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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2020

Schwacher mittlerer Teil

Manipuliert (Bd. 2)
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Die Bewertung fällt mir hier leider gar nicht mal so einfach. Der erste Teil war erfrischend und neu. Das Thema spannend, zu erleben wie die Erkrankung sich sehr schnell verbreitet und wie das Militär ...

Die Bewertung fällt mir hier leider gar nicht mal so einfach. Der erste Teil war erfrischend und neu. Das Thema spannend, zu erleben wie die Erkrankung sich sehr schnell verbreitet und wie das Militär drauf reagiert schon spannend zu lesen. Die Charaktere Kai, Shay und Callie sind nach wie vor Bestandteil der Geschichte.

Nachdem im ersten Teil Shay die Pandemie überlebt hat und nun als Überlebende gilt und Kai als Immuner geht die Geschichte da weiter wo sie im ersten endete. Auf der Flucht vor dem Militär ist Kai mit Callie unterwegs und Shay glaubt sie ist die Überträgerin der Erkrankung und stellt sich zum Anfang des Buches freiwillig. Für Kai ein Schock, der versucht sie wieder zu finden.

Da beide nun unterschiedliche Wege haben, werden viele Charaktere neu hinzukommen. Kai ist mit Callie und einer Gruppe von Leuten unterwegs auf der Suche nach Shay und Dr.1. Shay muss sich derweilen zum Anfang des Buches einer Menge Experimente unterziehen zusammen mit anderen Überlebenden. Doch die Einrichtung soll nicht lange ihr neues Zuhause sein.

Beide haben wichtige Erzählstränge, welche zum Ende hin zusammenlaufen. Wir lernen wichtige neue Charaktere kennen, erleben die Ausbreitung der Krankheit und durch die Recherche von Shay erfahren wir nach und nach wie die Story mit der Antimaterie funktioniert. Die Überlebenden entwickeln derweilen immer mehr besondere Fähigkeiten, welche der Geschichte eine gewissen Spannung mitgibt.

Die Kapitel sind wie immer sehr übersichtlich in ihrer Länge und angenehm im Wechsel aus der Sicht der drei Charaktere geschrieben. Leider hat der Mittelteil seine Länge. Viele Geschehnisse wiederholen sich und sind teilweise nicht von Nöten. Man merkt als Leser recht schnell wo die Manipulation stattfindet und wundert sich über die Dummheit von Shay. Callie wirkt einfach nur dumm und unsympathisch wie eine wichtige Wahrheit im Buch ans Licht kommt.

Man hätte die Geschichte im Ganzen auch kürzer halten können, aber dann wäre kein ganzes Buch bei rumgekommen und es wäre nun mal keine Trilogie. Für mich wurden zwar auf der einen Seite Fragen beantwortet auf der anderen Seite aber nun auch viele neue aufgeworfen. Ich werde den dritten Teil lesen und hoffe das sich dieser wieder zur Bestform wie im ersten Teil entwickeln wird.

Veröffentlicht am 05.11.2020

Freundschaften und Spannung sehen anders aus

Little Secrets - Lügen unter Freunden
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Sechs Charaktere, zwei Jungs und vier Mädchen, ziehen alle für mündig erklärt (kein Vormund mehr, wie Eltern brauchen aber noch nicht volljährig sind) ziehen in einen Traum von Strandhaus. Zwei Charaktere ...

Sechs Charaktere, zwei Jungs und vier Mädchen, ziehen alle für mündig erklärt (kein Vormund mehr, wie Eltern brauchen aber noch nicht volljährig sind) ziehen in einen Traum von Strandhaus. Zwei Charaktere sind Stiefschwestern: Candace und Grace. Hier treffen zwei sehr unterschiedliche Mädchen aufeinander und die Geschichte wie die Eltern zueinander stehen empfand ich sehr unverständlich erklärt.

In der Schule holen sie noch Lucy, eine introvertierte, aber eine sehr gute Gitarrenspielerin ins Haus. Diese zieht die jüngste im Haus Maya, mexikanischer Abstammung hinzu.

Dann sind da noch der verwöhnte Paulo hinzu, welcher den homosexuellen John-Michael hinzuzieht. Als einziger von allen ohne noch lebende Eltern.

Alle haben ihre Sorgen und kleinen Geheimnisse, auf welche ich nicht zu sehr eingehen will, da es sonst zu sehr spoilern würde. JM und Lucy verstehen sich super und freunden sich im Buch an. Als einzige geben sie wirklich ein freundschaftliches Duo ab. Maya ist die abwesendste von allen und Paulo ist zu sehr damit beschäftigt Lucy hinterher zu laufen.

Keine der Charaktere entwickelt eine wirkliche Tiefe im Buch, so das man auch zu niemanden wirklich eine Bindung aufbauen kann. Alle sind mega oberflächlich geblieben, auch die Geheimnisse sind teilweise sehr verwirrend und helfen nicht zu verstehen wie wer tickt.

Eins der ersten Bücher wo mir wirklich schwer fällt, eine Rezension zu schreiben, da zu viel zu viel verrät, aber zu wenig zu wenig aussagt. Leider trifft wenig das ganze Buch über. Wenig Spannung, wenig Leben, wenig Hoffnung auf Besserung. Ich habe mich persönlich gegen das Lesen des zweiten Teils ausgesprochen, welches ich sogar schon hier stehen hatte. Schade drum

Veröffentlicht am 05.11.2020

Eine tolle Vorgeschichte zum ersten Buch

Level
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Mit „Silo“ hat Hugh Howey eine dunkle und furchteinflößende Zukunft erschaffen. Die Vorstellung das eines Tages die Erde unbewohnbar sein könnte und wir in unterirdischen Silos untergebracht werden dürfte ...

Mit „Silo“ hat Hugh Howey eine dunkle und furchteinflößende Zukunft erschaffen. Die Vorstellung das eines Tages die Erde unbewohnbar sein könnte und wir in unterirdischen Silos untergebracht werden dürfte niemanden wirklich reizen. Mit „Level“ schließt der Autor an den fabelhaften ersten Teil an und erzählt uns in einer Vorgeschichte wie es zu den Aufständen in den anderen Silos kommt und wie es zum Bau dieser unterirdischen Giganten gekommen ist.

Die Geschichte spielt dabei in mehreren großen Zeitspannen, welche als „Schichten“ bezeichnet werden. Die Schichten symbolisieren die Arbeitszeiten der Menschen unter der Erde, welche normalerweise sechs Monate anhalten, bevor sie wieder auf Eis gelegt werden. In Silo eins, dass Muttersilo wenn man so will, gibt es ausschließlich Männer, bis auf eine Ausnahme, und hier ist anders als aus dem ersten Teil bekannt, keine Fortpflanzung angedacht. Hier lebt Troy. Er wird in diesem Buch, für eine lange Zeit, die wichtigste Person für uns werden.

Wir werden Erfahren wie es um den Aufstand im ersten Buch stand und welche Möglichkeiten einer Regulierung des Bestandes aus dem ersten Silo heraus gehandhabt wird.

Zudem erfahren wir, wieso die Silos gebaut wurden und wie die Bedrohung außerhalb wirklich aussieht und wer die Bedrohung innerhalb der Silos ist.

Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viele Charaktere und Silos erwähnen, nur das alles am Anfang etwas verwirrend wirkt, aber später sich wie ein Puzzle Schritt für Schritt zusammenfügt.

Der zweite Teil steht in seiner Schreibweise und seinem Lesefluss gleich dem ersten Teil. Da wir nun etwas mehr über die Silos wissen, entfernt das Buch sich vom technischen Aufbau und hat seinen Blick mehr auf Menschen, Politik und dem großen Ganzen warum wir da sind wo wir nun sind.

Ich empfand das Buch als absolut lesenswert und bin gespannt wie das große Ganze in Schutt und Asche übergehen wird.

Veröffentlicht am 05.11.2020

Jugendbuch mit ordentlich Überlänge

Kalix. Werwölfin von London
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Kalix eine Jugendliche, welche nicht der Norm entspricht. Sie ist drogensüchtig, essgestört und vor allem ein Werwolf. In London lebend, ist sie auf der Flucht, da es Ärger mit Clans gibt, welche sie tot ...

Kalix eine Jugendliche, welche nicht der Norm entspricht. Sie ist drogensüchtig, essgestört und vor allem ein Werwolf. In London lebend, ist sie auf der Flucht, da es Ärger mit Clans gibt, welche sie tot sehen wollen. Ein Schutzamulett hat ihre wahre Seite vor den Menschen und anderen Werwölfen verborgen, nur das sie dieses verkauft hat, um ihre Sucht zu finanzieren. Sie erhält unverhofft Hilfe von Menschen und zieht diese in den gefährlichen Strudel ihrer Existenz mit hinein.

Das Buch ist wirklich sehr ausschweifend mit über siebenhundert Seiten. Leider beinhalten diese viele Wiederholungen, Dialoge die unsinnig erscheinen und der ganzen Geschichte eine immense Überlänge geben.

Kalix wirkt leider nicht so sympathisch wie sie müsste, sondern ist das schmollende Mädchen was alles bekommt was sie will. Leider ist die Geschichte nicht ausreichend gut genug, um den zweiten Teil lesen zu wollen.

Veröffentlicht am 05.11.2020

Das Puzzle gab kein schönes Gesamtbild ab

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
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So sehr ich Thriller gerne lese und gerade die Thematik des Puzzles und einem Mörder, der es nicht sein kann, weil er im Gefängnis sitzt, find ich super. Leider war für mich die Umsetzung des Buches nicht ...

So sehr ich Thriller gerne lese und gerade die Thematik des Puzzles und einem Mörder, der es nicht sein kann, weil er im Gefängnis sitzt, find ich super. Leider war für mich die Umsetzung des Buches nicht ganz gelungen.

Wir erfahren das Detective Inspector Anjelica Henley vor einem Jahr Opfer von dem Serienmörder Peter Olivier wurde. Dieser sitzt seitdem man ihn erwischt hat im Gefängnis. Zurückgeblieben sind Narben und ein Trauma was Henley verdrängt. Sie sitzt seit dem Vorfall nur noch im Büro. Aber auch privat läuft es bei ihr nicht gut. Ihre Ehe mit Ehemann Rob ist tot. Nur die kleine Tochter hält sie noch zusammen. Er setzt sie zudem unter Druck, sie solle ihren Job aufgeben. Was ist der Ehemann unsympathisch und versucht gar nicht auf ihre Probleme einzugehen.

So bekommt sie frisch mit ihrem ersten Außeneinsatz seit einem Jahr den jungen Detective-Azubi Ramouter. Auch er hat privat seine Baustellen, aber es gelingt ihm sich in der neuen Arbeit schnell einzufinden und sein Gespür und seine Erfahrung helfen Henley sehr weiter.

Es werden immer neue zerstückelte Leichen gefunden, welche eine Markierung haben, welche den ersten Täter Olivier gleichen. Ein Detail welches niemals der Presse bekannt war.

Wer ist der Nachahmungstäter und woher bekommt er die Medikamente um die Opfer zu betäuben?

Eine Geschichte die so spannend sein könnte, mich aber leider nicht überzeugt hat. Es begann für mich damit, dass der Schreibstil viel zu holprig ist. Er wirkt abgehackt, unüberlegt und zu krampfhaft geschrieben.

Dann stehen die privaten Probleme mehr im Mittelpunkt als die Morde, wenn Henley Ärger mit Ehemann und Vater daheim hat.

Zwei Personen welche ich zumindest noch zuordnen konnte, denn dann kamen so viele Familiennamen hinzu. Von Kollegen der Polizei, über Gerichtsmedizin, über Verdächtige, über die Toten. Ich habe die Übersicht verloren. So gerne ich mir Notizen mache, da war ich dann nicht mehr gewollt noch eine Übersicht zu schreiben.

Aber leider fehlte mir auch die Spannungskurve. So dass ich ab 60 % einen größeren Sprung im Buch gemacht habe, und dennoch nichts verpasst habe und die Auflösung gab mir dann alles was dazwischen gewesen ist.

Mir tut es leid, aber so gerne ich das Buch besser bewertet hätte, so war es nicht mein Geschmack.