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Veröffentlicht am 06.07.2026

Unterhaltsamer Cosy-Crime

Wenn stille Wasser tödlich sind
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Humbleham in den East Midlands, am Ufer des Rutland Water.
Tief in den Fluten des Stausees versunken liegt Grishton Hall, der ehemalige Herrensitz der Earls of Welbeck. Als der letzte Earl das Zeitliche ...

Humbleham in den East Midlands, am Ufer des Rutland Water.
Tief in den Fluten des Stausees versunken liegt Grishton Hall, der ehemalige Herrensitz der Earls of Welbeck. Als der letzte Earl das Zeitliche segnet geben ihm viele Bewohner der angrenzenden Dörfer das letzte Geleit.
Unter ihnen auch Helen Franklin, ihres Zeichens Dorfpolizistin in Humbleham, welche auf der Beerdigung ihren alten Schulfreund Charlie Hobbs wiedertrifft. Dieser ist inzwischen Tauchlehrer geworden und auf Besuch in seiner alten Heimat.
Kurz darauf wird ein toter Taucher am Ufer des Rutland Water aufgefunden. Was um alles in der Welt hatte er im Stausee zu suchen und sollte das Gerücht über einen verborgenen Schatz im gefluteten Herrenhaus tatsächlich wahr sein?
Und was genau hat Tauchlehrer Charlie mit dem Toten zu tun?
Helen und ihre Kollegen beginnen zu ermitteln doch schon bald gibt es einen weiteren Toten........

Ein neuer Fall für Helen Franklin.
Obwohl ich die Serie bislang nicht kannte konnte ich ohne Probleme in die Story einsteigen.
Herrlich, wie die Autorin das Dorf und ihre Bewohner treffsicher und pointiert beschreibt. Tratsch und Verdächtigungen machen die Runde und keiner will der Urheber desselbigen sein. Kein Wunder dass der aus London hinzugezogene Scotland-Yard-Ermittler Ben, welcher zufällig auch noch Helens Ex ist, kurz vorm Verzweifeln ist.
Alle Dorfbewohner, allen voran die älteren Damen, werden vortrefflich mit all ihren Eigenheiten und Macken beschrieben. Da kommt man beim Lesen schon arg ins Schmunzeln.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und auch das farbintensive Cover lässt schon aufgrund der abgebildeten Gegenstände auf einen Krimi schließen.

Ich habe diesen Cosy-Crime gerne gelesen und fand ihn sehr unterhaltsam. Auf eine hoffentlich bald folgende Fortsetzung bin ich schonmal sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Mörderisches Canterbury

Wer blind vertraut
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Canterbury, Januar 2020.
Die Psychotherapeutin Lily Brown bekommt zeitgleich zwei neue Patientinnen.
Einmal die völlig verschüchterte 33-jährige Mary-Ann dessen Tochter Laura seit einigen Jahren vermisst ...

Canterbury, Januar 2020.
Die Psychotherapeutin Lily Brown bekommt zeitgleich zwei neue Patientinnen.
Einmal die völlig verschüchterte 33-jährige Mary-Ann dessen Tochter Laura seit einigen Jahren vermisst wird und die 42-jährige resolute Caroline welche einem skrupellosen Heiratsschwindler aufgesessen ist.
Lily, welche schwanger ist, wollte eigentlich beruflich etwas kürzer treten doch sie möchte den Frauen ihre Hilfe nicht verweigern.
Außerdem befindet sie sich in einem finanziellen Engpass und kann die Honorare für die Therapiesitzungen gut gebrauchen.
Zur selben Zeit werden immer wieder junge Mädchen in der Umgebung als vermisst gemeldet. Sollte etwa ein Serientäter sein Unwesen treiben und ist Laura womöglich eines seiner Opfer geworden?

Dieser bereits 3. Fall der Canterbury-Fälle beruht wiederum auf wahren Tatsachen.
Geschickt versteht es die Autorin Tessa Duncan (welche mir bislang nur unter dem Namen Marie Lacrosse aus dem historischen Bereich bekannt war) die Geschichten der verzweifelten Frauen zu entwirren.
Die Charaktere werden einfühlsam beschrieben, man fühlt und leidet beim Lesen mit den Opfern.
Dabei taucht die Autorin tief in die Abgründe der menschlichen Seele ein, oft genug fragt man sich als Leser wie unfassbar brutal manche Menschen sein können.
Die räumlichen Gegebenheiten dieser stattgefundenen echten Fälle werden sehr detailliert beschrieben, zum Glück können Bücher keine Gerüche wiedergeben.
Die Autorin verfügt über einen sehr lesenswerten Schreibstil, kurze Kapitel aus verschiedenen Perspektiven machen das ganze unglaublich spannend zumal sich auch eine aus Tätersicht darunter befindet.
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt, ein dunkler alter Friedhof mit verwitterten Grabsteinen weist schon sehr gut auf das Genre hin.

Obwohl ich die vorherigen Bände nicht kannte konnte ich ohne Schwierigkeiten in die Serie einsteigen. Es war sehr spannend und zum Schluss wurden alle Handlungsstränge gekonnt aufgelöst.
Besonders interessant war auch noch der Anhang in dem auf die wahren Begebenheiten und wie sie zur Entstehung dieses Buches beigetragen haben noch näher eingegangen wurde.

Ein toller Krimi den ich gerne weiterempfehlen werde.
Vielen Dank an die Autorin und an den dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar und für das persönliche Feedback der Autorin während der Leserunde.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Das gerettete Burgfest

Der kleine Ritter Apfelmus
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Der kleine Ritter Apfelmus von Stefan Schwinn ist ein zauberhaftes Kinderbuch für die Altersstufe 5-9 Jahre.

Zum Beginn gibt es eine erklärende Personenübersicht in der nicht nur die Namen der Akteure ...

Der kleine Ritter Apfelmus von Stefan Schwinn ist ein zauberhaftes Kinderbuch für die Altersstufe 5-9 Jahre.

Zum Beginn gibt es eine erklärende Personenübersicht in der nicht nur die Namen der Akteure genannt werden sondern auch ihre Vorlieben.
Das ist für die kleinen Mit- und Erstleser sehr informativ.

Die Geschichte spielt, na klar, auf einer Ritterburg. Dort soll ein Burgfest zu Ehren eines Prinzen gefeiert werden aber alles läuft schief. Kann der kleine Ritter Apfelmus mit seinen Freunden das Burgfest retten?

Der kindgerechte Text wird durch zauberhafte Zeichnungen der Illustratorin Pia Eisenbarth ergänzt. So gibt es auch immer was Interessantes zu entdecken.
Auch das Cover ist sehr schön, man sieht sofort dass es sich um eine Rittergeschichte handelt.
Der Text ist auch für Leseanfänger gut verständlich geschrieben und die Kapitel sind nicht zu lang.
Die Geschichte ist spannend aber durch die durchweg liebenswerten Figuren nicht zu aufwühlend, eignet sich deshalb auch gut als Gute-Nacht-Geschichte.

Ein sehr schönes Kinderbuch welches wir mit Freude gelesen haben und gerne weiterempfehlen.
Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Mit der Lizenz zum Retten der Welt

00-Laschet
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Mit seinem neuesten Roman entführt uns der Autor David Safier in die Welt des "Geheimsten aller Deutschen Geheimdienste". Und die Hauptperson in dieser überaus witzigen und satirischen Geschichte ist Armin ...

Mit seinem neuesten Roman entführt uns der Autor David Safier in die Welt des "Geheimsten aller Deutschen Geheimdienste". Und die Hauptperson in dieser überaus witzigen und satirischen Geschichte ist Armin Laschet, der neue Bundespräsident. Da es mit der Kanzlerschaft ja bekanntermaßen nicht geklappt hat wurde er jetzt zum Deutschen Staatsoberhaupt ernannt. Doch zu seinem Schrecken muss er gleich nach Amtsantritt feststellen dass ihm kein geruhsames Leben im Schloss Bellevue bevorsteht sondern voller Einsatz von ihm erforderlich ist um nichts geringeres als die Welt zu retten.

Was für ein herrlich witziger Roman!
Armin Laschet als verkappter Geheimagent 00-Laschet. Voller satirischer Anspielungen erzählt David Safier in gewohnt pointierter Weise was dem neuen Meisterspion Laschet so alles in seinen äußerst turbulenten ersten Amtstagen widerfährt. Da wird selbst nicht Halt vor dem britischen Königshaus oder Weltstars gemacht.
Die charakteristischen Merkmale der beschriebenen Personen sind sehr treffend beschrieben, man würde auch sofort wissen um welche Politiker es sich handelt selbst wenn ihre Namen nicht genannt würden.
Der Schreibstil ist typisch Safier: locker-flockig, immer mit einem Schuss Ironie oder Satire dabei und einfach supergut zu lesen.
Ich musste jedenfalls beim Lesen unentwegt vor mich hin lachen.
Das Cover ist sehr passend zur Story und hat einen hohen Wiedererkennungswert, es passt perfekt zu den anderen Werken des Autors.

Alles in allem ein wunderbar kurzweiliger Roman den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Hoffentlich gibt es irgendwann eine Fortsetzung.
Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Faszinierende Geschichte über die Entstehung der Ebstorfer Weltkarte

Das Rad der Welt
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Lüneburg im Jahr 1291.
Die junge Agnes, Tochter des Welfenherzogs Otto des Strengen, träumt davon hinaus in die Welt ziehen und eine Mappa Mundi, eine allumfassende Weltkarte, zu erstellen. Doch leider ...

Lüneburg im Jahr 1291.
Die junge Agnes, Tochter des Welfenherzogs Otto des Strengen, träumt davon hinaus in die Welt ziehen und eine Mappa Mundi, eine allumfassende Weltkarte, zu erstellen. Doch leider bleibt ihr das verwehrt, ein fremdbestimmtes und eintöniges Leben steht ihr als adeliger Tochter bevor. Zufällig lernt sie den Buckelkrämer Liudger kennen und beschließt mit ihm zu fliehen. Aber das Vorhaben scheitert und Agnes wird in ein Kloster verbracht um dort Demut und Gehorsamkeit zu lernen.
Doch im Kloster bekommt sie die Chance ihre Karte zu verwirklichen und ihr Leben erfährt eine ungeahnte Wendung.......

Der Autor Hendrik Lambertus entführt mit seinem historischen Roman die Lesenden in die geheimnisvolle mittelalterliche Welt der Klöster. Hier wurde Wissen vermittelt und es war für viele junge adelige Frauen der einzige Weg ein Leben abseits von Zwangsverheiratungen zu leben.
Die Geschichte ist natürlich fiktiv aber die Ebstorfer Weltkarte hat es wirklich gegeben. Leider ist nicht bewiesen ob sie wirklich von den Nonnen des Ebstorfer Klosters erschaffen wurde.
Die Romanfiguren werden sehr ausführlich und genau dargestellt, man freundet sich im Laufe des Buches richtig mit ihnen an.
Auch die Umgebung des Klosters in Norddeutschland und die Beschreibungen vom damaligen Tunis und Konstantinopel sind sehr bildhaft und vermitteln einen guten Eindruck über die damaligen Städte und Orte.
Die Beschreibung der Mappa Mundi ist sehr genau, auch ohne das Werk zu kennen habe ich einen sehr guten Überblick darüber bekommen.
Diese kann man sich übrigens auch online ansehen.
Das Cover ist ansprechend und ist passend zum Genre, im Vordergrund eine junge Dame welche einen Kreis hält der wohl das Rad der Erde darstellen soll und im Hintergrund die leider nur sehr blass gedruckte Ebstorfer Weltkarte. Die hätte für meinen Geschmack etwas stärker gedruckt sein können, genau wie die Zeichnungen im Buchinneren.

Ein wirklich schöner historischer Roman mit einem sehr interessanten historischen Hintergrund.
Vielen Dank an den Autoren und dem Rowohlt-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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