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Veröffentlicht am 14.12.2024

Interessanter diskurs

Ein Araber und ein Deutscher müssen reden
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Eine Unterhaltung zwischen einem ägyptischen Politikwissenschaftler und einem deutschen unterhaltungsautor...


Dieses Buch ist sehr sehr bissig, satirisch und ironisch geschrieben. Es handelt sich dabei ...

Eine Unterhaltung zwischen einem ägyptischen Politikwissenschaftler und einem deutschen unterhaltungsautor...


Dieses Buch ist sehr sehr bissig, satirisch und ironisch geschrieben. Es handelt sich dabei um einen gedruckten Briefwechsel zwischen den beiden Autoren zum Thema Flüchtlingskrise.

Auch wenn ich persönlich den Ausdruck Flüchtlingskrise ganz schrecklich finde, da sie geflüchtete Menschen die Schuld in die Schuhe schiebt für Probleme die aus mangelndem Respekt und Intoleranz entstehen und sie für mein verständnis auch entmenschlicht wenn man von einer "Flüchtlingskrise" oder auch "flüchtlingswelle" spricht, ist diese Unterhaltung zu diesem Thema sehr interessant zu lesen.

Bin ich auch nicht immer einer Meinung mit den beiden, sieht man doch das sie versuchen die Herausforderungen die in Deutschland (und auch in Österreich, da ich ja aus Österreich komme und Freiwillig in zwei Flüchtlingsquartieren gearbeitet habe kann ich mehr über die Situation in Österreich berichten) durch die große Migation (das Buch wurde 2016 geschrieben) entstanden sind/entstehen. Ich finde zu diesem Thema vor allem eines Wichtig was in diesem Buch allerdings nur teilweise zur Sprache kommt und mich immer wieder in Diskussionen zum Thema Migration stört.... Es wäre meiner Meinung nach einfacher wenn man den geflüchteten Menschen ihre eigene Kultur zugestehen würde, soweit sie mit unserem Gesetz übereinstimmt (natürlich bin ich weder ein Befürworter von Zwangsehen noch FGM wie es invielen Ländern noch immer Tradition ist) anstatt vollständige Assimilation zu verlangen.. Das ist auf die Dauer weder möglich noch zielführend.

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Veröffentlicht am 14.12.2024

Über die Tücken von Beziehungen

Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du gern Knoblauch essen
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Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass es kaum eine mörderischere, despotischere Idee gibt als den Wahn einer >>wirklichen

Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass es kaum eine mörderischere, despotischere Idee gibt als den Wahn einer >>wirklichen<< Wirklichkeit (womit natürlich die eigene Sicht gemeint ist), mit all den schrecklichen Folge, die sich aus dieser Wahn haften Grundannahme dann streng logisch ableiten lassen. " Paul Watzlawick

Einer meiner letzten Buchkäufe in meinem lieblings second Hand Buchladen.
Der Titel alleine ist schon soooo lustig das ich das Foto einfach posten musste.

Watzlawick ist toll,nicht leicht zu lesen (zumindest dieses Buch nicht) aber auf jeden Fall lesenswert

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Absolut großartig

Eine Stimme wie deine
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[unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar]

Erhebe deine Stimme auf deine ganz persönliche Art

Eine Stimme wie deine zeigt die wunderbare Vielfalt der Sprache und Kommunikation auf. Welche Arten gibt es ...

[unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar]

Erhebe deine Stimme auf deine ganz persönliche Art

Eine Stimme wie deine zeigt die wunderbare Vielfalt der Sprache und Kommunikation auf. Welche Arten gibt es um zu sprechen? Wie kann man seine Stimme nutzen und warum ist das wichtig?

Warum gibt es Menschen deren Stimmen nicht gehört werden und was tun wir dagegen?

Diese und noch viele Fragen mehr beantwortet dieses großartige Buch auf wundervolle Weise.
Es gibt Kindern einen ordentlichen Anstoß dazu Diversität zu leben, ihre Stimme für die Dibge zu nutzen an die sie glauben und die ihnen wichtig sind und empowert dadurch ungemein.

Die wunderschönen, großartig Divers und inklusiv gestalteten Illustrationen machen dieses Buch auch Optisch zu einem absoluten Highlight. Hier wird Inklusion und Diversität absolut großgeschrieben.

"Wir Menschen sprechen mehr als 7000 verschiedene Sprachen. Jede einzelne macht unsere Welt bunter und schöner"

Wieder einmal hat der @zuckersuessverlag mir ein absolutes Highlight zukommen lassen das ich einfach nur unglaublich liebe

Vielen Dank an @zuckersuessverlag für dieses großartige Buch

kinderbuchtipp

kindergardenteacher

kinderbuchblogger

divirsity

Inklusion

diversekinderbücher

bookstagramösterreich

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Ein spätes Outing

Mr. Loverman
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Bernardine Evaristo erzählt in ihrem Roman "Mr Loverman" die Geschichte von Barrington Jedidiah Walker der nach fast 50 Jahren Ehe den Entschluss fasst sein Doppelleben zu beenden und zu seiner Beziehung ...

Bernardine Evaristo erzählt in ihrem Roman "Mr Loverman" die Geschichte von Barrington Jedidiah Walker der nach fast 50 Jahren Ehe den Entschluss fasst sein Doppelleben zu beenden und zu seiner Beziehung zu seinem alten Jugendfreund Morris zu stehen.

Dieser Entschluss wird von seiner Frau und seinen Kindern auf ganz unterschiedliche Weise aufgenommen und führt zu einigen Problemen. Immer wieder wird er mit clichees und Stereotypen konfrontiert, egal ob von Seiten Konservativer Menschen oder von sogenannten Liberalen Freigeistern die sich jedoch ebenso ein Bild von ihm und seiner Beziehung machen, denn niemand in seinem Unfeld scheint vor Schubladendenken gefeit zu sein.

Für Barry und Morris beginnt nun eine Zeit in der sie sich selbst neu definieren müssen/dürfen. Doch das ist nicht immer so einfach. Am Ende suchen sie einen Weg um ihr Leben so leben zu können wie sie es möchten und in ihre gemeinsame Zukunft zu schauen ohne sich diese von ihrer Vergangenheit verbauen zu lassen.

Mir haben die Protagonisten im Roman sehr gut gefallen. Sie waren sehr authentisch und vielschichtig wodurch es unglaublichen Spaß gemacht hat ihre Geschichte zu lesen. Man fühlte ihre innere Zerrissenheit genauso wie ihre Hoffnung und ihren Verlust sowie ihren Wunsch nach Freiheit und einem Leben nach ihren eigenen Wünschen.

Bernardine Evaristo schreibt mit entwaffnender Ehrlichkeit, großem Talent für das Hinterfragen gesellschaftlicher Normen die wir uns auferlegen, gegen die Heteronormativität an. Erzählt wird die Geschichte zweier Männer die ein Doppelleben führen mussten und dieses nun endlich beenden wollen um ganz sie selbst sein zu können. Ein sehr gelungener Roman der mich stellenweise tief berührt, dann wieder zum Lachen gebracht hat und einige Fragen und Probleme aufzeigt die es sich lohnt mal genauer zu hinterfragen.

Ein sehr gelungener Roman.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Interessant

Susanna
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Die Lichterketten waren hübsch anzuschauen und die gotisch himmelwärts sterbenden Brückentürme ein eindrücklicher Anblick, das musste sie zugeben. Aber die Glühbirnen waren doch nur Glitterkram und Firlefanz. ...

Die Lichterketten waren hübsch anzuschauen und die gotisch himmelwärts sterbenden Brückentürme ein eindrücklicher Anblick, das musste sie zugeben. Aber die Glühbirnen waren doch nur Glitterkram und Firlefanz. Sie machten die Nacht nicht wirklich zum Tag und würden Dr Menschheit keine Erleuchtung bringen, sondern verlängerten Arbeitstage bis tief in die Nacht hinein. Und auch die Brücke war keine Straße in eine lichtere Zukunft. Ihr einziger Daseinszweck bestand darin, möglichst viele Arbeitssklaven frühmorgens in ihre Hamsterräder und abends zurück in ihre Schlafhölen zu verfrachten." S 198 f

Alex Capus hat hier einen Roman über eine Frau und gleichzeitig über eine Zeit des Umbruchs geschrieben. Die Industrialisierung, das elektrische Licht und etliche Erfindungen verändern das Leben der Menschen enorm. Es wird komfortabler, allerdings nur für jene die es sich leisten können und die Armutsschäre scheint weiter auseinanderzuklaffen als jemals zuvor.
Die einen Leben im Luxus während die Ureinwohner in den Shows von Buffalo Bill präsentiert werden wie Zirkusatraktionen.
Susanna beginnt immer mehr Szenen aus dem Leben der Arbeiter zu malen und auf bitte ihres Sohnes malt sie auch ein Bild von Sitting Bull. Im Laufe der Handlung erfährt man immer mehr über das Schicksal der First Nations und wie sie missioniert und ins Reservat vertrieben wurden was in meinen Augen eine der größten Verbrechen der amerikanischen Geschichte darstellt. Missionare verwirren die Ureinwohner, nehmen ihnen ihre Würde und ihre Rechte. Susanna beschließt Sitting Bull vor der drohenden Katastrophe zu warnen und reist mit ihrem Sohn ins Land der Dakota.

Mir hat der Roman gut gefallen und ich habe ihn fast in einem Zug durchgelesen. Der hauptkritikpunkt war für mich das Ende. Das kam für mich zu plötzlich und ich hätte mir einen runderen Abschluss gewünscht. Auch hatte ich gedacht das die Protagonistin früher in der Handlung schon auf Sitting Bull treffen wird. Die Begegnung der beiden war mir etwas zu wenig ausgeführt und zu kurz beschrieben. Ansonsten gefiel mir die Geschichte und auch der Schreibstil sehr gut.

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