Verworren
MelkenSanna Samuelsson schickt den Leser mit ihrer Protagonistin Ellen in deren Kindheit auf dem Bauernhof. Diesen hat Ellen bereits als Kind mit den Eltern verlassen müssen als es zu viel zu tun und zu wenig ...
Sanna Samuelsson schickt den Leser mit ihrer Protagonistin Ellen in deren Kindheit auf dem Bauernhof. Diesen hat Ellen bereits als Kind mit den Eltern verlassen müssen als es zu viel zu tun und zu wenig Geld für die Milch gab. Nun gehört er anderen Menschen, die allerdings im Urlaub sind. Ellen findet den Schlüssel am gewohnten Ort und quartiert sich ein, frisch getrennt, ohne Ziel, in Erinnerungen schwelgend. Zugegeben eine surreale Vorstellung, einfach zurückkehren zu können und dann den früheren Platz wieder einzunehmen, ohne dass dies zumindest einige Komplikationen hervorruft, diese fehlen hier gänzlich. Der Kindheitsfreund Max erweist sich als harmloser, Nachbar und Gartenpfleger und lässt Ellen gewähren.
Diese beginnt in ihren Erinnerungen zu wandeln, mal friedliches Landleben, mal Existenzkampf, mal lediglich als Beschreibung von Beteiligten, Ereignissen, Wetter.
Insbesondere die Kühe, die Milch und das Melken haben es ihr angetan. Immer wieder kommt die Autorin auf das Thema zurück.
Das Buch lässt mich nachdenklich zurück. Vielleicht erinnert man nur Sequenzen aus der Kindheit, zumal einer die nicht einfach war. Oder aber es kommen kurze Bruchstücke in den Sinn, wenn sie gerade zur Situation passen. Das woher, wird in diesem Buch nur bruchstückhaft klar, genau so wie das jetzt und das wohin. Mir fehlen da die klaren Erzählstränge und auch, dass das Buch eigentlich mittendrin aufhört ist schade. Ich hätte gern gewusst, was Ellen nun nach der ausführlichen Rückschau mit der Zukunft anfängt.