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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Überraschendes Highlight ✨

Restsommer
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Wir begleiten in diesem Buch den jungen Dominik im Sommer seines letzten Schuljahres. Zwischen Bandproben und Lernen, führt er das gewöhnliche Leben eines Jugendlichen in der niedersächsischen Provinz. ...

Wir begleiten in diesem Buch den jungen Dominik im Sommer seines letzten Schuljahres. Zwischen Bandproben und Lernen, führt er das gewöhnliche Leben eines Jugendlichen in der niedersächsischen Provinz.
Wenn da das Bestattungsinstitut seines Vaters nicht wäre, in dem er für sein Gefühl viel zu viel Zeit verbringt, während er seinem Vater dort aushilft. Dominik wirkt etwas gefangen zwischen den Plänen, die seine Familie für ihn hat und der Neugierde auf die Welt.
Aber als der extrovertierte Biff nach Schönacker zieht, ändert sich für Dominik so einiges. Und eine Zukunft fern ab seiner Heimat wirkt plötzlich gar nicht mehr so unrealistisch.

Die Protagonisten Domi und Biff werden so real und authentisch beschrieben, dass es mir gar nicht schwer fiel, mit den beiden mitzufühlen. Ich hatte das Gefühl, ich würde diesen Sommer voller Veränderungen, Unsicherheiten und gleichzeitig ganz viel Mut mit ihnen zusammen erleben. Der Übergang zwischen Jugend und dem Erwachsen werden wurde sehr deutlich und schön geschrieben.
Und dank des Bestattungsinstituts wurde parallel dazu auch der Übergang zwischen Leben und Tod deutlich. Das war ein Teil des Buches, bei dem ich mir nicht so sicher war, ob ich ihn gut lesen kann. Aber das Thema wurde aber sehr gut behandelt.

Die Charaktere von Biff und Domi sind so verschieden und doch entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte Zuneigung, die mich wirklich in seinen Bann gezogen hat.
Neben der Entwicklung zwischen Domi und Biff hat mich aber vor allem auch die Entwicklung zwischen Domi und seinen Eltern, speziell seinem Vater berührt. Grad gegen Ende gab es eine Szene, die mir ein paar Tränen in die Augen getrieben hat.

Danke Kea, dass du mich auf diese Reise voller emotionaler, nostalgischer und tiefsinniger Momente mitgenommen hast. Dein Buch hat auf jeden Fall mein Herz erobert.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Wenn du die Kraft hast, mit einem „Nein“ den Machtmissbrauch eines Schulleiters zu stoppen

Hazel sagt Nein
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Hazel ist mit ihrer Familie neu in der Stadt und nach einem Sommer, in dem sie ihre neue Heimat kennenlernt und ihren Bruder oft ins Freibad begleitet, beginnt für sie ihr letztes Schuljahr.
Ihre Zukunftspläne ...

Hazel ist mit ihrer Familie neu in der Stadt und nach einem Sommer, in dem sie ihre neue Heimat kennenlernt und ihren Bruder oft ins Freibad begleitet, beginnt für sie ihr letztes Schuljahr.
Ihre Zukunftspläne stehen fest und sie freut sich darauf, das Schuljahr erfolgreich hinter sich zu bringen.

Ihre Pläne werden von ihrem Schuldirektor durchkreuzt. Diesen hat Hazel bei Besuchen im Freibad schon etwas kennengelernt und sie ahnt nichts Böses, als sie in sein Büro gerufen wird.
Doch Hazel wird von ihm auserwählt, eine körperliche Beziehung mit ihm einzugehen und dadurch schulische Vorteile zu erhalten.
Aber Hazel bietet ihm die Stirn und sagt „Nein“.

Ich war so neugierig auf dieses Buch und die Folgen von Hazels Nein und habe mich auf ein Buch voller Mut und weiblicher Stärke gefreut.
Das Ziel der Autorin war es sicherlich, die Folgen von Hazels Nein nicht nur für Hazel sondern für ihre ganze Familie darzustellen. Man lernt in diesem Buch also auch Hazels komplette Familie und deren individuelle Probleme bzw. Themen, die sie beschäftigen, kennen.
Und genau das hat mich etwas rausgebracht und mich vom eigentlichen Kern der Geschichte weggezogen.
Ich hätte den Fokus viel lieber und öfter auf Hazel gehabt.
Mir fiel es in der ersten Hälfte des Buches teilweise schwer mich zum Weiterlesen zu motivieren, weil für mich so viel Tiefe auf der Strecke blieb.
Und obwohl mir die zweite Hälfte besser gefiel, habe ich keine emotionale Nähe zu den Charakteren aufbauen können.

Das war ein Buch, bei dem ich mir dank der wichtigen Thematik sehr gewünscht habe, dass es mir gefällt. Aber leider ist hier der Funke nicht ganz übergesprungen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Wow!

Da, wo ich dich sehen kann
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Hier gibt’s direkt zu Jahresbeginn eine große Empfehlung.
In diesem Buch geht es vor allem um das Thema Femizid. Also überlegt bitte, ob ihr euch an dieses Thema traut.
Aber einfach weil es so realistisch ...

Hier gibt’s direkt zu Jahresbeginn eine große Empfehlung.
In diesem Buch geht es vor allem um das Thema Femizid. Also überlegt bitte, ob ihr euch an dieses Thema traut.
Aber einfach weil es so realistisch und allgegenwärtig ist, würde ich mir wünschen, dass dieses Buch ganz viele Leute erreicht.

Emma ist Mutter einer Tochter, hat selbst liebevolle Eltern und einen Ehemann. Und genau von diesem wird Emma ermordet.
Der Fokus liegt eher weniger auf der Tat selbst. Sondern Jasmin Schreiber macht in ihrem Buch die unterschiedlichen Perspektiven der Hinterbliebenen deutlich. So gibt es hier Kapitel aus der Sicht von Emmas Tochter, von Emmas Eltern und von Emmas bester Freundin. Alle versuchen den Femizid auf ihre eigene Art und Weise zu verarbeiten. Am bewegendsten waren für mich die Kapitel der 9 Jährigen Tochter.
Dank des tollen Schreibstils werden hier die Emotionen und Gedanken der einzelnen Personen sehr realistisch dargestellt. Und was ich für das Thema sehr wichtig fand: hier wurde nichts beschönigt! Mir kamen beim Lesen mehr als einmal die Tränen.
Ich habe mir einige Stellen im Buch markiert, die ich als sprachlich oder emotional sehr stark empfunden habe.
Besonders die Kapitel, die auf schwarzem Hintergrund geschrieben sind, waren für mich sehr eindrücklich und aufwühlend und zeigten die Gratwanderung zwischen „ach, hätte ich doch“ und „mich trifft keine Schuld“.

Ich habe das Buch im Buddyread gelesen und der Austausch dazu hat sehr gut getan.

Ein wichtiges aber trauriges Highlight-Buch.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Selbstfindung mit ein paar Schwächen!

Crushing
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Auf dieses Buch hatte ich eine riesige Vorfreude! Das Buch hat nämlich die Autorin von „No Hard Feelings“ geschrieben und das ist eins meiner Highlights dieses Jahr gewesen.

In diesem Buch geht es um ...

Auf dieses Buch hatte ich eine riesige Vorfreude! Das Buch hat nämlich die Autorin von „No Hard Feelings“ geschrieben und das ist eins meiner Highlights dieses Jahr gewesen.

In diesem Buch geht es um Marnie. Sie ist Ende zwanzig, hat einige gescheiterte Beziehungen hinter sich und beschließt nach einem weiteren Beziehungs-Aus, dass das jetzt allgemein das Aus für Beziehungen bedeutet. Sie ist es satt, sich für die Männer zu verstellen, sich so zu verhalten, wie es grad am besten zum jeweiligen Partner passt und sich dabei vollkommen außer Acht zu lassen.
Und so beschließt sie sich, auf die Suche nach sich selbst zu begeben und nicht schon wieder die Augen nach einem potenziellen Partner offen zu halten.

Ihrem tollen Schreibstil bleibt die Autorin auch in diesem Buch treu. Das ist auch das, was mir in diesem Buch am meisten gefallen hat.
Locker, humorvoll und trotzdem fesselnd.
Die Handlung hatte für mich ein paar Schwächen und der Einstieg ins Buch fiel mir etwas schwer.
Die Gedanken und Handlungen von Marnie empfand ich zu Beginn sehr sprunghaft.

Tatsächlich hat das Buch im Verlauf mehr Tiefe bekommen. Ich habe wirklich einige tolle und emotional berührende Sätze markiert.
Im Bezug auf den Klappentext hatte ich aber eine etwas andere Vorstellung von dem Buch. Meiner Meinung nach hat Marnie eine tiefsitzende Angst vor dem Alleinsein. Was vielleicht auch erklärt, dass ihre Selbstfindungsphase einfach nicht ganz rund war. Für meinen Geschmack war das alles noch zu sehr auf Männer fokussiert (und auf Alkohol 🫠🫣). Und mit Isaac kam leider auch eine ziemliche Red-Flag in ihr Leben.
Die Nebencharaktere haben stellenweise auf jeden Fall Dynamik in die Geschichte gebracht.
Nicola hat eine sehr wichtige Entwicklung durchgemacht und ich fand ihre Erkenntnis sehr wichtig und berührend!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Bittersweet Coming-of-Age Roman

Sunburn
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Ein heißer Sommer in einer konservativen Kleinstadt in Irland in den 90er Jahren und mitten drin entdeckt Lucy ihre erste queere Liebe.

Lucy steht kurz vor dem Erwachsenwerden und spürt in sich eine ...

Ein heißer Sommer in einer konservativen Kleinstadt in Irland in den 90er Jahren und mitten drin entdeckt Lucy ihre erste queere Liebe.

Lucy steht kurz vor dem Erwachsenwerden und spürt in sich eine enorme Zerrissenheit. Zwischen dem, was von ihr erwartet wird (ein Partner, Ehe und Kinder kriegen) und den intensiven Gefühlen, die sie zu ihrer Freundin Susannah entwickelt.
Kann sich etwas „falsches“ so richtig anfühlen?
Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich im Laufe des Romans eine Zuneigung und zarte Liebe, die von Außen auf eine harte Probe gestellt wird.
Den Versuch, für sich selbst und für die eigenen Gefühle einzustehen oder sich doch wieder der Norm hinzugeben, erzählt Chloe Michelle Howarth auf intensive und gedankenstarke Weise.

„Sunburn“ ist ein aufwühlender Debüt-Roman, der mich sehr berührt hat.
Zu Beginn musste ich mich etwas an den kommunikationsschwachen Schreibstil gewöhnen und habe etwas gebraucht, um im Buch anzukommen.
Aber spätestens ab der Hälfte hat mich die Story gepackt und die Sehnsucht und Hoffnung der Protagonistin war so greifbar.
Und bei so mancher Stelle im Buch, habe ich sehr mitgelitten.

Fazit: Ehrlich, aufwühlend und teilweise schmerzhaft schreibt die Autorin dieses aktuelle und wichtige Buch über die erste queere Liebe, Freundschaft, Selbstfindung und die dabei aufkommende Gefühlsachterbahn.

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