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Veröffentlicht am 17.10.2025

Überlange Geschichte, die nicht auf den Punkt kommt

Die Spur der Vertrauten
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„Die Spur der Vertrauten“ war für mich dieses Jahr das umfangreichste Rezensionsexemplar mit 640 Seiten und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Ich würde jetzt gerne großes Lob an das Buch aussprechen, ...

„Die Spur der Vertrauten“ war für mich dieses Jahr das umfangreichste Rezensionsexemplar mit 640 Seiten und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Ich würde jetzt gerne großes Lob an das Buch aussprechen, kann dies leider jedoch nicht. Mit reißerischen Aussagen wie:
• Brillant und vielschichtig geschrieben: Spannung bis zur letzten Seite
• Eine bewegende Dystopie und ein wahrer Pageturner für Leser*innen ab 14 Jahren!
• Für Fans von «Die Tribute von Panem» und «1984»

konnte ich leider überhaupt nicht mitgehen. Es fehlt Spannung, es ist kein „Pageturner“ und es hat vor allem überhaupt nichts mit Büchern wie DTvP gemeinsam.
Beginne ich mal mit dem offensichtlichen. Im Klappentext erwähnt werden die beiden Charaktere Goliath und Claire.
Goliath ist gerade frisch volljährig geworden und wäre nun mit der Schule fertig und seiner Bestimmung gemäß bereits für einen Arbeitsplatz als Schützer bestimmt. Schützer kann man sich wirklich vom Wort Beschützer abgleichen. Hier ist es aber die langweilige Arbeit einfach nur auf der Straße den Schülerlotsen zu spielen. Doch er sieht für sich mehr. Denn er hat nach einem Einsatz seine beiden Arme verloren und trägt Prothesen und muss es nun mit einer Verlängerung von 29 Tagen schaffen, noch einen Menschen das Leben zu retten und in der Hierarchie aufzusteigen und ein Tugendhafter zu werden (anstatt ein Normaler zu bleiben).
Als weibliche Hauptprotagonistin steht dem Claire gegenüber. Die ein Geheimnis für sich hat, welches sie als eine abnormale Person klassifizieren würde. Denn es fehlt ihr der Instinkt. Sie wird als Vertraute geführt, welche sich die Probleme, Ängste und Geheimnisse der Menschen anhört und diese weitergibt, um für Hilfe und Ordnung zu sorgen. Menschen mit dieser Fähigkeit tragen ständig Kopfhörer, weil sie sonst durchgängig von den Gefühlen und Worte der anderen erschlagen werden würden. Doch sie hat diese Fähigkeit überhaupt nicht und trägt daher immer zum Schein einen Kassenrekorder und die Kopfhörer.
Es gibt auch Menschen mit dem „verwaisten Instinkt“. Instinkte, die nicht benannt werden können, die in keine Kategorie gehören. Sie sind der Verwaltung, die über allem, ein Dort im Auge. Denn alles lebt und arbeitet und existiert nur für das Gemeinsame „Wir“. Es gibt kein „du“, „ich“ und kein Individuum.
Die Instinkte regeln den Alltag, Privat wie beruflich, die Zukunft und die Vergangenheit.
„Was bringen die Edlen Instinkte, wenn sie dem Bösen erlauben einzudringen? Was bringt es, uns alle für Retter zu halten? Was retten wir schon, außer dem schönen Schein?“
Das Buch teilt sich in zwei Teile auf. Im ersten sind nur Claire und Goliath im Mittelpunkt und wir erfahren viel über das „Wir“, über die Verwaltung, die Gesetze und erleben eine noch recht gut laufende Geschichte, wo die verschwundenen Kinder im Mittelpunkt stehen.
Ohne zu spoilern, gibt es eine große Kehrtwende, zum Ende dieses ersten Teiles. Der zweite Teil bezieht sich auf Geschehnisse, die folgen und geben mehr Einsicht in weitere Charaktere. Wir erleben, wie er Instinkt der Schützer Leben retten und erfahren, wer für die Beseitigung der zuständig ist, deren Instinkt nicht stimmig ist.
Und so interessant die Geschichte nun weitergehen könnte, geht es hier nur noch bergab.
Beginn Spoiler:
Durch das heldenhafte Eingreifen der beiden Hauptcharaktere wird Claire als die Megaretterin ernannt und wird zum Vorzeigebild für die Instinktive Verwaltung. Währenddessen Goliath als Schützer nicht auf der Straße arbeitet, aber für einen Erzengel mit einem Händchen für schnelles Ableben anderer Personen.
Claire ist ständig auf Tournee und zweifelt an sich und dem System. Goliath merkt, wie sehr er an Claire hängt. Beide beginnen sich vom „Wir“ zu distanzieren und versuchen ein „wir“ und „ich“ für sich zu finden.
Ende Spoiler:
Leider passiert im zweiten Teil somit nichts mehr, außer das immer mehr Personen hinzukommen, teilweise nur mit Bezeichnungen wie „Frau X“ und absolut ungreifbar sind. Auch die beiden Hauptcharaktere bleiben blass und oberflächlich.
Ich wollte das Buch mögen. Ich habe den ersten Teil mit etwa 300 Seiten echt überflogen. Und dann in der zweiten Hälfte war ich froh, wenn ich 20 Seiten am Tag geschafft habe. Es lass sich wie eine tägliche Wiederholung der Dinge und ermüdete nur noch.
Die Autorin hätte gut getan das Buch um 200 Seiten zu kürzen und einfach mal Bewegung in die Story zu bringen. Aber viele Seiten kann man natürlich teurer verkaufen. Hier ist es das Geld leider nicht wert. Die erste Hälfte vom Buch erhält 4 Sterne. Die zweite Hälfte vom Buch nur 2 Sterne. Somit sind es gemeinschaftliche 3 Sterne für ein „Wir“ was ich leider nicht empfinden konnte und bin daher auch mit meinem Instinkt bei der Autorin in Zukunft raus.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Für die breite Masse, die keinen Tiefgang benötigt

Heart of Night and Fire
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Nisha J. Tuli ist eine kanadische Fantasy-Romance- und SPIEGEL-Bestsellerautorin, welche große Bekanntheit mit der Reihe »Trial of the Sun Queen« erlangt hat.
Nur gehörte ich bis dato zu den Leserinnen, ...

Nisha J. Tuli ist eine kanadische Fantasy-Romance- und SPIEGEL-Bestsellerautorin, welche große Bekanntheit mit der Reihe »Trial of the Sun Queen« erlangt hat.
Nur gehörte ich bis dato zu den Leserinnen, welche noch nichts von ihr gelesen haben. So war „Heart of Night and Fire“ für mich das erste Buch von ihr.
Auffallend ist natürlich das wunderschöne Cover und der dazugehörige Buchschnitt.
Das Buch ist der erste Teil eines Quartetts (4 Teile) und hat für mich eine besonders lange Eingangsgeschichte wiedergegeben. Natürlich lernt man erstmal die wichtigsten Charaktere kennen, die Stadt, die politischen Hintergründe, die persönlichen Hintergründe und das Setting wie z.B. Kleidung, Essen, Alltag der Protagnisten.
Für mich war genau dies etwas zu umschweifend und ausführlich und teilweise auch zu sehr in der Wiederholung zu lesen.
An dieser Stelle gehe ich gar nicht so viel auf den Inhalt ein, da der Klappentext einfach alles verrät, was im Buch vorkommt. So ist mir Zarya anfangs noch sehr sympathisch gewesen, da die Ende 20-Jährige ihr Leben lang gefangen im Haus in der Wildnis war und nur hin und wieder das nahe gelegene Dorf besuchen durfte, aber keine wirklichen Kontakte außer Row (Ihr Ersatz-Erziehungsberechtigter und Mentor) sowie der andere Lehrling Aarav hatte. Die damit verbundene Naivität und Leichtgläubigkeit gepaart mit dem Wunsch ihrer Liebesgeschichten, konnten mich gerade zum Anfang ihre Fehler verstehen lassen.
Doch schnell änderte sich dies, als sie zu schnell Vertrauen schenkt, sich den Leuten, ohne nachzudenken öffnet und dann nicht einmal wirklich bemüht ist den verschwundenen Row zu finden.
Die Geschichte plätschert dann vor sich hin und die Leser können schnell erkennen, wohin die Story führt. Leider für mich nicht wirklich vom Fleck und das Ende ist es dann, wo viel passiert, aber den kompletten Hauptteil des Buches nicht auffangen konnte.
Zu den restlichen Charakteren kann man keine Tiefe entwickeln, da alle zu oberflächlich bleiben. So wie die ganze Geschichte mit vielen losen roten Fäden, die teilweise zum Ende immer noch offenbleiben. Dazu eine sehr schwache Schreibweise, die gut zu Teenagern passt, die man gerne zum Lesen bringen will. Wenn man jedoch auf ein bisschen mehr Tiefgang der Sprache hofft, so ist man hier falsch.
Für mich ist das Buch mehr Schein als Sein. Fantasy ist hier hinter vielen Wiederholungen und Oberflächlichkeiten verloren gegangen. Liebesgeschichte, sei es auch sehr langsam, kann ich hier ebenfalls nicht bestätigen.
Für mich leider ein Flop und ich werde die Reihe nicht vorsetzen.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Ein Jugendbuch und kein Krimi. Das Alter einer Person, macht es nicht zu einem Buch für erwachsene Leser

Not Quite Dead Yet
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„Not Quite Dead Yet“ will die Autorin Holly Jackson, welche mehr für ihre Ermittlungen im Genre Jugendbuch bekannt ist, den Sprung in die Erwachsenenbücher schaffen. So hat sie mit der 27-jährigen Jet ...

„Not Quite Dead Yet“ will die Autorin Holly Jackson, welche mehr für ihre Ermittlungen im Genre Jugendbuch bekannt ist, den Sprung in die Erwachsenenbücher schaffen. So hat sie mit der 27-jährigen Jet Mason eine ältere Figur geschaffen, die im Leben erstmal nichts erreicht hat. Als Tochter reicher Eltern, welche in der Baubranche das Geld schaffen, hat sie neben einem abgebrochenen Jurastudium und einer Ex-Beziehung nichts vorzuweisen.

Sie lebt in den Tag hinein und kann ja alles morgen regeln. Doch dann soll sich an Halloween alles ändern, als Jet hinterrücks auf den Kopf erschlagen wird, mit dem bewussten Ziel, das sie dabei stirbt.

Doch sie überlebt schwer verletzt und bekommt im Krankenhaus die Diagnose, dass sie noch maximal 7 Tage zu leben hat, bevor ihr Gehirn durch das gebildetere Aneurysma sterben wird.

Da sie für sich nichts hat, wovon sie sich wirklich verabschieden kann, die Familie ist nicht das gelbe vom Ei, will sie ihren Mord aufklären. Denn die Polizei sagt sofort, es muss natürlich der Ex sein.

Gegen den Willen ihrer Mutter geht sie keine Operation ein, deren Wahrscheinlichkeit höher im Tod als im Überleben ist und beginnt mit ihrem Kindheitsfreund Billy die Stadt aufzumischen.

Sie deckt so manche Ungereimtheiten auf, Intrigen, Affären und weitere Straftaten. Billy ist dabei immer an ihrer Seite. Doch die Zeit läuft ihr davon und der Schaden im Gehirn zeigt sich täglich mehr und die Wahrheit rückt näher, aber ob sie es in den 7 Tagen schafft, selbst ihren Mörder zu finden?

Jet ist in ihrem Charakter sehr vielfältig. Sarkastisch, verletzlich, kämpferisch und keineswegs eine typische Heldin. Der Verlust ihrer älteren Schwester, als sie noch Kinder waren, hat sie sehr geprägt. Das schlechte Verhältnis zu ihren Bruder und dessen Ehefrau, welche ihre beste Freundin war, steigert dies nur noch mehr und hat sie zu ihrer Rivalin werden lassen. So haben alle in der Familie ihre Sorgen und Ärgernisse, welche in der Geschichte zum Tragen kommen.

Ich muss ehrlich sagen, für mich bleibt es am Ende dennoch ein Jugendbuch, auch wenn die Protagonistin älter ist. Der Schreibstil ist dafür zu einfach gehalten, es wird zu oft geflucht, Jet erinnert zu sehr an eine 16-Jährige, die noch nichts erreicht hat, was in diesem Alter zumindest gerechtfertigt wäre.

Persönlich hat mich gestört, wie sehr man immer und immer wieder auf ihren körperlichen „Zerfall“ hingewiesen hat. Wie oft man sagt das sie doppelt sieht bzw. das Problem, welches sich noch einbringt. Da ich selbst schon mal nach einem Unfall gewisse körperliche Einschränkungen hatte, weiß ich, dass man diese nicht einfach vergisst und das dann alle paar Seiten wiederholen muss, wie man doch vergessen hat, dass dies nun nicht mehr geht.

Die Auflösung am Ende, wo alle Fäden nochmals zusammenlaufen, war zwar ganz nett zu lesen, hat es leider aber nicht mehr geschafft mich abzuholen. Viel zu viele Menschen hatten gute Gründe anderen Schaden zuzufügen und das waren alles keine die gegen Jet sprachen, aber der eigentliche, warum sie angegriffen wurden, war für mich eher unbefriedigend. Als Krimi ist das Buch für mich eher durchgefallen, aber für ein Jugendbuch al la Holly Jackson, würde es sich besser verkaufen.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Die Geschichte so Kopflos wie das Cover

Anima Daemonis
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Anima Daemonis sprach mich mit seinem düsteren Cover und dem bunten Buchschnitt zusammen mit einem interessanten Klappentext sofort an. Auch die Leseprobe war wirklich gut zu lesen. So freute ich mich ...

Anima Daemonis sprach mich mit seinem düsteren Cover und dem bunten Buchschnitt zusammen mit einem interessanten Klappentext sofort an. Auch die Leseprobe war wirklich gut zu lesen. So freute ich mich bei Vorablesen das Buch gewinnen zu dürfen.

Man wird gefühlt sofort in die Geschichte geworfen und ist direkt mit der 19-Jährigen Änlin am Mitzittern, wie sich diese gereinigt in eine Badewanne setzt, um sich die Pulsadern anzuschneiden. Denn sie muss mit Ihrer Seele runter in die Hölle, während der Körper in der Wanne nicht sterben darf, als Anker für die menschliche Welt.

Denn sie hat die Mission Mephisto zu finden. Den Dämonen, der ihr als Kind aus einer schwierigen familiären Situation zu helfen. Auch wenn dies der Tod von anderen Menschen bedeutet. So ist sie als Kind von dem Dämon besessen gewesen, und dennoch war er ihr Freund und ihre Familie zugleich.

So geht sie den untypischen Weg in die Hölle und sucht dort im Reicht der Göttin Myrjam die Dämonin Nepthys. Die Kriegsverbrecherin und Schande der dort lebenden Königin Morwen, soll Änlin zu Mephisto bringen.

Doch der Weg durch die Hölle ist gefährlich. Neben Dämonen, die ihre Seele für sich haben wollen, ist auch die Königin nicht davon angetan, Änlin zu sehen.

Wir erfahren viel über die politische Situation, ähnlich einem normalen menschlichen Mittelalter mit Bezirken und Fürsten, einer Königin und einer Göttin. Krieger unter der Fahne der Königin schützen die Dämonen, denn die Menschen sind die Bösen und Feinde.

Die Dämonen haben die Aufgabe den Seelen der gefallenen Menschen zu helfen. Sie sollen helfen, müssen beraten, sich in die Seelen versetzen und auch bekehren. Auch teilweise mit höllischen Mitteln. Aber das Ziel ist, die Seelen dazu zu bekommen, ihre Sünden einzugestehen und mit Glück sogar eine Wiedergeburt erhalten können. Daher sind die Dämonen empathischer als es je ein Mensch sein könnte.

„Merke dir: Alles in der Hölle ist ein Test. Eine Seele will sich entwickeln, will wachsen, will reifen.“

Dieses Zitat gefiel mir sehr gut und auch muss ein Buch sich für mich entwickeln und reifen und auch wachsen. Die Geschichte begann stark und interessant und dann war es so schnell weg. Zu viele Namen und kein gutes Weltbild. Die Hölle ist optisch teilweise wunderschön in grünen Gärten, dann böse Gewässer, dann normale Städte ... aber alles immer nur so angeschnitten und ich kann mir kein wirkliches Bild machen. Dann die Königin die unsere Hauptakteurin nicht mag. Mephisto als der Schoßhund der Königin auch nicht wirklich greifbar. Die Dialoge zu flach, auch wenn sie versuchen die Vergangenheit erklären, Emotionen, die nicht greifbar sind.

Leider habe ich bei mehr als 1/3 das Buch für mich beenden müssen. Ich denke mal mit dem oben habe ich dennoch einen guten Überblick gegeben. Auch wenn ich Rezensionsbücher sehr selten beende, aber hier war es ein Krampf es zu lesen.

Veröffentlicht am 29.07.2025

Wissen ist nicht an das Alter gebunden. Das Buch animiert Wissen weiter auszubauen

Quarks. Das Journal, das dich schlauer macht
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Als in den 80er geborene Person, kenne ich natürlich noch Quarks und Co aus den 90ern. Die Sendung, mit heute nur noch dem Namen Quarks, war mir somit sofort ein Begriff wie ich das Buch gesehen habe. ...

Als in den 80er geborene Person, kenne ich natürlich noch Quarks und Co aus den 90ern. Die Sendung, mit heute nur noch dem Namen Quarks, war mir somit sofort ein Begriff wie ich das Buch gesehen habe.

Nun gehöre ich nicht mehr zu den ganz jungen Lesern, an die sich jenes Buch wendet, finde jedoch auch, dass ich noch nicht zu alt dafür bin und freute es als Rezensionsbuch zu erhalten.

So habe ich ein Journal erhalten, welches mich schlauer machen soll. Hierbei finde ich wichtig, dass man sofort verstehen sollte, dass es keine Enzyklopädie oder ein riesengroßer umfassender Wikipediaersatz ist, sondern es geht darum, Themen im Alltag in ein paar Minuten der Ruhe zu erarbeiten, zu reflektieren und für sich daraus Erkenntnisse für den Alltag mitzunehmen.

Das Buch startet mit einem sehr schönen Inhaltsverzeichnis und gibt die Möglichkeit, Themen die man gelesen und bearbeitet hat abzuhacken. Ich habe selbst einfach beim Blättern erstmal dem Zufall entscheiden lassen, welche Themen ich erfasse. Die Hacken waren gut um dann ab einem gewissen Zeitpunkt auch mal gezielt zu schauen. Auf zwei bis drei Seiten sind Themen aus den unterschiedlichsten Bereichen unseres Alltags zu finden. Vom Leben mit der Natur (was passiert, wenn ich auf ein Wildschwein treffe, wie verhalte ich mich bei Gewitter), über unsere derzeitige Klimakrise (Thema Überflutung, fehlender Schnee), über unseren Alltag in Bezug auf Schule, unseren Körper und unsere Psyche. Das Spektrum ist weit gefasst.

Wie bereits oben erwähnt, ist es nun kein Wikipedia welches die Themen bis in die tiefsten Tiefen analysiert und erklärt. Dafür gibt es dann doch die Fernsehsendung 😉

Aber alle Themen regen an zum Nachdenken, zum Reflektieren oder einfach bei weiteren Fragen mal selbst zu recherchieren. Auf allen Themenseiten gibt es Möglichkeiten, mit dem Buch zu arbeiten. Vom Schlaf- oder Ernährungs-Tracker, über Fragebögen mit Auswertung der meisten Antwortbuchstaben über Fragen, die man schriftlich beantworten kann und dazu führen sich Gedanken über die eigene Situation zu machen (warum habe ich Angst vor Gewitter? Wie ist mein Umgang mit KI?) und weiteren Möglichkeiten mit dem Buch zu arbeiten.

Das Buch hat einen lockeren Schreibstil, spricht die lesende Person mit du an und ist gerade für jüngere Menschen ein guter Weg über den Tellerrand zu schauen und sich mit der eigenen Person, der engeren Umwelt und der gesamten Welt auseinander zu setzen.

Aber auch Informationen warum künstliche Fingernägel keimbelastet sind (und die tragen nun mal wir Erwachsene) oder den Test ob der BH richtig sitzt (80 % der Studien sagen das, also warum nicht früh aufklären oder spätestens durch das Buch) sind Teil der Themen. Von daher ist es nicht einzugrenzen auf Menschen im Altersbereich eines Teenagers oder einer Person in den 40ern. Es ist für jedes Alter was dabei, denn niemand kann von sich sagen, dass alles aus dem Buch bekannt ist. Denn auslernen tun wir niemals.