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Veröffentlicht am 06.04.2022

Eve und Caleb - Wo Licht war von Anna Carey

Eve & Caleb – Wo Licht war
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Nachdem Eves Mutter bei der großen Epidemie ums Leben gekommen ist, wird sie in ein Mädcheninternat gegeben, wo die Kinder zu Mitgliedern des neuen Amerikas ausgebildet werden. Nun ist sie 16 Jahre alt ...

Nachdem Eves Mutter bei der großen Epidemie ums Leben gekommen ist, wird sie in ein Mädcheninternat gegeben, wo die Kinder zu Mitgliedern des neuen Amerikas ausgebildet werden. Nun ist sie 16 Jahre alt und wird an ihrem letzten Schultag zur besten Schülerin des Jahrgangs gekürt. Als sie ihre Mitschülerin Arden bei der Flucht aus der Schule erwischt, versucht Eve diese aufzuhalten und erfährt dabei Dinge die ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf stellen. In der Nacht geht sie diesem Gerücht auf die Spur und bekommt die grauenhafte Wahrheit selbst zu Gesicht. Sie flüchtet in die Wildnis, wo sie Arden wieder trifft und sich zusammen mit ihr durch die unbekannte Welt schlägt. In einer brenzligen Situation treffen die beiden den jungen Rebellen Caleb, welchem Eve anfangs, aufgrund ihrer Schulbildung, nicht trauen kann. Man hat ihr beigebracht Männer zu meiden und zu fürchten und so misstraut sie zu Beginn auch Caleb, welcher jedoch ihre einzige Rettung darstellt.

Die Geschichte von Eve und Caleb beginnt in einem Mädcheninternat. Eve und ihre Mitschülerinnen werden auf ein Leben in der neuen Stadt mitten in der Wüste vorbereitet. Der Leser erfährt anfangs die Inhalte der Ausbildung. Den Mädchen wird beigebracht, dass Jungs furchterregend sind und gemieden werden müssen. Weiterhin wird strengstens auf gesunde Ernährung und auf die körperliche Entwicklung der Mädchen geachtet. Alle erläuterten Umstände erschienen mir gleich zu Beginn als sehr komisch und die Auflösung folgte schon auf den ersten Seiten.

Eve flüchtet nach ihrer furchtbaren Entdeckung in die Wildnis, um ihrem Schicksal zu entgehen. Mich selbst hat diese Entdeckung erschreckt, wenn nicht sogar etwas verstört.

Eve erschien mir schon zu Beginn als sehr kindlich, gutgläubig und naiv. Dieser Eindruck bleibt auch bestehen, nachdem sie Arden und Caleb getroffen hat. Ein Teil ihres Verhaltens ist natürlich durch die "Gehirnwäsche" der Schule zu erklären. In viele andere Situationen erscheint mir Eve jedoch als sehr blauäugig. Mit ihrer Naivität bringt sie nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr und es gab Szenen im Buch, bei denen mir der Atem stockte. Als zwei Personen durch ihre Gedankenlosigkeit sterben und Eve sich im Nachhinein nur kurzzeitig Gedanken über diesen Zwischenfall macht, fing ich erstmals an, an ihrem Charakter zu zweifeln.

Caleb ist genau das Gegenteil von Eve. Er ist ruhig und überlegt und stellt meinen Lieblingscharakter im Buch dar. Leider erfährt der Leser nur wenig über seinen Hintergrund, was ich als sehr schade empfunden habe! Ein weiterer wichtiger Charakter ist Arden. Anfangs erschien sie mir als skrupellos und ich fand sie wenig sympathisch. Im Verlauf der Handlung wandelt sie sich jedoch um 180° und zeigt dem Leser ihren wahren Charakter. Auch sie ist mir zum Ende hin sehr ans Herz gewachsen.

Die Handlung gefiel mir soweit ganz gut, auch wenn mir teilweise ein wenig der Tiefgang fehlte. Einige Geschehnisse waren zu erahnen, viele haben mich jedoch sehr überrascht! Auch das Ende hätte ich so nicht erwartet.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein gutes Buch mit Luft nach oben ist. Der einfache und flüssige Schreibstil der Autorin hilft dabei das Buch schnell zu lesen.Ich werde mir den nächsten Teil definitiv kaufen, da das Ende sehr offen ist und ich wissen möchte, wie es mit den Charakteren weiter geht!

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Hier könnte ich zur Welt kommen von Marjorie Celona

Hier könnte ich zur Welt kommen
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Shannon hatte einen wirklich schweren Start ins Leben. Sie war eine Frühgeburt und wurde nur wenige Stunden danach von ihrer Mutter vor einem Krankenhaus ausgesetzt. In den ersten drei Jahren ihres Lebens, ...

Shannon hatte einen wirklich schweren Start ins Leben. Sie war eine Frühgeburt und wurde nur wenige Stunden danach von ihrer Mutter vor einem Krankenhaus ausgesetzt. In den ersten drei Jahren ihres Lebens, kommt sie in zwei vollkommen verschiedenen Familien, bevor sie in ein vollkommen überfülltes Kinderheim kommt. So wie ihre Familien wechselt sie auch ihre Namen. Von Lily zu Shandi über Shannon zu Samantha und zurück zu Shannon. Mit fünf Jahren wird sie von Miranda adoptiert, welche bereits eine fünfjährige Tochter hat. Miranda gibt sich sehr viel Mühe, doch Shannon wird sich nie richtig zu Hause fühlen. Auch wenn sie Miranda sehr gern hat und ihr unendlich dankbar ist, beginnt Shannon sie zu beklauen, schwänzt die Schule und reist von zu Hause aus. Dies Alles tut sie, weil sie nicht weiß wer sie ist und wo sie her kommt. Sie findet sich im Leben nicht zurecht, fühlt sich fremd und zweifelt an sich selbst. Das Vertrauen, welches Miranda zu Shannon verloren hat, lässt sich nur schwer wieder aufbauen und so beginnt für Shannon ein Kampf um ihre Familie und auch um ihr wahres Ich!


Marjorie Celonas Debüt "Hier könnte ich zur Welt kommen" ist ein sehr realitätsnaher Roman, der an Traurigkeit nur schwer zu überbieten ist. Shannon fühlt sich Nirgends wirklich zu Hause, schwebt eher durch die Welt, immer auf der Suche nach ihren Wurzeln. Im Buch werden zwei verschiedene Handlungsstränge durchlaufen. Zum einen erfährt der Leser, was Shannon alles seit ihrer Geburt erlebt hat und zum anderen wird die Zeit vor Shannons Geburt erläutert, wodurch der Leser die Beweggründe erfährt, die dazu geführt haben, dass Shannon ausgesetzt wurde.

Sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig ist die Erzählperspektive des Buches. Shannon erzählt im Buch in der Ich-Perspektive von ihrem Leben. Auch Zeiten, an die sich Menschen nicht erinnern können werden uns von Shannon erzählt. Ich fand es anfangs sehr verwirrend, dass sie uns von ihrem Leben als Säugling selbst berichtet. Auch als sie das erste Mal von der Zeit vor ihrer Geburt erzählt war ich verwirrt, weil ich anfangs nicht wusste, um wen es in diesem zweiten Handlungsstrang geht.

Die Charaktere werden von Marjorie Celona sehr eindeutig beschrieben und man kann sich diese sehr gut als in Wirklichkeit existierende Charaktere vorstellen. Miranda, welche sich nichts mehr gewünscht hat, als ein Kind zu adoptieren und groß zu ziehen, gibt ihr bestes um Shannon zu integrieren. Aber auch ihre Geduld ist irgendwann vorbei und sie stößt an ihre Grenzen, welche ganz natürlich sind. Shannon, die sich anfangs fremd in der Welt fühlt und erst lernen muss sich mit ihrem Leben zu arrangieren, wirkt schon in einem noch sehr jungen Alter sehr erwachsen in ihrem Denken. Nicht jedoch im Handeln und so rutsch sie auch zeitweise in eine dubiose Gesellschaftsschicht ab, aus welcher sie jedoch relativ schnell wieder heraus findet.

Die Handlung baut sich schrittweise auf und Shannon wird immer älter. Die Geschichte schreitet eher leise voran. Den eventuell erwarteten Knall gibt es nicht und so begleitet der Leser Shannon bis hin zu ihrem siebzehnten Geburtstag. Die eingebauten Zeitsprünge sind sehr gut gewählt und dadurch fallen eventuell ausgelassene Lebensjahre nicht auf. Die Handlung läuft flüssig weiter und ich fühlte mich auch nicht durch die sich abwechselnden Handlungsstränge gestört.

Nach dem Lesen der Leseprobe habe ich auf das oft so typische Happy End gewartet. Diese Erwartungshaltung habe ich aber sehr schnell wieder fallen lassen, weil ich mir selbst nicht sicher war, was ich mir für Shannon wünschen sollte. Rückblickend habe ich immer gehofft, dass sie beginnt sich so zu akzeptieren wie sie ist, damit sie ein Weg findet mit ihrem Leben umzugehen.

"Hier könnte ich zur Welt kommen" ist kein Buch über die Suche nach dem Glück. Es ist eher ein Buch über die Suche nach den Wurzeln, um zu verstehen und zu verzeihen. Die sehr wertfreie Erzählung macht das Buch zum Ende hin zu etwas ganz Besonderem.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Cassia & Ky – Die Ankunft von Ally Condie

Cassia & Ky – Die Ankunft
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Nachdem sich Cassia und Ky endlich wieder gefunden hatten, mussten sie sich auch schon wieder trennen. Cassia wird zurück in die Hauptstadt geschickt, um dort als Sortiererin zu arbeiten und Ky wird von ...

Nachdem sich Cassia und Ky endlich wieder gefunden hatten, mussten sie sich auch schon wieder trennen. Cassia wird zurück in die Hauptstadt geschickt, um dort als Sortiererin zu arbeiten und Ky wird von der Erhebung zum Piloten ausgebildet. Xander arbeitet unterdessen als Funktionär in der medizinischen Abteilung. Auch er hat sich, wie viele andere, der Erhebung angeschlossen. Als eines Tages eine Seuche ausbricht, zeigt sich die Erhebung zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Da die Erhebung in Besitz eines Gegengiftes ist, beginnen die Menschen ihr zu vertrauen. Nach und nach übernimmt die Erhebung die Macht über die größeren Städte. Xander arbeitet rund um die Uhr in der medizinischen Abteilung, um die Menschen von der Seuche zu heilen. Doch dann tritt erstmals eine Mutation auf und alle Heilmittel sind nutzlos. Nun ruht die letzte Hoffnung des Steuermannes auf Xander, Cassia und Ky, welche sich auf die Suche nach einem neuen Gegenmittel machen. Das Cover des letzten Bandes der Bestseller-Trilogie um Cassia und Ky schließt nahtlos an die ersten zwei an. Mir gefällt das gewählte Bild sehr gut und es spiegelt den Inhalt des Buches auf besondere Weise wieder. Auch ohne Schutzumschlag gefällt mir das Buch sehr gut, da das Bild auch direkt auf den Buchdeckel gedruckt ist. Beim Lesen des Buches fiel mir weiterhin auf, dass der Name des aktuell erzählenden Charakters oben links und rechts am Rand geschrieben steht, was teilweise zur Orientierung sehr hilfreich ist. Auch wenn die Zeitspanne zwischen Band zwei und drei etwas größer ausgefallen ist, hatte ich keine Probleme mich in die Handlung einzufinden. Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus der Sichtweise von Cassia, Ky und Xander beschrieben, was mir gut gefallen hat. Der Leser bekommt einen Einblick in die unterschiedlichen Gedanken und Gefühle der Charaktere. Im Laufe der drei Bände haben sich die drei Hauptfiguren enorm gewandelt und im abschließenden Band ist zu erkennen, wie erwachsen die drei geworden sind. Besonders Xander hat eine riesen Veränderung durchgemacht! Ky verliert zum Ende des Buches nun endlich seine Anspannung, welche mich in den vorherigen Teilen oft gestört hat. Anfangs noch störrisch und eigensinnig, wandelt sich sein Charakter nun etwas zum Ruhigen und Sanften. Cassia erscheint mir als sehr ruhig. Bei ihr hat mir an einigen Stellen die Wut bzw. Verzweiflung gefehlt. Bei allen Charakteren vermisse ich die tiefergehenden Gedanken zur Seuche, welche nur ein Mittel für die Erhebung sein sollte, um die Macht zu ergreifen. Durch die rasante Ausbreitung kam es jedoch zu vielen Todesopfern, was bei keinem der Charaktere zu Zweifeln an der Erhebung führte. Die Beziehung zwischen Cassia und Ky wird für meinen Geschmack viel zu kühl dargestellt. Hier fehlt meiner Ansicht nach ein wenig Romantik, die ich noch aus dem ersten Teil so deutlich in Erinnerung habe. Romantik lässt sich ansonsten nur anhand der Gedichte erahnen, welche Cassia und Ky so viel bedeuten und welche mir nichts desto trotz wirklich gut gefallen. Die Handlung im Buch verlief überraschend ruhig. Ich hatte mehr Aufruhe erwartet. Im Allgemeinen gefiel mir der Handlungsstrang sehr gut, doch fehlte mir an einigen Stellen die Spannung, welche dieses Finale gut vertragen hätte. Es gab leider wenig Überraschendes für mich und viele Punkte waren schon vorher zu erahnen. Trotz allem ist die Handlung des Buches sehr gut durchdacht und viele Fragen aus den vorherigen Teilen konnten geklärt werden. Auch wenn dieses Buch nicht das stärkste der Trilogie war, ist es alles in allem ein gelungener Abschluss, welcher mir viel Freude beim Lesen bereitet hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Smaragdgrün von Kerstin Gier

Smaragdgrün
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Noch immer ist Gwendolyn traurig und am Boden zerstört. Dass Gideon seine Gefühle nur gespielt haben soll, um sie besser manipulieren zu können, kann sie sich kaum vorstellen. Nicht nur die Trauer über ...

Noch immer ist Gwendolyn traurig und am Boden zerstört. Dass Gideon seine Gefühle nur gespielt haben soll, um sie besser manipulieren zu können, kann sie sich kaum vorstellen. Nicht nur die Trauer über Gideon, auch Charlotte macht ihr weiterhin zu schaffen. Sie kann sich nicht damit abfinden das Gwendolyn das Zeitreisegen in sich trägt und so versucht sie weiterhin ihr ins Handwerk zu pfuschen. Gwendolyn hat kaum Zeit um Gideon zu trauern, denn schon bald muss sie gemeinsam mit ihm auf einen Ball in der Vergangenheit gehen, um dort den Grafen von Saint Germain wiederzusehen. Dort angekommen läuft jedoch längst nicht alles nach Plan und kurz vor dem Rücksprung in die Gegenwart passiert etwas, was nicht nur Gideon vollkommen aus der Bahn zu werfen scheint!


Der letzte Teil der "Edelsteintrilogie" ist ein würdiger Abschluss einer wirklich atemberaubenden Buchreihe, die mich persönlich in jeder Hinsicht überzeugt und begeistert hat.


Der Cliffhanger am Ende des zweiten Buches war wirklich wirkungsvoll, sodass ich mir sofort den dritten Band schnappen musste. Dieser schließt wie der Band zuvor auch, nahtlos an seinen Vorgänger an, sodass der Anschluss auch nach längerer Lesepause gleich wieder hergestellt werden kann.


Die Charaktere noch ein mal zu beschreiben erübrigt sich wohl, da sich im Vergleich zum zweiten Band kaum etwas geändert hat. Xemerius ist immer noch mein Lieblingscharakter, aber auch Gwendolyn und Gideon habe ich ins Herz geschlossen.


Wieder einmal habe ich dieses Buch quasi gefressen. Wie schon die beiden Vorgänger war der Schreibstil auch hier erneut sehr angenehm. Themen wie Liebe, Spannung, Intrigen und Verwirrung gaben sich abwechselnd die Klinke in die Hand, sodass es nach der Auflösung des Liebeschaos zwischen Gwendolyn und Gideon nicht langweilig wurde.


Alle Fragen, die mir nach dem ersten und zweiten Teil noch im Kopf rum schwirrten, wurden beantwortet, alle Unklarheiten wurden aufgeklärt. Am Ende, als alle Fäden zusammen liefen, kam es bei mir wiederholt zum Aha-Erlebnis. Lustige Sprüche und witzige Bemerkungen, meist ausgehend von Xemerius, haben immer wieder zu einem Lächeln zwischen den Aha-Effekten geführt. Dies war auch gut so, da ich das ein oder andere Mal wirklich überrascht war, was tatsächlich hinter dem ein oder anderen Geheimnis steckte.


Auch dieses Buch hatte ich mal wieder viel zu schnell durchgelesen und der Abschied von den Charakteren tat mir richtig weh. Vor allem Xemerius wird mir fehlen und ich überlege immer noch, ob es eine Möglichkeit gibt ihn zu adoptieren.


Insgesamt ist dieser dritte Teil ein gelungener Abschluss einer hervorragenden Trilogie. Ich empfehle Allen diese Buchreihe zu lesen, sofern eure Abneigung gehen Jugend-Fantasy nicht all zu groß ist!

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Veröffentlicht am 06.04.2022

How to be really bad von Hortense Ullrich

How to be really bad
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Lilith ist die Tochter von Luzifer. Genau... der Teufel Luzifer. Und die Hölle ist eine Zentrale mitten in einer Großstadt, in einem Hochhaus. Lilith Vater verdient sein Geld mit den sieben Totsünden und ...

Lilith ist die Tochter von Luzifer. Genau... der Teufel Luzifer. Und die Hölle ist eine Zentrale mitten in einer Großstadt, in einem Hochhaus. Lilith Vater verdient sein Geld mit den sieben Totsünden und mit Menschen die sich nach Reichtum und Ansehen sehnen. Nur mit seiner Tochter ist Luzifer nicht zufrieden. Sie ist unordentlich und hält sich nicht an seine Regeln. Aus diesem Grund schickt er Lilith mit Hilfe eines Schüleraustauschprogramms unter die Menschen. Dort soll sie Disziplin lernen und die Regeln anderer einhalten. Einmal dort angekommen, beginnt Lilith sofort Pläne für ihre Umwelt zu schmieden. Besonders ihre Gastschwester will sie von Grund auf verändern. Als sie in der Stadt Sam trifft ist sie vollkommen verwirrt, denn ihre Gefühle geraten völlig durcheinander. Aber sie ist doch die Tochter des Teufels! Sie kann sich doch gar nicht verlieben!



"How to be really bad" ist ein Jugendroman, der durch die auffällige Covergestaltung aus jedem Bücherregal und Bücherstapel heraussticht. Knallig Pink kommt es daher, mit einem Teufelssmiley in der Mitte. Das Buch richtet sich meiner Meinung nach an die Altersgruppe 12-16 Jahre, was die Covergestaltung etwas verständlicher erscheinen lässt.



Das Buch beginnt sehr lustig mit einem Streit zwischen Vater und Tochter, der auf den bereits angesprochenen Schüleraustausch hinaus läuft. Viele witzige Aussagen und Gedanken haben mich gleich zu Beginn des Buches zum Schmunzeln gebracht.



Als Lilith bei ihrer Austauschfamilie ankommt, fängt das Spektakel gleich an. Der Unterschied in den Umgangsformen zwischen Menschen und Teufeln, wurde von Hortense Ullrich deutlich herausgearbeitet und erneut stahl sich immer wieder ein Grinsen auf mein Gesicht.



Lilith hat mir von Beginn an gefallen. Ihre ehrliche und unbedarfte Art soll zwar den Unterschied zwischen Menschen und Teufeln deutlich machen, macht sie aber für mich umso sympathischer. Des Öfteren habe ich mir gewünscht die Unbedarftheit und die ungewollte Kaltschnäuzigkeit von Lilith zu besitzen.

Die Austauschfamilie, in welche Lilith geschickt wird, bedient die typischen Klischees einer stark ökologisch eingestellten Familie. Der starke Kontrast zu Lilith macht die Geschichte noch einmal deutlich interessanter.



Trotz all dieser positiven Dinge und dem mich beim Lesen begleitenden Grinsen, hatte mir das Buch viel zu wenig Tiefgang. Die 208 Seiten reichten aber auch bei weitem nicht aus, um vertiefend auf Themen einzugehen. Lilith Charakter verändert sich in nur wenigen Tagen, was für mich ziemlich unrealistisch ist.



Das Buch ist gut geeignet für ein Grinsen zwischendurch. Da die wirklich sehr locker beschrieben Seiten sehr schnell durchgelesen sind, kommt man relativ unproblematisch von einem Buchdeckel zum anderen, ohne zwischendurch hängen zu bleiben.