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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2020

Toller Start in eine Triologie. Zeitlos und nach oben an kein Lesealter festgemacht

Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1)
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Für mich war „Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1)“ eins der besten Bücher, welche ich in 2020 gelesen habe. Da ich noch eine alte Ausgabe aus Hardcover besitze, habe ich mir das Buch immer abends ...

Für mich war „Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1)“ eins der besten Bücher, welche ich in 2020 gelesen habe. Da ich noch eine alte Ausgabe aus Hardcover besitze, habe ich mir das Buch immer abends im Bett geschnappt. Die Folgeteile habe ich auch hier und werden auf jeden Fall noch folgen.

Die weibliche Hauptperson ist Katsa. Sie gehört zu den Menschen, die man als Beschenkte bezeichnet. Menschen mit besonderen Fähigkeiten, welche sich optisch in zwei verschiedenen Augenfarben zeigen. Welche Besonderheit sie haben, wird dann erst im weiteren Kinders oder Jugendalter zeigen.

Die Könige des jeweiligen Dorfs, erheben den Anspruch auf die Kinder und ihre Fähigkeiten. Diese werden dann am Hof so erzogen, dass sie dem König hilfreich sind. Nicht jeder Beschenkte bringt sowas hilfreiches mit, aber Katsa hat die Gabe des Tötens. So soll sie für ihren gewalttätigen König und zugleich ihren Onkel, Untertanen Schmerzen zufügen um sie zu strafen. Dies macht sie nur unter Protest um ihren Cousin und den Prinzen zu schützen. Zudem Katsa keine Familie hat an welche sie sich wenden kann.

Jeder fürchtet Katsas, außer eine Hand voll Personen am Hof, wie ihre Magd und einen Spion des Hofes. Doch sie will gutes tun, somit hat sie einen Rat gegründet, hinter dem Rücken ihres Onkels. Dieser hilft Menschen in der Not und somit versucht sie ein bisschen ihrem Gewissen zu helfen.

So retten sie einen alten Mann und es folgt schon recht bald sein Enkel der Prinz von Lienid. Prinz Bo ist ebenfalls ein Beschenkter und auf der Suche nach seinem Großvater. Dieser ist der gerettete Mann, die Frage ist jedoch, warum ihn jemand entführen wollte. So treffen Bo und Katsa am Hof aufeinander und Bo erzählt ihr das er glaubt zu wissen wer den Opa töten wollte.

So kommen Sie dahinter, dass seine Schwester und seine noch sehr kleine Nicht in Gefahr sind. Denn der König und Ehemann seiner Schwester ist nicht der, welcher er vorgibt und sie werden sich auf dem Weg machen um Kind und Mutter zu retten. Mehr kann ich dazu nicht schreiben, sonst verrate ich zu viel.

Katsa ist im Buch das liebe Mädchen, mit schlechtem Ruf und einem König im Nacken der sie zwingt das Monster zu sein, als welches sie sich empfindet. Mit der Hilfe des Rates und ihrer Helfer am Hof versuch sie die Gewaltverbrechen wieder auszubessern. Emotional ist sie nach außen hin abgehärtet. Kinder bekommen und Heiraten stehen nicht auf ihrem Plan und Liebe ist auch ein Gefühl welches sie nicht kennt.

Bo ist als Prinz in einer anderen Position als Katsa. Doch bei ihm weiß niemand so recht welche Gabe er hat. Alle glauben er kopiert nur die Kampffähigkeit seines Gegenübers. Denn er ist der erste Kämpfer den Katsa mal nicht überlegen ist. Die Wahrheit erfahren wir nach und nach. Er ist ein empathischer Mann, der sich Sorgen um seine Liebsten macht und alles tut um diesen zu helfen.

Beide Charaktere finden sich mit der Zeit zueinander hingezogen. Wenn auch unterschiedlich stark. Die Liebesgeschichte ist aber nicht so präsent, dass es die Geschichte dominiert. Es geht ums Überleben, um eine Rettung, um zu sich selbst finden.

Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie war zwar hier und da etwas lahm und hat ihre Längen, aber es war nicht schlimm. Somit freue ich mich auf den zweiten Teil, denn ich mag die Hauptcharaktere und für mich ist die Geschichte ihre vier bzw. viereinhalb Sterne wert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Seichter Horror ohne besondere Tiefe

Hinter diesen Türen
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Wer kennt sie nicht, die Gruselgeschichten von alten Häusern wo es spucken soll. Rowan Caine bestimmt nicht, sonst würde die Mittdreißigerin wohl kaum die Stelle als Kindermädchen bei der Familie Elingcourt ...

Wer kennt sie nicht, die Gruselgeschichten von alten Häusern wo es spucken soll. Rowan Caine bestimmt nicht, sonst würde die Mittdreißigerin wohl kaum die Stelle als Kindermädchen bei der Familie Elingcourt annehmen. Aber es ist etwas Schreckliches passiert. Ein Kind ist tot. Eines der vier Mädchen der Familie, auf welche sie aufpassen sollte.

Aber was ist passiert? Ist sie die Mörderin? Oder war es ein Unfall?

Wir erfahren, dass sie als Gefangene im Staatsgefängnis Charnworth sitzt und dort auf ihren Prozess wartet. Aber sie will sich Hilfe holen und schreibt dem Anwalt Mr. Wrexham. Wir lesen die Geschichte aus ihrer Sicht, welche Sie in den Briefen niederschreibt.

So erfahren wir, dass sie als Erzieherin diese unbezahlbar gute Stelle findet. Ein Lohn vielfach höher als normal, Dienstwagen, Unterkunft, einfach perfekt. Wäre es nicht im Hinterwand von Schottland, weit weg von allem Leben. Sie erfährt in einem Gespräch das schon viele Nannys gekündigt haben, obwohl es angeblich keine Gründe dafür gab.

Aber Rowan nimmt die Stelle an, denn sie will weg aus ihrer Wohnung, aus dem bestehenden Job und nimmt alle Herausforderungen in Kauf.

Aber sie merkt schnell das der Job anders ist als gedacht. Schon recht früh ist sie mit den drei Kindern, einem Baby, einer 5-Jährigen und einer 8-Jährigen alleine. Und das Haus beginnt ein Eigenleben zu haben. Alt und wunderschön, verwinkelt und etwas gruselig. Aber mit einem hochmoderne Smart-Home ausgestattet. Aber es läuft nicht rund, das Smart-Home zeigt Probleme, die Kinder sind rebellisch, gruslige Geräusche und mysteriöse Ereignisse rauben Rowan den Schlaf.

Will jemand den Kindern was Böses? Ist ein böser Geist? Kommt die Gefahr von draußen oder jemand vom restlichen Personal?

Rowan zweifelt von Tag zu Tag mehr an der Stelle und an ihrem Verstand. Bis das Unglück passiert.

Ein Buch welches einen seichten, langsamen Horror, der mehr in Richtung Mysterie geht, entwickelt.

Man rätselt mit Rowan woher die Geräusche kommen, wie Dinge verschwinden und neu auftauchen. Man will nicht an Geister glauben, aber an die Tiefgründe der Menschen. Man glaubt zu wissen was dahinter steckt bzw. wer und wird dann doch wieder überrascht.

Für mich war das Buch schnell und flüssig zu lesen. In knapp fünf Stunden ist man bereits durch. Aber so wirklich fesseln konnte es mich nicht, das Ende wiederrum war schon, in zwei Dingen sehr überraschend. Ein Buch was man lesen kann und sich dann gut überlegt ob man ein Kindermädchen einstellen sollte oder nicht.

Veröffentlicht am 18.10.2020

V legt den Mädels den Keuschheitsgürtel an und nervt mit ihrem persönlichen Drama

V is for Virgin
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V ist for Virgin, gehört zu den Büchern die ich mir so nicht kaufen würde. Einfach weil mir mit Mitte 30 die Story einfach zu Jugendlich und zu weit hergeholt ist. Daher nahm ich die Möglichkeit wahr, ...

V ist for Virgin, gehört zu den Büchern die ich mir so nicht kaufen würde. Einfach weil mir mit Mitte 30 die Story einfach zu Jugendlich und zu weit hergeholt ist. Daher nahm ich die Möglichkeit wahr, auf einem Bücherforum das Buch gegen Punkte einzutauschen und es somit für lau zu lesen. Die Entscheidung bereue ich zwar nicht, hätte die Punkte aber auch besser einsetzen können.

In den Vordergrund und sehr ansprechend ist natürlich erstmal das Cover. Es ist schön anzusehen, hat was sehr Weibliches in den Farben und der Fantasie was das Band darstellen kann ist keine Grenzen gesetzt.

Leider hat mich der Inhalt weniger gut überzeugt.

Kurz zusammengefasst:

Die 17-Jährige Val wurde als Säugling von ihrer Teenagermutter zur Adoption frei gegeben. Diese hatte ihr erstes Mal und wurde unfreiwillig schwanger. Ein Brief und eine Kette so wie der Name Valerie sind ihr einziger Bezug zu ihr. So möchte Val nicht den gleichen Fehler machen und hat sich vorgenommen mit dem ersten Mal bis zur Ehe zu warten.

Doch wie das mit den Hormonen so ist, nicht jeder hat dieses Vorhaben. So möchte ihr Freund, mit dem sie erst wenige Monate zusammen ist, ihr an die Wäsche und auch seine eigene Jungfräulichkeit aufgeben. Sie erzählt ihm erst an diesem Abend von dem Plan. Er rastet aus, erzählt in der Schule die Lüge, dass sie schlecht im Bett sei und alle glaube es. Val rastet aus und von diesem Ausraster wird ein Video ins Netz gestellt. In dem sie ganz klar die Wahrheit sagt und ihr Vorhaben. Das Video geht viral und kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse.

Val ist nun im „V is vor Virgin“ und „A is for abstinence“ -Fieber. Vergisst dabei ihre beste Freundin, hat Zoff mit Kyle von einer angesagten Band und findet einen neuen Freund.

Es passiert nun recht viel im Buch und wiederum auch nicht. Die Projekte von Val stehen leicht im Hintergrund und im Vordergrund ist ihr ständiges in den Medien stehen und sich einen Krieg mit Kyle zu liefern. Der hat die Präsenz um ihre Person, für ihre Verhältnisse, noch eher unangenehm verstärkt.

So erleben wir ein Mädchen, mehr Kind als erwachsen, im Kampf mit den Medien, ihren Gefühlen, eifersüchtigen Fans, einen neuen Freund, den Kampf mit Kyle und vor allem mit sich selbst.

Die zwei Hauptfaktoren, welche das Buch einfach nur runterziehen sind dabei folgende:

Es hat eigentlich keine richtige Geschichte ab dem Punkt X. Denn es geht nur darum, dass sie ständig für Ihr Gedankengut einstehen muss und alle Leute überzeugt zu warten oder ne Pause einzulegen. Dabei geht sie schon stellenweise echt heftig und leicht aggressiv vor. Als wären alle den Sex hätten, schlechte Menschen.

Der zweite Punkt ist das ständige Gekeife mit Kyle und sich dauernd so dumm übers Ohr hauen zu lassen, vor allem wenn Cara mit involviert ist. So dumm und blauäugig kann man nicht sein. Sie verpasst alles um sich herum und fällt dann aus allen Wolken bei so ziemlich, für sie neuen, Nachrichten die sie erreicht. Wenn wir nicht davon lesen wie viel Schulstoff sie verliert, wie sehr sie Kyle hasst, gibt es drum herum nicht mehr viel was im Buch passiert.

Die Grundidee ist gut und gerade bei den hohen Teenagerschwangerschaften in den USA alles andere als falsch. Aber ich fühle mich für das Buch etwas zu alt und als die falsche Zielgruppe. Man hätte dem Thema mehr Freiraum geben müssen und nicht den Keuschheitsgürtel mit aller Gewalt anziehen müssen.

Veröffentlicht am 16.10.2020

Achterbahnfahrt der Spannungskurven

Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach
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„Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach“ ist der zweite Teil der Trilogie rund Elaine und Bale.

Wo wir im ersten Teil beide Charaktere, die Welt, die Menschen und die Vermengten kennen lernen durften, ...

„Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach“ ist der zweite Teil der Trilogie rund Elaine und Bale.

Wo wir im ersten Teil beide Charaktere, die Welt, die Menschen und die Vermengten kennen lernen durften, spielt dieser zweite Teil Wochen nach dem Ende des Ersten Buches weiter.

Elaine und Bale befinden sich im Sanktum, welches seit dem Niederreißen aus dem ersten Teil einen neuen Standort bekommen hat. Hier täuscht aber der oberflächliche Frieden schon sehr, denn die Grüne Welle ich stark im Aufbau und will sich der Roten Armee entgegenstellen. Nathaniel, der Anführer will unbedingt seinen Krieg gegen Varus Hawthorne führen, der alle Vermengten hasst und tot oder in den Zonen eingesperrt sehen will.

Ganz zum Anfang des Buches erklärt Bale Elaine warum das Reisen durch die Zeit nicht geht und welche Auswirkungen dies hat. Sie ist bockig und will es nicht glauben und den Informanten retten.

Aber genau dies ist dann der Kern der Geschichte. Sie werden durch die Zeit reisen. Weit und viel. Vortexe die durch Ellie gebildet werden sollen die Geschichte verändern. Denn sie müssen verhindern das der Urvortex zerstört wird und ihr aller Leben damit ausgelöscht wird.

Mia als ekelhafte Gegnerin und auch die anderen intriganten Jungen aus dem ersten Teil, sind mit von der Partie. Was nun der Wahrheit entspricht, was Lüge ist und wo nicht immer alles offen besprochen wird, ist ein großer Teil der Geschichte. Es geht um Vertrauen, verstehen was die Auswirkungen des eigenen Handelns sind, das Retten von der Gegenwart und der Vergangenheit.

Nach wie vor hat die Story eine unheimlich gute Grundidee. Leider ist wie im ersten Teil einfach der fehlende Biss, Grund warum das Buch mich nicht überzeugen kann. Erst bei etwa 30 % wurde das Buch interessant um dann eine Achterbahnfahrt mit Höhen und vielen langen Tiefen zu fahren.

Alles in allem ist es zu langatmig, langweilig und mit viel zu wenig Story versehen. Lange Dialoge die sich wiederholen, Charaktere die weiterhin keine Tiefe haben und Logikfehler, welche so manche Zeitreisegeschichte mit sich bringt, hier aber schon viel und hart zu spüren sind.

Erstmal nicht schlimm aber auf Dauer einfach nur nervig. So konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Ich bin netgalley und dem Fischer Verlag dankbar für die Bereitstellung des Leseexemplares. Aber für mich wird es den dritten Teil definitiv nicht mehr geben.

Veröffentlicht am 07.10.2020

Ein Muss für jeden Fan von internationaler Küche

Kochen wie in Israel
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Für mich ist dieses Kochbuch das erste von GU wo wir in die Küche anderer Länder entführt werden.

So begeisterte mich das Buch bereits mit einem sehr schönen blauen und leckeren Gericht auf dem Cover. ...

Für mich ist dieses Kochbuch das erste von GU wo wir in die Küche anderer Länder entführt werden.

So begeisterte mich das Buch bereits mit einem sehr schönen blauen und leckeren Gericht auf dem Cover. Aber auch inhaltlich kann sich das Buch auf jeden Fall sehen lassen.

Die Autorin, selbst aus Israel kommend, gibt uns Einblicke in das Land und hat zudem eine Israel-Bucket-List beigefügt, wenn man mal in den Genuss kommen sollte, dieses wunderschöne Land zu besuchen.

Sollte man diesem Vergnügen nicht so schnell nachkommen können, so ist es doch ein Highlight der Küche Israels einen Besuch abzustatten. Hier wurden wunderbare Rezepte aus allen Bereichen gewählt, wo jeder etwas für sich finden sollten.

Der Start mit dem klassischen Dipp, der hier Mezze genannt wird und den Gästen schonmal die Möglichkeit gibt was zu knabbern bis die Hauptspeisen kommen.

Diese hat die Autorin sehr schön in Fisch/Fleisch und Vegan unterteilt. Hier finde ich generell sehr gelungen, dass jeder Esser für sich etwas in diesem Buch finden kann und sich niemand ausgestoßen fühlen sollte.

Aber auch die Vielfalt an Desserts lassen bei mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Dazu wunderschöne Bilder der Gerichte, aber auch wieder aus Israel, welche einen in eine tolle Stimmung mit Lust auf das Kochen bereichern.

Ich finde das Kochbuch einfach genial, denn für jeden ist etwas dabei, die Rezepte sind einfach nach zu kochen und die für uns besonderen Zutaten werden gut erklärt.

Ich plane für mich schonmal was ich alles einkaufen muss, damit es morgen direkt mal die gefüllte Spitzpaprika wird, denn diese hat es mir sofort angetan.