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Birgit51

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2023

Fesselnder Fall auf der beschaulichen Insel Usedom

Treibsand
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Es geht in dem Roman von Mark Franley um einen ehemaligen Berliner Kriminalkommissar namens David Bender, der aufgrund von Zwängen und internen Rangeleien bei den Ermittlungsbehörden, die er nicht mehr ...

Es geht in dem Roman von Mark Franley um einen ehemaligen Berliner Kriminalkommissar namens David Bender, der aufgrund von Zwängen und internen Rangeleien bei den Ermittlungsbehörden, die er nicht mehr ertrug, jetzt als privater Ermittler arbeitet. Eine junge Frau, die er durch einen Fall kennengelernt hat, ist nun seine findige Assistentin. Catharina, eine junge Polizistin, ebenfalls ursprünglich aus Berlin, hat auf Usedom ein Haus geerbt und hatte auch so ihre Gründe aus Berlin auf die eher beschauliche Insel zu ziehen. Dann wird ein Obdachloser ermordet und David wird durch einen ehemaligen Informanten, den er von früher flüchtig kannte, nach Usedom gerufen. Da er diesem Oskar noch einen Gefallen schuldet, reist er auf die Insel. Da Catharina Adler dort den Mord aufklären soll, führt das die beiden zusammen.

Da Catharina und David nach einigen Anschlägen und Einbrüchen niemandem mehr trauen können, ergibt sich ein sehr spannender Fall und die Ermittlungen der beiden müssen anders als gewohnt ausfallen, denn es könnte einen Maufwurf in den Reihen der Polizei auf Usedom geben. Gerade dies macht diesen - etwas anderen - Thriller aus. Es geht mal nicht um Polizeiarbeit, sondern um Geheimnisse, verdeckte Ermittlungen, gefährliche Wendungen, Beschattungen und wirklich ganz viel Gefühl, da sich zwischen Catharina und David eine Beziehung anbahnt ...

Für Fans von Thrillern, überraschenden Wendungen, skrupellosen Gangstern, Geheimnissen sei dieser rasante Krimi wirklich ans Herz gelegt. Es gibt sympathische und weniger nette Charaktere, liebenswerte Protagonisten, ganz fiese und skrupellose Gegenspieler und die kriminellen Machenschaften und um was es hier wirklich geht, erschließt sich dem Leser erst nach und nach.

Dieser Thriller konnte mich abslulut fesselt und hat mich bestens unterhalten! Gerne mehr davon!!!

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Wiederentdecktes und neu übersetztes Kleinod

Mistral
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Eine tragische Liebesgeschichte in den französischen Bergen, begleitet von außergewöhnlichen Naturbeschreibungen. Amelie Thoma hat diesen französischen Klassiker neu übersetzt. Eine eine junge Frau auf ...

Eine tragische Liebesgeschichte in den französischen Bergen, begleitet von außergewöhnlichen Naturbeschreibungen. Amelie Thoma hat diesen französischen Klassiker neu übersetzt. Eine eine junge Frau auf die Suche nach sich selbst und der großen Liebe begibt – immer dabei begleitet von der malerischen Landschaft der Haute-Provence, so lautet der Klappentext bzw. die Beschreibung des Verlages.

Dieser Roman hat mich sehr fasziniert und beeindruckt. Es ist ein ganz besonderer Schreibstil, sehr sprachgewaltig, den Maria Borrély benutzt. Es sind tolle Beschreibungen der Landschaft und auch der Menschen. Man kann sich die Kargheit, die Lebensumstände und die Abhängigkeit der Menschen von der Natur, daher auch der Name des Romans, Mistral (nach einem Wind) sehr gut vorstellen. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und trotz der an sich wenigen Handlung ist es ein außergewöhnlicher, ruhiger und poetischer Roman. Die Menschen lebten ganz anders als heute, waren viel abergläubischer und viel mehr den Naturgewalten ausgesetzt.

Für alle Leser, die mal etwas ganz anderes lesen möchten. Sehr lesenwert!

Weiterhin hat das gebundene Buch ein wunderschönes Cover, welches an ein Gemälde erinnert.

Ich vergebe für dieses wiederentdeckte Kleinod gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.06.2023

Wunderbar hoffnungsvoll und ermutigend

Die grüne Krone
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Ein tolles sehr warmherziges Buch, welches zu mehr Selbstliebe aufruft. Dieses Buch kann man immer und immer wieder lesen, ganz besonders wenn man mal weniger gute oder sogar ganz arg schlimme Tage hat, ...

Ein tolles sehr warmherziges Buch, welches zu mehr Selbstliebe aufruft. Dieses Buch kann man immer und immer wieder lesen, ganz besonders wenn man mal weniger gute oder sogar ganz arg schlimme Tage hat, um beim Ton dieses Buches zu bleiben.

Es geht um eine Königin, die an guten Tagen ihre grüne Krone aufsetzt, sich rundherum wohlfühlt und alle an ihrer guten Laune und Stimmung teilhaben lässt. Leider gibt es für die Königin, wie für jeden Menschen auf der Erde, auch mal schlechte und sogar ganz schlimme Tage und Zeiten. Dann setzt sie ihre rote Krone auf, vergisst sich etwas Gutes zu tun und alle um sie herum werden auch immer trauriger...

Aber es gibt ja das Mögllichkeitenland...

Der Autor, Marcus Bergfelder ist laut seiner Homepage einer der führenden Experten für lösungsfokussiertes Coaching, einem modernen und zeitgemäßen Ansatz, der Coaching in seiner höchsten Präzision und Wirksamkeit ermöglicht. Vielleicht verfasst er genau darum so einfühlsame Texte.

Er hat in diesem Buch über die Königin mit der grünen Krone eine wunderbar hoffnungsvolle und ermutigene Geschichte geschrieben, die ich sehr gerne gelesen habe.

Es finden sich viele Ideen und konkrete Anregungen, wie man gut durch schwere Zeiten kommt, wie man Gefühle annnehmen und akzeptieren kann, wie man vor allem zu sich selbst liebevoll sein kann, mitfühlend sein kann, erkennen kann, dass man Stärken und Ressourcen hat (das Möglichkeitenland), wie man wieder Selbstbewusstsein und Freude bekommt, kreativ werden kann und vieles mehr.

Man kann das Buch sehr gut verschenken natürlich auch an sich selbst!

Danke für dieses sehr lesenswerte, wichtige Buch!

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Veröffentlicht am 02.06.2023

Über das Dazwischen wenn man erwachsen wird

Derselbe Mond
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"Es gibt ein Alter, da gehört man nirgends hin. Genau hier befindet sich die zwölfjährige Magdalena. Heimatlos zwischen bröselnden Sandkastenfreundschaften und den beiden Wohnungen, von denen ihre frisch ...

"Es gibt ein Alter, da gehört man nirgends hin. Genau hier befindet sich die zwölfjährige Magdalena. Heimatlos zwischen bröselnden Sandkastenfreundschaften und den beiden Wohnungen, von denen ihre frisch getrennten Eltern glauben, sie könnten sich wie ein Zuhause anfühlen. Magdalenas Fixstern wird November, das Mädchen mit den himmelblauen Haaren. Mit ihr fühlt Magdalena sich frei und sicher zugleich. Und plötzlich machen ihr all die Möglichkeiten, Abschiede und Neuanfänge, die vor ihr liegen", keine Angst mehr, so der Klappentext.

Dies ist wirklich ein wunderbar einfühlsam geschriebenes Buch über eine der schwierigsten Lebensphasen. In diesem Buch lernen wir Magdalena, ihren jüngeren Bruder, ihre getrennt lebenden Eltern, ihre besten Freunde Flip und Sofia und November kennen. Magdalena scheint hin- und hergerissen, weil sich für sie scheinbar alles verändert. Das Verhältnis zwischen ihren Freunden, die sich natürlich auch verändern, die erste Liebe, neue Interessen, die zwei Wohnungen, weil die Eltern sich getrennt haben. Viel stürmt auf das junge Mädchen ein und ihre Gedanken werden uns durch Lara Schützsack in wirklich nachdenklich stimmenden, klugen und auch poetischen Sätzen und Formulierungen präsentiert. Es ist eine Freundschafts- und auch eine Liebesgeschichte, die ganz zart beginnt.

Ein Buch, welches nicht nur Jugendliche sondern auch Erwachsene lesen sollten, um sich an ihre Zeit der Pubertät zu erinnern oder um sich besser in die Gefühlswelt ihrer Kinder hineinversetzen zu können.

Am Ende wartet noch ein wunderschönes Gedicht auf die Leser. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, daher vergebe ich gerne 5 Sterne dafür.

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Veröffentlicht am 01.06.2023

Amüsante Zeitreise mit Leserbriefen von anno dazumal

Ein bisserl schimpfen ein bisserl räsonieren
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"Rauchende Herren auf der Tramway, ungezogene Kinder, verantwortungslose Eltern, schlechtes Personal – kommen Ihnen diese Klagen bekannt vor? Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts war man über diese Missstände ...

"Rauchende Herren auf der Tramway, ungezogene Kinder, verantwortungslose Eltern, schlechtes Personal – kommen Ihnen diese Klagen bekannt vor? Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts war man über diese Missstände ganz und gar nicht erfreut. Die Zeitung „Wiener Hausfrau“ ließ ihre Leserschaft in der Rubrik „Klaghansl“ über ihre alltäglichen Ärgernisse Dampf ablassen. " So steht es im Klappentext dieses sehr schön gestalteten, ca. 160 Seiten dicken gebundenen Buches.

Über die dortige Sammlung der Leserbriefe der Wiener Bürger, die sich schon vor mehr als 100 Jahren über ihre Mitbürger echauffiert haben, habe ich mich sehr oft köstlich amüsiert und musste alle 2-3 Seiten schmunzeln. Manche Themen wie Mode, Hygiene, Essen und Trinken, Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sind einfach immer noch aktuell, manche wie z.B. mit dem Hauspersonal kennen wir heute meist gar nicht mehr. In den Leserbriefen finden sich alltägliche Gewohnheiten wie z.B. das Rauchen, das Trinken von Alkohol, das Verhalten von Verkäuferinnen usw. Es ist wirklich ein spannender und einzigartiger Einblick in die damalige Zeit.

Die Leserbriefe sind in Kategorien wie z.B. Kleider und Mode, KInder und Jugendliche, Lärm und ähnliche Belästigungen und viele mehr unterteilt. Vielfach wurden zu den Meinungen und Beklagungen von den damaligen Wiener Hausfrauen auch Lösungsvorschläge unterbreitet. Es ist eine tolle, sehr vergnügliche Zeitreise in die Vergangenheit, in der man so einiges über den damaligen Zeitgeist, die Politik, die Gesellschaft, die Gepflogenheiten der Menschen erfahren kann. Einige Ausdrücke und Formulierungen sind heutzutage natürlich nicht mehr gebräuchlich, gerade dies macht den Charme dieser Sammlung aus. Man kann dieses Buch immer mal wieder in die Hand nehmen, durch die einzelnen Briefe stöbern und muss es nicht wie einen Roman Seite für Seite in einer bestimmten Reihenfolge lesen.

Ich halte dieses Buch für sehr lesenswert für Menschen, die gerne einen Einblick in das Leben von vor 100 Jahren, den damaligen Zeitgeist bekommen möchten und die sich einfach mal amüsieren möchten. Auch als Geschenk sehr geeignet.

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