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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2023

Komplexe schöne Geschichte

Die Tochter des Uhrmachers
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Zugegeben: fast hätte ich dieses Buch abgebrochen, aber das lag nicht am Buch, sondern an mir. Ich war sehr unkonzentriert und die vielen Personen und Zeiten waren mir fast schon zu viel und alles hat ...

Zugegeben: fast hätte ich dieses Buch abgebrochen, aber das lag nicht am Buch, sondern an mir. Ich war sehr unkonzentriert und die vielen Personen und Zeiten waren mir fast schon zu viel und alles hat mich an Kurzgeschichten erinnert und die mag ich nicht.
Ich bin aber drangeblieben weil der Schreibstil so toll war und es hat sich sowas von gelohnt. Alle Personen, alle Fäden die im Buch aufgenommen und wieder fallengelassen wurden, sind am Ende miteinander verknüpft das war wirklich ganz wunderbar und bemerkenswert. Kate Morton hat mit diesem Buch eine komplexe Story erschaffen, die sich am Ende wunderbar schließt. Ich mochte auch ihren Schreibstil wirklich sehr und der wurde toll übersetzt von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann.
Dies war mein erster Roman von Kate Morton aber ganz sicher nicht mein letzter!

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Veröffentlicht am 25.07.2023

Wahrscheinlich für typische Fantasy Fans

Fourth Wing – Flammengeküsst
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Zugegeben, ich bin keine klassische Fantasy Leserin, auch wenn ich gerne den einen oder anderen Ausflug in dieses Genre mache.
Auf dieses Buch wurde ich durch den ungeheuren Hype aufmerksam und natürlich ...

Zugegeben, ich bin keine klassische Fantasy Leserin, auch wenn ich gerne den einen oder anderen Ausflug in dieses Genre mache.
Auf dieses Buch wurde ich durch den ungeheuren Hype aufmerksam und natürlich wegen der extrem schönen Aufmachung, diese ist wirklich bemerkenswert und ich konnte sogar ein Exemplar mit Farbschnitt ergattern.
Voller Vorfreude habe ich mich mit dem Buch auf dem Sofa eingekuschelt und war sogar voll und ganz in Fantasy-Stimmung... dann habe ich zu lesen begonnen und die ersten hundert Seiten zogen sich und zogen sich. In meinem Kopf gab es plötzlich mindestens fünfzehn Dinge, die ich dringender machen wollte als lesen: bügeln, Boden wischen, Schrank aussortieren.
Leider entpuppte sich dieses Machwerk als genau die Sorte Fantasy, die für mich unlesbar ist. Eine Ausgangssituation, die mir völlig unlogisch erscheint, nur damit eine Handlung komplex wirkt; endlose Mutproben (die natürlich tödlich enden können) und Kampfszenen; Protagonisten, die mir von Anfang an völlig egal waren und ein politisches Szenario, das sich wie Blabla anhört. Dazu irgendwelche Namen, die keiner aussprechen kann... und viel sexuelle Anziehungskraft in Momenten, in denen jeder normale Mensch eigentlich grad vor Angst die Hosen voll hat.
Näääää, das war einfach zu viel Krampf, zu viel Kampf und zu viel New Adult.

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Veröffentlicht am 25.07.2023

Sehr unterhaltsam

Eine Lady hat die Wahl
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Nachdem ich bereits den ersten Band - "Wie man sich einen Lord angelt" - gut gefunden habe, war ich vom zweiten Band schlicht und ergreifend begeistert.
Die Zeit ist atmosphärisch gut eingefangen, der ...

Nachdem ich bereits den ersten Band - "Wie man sich einen Lord angelt" - gut gefunden habe, war ich vom zweiten Band schlicht und ergreifend begeistert.
Die Zeit ist atmosphärisch gut eingefangen, der Schreibstil passt ebenso und die Charaktere sind greifbar und auch glaubwürdig.
Ich mochte die Wandlung, die Eliza im Buch macht, sehr - von der eingeschüchterten grauen Maus zur selbstbewussten Frau, die sich selbst ihre Träume erfüllt, wenn auch nur im Rahmen des gerade so möglichen.
Die Herzenswirrungen waren mitreissend und ich habe mitgefiebert: wer nun, und warum und weshalb denn eigentlich nicht. Und das Setting in Bath war einfach fernwehfördernd.

Nein, es ist mit Sicherheit keine literarische Erleuchtung, aber es ist gut geschrieben und unterhält hervorragend.
Sophie Irwin hat einen guten Schreibstil und ein Händchen für Stories, denen man gerne folgt, die einem niemals die Augen rollen lassen und sie kann Charaktere erschaffen, die lebendig und echt wirken. Das mag ich wirklich sehr und somit kann ich auch dieses Buch (das man auch einzeln lesen kann, ohne den ersten Band zu kennen) allen Regency-Freunden empfehlen, man kommt voll und ganz auf seine Kosten.
Ganz wunderbar übersetzt hat in diesem Fall Kristina Koblischke.

PS: Schade nur, dass das Buchcover wirklich furchtbar ist und irgendwie bloss Groschenromankitsch vermittelt.

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Veröffentlicht am 22.07.2023

Leichte Unterhaltung für Zwischendurch

Die Legende des Phönix, Band 1 - Dunkelaura
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Das war nette kurzweilige Unterhaltung und es hat auch Lust auf den zweiten Band gemacht und das obwohl ich nun wahrlich nicht der anvisierten Altersgruppe entspreche. Klar, es ist einfach geschrieben, ...

Das war nette kurzweilige Unterhaltung und es hat auch Lust auf den zweiten Band gemacht und das obwohl ich nun wahrlich nicht der anvisierten Altersgruppe entspreche. Klar, es ist einfach geschrieben, die Story um die Phönixlegende ist natürlich nicht wirklich neu und der ganze Plot hat ein bisschen was von Harry Potter (Todesser) und viel von der Serie "Heroes", zumindest merkt man, dass die Autorin sehr inspiriert wurde.
Das Herzklopfen durfte natürlich nicht fehlen, mir persönlich ging das ganze Gefühlsgedöns etwas zu schnell und war kaum nachvollziehbar, aber jünger Leser:Innen empfinden das sicher anders.
Die Gestaltung des Buches ist schön, das Cover sehr ansprechend und auch wenn ein rundum farbiger Buchschnitt schöner gewesen wäre - auch nur die eine Seite ist traumhaft gestaltet.
Insgesamt also ein leicht zu lesender Fantasyroman für junge Leute, der einen zwar nicht vom Hocker haut, aber unterhaltsam ist.

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Veröffentlicht am 20.07.2023

Berührend und traurig

Vom Ende der Nacht
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Ich habe erst schwer in dieses Buch reingefunden, aber irgendwann war der Punkt da, an dem es tragisch und konkret wurde und ab da an hatte mich die Story gepackt.
Zwei Teenager, die völlig unterschiedlich ...

Ich habe erst schwer in dieses Buch reingefunden, aber irgendwann war der Punkt da, an dem es tragisch und konkret wurde und ab da an hatte mich die Story gepackt.
Zwei Teenager, die völlig unterschiedlich sind, aber zueinander finden, beide uneins mit dem Umfeld, beide aufmerksam zueinander, wie sie es sonst nicht kennen.
Und dann kommt das Leben, mit aller Wucht, immer und immer wieder und es ist wie mit den beiden besungenen Königskindern, die nicht zueinander können.

Beim Lesen ist das manchmal frustrierend, auf eine gute Art, denn es hielt mich bei Laune, man liest Kapitel für Kapitel und möchte keine Pause von diesen beiden, denen das Schicksal oft in der letzten Sekunde noch Steine in den Weg legt (Wir begleiten die beiden fast zwanzig Jahre.). Ich war manchmal wütend, weil ich es anders gemacht hätte und das möchte man den Protagonisten einfach ins Gesicht schreien... aber ich hab es immer verstanden: was sie tun, was sie nicht tun und warum.
Man kommt auch nicht umhin, darüber nachzudenken, dass man oft nicht das tut, was man gerne möchte, was gut für einen selbst wäre, sondern wie oft man sich Moralvorstellungen oder Wünschen anderer unterordnet und sich somit selbst im Wege steht.

Es ist kein Wohlfühlbuch, es enthält viele Themen, die für zartbesaitete Leser wahrscheinlich schlecht verarbeitbar sind.
Es ist ein Buch mit trauriger und düsterer Grundstimmung.
Ich empfehle es gerne Lesern, die sich auf eine unkuschelige und unkitschige Lovestory einlassen können, denn es ist eine wirklich gute und mitreissende Geschichte...
(leider sind der Übersetzerin einige grobe Fehler unterlaufen, schade dass das Lektorat dies nicht korrigiert hat.)

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