Crave von Tracy Wolff
CraveIch habe so viele unterschiedliche Rezensionen über „Crave“ gelesen, dass ich mich entschieden habe das Hörbuch zu hören, um mir selbst eine Meinung zu bilden. Zu Beginn fand ich die Handlung wirklich ...
Ich habe so viele unterschiedliche Rezensionen über „Crave“ gelesen, dass ich mich entschieden habe das Hörbuch zu hören, um mir selbst eine Meinung zu bilden. Zu Beginn fand ich die Handlung wirklich interessant, wenn auch nicht neu. Grace verliert bei einem Unfall ihre Eltern und zieht aus diesem Grund zu einem Verwandten, in diesem Fall zu ihrem Onkel nach Alaska. Auf dem dortigen Internat lernt Grace sehr schnell Jaxon kennen und das war auch der Moment, in dem mich die ersten Dinge am Buch bzw. an der Handlung gestört haben. Grace verliebt sich, aus für mich nicht ersichtlichen Gründen, Hals über Kopf in Jaxon und ab diesem Zeitpunkt gibt es für sie kaum noch ein anderes Thema.
Dass in diesem Internat nicht alles mit rechten Dingen zugeht, habe ich beim Lesen recht schnell bemerkt, im Gegensatz zu Grace. Zu Beginn konnte ich das auch noch nachvollziehen, aber ab einem gewissen Zeitpunkt war es für mich einfach nur noch unrealistisch. Grace wurde in meinen Augen immer naiver. Habe ich sie zu Beginn noch als tapfere, selbstständige und unerschrockene junge Frau wahrgenommen, fand ich sie später leider zu naiv und blauäugig. Auch die Anziehung zwischen Jaxon und ihr konnte ich kaum nachvollziehen. Die Gefühle zwischen den beiden sind in keinster Weise auf mich übergesprungen und an Stellen an denen Grace Verständnis für Jaxon zeigt, bleibt bei mir teilweise nur Unglaube übrig.
Im Verlauf der Handlung haben die für mich negativen Punkte leider überhandgenommen und ich musste mich ein wenig überwinden das Hörbuch zu beenden. Es gab Szenen, in denen ich mich leider fremdgeschämt habe, was bei Büchern wirklich selten vorkommt. Der Showdown kurz vor Ende war für mich persönlich leider komplett absurd und ich konnte nur noch den Kopf schütteln. Die reine Thematik an sich fand ich generell nicht schlecht. Zu Beginn waren für mich leider unglaublich viele Dinge vorhersehbar und so habe ich mich umso mehr gefreut, dass die Autorin mich am Ende des Buches doch noch überraschen konnte.