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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2020

Ein dritter Teil der sich zieht

Royal 3: Ein Schloss aus Alabaster
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Bevor ich auf den Inhalt des dritten Teils eingehe, möchte ich an dieser Stelle auf die besonders gelungen Cover der Bücher Aufmerksam machen. Wenn die Kugel, welche die Stadt und die „Gefangenschaft“ ...


Bevor ich auf den Inhalt des dritten Teils eingehe, möchte ich an dieser Stelle auf die besonders gelungen Cover der Bücher Aufmerksam machen. Wenn die Kugel, welche die Stadt und die „Gefangenschaft“ sehr gut darstellen und noch vollständig und schön ist, bekommt die Kuppel bzw. Kugel von Cover zu Cover mehr Risse. Ob es hier ein Darstellen der Angriffe von Außerhalb darstellt oder noch zusätzlich dem was innerhalb der Stadt passiert, ist in diesem dritten Teil noch nicht ganz ersichtlich.

Tanya ist nach wie vor Teil des Wettkampfes um den Platz als Prinzessin neben den ihr unbekannten Prinzen. Denn noch immer ist nicht klar, wer der vier jungen Männer der Prinz ist. Die Mädchen derweilen haben alle ihre Favoriten. Wer dabei an den Titel und den Thron interessiert ist und wer die Liebe sucht, ist nur in wenigen Fällen ersichtlich, da die meisten Kandidatinnen für uns immer noch fremd sind.

Das Buch geht da weiter, wo der zweite Band endetet und ist somit nahtlos im Übergang. Tanya und ihre Mitbewohnerin haben den Wettkampf gewonnen, wo sie einen Schlüssel basteln müssen. Beide dürfen sich daher noch einen Wunsch erfüllen lassen.

Bei Tanya ist es nicht wenig verwunderlich das diese erneut in einer Krankenstation liegt. Sie selbst sieht es als übertrieben an und meint alle würden sie nur als tollpatschig ansehen. Sie erinnert sich jedoch nach und nach was passiert ist. Sie war zuletzt mit Phillip in der Hütte im Wald wo es auf einmal zu dem Meteoritenschwarm kam, welcher auf die Kuppel traf. Nur das sie dies nicht glauben wollte und dann im Turm mit den Fernglas die Wahrheit sah. Es waren Bomben von Raketen. Um dieses Wissen auszulöschen wurde ihr das Mittel gespritzt und es scheint so als wollen alle alles dafür tun das dieser Glauben bestehen bleibt. Nur das sie sich nach und nach erinnern kann und wie es im dritten Teil zu einem neuen Angriff kommt, stellt sie Phillip zur Rede und will wissen was los ist. Aber dieser schweigt beherzt.

Generell ist in diesem Teil das Große Hin und Her zwischen ihr und ihm extrem. IN der Öffentlichkeit und vor den anderen hält er sie auf Distanz und macht mit der Konkurrenz rum. Sind sie allein spricht er von Liebe. Für Tanya ist es somit eine sehr anstrengende Zeit und sie hat keine Lust auf die Spielereien.
Eine große Hilft ist ihr Henry der versucht die Schlucht zwischen den beiden zu verringern aber auch klar an ihr interessiert ist, aber sich zurückhält.

Man wünscht ihr, dass es mit Phillip funktioniert, denkt dann aber an den Anfang des Buches zurück, wo sie in der Zukunft ist, und sich an den Wettkampf erinnert und da ganz klar sagt das sich alles falsch angefühlt hat. Vor allem das Gefühl für Phillip. Es macht somit für mich den Eindruck, als würden wir in den nächsten Büchern noch erfahren, dass die Geschichte nicht so sauber verläuft und Phillip nicht der richtige für sie sein wird.

Das Buch ist wie seine Vorgänger klar und verständlich zu lesen, aber auch recht mühselig da die Geschichte gefühlt einfach nicht voran geht. Weniger als der Wettbewerb interessiert mich, wie Welt außerhalb der Kuppel aussieht, denn ich denke da läuft die Welt normal weiter und die Kuppel will sich einfach nur von dieser abschotten.

Veröffentlicht am 16.02.2020

Alles nur kein King

Puls
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Puls ist ein Buch, welches ich seit über zehn Jahren im Schrank stehen hatte. Damals habe ich das Buch auf etwa ein Drittel gelesen und hatte irgendwann das Problem, das ich mich in der Geschichte verloren ...

Puls ist ein Buch, welches ich seit über zehn Jahren im Schrank stehen hatte. Damals habe ich das Buch auf etwa ein Drittel gelesen und hatte irgendwann das Problem, das ich mich in der Geschichte verloren hatte. Ich verstand nicht wer welcher Charakter ist, wo sie sich gerade aufhielten und von welchen weiteren Menschen die ganze Zeit gesprochen wurde. Durch meinen Umzug in eine weniger Platzaufweisende Wohnung war ich nun gezwungen mich doch mal dem ein oder anderen Buch zu widmen, welches immer liegen geblieben ist. So kam nun auch Puls dran. Leider viel mir erneut der Einstieg so schwer, dass ich dann auf das Hörbuch gewechselt bin.

Worum es im groben geht, sagt ja bereits der Klappentext. Zu den zum Anfang wichtigsten Charakteren Clay der Zeichner, Tom der Geschäftsmann und Alice die Teenagerin kommen im Laufe des Buches noch andere Charakter und es wird der ein oder andere auch ausgetauscht. Clay möchte seinen Sohn retten egal wie, der Rest will einfach nur überleben. Die Geschichte ist ein bisschen wie The-Walking-Dead, sie sind immer auf der Reise bzw. eher der Flucht. So erfahren wir nach und nach, sehr umständlich jedoch, was der Puls ist, aber so wirklich greifbar ist es jedoch nicht.

Leider hat das Buch eine immense Überlänge und machte mir überhaupt keinen Spaß. Die Charaktere ließen einen nicht so wirklich an sich ran, die Geschichte spielt an jeder Station das gleiche Geschehen ab und von dem Ende will ich gar nicht mal anfangen. Alles in allem eines der schlechtesten Bücher von Kind und absolut nicht zu empfehlen.

Veröffentlicht am 10.02.2020

Krimihighlight 2020 im Bereich Jugendbuch

A Good Girl’s Guide to Murder
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Holly Jackson hat in ihrem Buch „A Good Girl’s Guide to Murder“ eines der besten Jugendbücher für das Jahr 2020 geschrieben. Die Mischung aus Krimi und Detektivarbeit einer jungen Schülerin auf der Suche ...

Holly Jackson hat in ihrem Buch „A Good Girl’s Guide to Murder“ eines der besten Jugendbücher für das Jahr 2020 geschrieben. Die Mischung aus Krimi und Detektivarbeit einer jungen Schülerin auf der Suche nach der Wahrheit ist ein rundherum gelungenes Lesevergnügen.
Pip ist siebzehn und hat in der Schule ein großes Schulprojekt vor sich. Ihr Thema ist der Mord an der Schülerin Andie Bell welcher fünf Jahre zuvor geschah und dem damaligen Täter Salil zugeschrieben wurde. Dieser soll danach Selbstmord begangen haben und in einer SMS seine Schuld gestanden haben. Doch Pip glaubt dem Ganzen nicht und geht auf die Suche nach der wirklichen Begebenheit.
Das Buch ist vom Anfang bis zum Ende gelungen geschrieben. Die Geschichte spielt durchgängig aus der Sicht von Pip und die Kapitel werden aufgelockert durch die Protokolle, welche sie aus Gesprächen und Telefoninterviews ergeben. Somit hat man auch als Leser einen guten Überblick, wer auf der Liste der Verdächtigen steht oder welche Fakten Pip gesammelt hat.
Pip wie auch ihr Begleiter Ravi, der Bruder von Salil, sind beide sehr angenehme Charaktere und man hofft für beide das sie dem wirklichen Mörder auf die Spur kommen. Sehr gut fand ich hier, dass die Autorin auf die klassische Liebesgeschichte verzichtet und die Ermittlung ganz klar im Mittelpunkt stehen lässt.
Auch die weiteren Charaktere und die Vielzahl an Verdächtigen laden zum Miträtseln ein und man selbst versucht die Puzzlesteine zu verbinden, um dann festzustellen, dass man doch falsch gelegen hat. Da viele Geheimnisse aufgedeckt werden und Täter wie Opfer nicht immer die sind die man zu meinen glaubt, hat das Buch eine Vielzahl von Wendungen und Überraschungen auf Lager.
Das Buch ist von Anfang bis zum Ende ein Highlight des frischen Jahres 2020.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Überzogenes letztes Buch der Triologie

Black Blade
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„Die Helle Flamme der Magie“ ist der dritte und letzte Teil der Black Blade Trilogie rund um Lila und ihre Bestimmung ihre Mutter zu rächen und ihre neue Familie zu beschützen. Die einstige Diebin ist ...

„Die Helle Flamme der Magie“ ist der dritte und letzte Teil der Black Blade Trilogie rund um Lila und ihre Bestimmung ihre Mutter zu rächen und ihre neue Familie zu beschützen. Die einstige Diebin ist nun schon länger Teil der Sinclair-Familie.

Im dritten Teil befinden wir uns wenige Wochen nach dem zweiten Teil, der klar zeigte das die Geschichte noch weiter gehen wird. Allzu viel kann man gar nicht zur Geschichte sagen, da sich das Buch in einem Zeitraum von wenigen Tagen abspielt und diese leider mit sehe viel Füllmaterial bestückt ist.

Victor Draconi will die Sinclairs tot sehen und geht dafür jeden möglichen Weg, egal wie blutig dieser ist. So haben an Anfang der Story Lila und der Rest sein Geheimzimmer gestürmt und plündern Nacht für Nacht Waffen, welche mit Magie versetzt sind. Bei einem großen Essen mit allen Familien der Stadt kommt es zum großen Massaker. Auch die Sinclairs werden zum Teil entführt oder getötet.

Von hier an haben wir 80 % des Buches nur Vorbereitung auf den Abschlusskampf. Also sehr langweilig, sehr zähflüssig und keine wirklich mitreißende Geschichte wie man es doch etwas besser aus den Vorteilen kennt.

Bei der ganzen Kämpferei ist Lila mit ihren 17 natürlich fast unsterblich, stärker als jeder Gegner, und sei´s das der das doppelte von ihr wiegt, sie besiegt sie alle. Mehr muss man gar nicht dazu sagen, denn das ist die ganze Story in einem Satz zusammengefasst. Diese extreme Überziehung an Unverwundbarkeit und Kraft, ist trotzt ihrer Fähigkeit, einfach zu sehr übertrieben.

Leider ist der dritte der schwächste Teil der Geschichte und man sollte sich überlegen es nicht einfach nach den zweiten Teil aufzuhören. Da die ganze Geschichte nicht der Burner war, kann man eigentlich die ganze Trilogie sein lassen. Schade um das gute Geld, was ich damals für die Bücher bezahlt habe.

Veröffentlicht am 08.02.2020

Du bist eine von vielen

Einzig
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Teva ist ein 16-jähriges Mädchen, welche zur Schule geht, dort versucht gute Noten zu bekommen, einen Freund hat, mit dem sie zusammen ist und hat eine beste Freundin.

Alles in allem wirkt sie ganz normal, ...

Teva ist ein 16-jähriges Mädchen, welche zur Schule geht, dort versucht gute Noten zu bekommen, einen Freund hat, mit dem sie zusammen ist und hat eine beste Freundin.

Alles in allem wirkt sie ganz normal, aber ihr Leben und sie selbst sind alles andere als normal. Teva, oder auch Tee, ist nicht einzigartig, sondern es gibt viele von ihr. Verbunden in der gleichen DNA und verbunden in gemeinsamen Erinnerungen. Wer an dieser Stelle denkt: Was erzählt die da? Ja das dachte ich mir auch, wie ich das Buch las.

Ich habe meine Zeit gebraucht, um es zu verstehen und daher kann man es sich so vorstellen, und keine Sorge es ist kein Spoiler: Du lebst ein Jahr lang in deinem Körper, gehst zur Schule und lebst dein Leben. Aber du wächst nicht wie andere Kinder immer weiter, sondern nur bis zur Nacht deines nächsten Geburtstags. Dann zweigt sich aus deinem Körper heraus die nächste Version von dir. Bisschen Scene Fiction mäßig, aber so müsst ihr euch das vorstellen. Diese neue Version erhält alle deine Erinnerungen und wächst wieder ein Jahr lang, bevor auch ihr das nächste passiert. Dieser Prozess der Teilung ist schmerzhaft für den zurückbleibenden Körper und der neue hat mit Hautproblemen zu kämpfen.

Die neue Version nimmt dann den Platz der alten ein. So erleben wir nun das Leben der 16jährigen Teva und wie ihr Alltag und ihre damit verbundenen Probleme sind. Denn davon hat sie einige. Sie lebt mit ihrer Mutter und den anderen „Kindern“ zusammen in einem Haus, welches als das Hexenhaus bezeichnet wird. Weil niemand von der Problematik wissen darf, sind die Kinder alle im Haus eingesperrt.

Herausstechen aus der Gruppe dieser tun die 6-Jährige, welche ständig die Tapete im Flur von der Wand abkratzt. Die beiden 12 und 13-jährigen welche sich zusammengetan haben und Teva das Leben schwer machen sowie das Oberbiest Fünfzehn. Hier wird diese auch nur mit dem Namen Fünfzehn bezeichnet. Diese hat für die Noten gesorgt welche Teva nun hat und hat sich in ihrer aktiven Zeit eine Beziehung zu Ollie aufgebaut. Sie liebt den Jungen über alles und kann nun auch nach einem halben Jahr der Trennung zu ihm nicht aufhören ihn sehen zu wollen. Denn dieser geht ja nun mit ihrer Schwester und weiß von der ganzen Geschichte nichts. Somit hängt täglich der Haussegen schief.

Die Mutter ist überfordert und verschließt die Augen vor den ganzen Problemen. Als Schriftstellerin versucht sie über die Runden zu kommen und hat sich damit einen Job zugelegt, wo sie nicht vor die Türe gehen muss. Denn die Kinder alleine zu Hause zu lassen ist ihr nicht möglich.

Warum jedes Jahr eine neue Teva entsteht wird von ihr nicht erklärt. Sie versucht den Kindern einen normalen Alltag im Haus zu bescheren, macht aber mehr den Eindruck sich von allem distanzieren zu wollen.
In der Schule muss derweilen Teva die Rolle der Freundin von Ollie spielen und gleichzeitig für ihre beste Freundin Maddy da sein. Diese ahnt ebenfalls nicht, dass sie bereits acht verschiedene Tevas zur Freundin hatte. Zudem sie die Chance hat ein Modestudium anzufangen. Aber wozu, wenn man in einem halben Jahr wieder weg ist? Dann passiert das Unfassbare, das bereits verfrüht ein Fingernagel und danach ein Finger versuchen, den Weg aus Teva zu finden. Viel zu früh und nie fand so eine Teilung statt.
Nun steht für sie alles auf dem Spiel. Sie muss die Beziehung zu Ollie halten. Maddy als beste Freundin am Ball halten. Den Zugang zum Studium bekommen. Versuchen die Teilung zu verhindern und wäre es nicht schon schwer genug zu verhindern das das Geheimnis verfrüht ans Licht kommt. Somit versucht Teva es mit einem Blog im Internet und der Hoffnung es findet sich ein Arzt, der ihr helfen kann.

Ich weiß, dass war nun echt viel Text, umreißt aber nur grob den Inhalt der Geschichte. Das Geschehen wird vollständig aus der Sicht von Teva erzählt und zeigt wie sehr das Mädchen Angst hat vor dem was passiert und wie weit sie in dieser Situation geht, um sich selbst zu helfen. Denn es ist ja sonst niemand da. Die Mutter kann man vergessen, welche bei mir auch nur Hass ausgelöst hat. Denn man versteht ihr Beweggründe, aber wie so oft werden diese falsch verarbeitet.

Die Geschichte hat leider zu oft den Punkt das Mutter und Tochter sich streiten, zu oft die Probleme von Teva welche an der gleichen Stelle wiederholt werden (Ollie), so dass es stellenweise etwas langweilig wurde.
Wäre nicht der Faktor der menschlichen Teilung, wäre es nen klassischer Jugendroman mit normalen Alltagsproblemen.

Zum Ende bekam das Buch nochmal Fahrt auf und man erfährt was hinter der Multiplikation steckt. Hier hätte ich mich gefreut, wäre man nochmal stärker auf die Thematik der Gene eingegangen.
An sich ist es nen Jugendbuch was man lesen kann, aber nichts verpasst wenn man es nicht gelesen hat.