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Veröffentlicht am 24.10.2022

Ein Sommerroman über die Welt des Weins

Ein wunderbares Jahr
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In dem Roman "Ein wunderbares Jahr" geht es um die Welt des Weins, um den Weinanbau in Kalifornien und natürlich um die Beziehung von Georgia und Ben.

Hauptdarstellerin des Buchs ist Georgia Ford, die ...

In dem Roman "Ein wunderbares Jahr" geht es um die Welt des Weins, um den Weinanbau in Kalifornien und natürlich um die Beziehung von Georgia und Ben.

Hauptdarstellerin des Buchs ist Georgia Ford, die kurz vor ihrer Hochzeit mit Ben steht und während der Brautkleidanprobe ihren Verlobten mit seiner kleinen Familie vor dem Geschäft vorbeigehen sieht, die er ihr vorenthalten hat.
Georgia flieht spontan in ihrem Brautkleid mit ihrem Auto auf das Weingut ihrer Eltern, um dort erstmal zur Ruhe zu kommen und sich von ihrer Familie moralische Unterstützung zu holen. Dort angekommen, stellt sie fest, dass bei ihren Eltern und ihren beiden Brüdern auch einiges im Argen liegt, von dem sie bisher nichts wusste. Auch das Weingut ihrer Eltern soll verkauft werden und sie muss sich mit dem attraktiven Ansprechpartner des verkäuferseitigen Unternehmens auseinandersetzen.

Ich fand das Buch sehr lahm und langweilig; es gab viele Längen, in denen zu ausführlich und langatmig vom Weinanbau und der Weinernte sowie den verschiedenen Querelen in Georgias Familie erzählt wurde. Auch das ständige On-/Off-Verhältnis zwischen Georgia und Ben ist sehr nervig, da Georgia sich nicht entscheiden kann, ob sie Ben nun noch heiratet oder besser nicht mehr.
Der Schluß des Buches ist sowas von vorhersehbar; Titel und Cover des Romans sind völlig unpassend, da beides nichts mit der Geschichte des Romans zu tun hat. Nicht empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Ein etwas zäher und düsterer Roman

Besuch aus ferner Zeit
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In dem Roman geht es um Liv Molyneaux, die nach Bristol in das Haus ihres verschwundenen Vaters Martin zieht. Sie glaubt nicht an die Theorie seines Selbstmords und hofft, dass er wieder auftaucht. In ...

In dem Roman geht es um Liv Molyneaux, die nach Bristol in das Haus ihres verschwundenen Vaters Martin zieht. Sie glaubt nicht an die Theorie seines Selbstmords und hofft, dass er wieder auftaucht. In seinen Sachen in der Wohnung und der Buchbinderwerkstatt hofft sie, einen Hinweis auf seinen Verbleib zu finden.
Neben der Trauer um ihr totgeborenes Baby wird Liv nachts in der Wohnung von Martin immer wieder von dem Weinen eines Babys und flüsternden Stimmen geweckt. Sie weiß nicht, ob das Einbildung ist oder ob sie ihren Sinnen trauen kann.

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt.
Zum einen wird in der Gegenwart die Geschichte von Liv erzählt, zum anderen wird in Rückblenden und Zeitsprüngen im Jahr 1831 die Geschichte von Bethia erzählt, die in einem Armenhaus hilft. Dies tut sie jedoch nicht aus Nächstenliebe, sondern um sich zu profilieren und in den Mittelpunkt zu stellen.

Dieser ca. 600 Seiten dicke Roman fängt sehr zäh und schleppend an und zieht sich ziemlich dahin. Besonders die Erzählung von Bethia aus der Vergangenheit ist sehr langatmig.
Es wird erzählt von den harten Bedingungen vergangener Zeiten und dem Sklavenhandel. Kein einfaches Thema; das Buch ist auch sehr düster geschrieben bei beiden Zeitebenen.

Mich hat dieser Roman nicht überzeugt, und fesseln konnte mich dieses Buch gar nicht.

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Veröffentlicht am 28.09.2022

Ein schöner Nordseeroman von der Insel Föhr

Wiedersehen in der kleinen Inselbuchhandlung
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Wieder mal ein sehr schöner, typischer Janne Mommsen-Roman von der Insel Föhr mit vielen tollen Beschreibungen der nordfriesischen Landschaft und viel sympathisch-friesischer Mentalität zwischen den Zeilen.

Dieser ...

Wieder mal ein sehr schöner, typischer Janne Mommsen-Roman von der Insel Föhr mit vielen tollen Beschreibungen der nordfriesischen Landschaft und viel sympathisch-friesischer Mentalität zwischen den Zeilen.

Dieser Föhr-Roman ist die Fortsetzung der Geschichte um die kleine Inselbuchhandlung von Greta und um 4 Freunde, die seit der Jugend als enge Clique zusammen alle auf Föhr aufgewachsen sind und viel miteinander erlebt haben. Nach vielen Jahren stellt der Buchautor Hauke seinen ersten Föhrer Krimi in Gretas Buchhandlung vor.
Bei dieser Gelegenheit treffen sich die 4 Freunde nach vielen Jahren endlich einmal wieder und haben sich zunächst einmal nicht mehr viel zu sagen. Auch die alte Vertrautheit scheint verflogen, da die Leben der vier Freunde alle in unterschiedliche Richtungen gegangen sind und zwischenzeitlich kein Kontakt mehr zwischen ihnen bestanden hat.

Aber ganz egal scheinen die 4 Freunde sich jedoch auch nicht zu sein. Wenn es darauf ankommt, wie bei einigen turbulenten Ereignissen in dem Roman, halten die vier nach wie vor zusammen und helfen sich gegenseitig.

Ein schöner Roman über die Freundschaft und das Leben, der viel Lesefreude gemacht hat.

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Veröffentlicht am 17.09.2022

Spannend, aber mit vielen überflüssigen Längen

Nach dem Sturm
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Dieser spannende Roman, der sich um eine Schauspielerfamilie mehrerer Generationen dreht, ist ziemlich umfangreich und enthält sehr viele überflüssige Längen im Erzählstil; das Buch könnte viele Seiten ...

Dieser spannende Roman, der sich um eine Schauspielerfamilie mehrerer Generationen dreht, ist ziemlich umfangreich und enthält sehr viele überflüssige Längen im Erzählstil; das Buch könnte viele Seiten weniger haben, wenn diese langatmigen Dialoge und Beschreibungen gekürzt worden wären.
Der Erzählstil ist in diesem Roman nicht so typisch für Nora Roberts, da sie sich eigentlich bisher bei ihren spannenden Thrillern immer auf das Wesentliche beschränkt hat ohne viele Längen.

In dem Roman geht es um die sympathische Caitlyn Sullivan aus der Schauspielerfamilie Sullivan, die als Kind entführt wurde, sich aber auf clevere Weise selbst aus ihrem Gefängnis befreien kann und von der sympathischen Familie Cooper, die nicht weit von dem Ort wohnt, wo Caitlyn gefangen gehalten wurde, erste Hilfe erhält.

Schnell wird klar, dass Caitlyns Mutter an der Entführung mit beteiligt war und diese mit zwei Komplizen präzise geplant hat.
Im Laufe des Buches versucht Caitlyn, die damalige Entführung mit den noch bestehenden Altlasten zu verarbeiten und gemeinsam mit der Polizei den inzwischen verhafteten Drahtziehern der Entführung das Handwerk zu legen und die Hintergründe dafür aufzudecken.
Die interessante Geschichte der Entführung von Caitlyn und der weitere Verlauf mit den Konsequenzen daraus verläuft sehr zäh und schleppend.
Gegen Ende des Buches nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf und es wird noch einmal richtig spannend.

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Veröffentlicht am 13.08.2022

Eine italienische Geige spielt Schicksal

Bella Musica
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Ein sehr schön geschriebener Roman aus der Welt der italienischen Geigenmusik, der in der hübschen norditalienischen Stadt Cremona spielt.

In dem Buch geht es um die junge Halbitalienerin Luna, die mehr ...

Ein sehr schön geschriebener Roman aus der Welt der italienischen Geigenmusik, der in der hübschen norditalienischen Stadt Cremona spielt.

In dem Buch geht es um die junge Halbitalienerin Luna, die mehr über ihre italienischen Wurzeln und ihre Großmutter, die Geigenbauerin Anna Battisti, erfahren möchte. Hierfür reist sie mit dem Vermächtnis ihrer Großmutter, der historischen Kindergeige "La Piccola", nach Italien. Ihre Suche führt sie zunächst nach Cremona, wo sie den charmanten Italiener Fabio kennenlernt, der ihr Herz gewinnt, und anschließend auch ins sizilianische Marsala, wo sie ihren Vater aufspürt, der Luna und ihre Familie in ihrer Kindheit verlassen hatte.

Auf ihrer Reise kann Luna die Beweggründe ihres Vaters enthüllen, warum er damals die Familie verlassen hatte, und sie kommt dem Geheimnis und dem tragischen Schicksal von Anna Battisti auf die Spur. Ihr Herz und ihre Begeisterung für die kunstvolle Fertigung von Geigen lässt sie schließlich zurückkehren nach Cremona, wo sich das Geburtshaus von Anna Battisti befindet, in dem die beiden Brüder Ignazio und Fabio eine Geigenwerkstatt haben.
Wird sich für Luna dort für die Liebe und für ihre berufliche Zukunft alles zum Guten wenden?

Der Roman ist überwiegend in einem flüssigen, kurzweiligen Schreibstil geschrieben, so dass man sehr schnell in diese schöne Geschichte eintauchen kann.

Leider hat das Buch einige überflüssige Längen in den Kapiteln, z.B. bei den zähen Entwicklungen zwischen Fabio und Luna, bis sich die beiden richtig näher kommen. Oder bei der Schilderung, als Fabio und Ignazio beide im Krankenhaus sind und es dort nicht voran geht.
Es wäre schön gewesen, zu erfahren, ob Luna am Ende des Buches ihr Talent für die Musik wieder aufgreift. Ebenfalls wäre schön gewesen, zu erfahren, wie Luna am Ende mit ihrem Exfreund Diamantino finanziell auseinanderkommt. Dies wird leider alles unter den Teppich gekehrt.
Auch das Ende des Buches finde ich etwas lahm und lauwarm geschrieben; dies hätte etwas spannender und besser erzählt werden können. Sehr schade.

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