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Veröffentlicht am 11.07.2021

Wie die Luft zum Atmen

Wie die Luft zum Atmen
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Das letzte Jahr hat für Elizabeth mehr seelische Schmerzen bereitgehalten, als sie jemals gedacht hatte ertragen zu können. Als es für sie und ihre Tochter Emma an der Zeit ist nach Hause zurück zu kehren, ...

Das letzte Jahr hat für Elizabeth mehr seelische Schmerzen bereitgehalten, als sie jemals gedacht hatte ertragen zu können. Als es für sie und ihre Tochter Emma an der Zeit ist nach Hause zurück zu kehren, fährt sie auf dem Heimweg versehentlich einen Hund an. Sein Besitzer Tristan Cole ist außer sich vor Sorge und gibt Elizabeth eiskalt zu verstehen, dass sie sich zukünftig besser von ihm fernhalten soll. Dass der gutaussehende Tristan Cole, mit den sturmgrauen und traurigen Augen ihr neuer Nachbar ist, erfährt sie kurze Zeit später. Der Warnungen ihrer Freunde, sich von ihm fern zu halten, schenkt Elizabeth keine Beachtung, denn sie erkennt in seinen Augen den gleichen Schmerz, der sich auch immer wieder wie ein Schatten auf ihre Seele legt.

Dunkel, schmerzvoll, zerreißend, überwältigend, traurig, warm, mutig… all das sind Wörter, die mir zum Buch einfallen. Diese Geschichte ist so überwältigend und mitreißend, dass mir beinahe die Worte fehlen. Ich bin tief beeindruckt von Brittainy C. Cherrys Schreibweise denn sie hat es geschafft, dass ich mit Elizabeth und Tristan auf eine Art und Weise mitgefühlt habe, die ich selten in Büchern finde. Der Schmerz war greifbar, die Trauer unendlich tief und die Liebe bedingungslos.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Elizabeth und Tristan erzählt. Elizabeth ist eine tolle, starke und unabhängige Frau die mit einem sehr großen Herzen, Einfühlungsvermögen und Empathie ausgestattet ist. Tristan hat, so eisig er auch zu Beginn erscheinen mag, einen unglaublich weichen Kern und seine Wärme hat nicht nur einmal Gänsehaut bei mir hervorgerufen. Emma ist ein tolles kleines Mädchen mit viel Herzenswärme und Güte. Ihre kecke und freche Art macht sie zu etwas ganz Besonderem. Zuletzt möchte ich noch Faye erwähnen. Sie bringt so viel Frische und Unbeschwertheit ins Buch, dass ich sie einfach nur lieben konnte.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Ein ganz neues Leben

Ein ganz neues Leben
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Ein ganzes halbes Jahr haben Will und Louisa zusammen verbracht, doch nun ist sie auf sich allein gestellt. Nur mit Wills Hilfe hat Lou es geschafft aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen, doch seitdem ist ...

Ein ganzes halbes Jahr haben Will und Louisa zusammen verbracht, doch nun ist sie auf sich allein gestellt. Nur mit Wills Hilfe hat Lou es geschafft aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen, doch seitdem ist sie nicht wirklich weit gekommen. Ihre Trauer um Will frisst sie auf und ohne ihn erscheint das Leben trist. Eines Abends klopft jemand an Lou's Tür und stellt ihr Leben erneut vollkommen auf den Kopf.

Vornweg muss ich festhalten, dass ich keinen zweiten Band gebraucht hätte, da der erste Teil für mich perfekt ist und auch das Ende mich nicht nach mehr schreiend zurückgelassen hat. Die Schreibweise ist nach wie vor angenehm, fesselnd und einfühlsam. Es wird mir immer warm ums Herz, wenn ich Bücher von Jojo Moyes lese. Sie versteht es ungemein gut Gefühle durch Worte zu vermitteln und zum Nachdenken anzuregen. Den Großteil der Geschichte empfand ich als traurig und bedrückend, auch wenn die Stimmung immer wieder durch witzige Szenen aufgelockert wird. Zu Beginn kam mir die Handlung etwas langatmig vor, wodurch ich jedoch vollkommen in Lous Gefühlswelt eintauchen konnte. Ich spürte förmlich wie ihre kurzzeitig aufkommende Lebensfreude innerhalb von Sekunden wieder verloren ging, nur um Lou erneut in Traurigkeit versinken zu lassen.

Auch ich spürte die Lücke deutlich die Will hinterlassen hat. Sam mochte ich wirklich gern aber ich kam nicht umhin ihn immer wieder mit Will zu vergleichen. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass dem Ganzen etwas Tiefe gefehlt hat. Eine weitere Person, über die ich nicht zu viel erzählen möchte um nicht zu Spoilern, hat mich dagegen komplett umgehauen und begeistert. Sie hat eine ganz besondere Frische ins Buch gebracht, welche die Handlung wirklich hat aufleben lassen. Wenn man sich vor dem Lesen deutlich macht, dass es keine Fortsetzung im eigentlichen Sinn ist, wird auch dieses Buch ein schönes Leseerlebnis sein.

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Veröffentlicht am 10.07.2021

Guter Auftakt

Partem. Wie die Liebe so kalt
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Xenia vermeidet körperlichen Kontakt. Eine Berührung, so kurz sie auch sein mag, und Xenia hört Geräusche zu jedem Menschen. Nur bei Jael breitet sich eine tiefe Stille in ihrem Kopf aus, die sie sich ...

Xenia vermeidet körperlichen Kontakt. Eine Berührung, so kurz sie auch sein mag, und Xenia hört Geräusche zu jedem Menschen. Nur bei Jael breitet sich eine tiefe Stille in ihrem Kopf aus, die sie sich nicht erklären kann. Jael ist neu in der Stadt und hat nur einen Auftrag: den Menschen ihre Gefühle zu rauben. Doch auch für ihn ist Xenia anders. Sie schafft es als einzige seinen Herzschlag zu beschleunigen und tief verborgene Gefühle hervorzulocken. Jael muss sich entscheiden zwischen blindem Gehorsam und seinen Gefühlen.

Um dieses Buch bin ich nicht herumgekommen. Zum einen ist das Cover wunderschön und zum anderen wird die Werbetrommel für dieses Buch ordentlich gerührt. Und was soll ich sagen? Das Buch ist definitiv anders als das, was ich bisher gelesen habe und mir gefällt die Grundidee wirklich gut. Aber auch der Inhalt unterscheidet sich von dem was ich erwartet hatte.

Jael gehört einer Gruppe an, welche den Menschen ihre Gefühle stehlen soll. Xenai scheint etwas Besonderes zu sein und bevor sie bestohlen werden kann muss sie Jael ihre Liebe schenken. Wie ihr vielleicht an der groben Beschreibung merkt, stehe ich direkt vor dem ersten Problem: Viel mehr weiß ich bisher leider nicht. Die Informationen über Jael und seine Freunde sind leider recht rar und so stehe ich nach dem Lesen vor unglaublich vielen offene Fragen.

Das Buch konzentriert sich dafür stark auf die Beziehung zwischen Xenia und Jael. Ich mag beide sehr gern, auch wenn Jaels ewiges Hin und Her ein wenig anstrengend war. Ich finde, dass sich zwischen den beiden durchaus eine Beziehung aufbaut, nur ging mir diese für die Länge des Buches nicht tief genug. Auch die anderen Charaktere mochte ich, wobei mir Chrystal und Felix besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Auch wenn ich dem Buch keine volle Punktzahl geben kann, fand ich die Grundidee und die Schreibweise sehr gelungen. Für mich wirkte das Buch wie ein langer Prolog für den zweiten Band und ich bin gespannt auf das was noch kommen wird.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Gutes Buch für zwischendurch mit kleinen Schwächen

Sleepless in Manhattan
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Alles Beginnt mit einem Brief von einem kleinen Mädchen, welches nicht weiß, ob es noch an den Weihnachtsmann glauben soll. Ein Brief von einem Mädchen, dass seine Mutter verloren hat und dessen Vater ...

Alles Beginnt mit einem Brief von einem kleinen Mädchen, welches nicht weiß, ob es noch an den Weihnachtsmann glauben soll. Ein Brief von einem Mädchen, dass seine Mutter verloren hat und dessen Vater sein Bestes gibt. Sadie arbeitet für die Weihnachts-Rubrik eines Frauenmagazins und fühlt sich direkt mit der Verfasserin verbunden. Es dauert nicht lange, bis sie sich vor der Tür der Familie wiederfindet, doch verstickt sich Sadie in einem Geflecht aus Lügen, welches mit jeder weiteren in sich zusammen zu fallen droht.

Bei diesem Buch habe ich mich als erstes in das Cover verliebt. Es strahlt etwas Magisches aus und im Nachhinein muss ich sagen, dass es unglaublich gut zum Buch selbst passt. Der Beginn der Handlung hat mich genau so sehr gerührt wie Sadie, denn die Briefe von Birdie haben mein Herz zum Schmelzen gebracht. Die Geschichte selbst ist locker und leicht geschrieben was es mir einfach gemacht hat durch die Seiten zu fliegen. Die Kapitel werden abwechselnd aus Sadies und Sebastians Perspektive geschrieben und ich mochte es, dass ich so in beide Köpfe schauen konnte.

Sadie ist ein herzensguter, fröhlicher und aufgeschlossener Mensch. Zu Beginn und auch im mittleren Teil wirkte sie hin und wieder etwas zu naiv, was für mich nicht wirklich zum Charakterbild passte. Sebastian war sehr sympathisch, und seine hin und wieder mürrisch und unentschlossen konnte ich sehr gut nachvollziehen und verzeihen. Mein absoluter Lieblingscharakter war Birdie. Sie ist so zuckersüß, aufgeschlossen und clever, dass ich gar nicht anders konnte als sie zu mögen.

Was mir nicht so gut gefallen hat waren die vielen Zufalle und schicksalhaften Verkettungen in diesem Buch. Nach einer gewissen Zeit traten diese für mich persönlich zu gehäuft auf. Auch gefühlstechnisch konnte mich das Buch ab der Mitte nicht mehr so abholen wie zu Beginn. Alles ging zu schnell und geschah zu abrupt. Ein gutes Buch für zwischendurch, dass sein Potential meiner Ansicht nach nicht komplett ausgeschöpft hat.

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Spannender Auftakt einer neuen Reihe

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Tom Bachmann ist Profiler. Er ist einer der besten und begabtesten seiner Generation, was ihm den Spitznamen der „Seelenleser“ verschafft hat. Er versteht es wie kein anderer das Böse in den Menschen zu ...

Tom Bachmann ist Profiler. Er ist einer der besten und begabtesten seiner Generation, was ihm den Spitznamen der „Seelenleser“ verschafft hat. Er versteht es wie kein anderer das Böse in den Menschen zu lesen, sie Stück für Stück zu analysieren, um sie dann wieder zu einem Täterprofil zusammen zu setzen. Beim BKA übernimmt er einen Fall bei dem der Blutkünstler die Opfer auf die grausamste Art und Weise foltert, um die Leichen dann als Kunstwerke drapiert zurückzulassen. Tom versucht alles um den Blutkünstler zu schnappen, kämpft nebenbei jedoch auch noch mit seinen eigenen Dämonen.

„Der Blutkünstler“ ist das erste Buch einer neuen Reihe rund um Tom Bachmann. Das Cover ist wirklich schön gestaltet und hat mich direkt gecatched. Chris Meyer beeindruckte mich gleich zu Beginn mit seinem bildgewaltigen Schreibstil. Ich liebe es wie der Autor die Szenen durch seine Beschreibungen lebendig werden lässt. Ich hatte ständig Bilder vor Augen und Gerüche in der Nase.

Bevor ich genauer auf die Handlung eingehe, möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen. Das Buch ist wirklich grausam, blutig und beschreibt weiterhin recht detailliert Gewalt an Kindern. Ich persönlich fand die Handlung extrem mitreißend, genau wie man es sich bei einem Thriller wünscht. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man viel über die Kindheit von Tom. Unterstützt durch die bildgewaltige Schreibweise habe ich mich wirklich häufig geekelt und hatte Gänsehaut. Am Ende hat mir bei der Lösung des Falls leider etwas die angekündigte Brillanz des Profilers gefehlt.

Tom mochte ich, trotz seiner distanzierten und kühlen Art sehr gern. Er hat etwas an sich was mich begeistert und ich finde er ist ein super interessanter Charakter für eine neue Reihe. Er bringt viel Entwicklungspotenzial mit und ich bin gespannt wo dies noch hinführen wird. Seine Kollegen blieben leider etwas blass und ich hoffe, dass sich auch hier noch einiges tun wird in den Folgebänden. Einzig Katja ist mir negativ im Kopf geblieben durch ihre penetrante Art. Alles in allem ein sehr gelungener und lesenswerter Auftakt.

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