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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Zu viele persönliche Probleme, Rachegefühl und Sex. Leider nicht sehr ausgewogen in seiner Idee

Perfect Addiction
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Du bist eine taffe, körperlich sehr starke und eine schöne Frau. Dein Studium läuft, dein Job ist super und du hast einen Freund.

Und dann kommt der Tag wo du nach Hause kommst und ihn im Bett mit deiner ...

Du bist eine taffe, körperlich sehr starke und eine schöne Frau. Dein Studium läuft, dein Job ist super und du hast einen Freund.

Und dann kommt der Tag wo du nach Hause kommst und ihn im Bett mit deiner Schwester findest.

Bähmm

Viele Schritte zurück.

So einen derben Schlag würde niemand so schnell, so einfach verarbeiten. Auch Sienna kann dies nicht von sich behaupten. Doch anstatt das sie sich zurückzieht und tagelang nur weint, geht sie einen anderen Weg. Sie wählt den der Rache. Rache an ihren nun Ex Jax, den Mann mit dem sie drei Jahre lang zusammen war. Der Mann der ihr die Nähe geben konnte, wie sie sie nicht von daheim kannte. Von ihrem schon drei Mal geschiedenen Vater, der Mutter die es nicht mehr in ihrem Leben gibt.

„Das klingt nicht nach Liebe, Sienna. Sondern mehr nach Dankbarkeit.“

Also geht sie mit Kayden einen Pakt ein. Er soll Jax im nächsten großen Untergrundkampf fertig machen. Denn Sienna kennt all dessen tricks, durch das jahrelange Training. So wird sie für Kayden zu „Lucky“, wenn der Anfang für beide auch schwer ist.

Denn einfach ist es für Sienna nicht. Ihr Charakter hatte für mich was von einem Schwebebalken, wenn etwas nicht passt ist sie schnell auf 180. In ihren Augen machen alle anderen Fehler aber nicht sie. Sie hat keine Geduld mit dem Bruder von Kayden und dessen Kumpel Evan, wenn die mal spontan vorbeikommen, erwartet von anderen zu verstehen wie es ihr geht. Und ihr Vater? Der ist sowieso der schlimmste Fall in ihren Augen, schlimmer als ihre Schwester die mit Jax dann doch mehr als einmal im Bett war.

So entwickelt sich das Training zwar langsam voran, aber in ihrer beiden persönlichen Beziehung oftmals auch der ein oder andere Schritt zurück. Einfach weil beide so Schwierigkeiten haben Emotionen in Worte zu fassen und Empathie zu zeigen.

Leider hat mich die Geschichte nicht so wirklich überzeugen können. Zwischen dem Ende von Jax und ihr und dem Einzug bei Kayden sind nur wenige Tage vergangen und bis zum großen Kampf sind es dann auch nur sechs Wochen. Sechs Wochen in denen es natürlich total funken muss nachdem sie Jax und drei Jahre Beziehung total weggeschlossen hat. Klar, kann man Gefühle schnell verlieren, wenn sowas passiert ist, aber sie ist ja somit schon nach zwei Wochen bereit für was neues gewesen und das hat mir persönlich nicht wirklich gepasst. Es war wie von einer Abhängigkeit in die nächste.

Den zwei verschlossene Leute, beide mit sehr schwerwiegenden emotionalen Problemen treffen aufeinander und aus einem Pakt wird mit der Zeit mehr. Um dann natürlich, wie in jedem NA, mal wieder ein großer Knall da sein musste um dann, ohne zu Spoilern, im klassischen Ende endet. Und die Sexszenen durften natürlich auch nicht fehlen und dazu der Hinweis das er sehr gut bemannt ist.

Sry aber das hat das Buch noch weniger gebraucht.

Ich kann daher nur danke an Netgalley für die Bereitstellung des Buches sagen, aber empfehlen kann ich es leider nicht.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Genau mit dir würde ich immer wieder Stunden auf der Couch verbringen - Absoluter Wohlfühlroman

Genau jetzt mit dir
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Die meisten Liebesromane gehen den Weg: Kennenlernen – im Bett landen – sich die Liebe gestehen – dann eine negative Situation erleben – Streit und Distanz – Aufeinander zugehen und Aussprache – Happy ...

Die meisten Liebesromane gehen den Weg: Kennenlernen – im Bett landen – sich die Liebe gestehen – dann eine negative Situation erleben – Streit und Distanz – Aufeinander zugehen und Aussprache – Happy End. Hinzu kommt dies alles in einem sehr hohen Tempo, so das viele Liebesromane kleine Actionromane sind. Ganz anders verhält es sich mit „Genau jetzt mit dir“.

Was erstmal ins Auge springt ist das wunderschöne Cover. Die Geschichte geschieht in der kleinen schwedischen Stadt Nora (gibt es wirklich) und ich so schön ländlich und ruhig angehaucht. So flüchtet Alma zu Ihrer Tante mütterlicherseits und packt einfach Katzen und Bäumchen ein und sucht hier ihren Neuanfang. Als Hebamme hat sich ausschließlich Hausbesuche und lernt schnell neue Leute kennen. So auch Liam, den Bruder eine alleingelassenen Schwangeren.

Wie bereits oben beschrieben, ist es ein reiner Wohlfühlroman. Alles geht gemütlich voran. Wir erfahren direkt von Anfang an das es in Almas beruflicher Vergangenheit eine für sie traumatische Situation gab und sie daher nach Nora geflüchtet ist um hier von all dem Abstand zu nehmen. Diese unterschwellige Ahnung das das Geheimnis irgendwann raus muss und für Ärger sorgen wird, kommt natürlich, aber es lässt sich so wunderbar viel Zeit. Es nimmt eben nicht ¼ des Buches ein, sondern nur einen sehr kleinen.

Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und man mag alle. Es gibt keine Person die man nicht mag und man freut sich über alles positive mit den Charakteren.

Wer unbedingt ein Buch will wo es Action gibt, ohne Ende Stress und viele Karnickelszenen ist hier falsch. Wer die langsame aber wunderschöne Entwicklung mag und das mit den Figuren mitfiebern und sich über die positive Entwicklung erfreuen kann, ist hier richtig.

Für mich ein Highlight und das sage ich eher selten.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Keine schöne Sommergeschichte - zu schwerfällig und zu viel Drama

Broken Heart Summer – Sunset Days
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Mit Anfang zwanzig, ist man nicht unbedingt im Leben angekommen. Weiß man was man beruflich unbedingt machen will? Wo man leben will? Sind die Erfahrungen die man mit Liebe und Sex gemacht hat schon alles, ...

Mit Anfang zwanzig, ist man nicht unbedingt im Leben angekommen. Weiß man was man beruflich unbedingt machen will? Wo man leben will? Sind die Erfahrungen die man mit Liebe und Sex gemacht hat schon alles, oder ist da noch mehr? Diese Fragen stehen für Maya und Rea innerhalb der Geschichte im Mittelpunkt.

Beide sind beste Freundinnen, seitdem sie Kinder sind. Rea die ihren Vater zu früh verloren hat und Maya hat ihn nie kennen gelernt. Reas Mutter die sehr viel Arbeiten muss um mit ihr über die Runden zu kommen und Mayas Mutter die weniger finanzielle Probleme hat. Doch schnell sehen wir die Probleme bei den Töchtern zu ihren Mütter. Erwartungen die an ihre Töchter bestehen, Mauern die bestehen. Soll will Maya in diesem Sommer auf Hawaii ihren Vater Alex suchen. Der weiß nicht mal das er eine Tochter hat.

Auf dem Weg dorthin, treffen die beiden Mädels am Flughafen auf Jay und Cam. Beide leben auf Hawaii und leben dort ihren Traum. So beginnt der Sommer dort mit der Suche nach Mayas Vater Alex und sie finden so viel mehr.

Rea gilt als die treue Freundin die immer für Maya da ist, die ihr immer hilft und nie meckert, egal was ist. Maya ist die extrovertierte, die regelmäßig ihren Spaß mit irgendwelchen Kerlen auf Partys hat. Umso mehr kommt sie erstmal nicht damit klar, dass Rea und Cam sich gut finden. Warum Rea? Klar, ihre Freundin ist schon ne hübsche und sehr intelligent, aber warum bitte sie? Nach und nach merkt Maya, dass ihre Eifersucht anders ist, als sie selbst vermutet hätte. Der Klappentext verrät hier eigentlich schon alles.

Leider, leider hat das Buch nur wenig zu bieten gehabt, was mir persönlich gefallen hat. Also das Cover ist wunderschön und ich konnte das Gefühl zwischen Cam und Rea sehr gut spüren. Die Gedanken von Rea und ihre Entwicklung im Buch waren schön.

Dann hat die Autorin sehr, sehr viel über die Natur von Hawaii und den anderen Inseln geschrieben. Ein bisschen mehr hätte es dann doch auch mal ein Tier sein dürfen. Dann ist leider der große Elefant den man ansprechen muss, dass ist Maya selbst. Am Anfang merkte man schon in der Dynamik, wie sehr sie diejenige ist, die das Sagen in der Freundschaft hat und das es nach ihrem Willen geht. Wie sie dann merkt das Rea mehr Interessen an Cam hat als Zeit mit ihr zu verbringen, wird sie so zickig. Und das zieht sich durch das komplette Buch durch. Maya will einfach immer auf Platz eins sein. Es hat dann im Verlauf auch seinen Grund, den sie sich selbst auch eingestehen muss, aber dennoch sehr viele Verhaltensweisen und Aussagen nicht rechtfertigen.

Leider konnte mich daher weder die Geschichte in ihrer Entwicklung, die Erzählung der Natur noch ganz besonders Maya als Hauptcharakterin überzeugen. Den zweiten Teil werde ich daher nicht lesen.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Schlechte Aufmachung von Kill Bill

Yoko
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Yoko, eine Frau die nichts zu verlieren hat, denn ihr wurde schon alles genommen.

Sehr schnell und direkt mittendrin sind wir in der Geschichte, rund um Yoko, welche Ende 20 ist. Sie ist die Besitzerin ...

Yoko, eine Frau die nichts zu verlieren hat, denn ihr wurde schon alles genommen.

Sehr schnell und direkt mittendrin sind wir in der Geschichte, rund um Yoko, welche Ende 20 ist. Sie ist die Besitzerin einer Glückskeksmanufaktur. Bei Ihrer Geburt stab ihre Mutter und ist alleine bei einem übergriffigen Vater aufgewachsen, welcher sie früh in die heimische Metzgerei holte. Die tiefe Wut über den Verlust der Mutter und dass diese sie nach Yoko von den Beatles nannte, sitzt tief in ihr drin. Yoko ist keine Frau die offen auf Leute zugeht, sie ist introvertiert und verspürt eine tiefe Wut gegen die Welt in sich. Ihr Vater wurde in ihren 20ern zum Pflegefall und wie dieser starb schloss sie direkt die Metzgerei und erfüllt sich einen Traum mit dem Backwerk.

Doch auch wenn Yoko erstmal nicht als die Wahnsinns hübsche und aufgeschlossene Person rüberkommt, so kann sie ganz am Anfang des Buches nicht mit ansehen, wie zwei Kerle einen Hund zu Tode prügeln. Nur das Yoko nun selbst Opfer der beiden Arschlöcher wird und mit der Vergewaltigung etwas in ihr freigetreten wird, was tief verborgen war.

Sie will Rache. Für sich und für den Hund und holt sich diese auch und es beginnt eine Geschichte mit Rache auf beiden Seiten. Für jeden Toten den Yoko erzeugt, bekommt sie die Quittung.

Neben Yoko sind Maren, die ehemalige Karrierefrau, Richard der Polizist und Kumpel ihres Toten Vaters und der Angestellte Azad die wichtigsten Personen im Buch.

Die Geschichte wird vollständig aus der Sicht von Yoko erzählt und wir erfahren auch durchgängig wie es ihr geht und was sie fühlt. Erfahren die Pläne und Gedanken die sie beschäftigen.

Besonders ist die Art, wie Dialoge geführt werden. Diese werden untereinander gelistet geführt:

(Yoko) Genau so habe ich mir das vorgestellt
(Maren) Dann machen wir es in Zukunft doch immer genau so
(Y)
(M)

Der Autor hat somit für mich die Persönlichkeit aus dem Dialog herausgenommen. Denn die Art wie jemand spricht: sagte sie, flüsterte sie, sprach sie mit ängstlicher Stimme, knurrte sie aus zusammengebissenen Zähnen usw. entfällt somit vollständig. Es machte mir somit Yoko, obwohl man wie oben beschrieben Ihre Gefühle lesen kann, dann doch wieder so unnahbar, wenn es um einen direkten Dialog ging.

Teilweise fand ich diese Art des Dialoges auch sehr anstrengend und wie man schon erahnen kann, gab es nie ein Gespräch zwischen drei Leuten und immer nur mit Yoko als eine der beiden Personen.

Alles in allem hat die Geschichte ein hohes Tempo, so wie nicht wenig Tote auf beiden Seiten. Die Rache und die Wut wird bei beiden Parteien nicht weniger und niemand kann damit glücklich den Tag beenden. So wird Yoko zwar Hilfe angeboten, diese lehnt sie aber auch immer wieder ab.

Leider hat mich die Geschichte dann doch nicht so sehr von sich überzeugt wie ich es mir erhofft habe. Die starke Frau war sie für mich weniger, als die Frau wo ein Kindheitstrauma ausbricht und sie mit Augenklappen nun ihre ganze Wut an die Welt auslassen will. Zudem sie es schafft sich mit Mördern anzulegen, die darauf ausgebildet sind und sie geht da durch als wäre es nichts.

Somit kann ich nur sagen, die Glückskekse mit ihren Sprüchen die am Anfang mal erwähnt wurden waren interessant und innovativ, die Geschichte ist ein schlechter „Kill Bill“ geworden.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Am besten liest man die Bücher am Stück, so sehr bedrückt einen das Warten auf den dritten Teil

Daemons
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Nahtlos erleben wir den Übergang vom ersten ins zweite Buch und werden sofort wieder in die Geschehnisse zurückgeworfen. Der Bombenangriff auf Edinburgh, der giftige Regen, viele Tote und Geister.

Wir ...

Nahtlos erleben wir den Übergang vom ersten ins zweite Buch und werden sofort wieder in die Geschehnisse zurückgeworfen. Der Bombenangriff auf Edinburgh, der giftige Regen, viele Tote und Geister.

Wir werden direkt ins Kinderzimmer von Henry geworfen. Dieser wird von Albträumen geplagt. Schlimme Träume mit Schmerz und Tod. So denkt die Gruppe, ist sie auf Ciùineas und dem Anwesen von Wills Familie erstmal in Sicherheit, um festzustellen, dass auch dies trügerisch sein kann. Denn wenn die Insel ein sicherer Zufluchtsort ist, so ist auf dem Festland bereits ein Tropfen des giftigen Regens genügend, um weitere Opfer zu fordern.

So wird die Gruppe recht früh in die Trümmer des ehemaligen Forschungsinstituts des IPS geschickt, um zu schauen, ob es dort noch Hinweise auf Forschungen und den ein oder anderen Geist gibt. Mit dabei ist dann auch Sam, der jüngere Bruder von Will, welcher mithelfen will.

Die Geschichte führt im Geschehen und bei den Gefühlen dort weiter, wo wir im ersten einen großartigen Anfang hatten. Anders als in anderen Büchern, ist der zweite Teil nicht schlechter oder schwächer, sondern hält das hohe Niveau. Der Erzählspiel ist weiterhin flott, tiefgehend, voll mit Action aber auch mit ruhigen und sinnlichen Momenten. Wir können nach wie vor alle Gefühle nachvollziehen und freuen uns über jeden Erfolg und jeden schönen Moment der Gruppe.

Ich freue mich auf den dritten Teil im nächsten Jahr und bin gespannt, ob wir noch weitere Experimente und deren Ergebnisse der IPS kennen lernen werden.

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