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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

Packender Finanzthriller

Die Filiale
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Veit Etzold liefert mit "Die Filiale" einen spannenden und temporeichen Thriller, der die dunklen Machenschaften der Finanzwelt mit nervenaufreibenden Wendungen verbindet. Der Plot dreht sich um Intrigen, ...

Veit Etzold liefert mit "Die Filiale" einen spannenden und temporeichen Thriller, der die dunklen Machenschaften der Finanzwelt mit nervenaufreibenden Wendungen verbindet. Der Plot dreht sich um Intrigen, Gier und Korruption innerhalb einer großen Bank, was in der heutigen Zeit ein besonders aktuelles Thema.

Besonders gelungen ist Etzolds Fähigkeit, komplexe finanzielle Strukturen so darzustellen, dass sie für jeden verständlich bleiben, ohne dabei an Spannung einzubüßen. Die Charaktere, allen voran die Hauptfigur Laura Jacobs, sind interessant und vielschichtig. Ihre Entwicklung im Verlauf des Buches ist nachvollziehbar, und man fiebert bis zum Schluss mit ihr mit.

Kleine Schwächen liegen in der Tiefe mancher Nebenfiguren, die gelegentlich etwas klischeehaft wirken. Auch die gelegentlich sehr technische Darstellung der Finanzwelt könnte einige Leser überfordern. Doch diese Punkte trüben das Gesamtbild nur geringfügig.

Alles in allem ist "Die Filiale" ein unterhaltsamer und packender Thriller, der gekonnt die Abgründe der Finanzwelt aufdeckt und mit einem starken Spannungsbogen überzeugt. Für Fans von Thrillern mit aktuellem Bezug ist dieses Buch definitiv empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Asterix für Profis

1177 v. Chr. – Eine Graphic Novel
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Vorab: Die Graphic Novel „1177 v. Chr.“ ist für mich absolutes Neuland - ich bin weder vertraut mit dem historischen Hintergrund und Graphic Novels habe ich nisher nicht gelesen — Asterix Comics sind für ...

Vorab: Die Graphic Novel „1177 v. Chr.“ ist für mich absolutes Neuland - ich bin weder vertraut mit dem historischen Hintergrund und Graphic Novels habe ich nisher nicht gelesen — Asterix Comics sind für mich daher die einzige Vergleichsbasis.

Zunächst war ich sehr angetan, von der Idee etwas über die Bronzezeit und insbesondere ihren Untergang im Comicstil zu erfahren. Das Titelbild und die gesamte Aufmachung des Buches sind optisch sehr ansprechend, die Farbwahl -überwiegend Blau- und Beigetöne- ist auf den Inhalt passend abgestimmt und die 4 Hauptcharaktere sind sympathisch dargestellt mit hohem Wiedererkennungswert. Jetzt kommt allerdings das große ABER: Ich persönlich war mit dem Erzählstil völlig überfordert; zum einen berichten hauptsächlich Pel von den Seevölkern und Schescha, die ägyptische Schreiberin als Nachfahren aus der damaligen Zeit , zum anderen ergänzen die Autoren selbst in Form eigener Cartoon-Figuren den Inhalt immer wieder. Der Inhalt ist für vorgebildete Leser gespickt mit Informationen, Namen und Daten - ich habe durch die geschichtliche Genauigkeit leider ständig den Faden und damit den Lesefluß verloren und konnte die Lektüre leider nicht genießen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Wollen wir unser Schicksal wirklich kennen?

Vorsehung
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in dem Roman „Vorsehung“ von Liane Moriaty dreht sich alles darum, ob das Schicksal fest vorgegeben oder änderbar ist und wie man damit umgeht, wenn man sein eigenes vorbestimmtes Todesjahr und die Todesursache ...

in dem Roman „Vorsehung“ von Liane Moriaty dreht sich alles darum, ob das Schicksal fest vorgegeben oder änderbar ist und wie man damit umgeht, wenn man sein eigenes vorbestimmtes Todesjahr und die Todesursache kennt. Die Idee ist sehr spannend, die Umsetzung nicht immer gelungen.

Eine alte Dame, die später die Todesdame genannt wird, nennt völlig überraschend in einem Flugzeug den mitreisenden Passagieren und zum Teil auch den Flugbegleitern im Telegrammstil, ihre jeweilige zu erwartende Todesursache und Lebensalter. Diese Episode wird bis ins kleinste Detail beschrieben und hat so ihre Längen. Die Erzählperspektive wechselt durch das ganze Buch ständig zwischen Ich-Erzählerin (Wahrsagerin) und den einzelnen betroffenen Passagieren hin und her und verbindet die Erzählstränge gegen Ende zwar geschickt, es ist aber sehr schwer, hier den Überblick zu behalten.
Erst nachdem sich einige Prophezeiungen bewahrheiten, wird das Buch zunehmend spannend, und ich habe mit den einzelnen Personen mitgefiebert, ob sie ihr Todesjahr überleben. Am Ende bin ich nachdenklich Fall geblieben, das Buch regt doch sehr zum nachdenken über die eigenen Vergänglichkeit und den Sinn des Lebens an und verdient daher durchaus vier Sterne.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Ratgeber-Roman

Nur du weißt, wer du bist
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Der Roman „Nur du weißt, wer du bist“ von Michaela Wiebusch ist überraschend anders, letztlich ist es ein als Roman „getarnter“ Ratgeber zur Selbstfindung. Der Ratgeber ist als Wochenprogramm für das eigene ...

Der Roman „Nur du weißt, wer du bist“ von Michaela Wiebusch ist überraschend anders, letztlich ist es ein als Roman „getarnter“ Ratgeber zur Selbstfindung. Der Ratgeber ist als Wochenprogramm für das eigene Selbst konzipiert - von Montag bis Sonntag darf die in der Midlife-Crisis steckende Protagonistin täglich neue Aufgaben erfüllen und kommt dem unter engmaschiger Anleitung eifrig nach. Am Ende jedes Tages sind die jeweiligen Aufgaben für den geneigten Leser zusammengefasst, quasi als Aufforderung zur Selbstoptimierung. So begleiten wir Lena durch ihre Woche, der Anfang des Buches bis zum Beginn des Programms ist noch recht amüsant geschrieben, danach empfinde ich das ganze als eher handlungsarm. Leider fehlt am Ende des Buches ein Epilog, indem beschrieben wird, wie es mit Lena nach der Woche weitergeht und ob sie die angedachte weitere Begleitung für die nächsten drei Monate effektiv nutzen konnte, oder ob die Wirkung schnell verpufft. Wer das Buch als leicht lesbaren Ratgeber nimmt, kann vielleicht etwas Aufmunterung dadurch erfahren, wer einen amüsanten Roman erwartet könnte hingegen enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Endlich erwachsen!

Die Auferstehung
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Mit der „Auferstehung“ ist Andreas Eschbach etwas ganz besonderes gelungen: Die Helden unserer Kindheit - Justus, Peter und Bob sind endlich erwachsen geworden.
Dieses Buch ist schon etwas ganz besonderes. ...

Mit der „Auferstehung“ ist Andreas Eschbach etwas ganz besonderes gelungen: Die Helden unserer Kindheit - Justus, Peter und Bob sind endlich erwachsen geworden.
Dieses Buch ist schon etwas ganz besonderes. Die drei Detektive sind erheblich gealtert haben zum Teil sogar schon Kinder und leider keinen Kontakt mehr zueinander. Die tragischen Gründe für den Kontaktabbruch werden erst im Laufe des Buches deutlich. Durch einen neuen Fall finden sie langsam wieder zueinander. Anfangs hat das Buch ziemliche Längen und überflüssige Details wie die Dauer bis die Gelbfieberimpfung wirkt, wie immer wieder betont wird. Die Geschichte um die wieder auferstandene junge Frau, die im Dschungel verstorben war, klingt relativ verworren und konstruiert. Im Verlauf nimmt die Geschichte klare Formen an und konnte mich dann doch noch mitreißen. Es ist aber definitiv kein Jugendbuch, da im Gegensatz zur Originalserie durchaus auch Todesfälle vorkommen.
Insgesamt eine gelungene Fortsetzung der drei ??? Serie, die auf weitere Folgebände hoffen lässt.

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