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Bella8474

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2026

nun ja...

Schlaf
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Margaret hat eine ambivalente Beziehung zu ihrer Mutter. Obwohl sie in behüteten und gut situierten Verhältnissen aufwächst hat sie nie dieses Vertrauensverhältnis zu ihren Eltern entwickelt, das man jedem ...

Margaret hat eine ambivalente Beziehung zu ihrer Mutter. Obwohl sie in behüteten und gut situierten Verhältnissen aufwächst hat sie nie dieses Vertrauensverhältnis zu ihren Eltern entwickelt, das man jedem Kind wünscht. Die Mutter ist kalt, verständnislos und sehr in Konventionen verankert. Der Vater zwar entspannt und gütig, aber innerhalb der Familie machtlos. Der Bruder versucht sich eine eigene Stellung in Familie und Gesellschaft zu erarbeiten, stößt aber immer wieder an Grenzen, lässt seinen Frust an der eigenen Familie aus. Erlebnisse aus der Jugend lassen kein unbelastetes Verhältnis der Geschwister zu. So hat sich Margaret in die Gründung einer eigenen Familie gestürzt, was misslang und findet sich nun als alleinerziehende Mutter in nicht standesgemäßer Wohnung wieder. Dort ist sie dem Unverständnis des Ex, der naserümpfenden Mutter und den Herausforderungen des Alleinseins ausgesetzt. Einzig der neue Lover und die langjährige Freundin sind ein Lichtblick.
Leider hat die Leseprobe mehr versprochen als das Buch hielt. Ich fand das hin und her der Handlung ziemlich anstrengend. Zudem fand ich diese und auch die Figuren ziemlich unvollständig. Am Ende weis man unterschwellig, warum das Buch "Schlaf" heißt und kennt andeutungsweise die Geschehnisse in der Kindheit. Aber diese werden innerhalb der Familie nicht aufgearbeitet, wie man vor dem Hintergrund des nahen Lebensendes der Mutter vermuten würde. Es wird nur geräumt, gekocht, gelegentlich gestritten, gedemütigt, geredet aber irgendwie fehlt mir in der Geschichte Sinn und Ziel. Da fehlen ganz viele Details zwischen den Zeilen und auch das Ende ist mehr als unbefriedigend.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Verworren

Melken
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Sanna Samuelsson schickt den Leser mit ihrer Protagonistin Ellen in deren Kindheit auf dem Bauernhof. Diesen hat Ellen bereits als Kind mit den Eltern verlassen müssen als es zu viel zu tun und zu wenig ...

Sanna Samuelsson schickt den Leser mit ihrer Protagonistin Ellen in deren Kindheit auf dem Bauernhof. Diesen hat Ellen bereits als Kind mit den Eltern verlassen müssen als es zu viel zu tun und zu wenig Geld für die Milch gab. Nun gehört er anderen Menschen, die allerdings im Urlaub sind. Ellen findet den Schlüssel am gewohnten Ort und quartiert sich ein, frisch getrennt, ohne Ziel, in Erinnerungen schwelgend. Zugegeben eine surreale Vorstellung, einfach zurückkehren zu können und dann den früheren Platz wieder einzunehmen, ohne dass dies zumindest einige Komplikationen hervorruft, diese fehlen hier gänzlich. Der Kindheitsfreund Max erweist sich als harmloser, Nachbar und Gartenpfleger und lässt Ellen gewähren.
Diese beginnt in ihren Erinnerungen zu wandeln, mal friedliches Landleben, mal Existenzkampf, mal lediglich als Beschreibung von Beteiligten, Ereignissen, Wetter.
Insbesondere die Kühe, die Milch und das Melken haben es ihr angetan. Immer wieder kommt die Autorin auf das Thema zurück.
Das Buch lässt mich nachdenklich zurück. Vielleicht erinnert man nur Sequenzen aus der Kindheit, zumal einer die nicht einfach war. Oder aber es kommen kurze Bruchstücke in den Sinn, wenn sie gerade zur Situation passen. Das woher, wird in diesem Buch nur bruchstückhaft klar, genau so wie das jetzt und das wohin. Mir fehlen da die klaren Erzählstränge und auch, dass das Buch eigentlich mittendrin aufhört ist schade. Ich hätte gern gewusst, was Ellen nun nach der ausführlichen Rückschau mit der Zukunft anfängt.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

irgendwie anders ... irgendwie schön

Moosland
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Katrin Zipse nimmt uns in dem Buch mit nach Island nach dem 2. Weltkrieg. Deutsche Frauen zwischen 20 und 30 Jahren wurden angeworben für ein Jahr dort zu leben und zu arbeiten, da vor Ort aus diversen ...

Katrin Zipse nimmt uns in dem Buch mit nach Island nach dem 2. Weltkrieg. Deutsche Frauen zwischen 20 und 30 Jahren wurden angeworben für ein Jahr dort zu leben und zu arbeiten, da vor Ort aus diversen Gründen Frauen-Mangel auf den verstreuten Bauernhöfen herrscht. Elsa, die Protagonistin, lässt sich auf diese Reise ein, da es nichts gibt, was sie in ihrer Heimat zu halten scheint.
Die Autorin schildert detailreich und berührend den Alltag und die Gefühlswelt dieser jungen Frau, die sich ohne Sprachkenntnisse und allein in einer Einöde bei wildfremden Menschen zurechtfinden muss. Dazu kommt noch die unwirtliche Natur Islands. Wahrlich kein Zuckerschlecken für Elsa.
Aber es entwickelt sich, Elsa entwickelt sich und auch wenn sie schweigt kommt sie zusehends besser auf dem Hof klar.
Mich hat das Buch gefesselt und berührt und auch wenn nicht alle angedeuteten Geheimnisse gelüftet, nicht jeder Erzählstrang zu Ende geführt wird, ist dieses Buch sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Interessant

Aus! Die Wissenschaft vom Ende
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Ein Buch in auffallender Farbe mit knappem Titel und ohne spezifischen Autor, ungewöhnlich. So mein erster Eindruck.
Geschrieben haben hier gleich viele Autoren, Wissenschaftler, Professoren diverser ...

Ein Buch in auffallender Farbe mit knappem Titel und ohne spezifischen Autor, ungewöhnlich. So mein erster Eindruck.
Geschrieben haben hier gleich viele Autoren, Wissenschaftler, Professoren diverser Fachrichtungen und auch Comedians, eine illustre Mischung.
So wie auch der Text selber. Mal lustig und leicht eingängig mal schon auch mit Klippen für den Leser. Zeitweise hab ich das Buch dann auch mal weglegen müssen.
Insgesamt finde ich aber die Idee, die Herangehensweise und auch die behandelten Themen interessant und hilfreich, wenn man sich den Wissenschaften mal nicht auf so ganz bierernstem Weg nähern will.
Spannend wird hier sicher eine Hörbuchversion sein, vielleicht gelesen und erklärt von den Autoren selber. Das würde dem Ganzen sicher noch einmal einen Kick verleihen. Für mich war es insgesamt ein wenig mühsam aber dennoch erhellend.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Nett verpackte Lebensweisheiten

Der Laden in der Mondlichtgasse
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In der Mondlichtgasse, die sich nicht jedem Menschen offenbart, gibt es eine Confiserie in der es magisch zugeht. Jung und alt finden hier, mit Hilfe des Inhabers, genau die richtige Süßigkeit. Meist wissen ...

In der Mondlichtgasse, die sich nicht jedem Menschen offenbart, gibt es eine Confiserie in der es magisch zugeht. Jung und alt finden hier, mit Hilfe des Inhabers, genau die richtige Süßigkeit. Meist wissen Sie selbst noch nicht, dass genau dieses Konfekt zu ihnen passt. Doch sobald sie kosten passieren Dinge, ändern sich Sichtweisen, wird bisher nur gedachtes auch gesagt. Die Probleme oder Phasen die in diesem Buch beschrieben werden kommen wohl jedem bekannt vor.
So manch einer hätte sicher diverse Süßigkeiten versucht um diese zu lösen, Gefühle zu deuten oder richtig zu handeln. Meist weis man oder kann man es selbst, es bedarf nur eines kleinen Schubses in die richtige Richtung. In diesem Buch wird mit diversen Süßigkeiten geschubst.
Ein sehr schönes Buch mit ebenso anrührenden Geschichten und phantasiereichen Beschreibungen.

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