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Veröffentlicht am 18.01.2025

Lehrjahre sind keine Herrenjahre ;)

Champagner und Kartoffelchips
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Der 3. Teil der Manfred-Geschichten spielt während der Jahre 1957 bis 1969.
Manfred arbeitet inzwischen als Stammhaus-Lehrling in den Siemens-Werken. Doch er hasst seine Lehrzeit und einige Ausbilder besonders. ...

Der 3. Teil der Manfred-Geschichten spielt während der Jahre 1957 bis 1969.
Manfred arbeitet inzwischen als Stammhaus-Lehrling in den Siemens-Werken. Doch er hasst seine Lehrzeit und einige Ausbilder besonders. Trotz aller Widrigkeiten beendet er aber die Ausbildung und beginnt danach ein Studium der Soziologie.
Das ist mehr nach seinem Geschmack und zusätzlich beginnt er sich auch politisch zu engagieren. Auch die ersten Auslandsreisen stehen an und natürlich werden auch Bekanntschaften mit dem anderen Geschlecht gemacht. Doch leider hat er den passenden "Deckel" für sich noch nicht gefunden, es sind immer nur kurzzeitige Freundschaften. Aber Dank seiner guten Freunde ist Manfred trotzdem niemals allein.
In Berlin wird unterdessen die Mauer errichtet welches Besuche bei seiner Oma in Schmöckwitz erschweren.
Manfred kämpft sich durchs Studium und kann es letztendlich erfolgreich abschließen. Und auch seine Jugendliebe Renate ist ab sofort wieder an seiner Seite zu finden.

Dieser Teil der Serie handelt von den späteren Jugendjahren bis hin zum jungen Erwachsenen Manfred.
Das politische Klima in der BRD und der Bau der Mauer bestimmen den Alltag und stellen die Berliner erneut vor neue Schwierigkeiten.
Aber auch schöne und prägende Erlebnisse wie die Auslandsreisen mit dem Studienprogramm werden eindrucksvoll beschrieben. Und natürlich findet Manfred auch irgendwann seinen "Deckel" ;)

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Rückblick in die 50er

Capri und Kartoffelpuffer
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Der 2. Band der Manfred-Geschichten spielt im Berlin der Jahre 1952 bis 1957.
Manfred ist mittlerweile 14 Jahre alt und besucht die 8. Klasse der höheren Schule. Seine großen Leidenschaften sind das Fußballspielen, ...

Der 2. Band der Manfred-Geschichten spielt im Berlin der Jahre 1952 bis 1957.
Manfred ist mittlerweile 14 Jahre alt und besucht die 8. Klasse der höheren Schule. Seine großen Leidenschaften sind das Fußballspielen, die Berliner Straßenbahnen und langsam beginnt er auch sich für Mädchen zu interessieren.
Zu seinem Leidwesen steht seine Konfirmation bevor und der Unterricht nimmt seiner Meinung nach zuviel seiner Freizeit in Anspruch. Und auch die dazugehörige Feier will vorbereitet werden.
Die Matuschewskis wohnen immer noch in der Ossastraße, sind aber auf der Suche nach einer Neubauwohnung.
Wirtschaftlich geht es ihnen inzwischen besser, der Vater ist inzwischen wieder in der Arbeitswelt integriert und kleinere Luxusausgaben wie Fußball- und Kinobesuche können regelmäßig stattfinden.
Bei seiner Oma in Schmöckwitz entdeckt Manfred ein neues Hobby: Faltboot fahren. Gemeinsam mit seinem Freund entdeckt er so auf dem Wasser die Berliner Umgebung.
Dort treffen auch die vielen Mitglieder seiner Familie immer wieder aufeinander und verbringen gemeinsam die vielen Wochenenden.
Und letztendlich besteht Manfred 1957 sein Abitur und kann sich ins Studium aufmachen.

Der Roman ist eine gelungene Fortsetzung von "Brennholz für Kartoffelschalen".
Wieder einmal gelingt es dem Autor das Alltagsleben im Berlin der 50er Jahre lebhaft und anschaulich zu beschreiben.
Die Personen sind sehr authentisch mit all ihren Eigenheiten beschrieben und kommen sehr sympathisch daher.
Ein schöner Rückblick in diese Zeit!

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Reise in die Nachkriegsjahre

Brennholz für Kartoffelschalen
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Dieser Band ist der Auftakt der Manfred-Geschichten, während die vorherigen Bände vornehmlich den Großeltern und Eltern von Manfred gewidmet waren.
Berlin, kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Der Krieg ...

Dieser Band ist der Auftakt der Manfred-Geschichten, während die vorherigen Bände vornehmlich den Großeltern und Eltern von Manfred gewidmet waren.
Berlin, kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Der Krieg ist zum Glück vorbei, doch in ganz Berlin herrscht noch Mangel an Lebensmitteln und Wohnraum, Ruinen bestimmen das Stadtbild.
Der kleine Manfred Matuschewski lebt mit seiner Mutter in der Ossastraße, der Vater ist zu Beginn der Geschichte noch in Gefangenschaft.
Gemeinsam mit der Unterstützung der beiden Großmütter bestreiten sie ihren Lebensunterhalt. Manfred ist ein äußerst aufgeweckter Junge, der sich allerdings ungerne an Regeln hält und deshalb auch in der Schule bei den Lehrern öfters aneckt und seine Mutter manches Mal zur Verzweiflung bringt.
Doch eigentlich findet er seine Kindheit schön:
draußen rumstromern und auf der Straße spielen, seine heißgeliebte Oma in Schmöckwitz besuchen und immer auf Entdeckungsreise.
Was will ein kleiner Junge mehr?

Der Roman entführt den Leser in die Nachkriegsjahre in Berlin. Für uns heute unvorstellbare Sachen waren damals an der Tagesordnung: Nahrungsmittel nur gegen Bezugsscheine, behördlich angeordnete Einquartierung, Mangel an Heizmaterial, Stromsperren u.s.w. .
Der Autor beschreibt die damaligen Zustände sehr genau.
Die Geschichte ist äußerst interessant und der Zusammenhalt der Menschen in dieser Zeit ist beachtenswert: das wenige was vorhanden war wurde geteilt damit alle einigermaßen über die Runden kamen.

Eine schöne Reise in die Nachkriegsjahre.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Die Parallelgeschichte zur Päpstin

Das Erbe der Päpstin
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Dieser Roman erzählt eine Parallelhandlung zum historischen Roman " Die Päpstin" von Donna W. Cross.
In jungen Jahren lebte die spätere Päpstin Johanna in einer Familie dessen älteste Tochter Gisla bei ...

Dieser Roman erzählt eine Parallelhandlung zum historischen Roman " Die Päpstin" von Donna W. Cross.
In jungen Jahren lebte die spätere Päpstin Johanna in einer Familie dessen älteste Tochter Gisla bei einem Angriff der Wikinger entführt wurde.
17 Jahre später lebt Gisla zusammen mit ihren Töchtern Freya und Asta als Sklavinnen in Dänemark. Als ihr "Vater" wieder einmal Gisla zusammenschlägt und sie dabei ums Leben kommt eilt Freya ihr zu Hilfe und tötet ihn. Daraufhin beschließen Freya und Asta nach Dorstadt zu ihrem Großvater Gerold zu flüchten.
Doch dieser lebt inzwischen gemeinsam mit der Päpstin Johanna in Rom. Freya entschließt sich als Mann verkleidet nach Rom zu reisen und Gerold zu suchen......

Der Autorin Helga Gläsener gelingt es an den wundervollen historischen Roman " Die Päpstin" von Donna W. Cross anzuknüpfen.
Man erfährt wie es Gisla und ihren Töchtern erging und wie Freya sich ( genau wie seinerzeit Johanna) als Mann verkleidet auf Reisen begibt.
Die zum Teil historisch belegten Personen werden mit den fiktiven Romanfiguren in eine spannende Geschichte verwoben und der Leser erfährt einigen über die Gepflogenheiten der Zeit.
Insgesamt ein unterhaltsamer historischer Roman.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Spannung pur

Öland
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An einem nebligen Herbsttag im September 1972 verschwindet der kleine sechsjährige Jens auf der Insel Öland spurlos. Er bleibt unauffindbar und das Gerücht verbreitet sich, der unheimliche Nils Kant sei ...

An einem nebligen Herbsttag im September 1972 verschwindet der kleine sechsjährige Jens auf der Insel Öland spurlos. Er bleibt unauffindbar und das Gerücht verbreitet sich, der unheimliche Nils Kant sei der Mörder gewesen. Doch dieser ist schon lange verstorben, zumindest gibt es ein Grab.
20 Jahre später bekommt der Großvater des Jungen, der pensionierte Kapitän Gerlof Davidsson, per Post eine Sandale von Nils zugeschickt und beginnt erneut nachzuforschen.
Wohin ist Jens damals verschwunden und liegt Nils Kant wirklich in seinem Grab?

Johan Theorins Auftaktroman zur Öland- Reihe ist wirklich lesenswert.
Der Autor versteht es meisterhaft eine unheimliche Spannung zu erzeugen ohne dass es wie so oft in anderen Schweden-Krimis eine Leiche nach der anderen gibt.
Dazu die Beschreibung der kargen Insel, man taucht als Leser sofort ab in diese einsame Landschaft.
Der Schreibstil ist packend, dabei aber leicht zu lesen.
Wirklich ein toller Roman für Thriller- und Krimi-Fans

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