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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2025

Ein gelungener Roman

You know I love you – Cynthia und John Lennon und die Anfänge der Beatles
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Mari Roth erzählt in diesem sehr einfühlsamen Roman die Liebesgeschichte von John Lennon und seiner ersten Ehefrau Cynthia.

Die beiden lernen sich während des Studiums kennen. Nicht wirklich viel scheint ...

Mari Roth erzählt in diesem sehr einfühlsamen Roman die Liebesgeschichte von John Lennon und seiner ersten Ehefrau Cynthia.

Die beiden lernen sich während des Studiums kennen. Nicht wirklich viel scheint sie zu verbinden. Cynthia ist eine gewissenhafte Studentin, John scheint alles und jeden ins lächerliche zu ziehen, wirkt angeödet von der Kunsthochschule und trägt seine Wut und Trauer über den Tod seiner Mutter mit sich.
Die beiden kommen sich näher doch ihr Umfeld, am meisten Johns Tante Mimi, die sich seit seiner frühen Kindheit um ihn kümmerte scheinen über die Verbindung der beiden nicht besonders erfreut zu sein. Doch John und Cynthia lieben sich egal wie schwer es ist gegen alle Widerstände versuchen sie anzukämpfen.

Als Cynthia ungeplant Schwanger wird und sich der erste Erfolg der Beatles einstellt müssen die beiden einen Weg finden ihr Leben zusammen zu leben und ihren Weg zu finden.


Was ich an dem Roman spannend finde ist das er damit beginnt das Cynthia die Nachricht erhält das John erschossen wurde. Danach wird die Geschichte der beiden vom kennenlernen bis zur Geburt ihres ersten Kindes erzählt. Ohne zu Verklären oder zu romantisieren erzählt die Autorin die Geschichte der beiden und charakterisiert sie sehr authentisch und vielschichtig. Cynthias Temperament kommt genausogut zu Geltung wie das sehr widersprüchliche, komplexe Wesen Johns was es einfach machte mit den Protagonisten mitzufühlen

Auch wenn ich als absoluter Beatlesfan den Großteil der Geschichte schon kannte fand ich das Buch toll geschrieben und wirklich angenehm zu lesen. Eine absolute Empfehlung geht daher an alle raus die die Musik der Beatles und von John Lennon ebenso lieben wie ich.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Sehr gut gelungen

Übermorgen vertragen wir uns
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Nachdem ich "Morgen hör ich besser zu" sehr gerne mochte habe ich mich sehr auf ihr neues Abenteuer gefreut.

Biber und Bär gehen zusammen schwimmen. Doch als Bär ins Wasser fällt wird er von Biber ausgelacht. ...

Nachdem ich "Morgen hör ich besser zu" sehr gerne mochte habe ich mich sehr auf ihr neues Abenteuer gefreut.

Biber und Bär gehen zusammen schwimmen. Doch als Bär ins Wasser fällt wird er von Biber ausgelacht. Er fühlt sich verletzt und die beiden haben einen riesen Streit. Sie gehen auseinander und warten darauf das der jeweils andere sich entschuldigt doch keiner macht den ersten Schritt.

Doch als sie sich gegenseitig so stark vermissen beschließen sie sich beieinander zu entschuldigen. Sie machen sich auf den Weg, nur um im letzten Moment umzudrehen denn sich zu entschuldigen ist gar nicht mal so einfach.

Schließlich schaffen sie es doch und freuen sich über ihre wiedergefundene Freundschaft.

Ich mochte schon das vorherige Buch sehr gerne und auch dieses hier hat mir wieder sehr gut gefallen. Es ist altersadequat geschrieben, die Illustrationen sind sehr liebevoll gestaltet und das gesammtpaket stimmt einfach.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Großartig

Es ist doch nur Haut
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In diesem meiner Meinung nach sehr besonderen Kinderbuch gibt es einen wohl eher ungewöhnlichen Protagonisten.

Dessen Name ist Epi Dermis.
Epi Dermis erzählt von sich. Was Epi gern mag und was nicht, ...

In diesem meiner Meinung nach sehr besonderen Kinderbuch gibt es einen wohl eher ungewöhnlichen Protagonisten.

Dessen Name ist Epi Dermis.
Epi Dermis erzählt von sich. Was Epi gern mag und was nicht, was Epi so alles tun kann und auch das Epi immer wieder sehr traurig wird wenn Epi mitbekommt das nicht immer alle die Wahrheit sagen und Epi möchte klarstellen das die Farbe der Haut absolut nichts damit zu tun hat ob ein Mensch nett, gemein, stark, schlau oder bedrohlich ist.

Epi erzählt wie unterschiedliche Hautfarben entstanden sind, warum es sie gibt, wie die Menschen sich zu dem entwickelten was sie heute sind und auch die Farbe der Haut nicht wichtig ist... denn
Es ist doch nur Haut.

Dieses Buch das mir der @gratitude_verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat finde ich absolut genial und total großartig. Die Idee die Haut selbst zum Erzähler der Geschichte werden zu lassen und dafür eine geschlechtsneutrale erzählperspektive zu wählen ist in meinen Augen eine absolut großartige Idee und die Art und Weise wie Epi die lesenden direkt anspricht bringt einne zum Nachdenken und lädt ein sich auch als erwachsener mal Gedanken darüber zu machen wie man selbst mit dem Thema umgeht.
Ein Buch das ich absolut uneingeschränkt empfehlen kann und auf jeden Fall bald in den Kindergarten mitnehmen und sicherlich auch das ein oder andere mal verschenken werde.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Ein beeindruckendes Buch

Die Verlorenen: Eine Suche nach sechs von sechs Millionen
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Es gibt viele Arten, die eigenen Verwandten zu verlieren, dachte ich; Krieg ist nur eine." S.439

"Jeder Bolechower, mit dem wir bis zu jenem Abend gesprochen hatten,hatte überlebt, indem er reglos geblieben ...


Es gibt viele Arten, die eigenen Verwandten zu verlieren, dachte ich; Krieg ist nur eine." S.439

"Jeder Bolechower, mit dem wir bis zu jenem Abend gesprochen hatten,hatte überlebt, indem er reglos geblieben war: indem er sich tage-, wochen,- monatelang in Mansarden, auf Heuböden, in Kellern, in geheimen Räumen, in Löchern, die in den Waldboden gegraben worden waren, und in dem eigenartigen, beengensten Gefängnis von allen, dem fragilen einer falschen Identität, vollkommen still verhalten hatte. Die letzte Überlebensgeschichte, die wir hören sollten, war wie eine Erzählung aus einem Epos, einem griechischen Mythos, eine Geschichte der ständigen Bewegung, der unaufhörlichen Wanderschaft." S. 505f

Daniel Mendelsohn erzählt hier die Geschichte einer Spurensuche, einer Art Reise in die Vergangehnheit. Immer wieder wird ihm schon als Kind gesagt wie ähnlich er seinem großobkel Shmiel sähe den er nie kennengelernt hat. Wie so viele andere auch fiel er der Shoah zum Opfer. Doch was geschah mit dem Rest seiner Familie?

Das versucht Daniel Mendelsohn herauszufinden. Von dieser Reise in seiner Vergangenheit erzählt er in diesem authentischen, berührenden und beeindruckenden Buch.

Er erzählt die Geschichte seiner Familie und gleichzeitig die Geschichte der Shoah, da es ebenso wie in seiner Familie wohl in fast jeder jüdischen Familie Shoah Opfer gibt, und solche die Überlebt haben, solche die sich verstecken konnten, die sich dem Widerstand anschlossen, erwischt wurden oder aber nicht. Immer wieder erkennt man hier den Versuch das unbegreifliche zu verstehen, die vielen widerstreitenden Emotionen des Autors und den Wunsch nach Klarheit und Wissen darüber was mit seiner Familie wirklich passierte. Was Mythos und was Wahrheit ist und was Mythos sein und bleiben darf.

Ein wirklich sehr berührendes Buch das einen so schnell nicht mehr loslassen wird und ein wichtiges sowie aufwühlendes Zeitzeugnis.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Hilfreich und informativ

Queere Kinder
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Wie geht man als Elternteil damit um wenn das Kind sich outet? Was kann man für das queere Kind tun? Wie unterstützt man das Kind am besten und wie geht man mit seinen eigenen Sorgen und Ängsten um die ...

Wie geht man als Elternteil damit um wenn das Kind sich outet? Was kann man für das queere Kind tun? Wie unterstützt man das Kind am besten und wie geht man mit seinen eigenen Sorgen und Ängsten um die man als Beziehungsperson hat? Wie soll man am besten reagieren?

Dieses tolle Buch liefert Antworten auf all diese Fragen und noch vieles mehr.
Die beiden Autorinnen geben sowohl einem sehr persönlichen wie auch einem wissenschaftlich fundierten Anteil genug Raum um zu informieren, aufzuklären und zu unterstützen.

Immer wieder wechseln Fakten mit Erfahrungsbeichten was das Lesen sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet. Insgesamt finde ich das Buch sehr ausgewogen was die Anteile an Wissenschaft und persönlichen Berichten anbelangt. Immer wieder lädt es auch ein die eigenen Prägungen und Erfahrungen zu hinterfragen und zu reflektieren. Was würde ih tun wenn mein Kind oder ein Kind das sich mich als Vertrauensperson auserkoren hat mir erzählt das es sich als Nichtbinär, Genderfluid, Trans oder sonst irgendwo am Regenbogen verortet? Hier sind wir alle gefordert uns selbst zu hinterfragen und eingeladen unser Denken zu öffnen. Im Buch gibt es sowohl Platz für die allys als auch für kritische Stimmen bzw Standpunkte die man selbst vielleicht nicht vertritt oder einnehmen möchte. Auch diese stimmten finde ich gerade in diesem Buch nicht unwichtig da es von Bedeutung sein kann zu wissen mit welcher Art von Gegenwind ein queeres Kind eventuell konfrontiert werden wird und wie man es dann gut unterstützen und stärken kann.

Das Buch richtet sich gezielt an Eltern und Erziehungspersonen queerer Kinder ist jedoch für alljene sehr empfehlenswert sie sich für mehr Diversität einsetzen und auch vor allem für Pädagogische Fachkräfte die sich eventuell eine Orientierungshilfe wünschen wenn es um das Thema LGBTQIA+ geht denn wenn wir uns ehrlich sind sind die wenigsten von uns Experten wenn es um dieses Thema geht und auch wenn wir uns intensiv damit auseinandersetzen gibt uns das nicht die Kompetenz alles und jeden verstehen zu können. Da braucht es sehr viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl.

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