieser Sommer nicht wiederkommen wird.

Die Beziehung zwischen Domi und Biff ist dabei das emotionale Zentrum. Sie entwickelt sich vorsichtig, tastend und zugleich mit einer Wucht, die alles andere in den Hintergrund drängt. Kea von Garnier schreibt diese erste große Liebe mit viel Zärtlichkeit und Feingefühl – ohne Kitsch, dafür mit umso mehr Echtheit. Man spürt jede Unsicherheit, jede Annäherung, jede Überforderung.

Besonders gelungen ist auch die Balance zwischen Leichtigkeit und Schwere. Humorvolle, fast beiläufige Momente stehen neben existenziellen Fragen: Was bedeutet es, wirklich zu leben? Wie entkommt man Erwartungen? Und wie viel Mut braucht es, sich selbst zu erlauben, anders zu sein?

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