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Veröffentlicht am 25.04.2025

Heir von Sabaa Tahir

Heir
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Diese Rezension hätte ich wirklich gern noch ein paar Tage länger hinausgezögert muss ich gestehen, denn selten hat mich ein Buch so gespalten, wie dieses. Auf der einen Seite finde ich, dass die Geschichte ...

Diese Rezension hätte ich wirklich gern noch ein paar Tage länger hinausgezögert muss ich gestehen, denn selten hat mich ein Buch so gespalten, wie dieses. Auf der einen Seite finde ich, dass die Geschichte wirklich ein kleines Meisterwerk ist. Auf der anderen Seite wiederrum habe ich mich häufig wirklich schwer getan am Ball zu bleiben. Die Geschichte wird Großteiles aus drei Perspektiven erzählt. Aiz ist eine Waise, die alles dafür tun würde, um ihr Volk zu retten. Sirsha wurde von ihrem eigenen Volk verbannt und Quil ist der Kronprinz des Imperiums. Alle drei Charaktere sind absolut unterschiedlich und durchlaufen eine spannende Entwicklung. Auch die Nebencharaktere spielen eine wichtige Rolle und sind großartig ausgearbeitet.

Wirklich gut gefallen hat mir der Schreibstil von Sabaa Tahir. Ihre bildlichen und detaillierten Beschreibungen haben es mir wirklich leicht gemacht in die Welt einzutauchen. Fasziniert hat mich, wie die Autorin die drei Erzählstränge nach und nach miteinander verwoben hat. Zwischendurch gibt es immer wieder Plot Twists, die mich jedes Mal eiskalt erwischt und zum Teil auch wirklich erschüttert haben. Auch das Magiesystem hat mich absolut begeistert. Vor allem die Macht von Sirsha fand ich spannend und ich konnte wirklich nicht genug davon bekommen.

Kommen wir zu den Problemen, die ich mit dem Buch hatte. Zum einen spielt das Buch etwa zwei Jahrzehnte nach der Elias und Laia-Reihe, was ich zu Beginn nicht gewusst habe. Die Reihe habe ich nie beendet und auch sind die ersten zwei Bänder schon lange her. Mir haben hier wirklich die Vorkenntnisse gefehlt und dadurch hat es mir das Lesen und Verstehen ziemlich erschwert. Ein Glossar oder ähnliches gab es leider nicht. So war die Welt in meinen Augen unfassbar komplex, ein Problem, welchem man vermutlich aus dem Weg gehen kann, wenn man Elias und Laia zuvor gelesen hat. Auch hatte das Buch in meinen Augen einige Längen, die es mir dann etwas schwerer gemacht haben am Ball zu bleiben.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2025

Starker Beginn und überraschende Charaktere

Die Elite von Ashriver - Broken Lies
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Vor dem Lesen des Buches war ich tatsächlich ein wenig skeptisch, da Band zwei der „Die Elite von Ashriver“ Reihe von Riley und Ezra handelt. Mit beiden Charakteren bin ich in Band eins nicht richtig warm ...

Vor dem Lesen des Buches war ich tatsächlich ein wenig skeptisch, da Band zwei der „Die Elite von Ashriver“ Reihe von Riley und Ezra handelt. Mit beiden Charakteren bin ich in Band eins nicht richtig warm geworden. Ich fand die zwei von Beginn an schwierig und nur Ezra konnte mich zum Ende des Buches ein wenig mehr von sich überzeugen. Umso überraschter war ich zu Beginn, da ich beide Charaktere als sehr tiefgründig empfunden habe. Ich hatte ein komplett anderes Bild im Kopf und war umso überraschter, was sich hinter den beiden Fassaden tatsächlich verbirgt.

Riley hat sich nach außen hin einen Ruf und eine Fassade aufgebaut, um niemanden merken zu lassen, was wirklich in ihr vorgeht. Ihre Gedanken, Ängste, Sorgen und Selbstzweifel sind so tief verankert, dass ich wirklich sehr mit ihr gelitten habe. Bei Ezra war ich noch viel überraschter, was sich hinter der harten und selbstbewussten Maske verbirgt. Damit hatte ich in keinster Weise gerechnet. Beide machen Charakterlich eine enorme Wandlung im Buch durch und ich habe es geliebt, wie sie sich gegenseitig geholfen haben, um die Fassade nach und nach einzureißen. Auch die Handlung fand ich sehr gelungen und ich habe mich gefreut, dass der Fantasy Anteil in diesem Band ein wenig stärker zum Tragen kam.

Der starke Beginn hat in meinen Augen leider nach gut der Hälfte des Buches nachgelassen und da begannen die Probleme, die für mich leider wirklich einiges kaputt gemacht haben. Die Handlung ging Schlag auf Schlag weiter und ich hatte das Gefühlt, dass alles schnell zu einem Ende gebracht werden musste. Zeitlich gab es zwischen den Kapiteln ein paar Lücken und ich bin kaum noch hinterhergekommen, weil ich das Gefühl hatte, es würde etwas fehlen oder die Handlungen würden überstürzt stattfinden. Auch das Ende hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Mein Kopf versteht es, aber mein Herz kann diese Lösung tatsächlich kaum ertragen. Das ist auch der Grund, wieso ich mich wirklich auf Band drei freue. Ich muss endlich wissen, was sich hinter dem Ganzen verbirgt.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Großartiges Buch mit starken Protagonisten

The Serpent and the Wolf
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„The Serpent and the Wolf“ war eines der Neuerscheinungen im März, auf welche ich mich mit am meisten gefreut habe. Und tatsächlich kam das Buch auch genau zur richtigen Zeit bei mir an, denn ich habe ...

„The Serpent and the Wolf“ war eines der Neuerscheinungen im März, auf welche ich mich mit am meisten gefreut habe. Und tatsächlich kam das Buch auch genau zur richtigen Zeit bei mir an, denn ich habe es wirklich geliebt und es hat mich von Anfang bis Ende begeistert. Das Cover des Buches ist einfach traumhaft schön und passt perfekt zur Geschichte. Auch der Farbschnitt ist absolut gelungen und macht das Buch zu einer echten Augenweide.

Die Geschichte ist in der dritten Person und bis auf wenige Ausnahmen aus Vaasas Sicht geschrieben. Für mich baut der Schreibstil der dritten Person immer eine gewisse Distanz auf, die sich in diesem Buch aber zum Glück in Grenzen gehalten hat. Ansonsten war der Schreibstil flüssig und hat es mir leicht gemacht das Buch zu lesen. Vaasa ist die Hauptprotagonistin und ich war direkt zu Beginn des Buches beeindruck von ihrer Willensstärke und Schlagfertigkeit. Sie macht eine enorme Entwicklung durch und je weiter ich gelesen habe, desto mehr habe ich über ihren Hintergrund und ihr Verhalten erfahren. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr und besser habe ich Vaasa verstanden. Ihre Emotionalität hat mich gepackt und mitgerissen.

Kommen wir zu Reid… ich glaube ich kann gar nichts anderes sagen außer, dass ich mich vermutlich von der ersten Szene an in ihn verliebt habe. Für mich ist er ein großartiger Charakter mit viel Herz und vielen Emotionen. Auch die Handlung hat mich vollkommen begeistert. Die „politischen“ Spielchen zwischen den ganzen Akteuren und Vaasas Mitwirken dabei haben mich begeistert und ich habe auch diese Szenen so gern gelesen. Auch das Magiesystem ist spannend und ich hätte hier gern noch mehr erfahren (vielleicht kommt das ja im nächsten Band).

Kommen wir zu dem einzigen Punkt, der für mich mehr Potential hatte. Die Liebesgeschichte im Buch mochte ich generell sehr gern und ich habe sie definitiv auch gefühlt. Trotz allem hätte ich mir hier ein wenig mehr in der Anbahnungsphase gewünscht. Das Ende war dann noch mal mehr als fulminant und hat mich schockiert zurückgelassen. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil der Reihe.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Mister O'Lui und die große Eiersuche von Silke Siefert

Mister O'Lui und die große Eiersuche
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Auch wenn Ostern in diesem Jahr etwas länger als gewöhnlich auf sich warten lässt, kann man sich ja schon mal gedanklich darauf einstimmen. Für Emilia wird es das erste Ostern sein, welches sie wirklich ...

Auch wenn Ostern in diesem Jahr etwas länger als gewöhnlich auf sich warten lässt, kann man sich ja schon mal gedanklich darauf einstimmen. Für Emilia wird es das erste Ostern sein, welches sie wirklich bewusst miterlebt und so kam mir das Buch Mister O'Lui und die große Eiersuche gerade recht. Das Buch ist ab einem Alter von 2 Jahren empfohlen und hat mit 26 Seiten einen perfekten Umfang. Die Seiten sind schön dick, so dass das Buch bei den vielen Mitmach-Aufgaben vom Kind problemlos selbst genutzt werden kann.

Das Cover hat mich direkt angesprochen. Das ganze Buch ist absolut zauberhaft gestaltet. Ich mag den Zeichenstil sehr gern und auch die etwas gedecktere Farbpalette, welche im Buch verwendet wird, findet Anklang. Auch meine Tochter ist hin und weg von dem kleinen Schweinchen Rupert, welches in diesem Buch die Hauptrolle spielt. Noch begeisterter ist sie jedoch davon, dass sie Rupert auf zahlreichen Doppelseiten mit den Eiern helfen kann. Ob es darum geht die Eier anzumalen, sie in den Wagen zu befördern oder den Wagen den Berg hinaufzubekommen. Sie ist mit Feuereifer dabei uns freut sich immer wieder, dass sie helfen konnte. Am Ende müssen noch auf mehreren Seiten Eier gesucht werden und auch hier ist sie zu 100% mit dabei und freut sich, wenn sie die Eier gefunden hat.

Nach nur wenigen Malen wusste meine Tochter bereits auf jeder Seite, was sie tun muss, um Rupert zu helfen. Da sich der Text im Buch jedoch zu einem großen Teil darauf bezieht zu erklären was getan werden soll, kommt mir persönlich der Vorlese-Teil in diesem Buch ein klein wenig zu kurz. Nach den ersten zwei Zeilen des Texts ist sie quasi schon fertig obwohl ich im Text noch gar nicht bei der Handlungsaufforderung angekommen bin. Ansonsten finde ich das Buch aber sehr gelungen und es ist einfach perfekt, um meiner Tochter Ostern schon mal ein wenig näher zu bringen.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Streit! Und nun? Das artgerecht-Bilderbuch von Nicola Schmidt

Streit! Und nun? Das artgerecht-Bilderbuch von Nicola Schmidt
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Ich kenne die Autorin Nicola Schmidt bisher nur von einem ihrer Artgerecht Büchern und war wirklich neugierig auf ihr neues Kinderbuch. Streit ist im Leben von Kindern ein wichtiges Thema und auch im Leben ...

Ich kenne die Autorin Nicola Schmidt bisher nur von einem ihrer Artgerecht Büchern und war wirklich neugierig auf ihr neues Kinderbuch. Streit ist im Leben von Kindern ein wichtiges Thema und auch im Leben meiner Tochter wird dieses Thema immer präsenter. Ich war wirklich gespannt auf die Ideen und Ansätze, die dieses Buch mitbringen wird. Das Buch wird für Kinder ab 3 Jahren empfohlen und zeigt auf 32 Seiten unter anderem vier verschiedene Situationen, in denen Tiere auf einem Spielplatz streiten und am Ende zusammen eine Lösung finden. Nach den vier Streitsituationen gibt es zum Abschluss eine Szene, in der alle Tiere zusammenspielen. Danach folgt eine Doppelseite, auf welcher die Erwachsenen Handlungsempfehlungen und Anregungen durch die Autorin bekommen. Ganz am Schluss gibt es noch eine weitere Doppelseite auf der 10 Suchbilder zu sehen sind, die die Kinder innerhalb der ganzen Streitszenen suchen können.

Die Gestaltung des Buches gefällt mir persönlich sehr gut. Die Tiere sind alle sehr süß gezeichnet, auch wenn der Hirsch vielleicht ein bisschen wie ein Bär aussieht. Ich persönlich mag den Stil gern und auch bei meiner Tochter sind die Bilder sehr gut angekommen. Was mir dagegen nicht so gut gefallen hat ist der Einstieg in das Buch, denn es fällt quasi mit der Tür ins Haus. Hier hätte ich mir für die Kinder zu Beginn vielleicht einen etwas entspannteren Einstieg gewünscht. Die Streitsituationen selbst sind sehr realitätsnah. Was den Lösungsweg und die Lösungen angeht bin ich wirklich etwas hin und her gerissen. Es ist immer eine erwachsene Person, die einschreitet und den Lösungsprozess in Gang setzt. Gerade für ältere Kinder hätte ich mir hier auch mal eine Szene gewünscht, in der die Kinder selbst einen Lösungsprozess anstoßen. Auch sind die Lösungen in meinen Augen nicht immer ganz gelungen. In der Realität gibt es sicher auch mal Situationen, die nicht zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann. Kinder befinden sich oft in unterschiedlichen Phasen der Entwicklung und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Die vier Situationen sind mir in diesem Punkt leider einfach etwas zu monoton.

Gut gelungen finde ich, dass die Kinder die Lösungen selbst vorschlagen und hier ihre Ideen offen äußern können. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Buch bildet eine gute Grundlage, um das Thema Streit an Kinder heranzutragen und Gespräche und Diskussionen in Gang zu setzen. Die Illustrationen zeigen die Probleme sehr deutlich, so dass die Kinder auch selbst mit überlegen können, was die Bilder alles zeigen und was für Lösungsideen zustande kommen könnten. Auch die Idee mit den Suchbildern am Ende kam sehr gut an.

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