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Veröffentlicht am 07.02.2022

Humorvolles Theater

Gemeinsam ist man besser dran
2

Der Roman „Gemeinsam ist man besser dran“ von Silvia Deloy geht es um Tilda, deren Antiquitätengeschäft abgerissen werden soll und Noah, der ihr das Theater gegenüber des Ladens vor der Nase weg kauft.
Entsprechend ...

Der Roman „Gemeinsam ist man besser dran“ von Silvia Deloy geht es um Tilda, deren Antiquitätengeschäft abgerissen werden soll und Noah, der ihr das Theater gegenüber des Ladens vor der Nase weg kauft.
Entsprechend kann Tilda Noah anfangs gar nicht leiden. Erst nach und nach entwickelt sie erst neutrale, dann liebevolle Gefühle für ihn.
Der Roman beschreibt humorvoll, wie Tilda verzweifelt versucht, ihr Herzprojekt am Leben zu halten. Unterstützung erfährt sie von ihrer besten Freundin, die teilweise verrückte Ideen beisteuert, ihren Mitbewohner Jose, der sich für eine Zwergohreule stark macht und auch von Noah, den sie erst als arrogant und überheblich einstuft, hat er doch in einer Soap mitgespielt. Doch immer wieder werden Steine in den Weg gelegt: erst ist das Ausweichgebäude nicht mehr zu haben, dann feiert Tildas Schwester Mira ausgelassene Partys in der WG und dann ist da noch Tildas Trauma, dass sie sich immer um alle kümmern muss. Das zeigt sich besonders im Bezug auf Mira, aber auch in ihren Streit mit Noah, dass sie Mira ziehen lassen sollte. Silvia Deloy verwendet dabei stets humorvolle und alltagsnahe Sprache, was dazu führt, dass ich den Eindruck bekomme, alles spielt sich vor meiner Nase ab. Speziell Cem, Tildas Mitarbeiter, ist für seinen Humor bekannt. Sei es beim Fußball während des Flohmarkts oder im improvisierten Theater- Cem ist immer ein Clown.
Mir persönlich hat besonders gefallen, dass das Buch so vielschichtig ist. Etwas Theater inklusive Drama, viel Komödie und ganz viel Herz- einfach ein Buch zum Liebhaben.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.01.2022

Klasse Krimi

Sterbende Seelen
5

Sterbende Seelen
Mara Billinsky als Chefin und Retterin der schwarzen Glühwürmchen

Eine Mordserie erschüttert Frankfurt. Mara Billinsky, auch bekannt als die Krähe, stürzt sich in die Ermittlungen. Dabei ...

Sterbende Seelen
Mara Billinsky als Chefin und Retterin der schwarzen Glühwürmchen

Eine Mordserie erschüttert Frankfurt. Mara Billinsky, auch bekannt als die Krähe, stürzt sich in die Ermittlungen. Dabei fällt ihr eine besondere Aufgabe zuteil: sie muss nicht nur die Morde an den Nigerianern klären, sondern auch ihren Chef vertreten. Um Bewegung in die Mordserie zu bringen, reist Mara nach Sizilirn. Dort findet sie viele Hinweise- aber auch jede Menge Fallen. Zur Lösung des Falls kommt es erst in Frankfurt mit Hilfe von Kommissar Zufall. Und nicht jeder Polizist hat eine weiße Weste.

Meine Meinung

Ich habe direkten Zugang zu den Krimi gefunden. Mara ist eine extravagante Person, die durch ihre eigenwilligen Ermittlungsmethoden- zum Beispiel die Reise nach Sizilien, obwohl sie als Chefin vor Ort gebraucht wurde- auffällt. Ich finde Mara vor allem in Disput mit Anwalt von Lingert amüsant.
Maras Kollege Rosen ist ihr Gegenstück. Die beiden sind sehr gegensätzlich, vertrauen einander jedoch blind. Da Mara Rosen nicht sofort alles erzählt und umgekehrt kann es sehr spannend sein.
Neben den Kommissaren sind Prostituierte, die aus Nigeria eingeschleust wurden, die Hauptpersonen. Stellvertretend für sie steht Joy, die unter unwürdigen Bedingungen nach Europa kam und zur Prostitution gezwungen wurde. Joy ist unterdrückt und hat in Notwehr ihre Peinigerin Madame Louise umgebracht.
Durch Joy werden die Themen Korruption und Menschenhandel angesprochen. Ich finde dies sehr wichtig und vor allem oft übersehen. Speziell die „Madames“ werden verschleiert und nicht wahrgenommen. Joys Geschichte sorgt für einen neuen Spannungsbogen, nachdem der Fall nahezu gelöst ist.
Aber nicht nur bei Joy wird Korruption ausgedrückt: auch bei der Polizei fliegt ein großer Korruptionsskandal auf. Da dies selten im realen passiert, finde ich es umso wichtiger, es im Krimi aufzunehmen.
Der Schreibstil ist sehr detailtreu und bildhaft. Das Buch ist sehr leicht zu lesen und hat mich sehr gefesselt. Ich finde vor allem die zahlreichen Vergleiche, wie zum Beispiel die schwarze Kleidung Maras mit einer Krähe oder die Nigerianerinnen mit dunklen Glühwürmchen, sehr treffend. Dies hilft mir dabei mich ins Geschehen reinzuversetzen.

Fazit
Ich finde den Krimi sehr gelungen und sehr spannend. Durch die angesprochenen Themen ist es gesellschaftlich relevant und ein klarer Lesetipp.

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  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 06.12.2021

Unterhaltung

Aber der Sex war gut
0

In dem Roman „Aber der Sex war gut“ von Aly Mennuti geht es um den Verleger Henry und die Autorin Annie, die erst zueinander finden müssen.
Die durchaus unterhaltsame Story hat ziemlich viele Seitenstränge. ...

In dem Roman „Aber der Sex war gut“ von Aly Mennuti geht es um den Verleger Henry und die Autorin Annie, die erst zueinander finden müssen.
Die durchaus unterhaltsame Story hat ziemlich viele Seitenstränge. Annie trauert ihrer Affäre, den verstorbenen Literaturprofessor Joe, hinterher. Henry dagegen steht im Konkurenzdruck mit seiner Ex Frau und erwartet ein neues Buch von Annie. Erst nach und nach erfährt der Leser, das Joe Annies Ghostwriter ist, wobei die Darstellung für Lacher sorgt. Dann gilt es, einen neuen Ghostwriter zu finden- welcher plötzlich verschwindet und den „Ghost“ eine neue Bedeutung gibt. Auch Will, der Sohn des Verlegers, nimmt eine zentrale Rolle ein, indem er Annie zeigt, was sie kann. Das wird sprachlich salopp und humorvoll verpackt.
Im Kontrast dazu steht der Schlussteil, welcher sehr verwirrend und chaotisch war. Plötzlich hat Joes Anwalt das Testament gefälscht und Annie findet doch noch zu sich selbst. Allerdings bleibt sie Single.

Ich fand das Buch zumindest in Teilen unterhaltsam- sei es die Suche nach einem Ghostwriter oder wie dieser plötzlich verschwindet. Allerdings gehen viele Themen unter, wie zum Beispiel Korruption und Druck auf den Autor. Insgesamt ist es eher leichte Kost für zwischendurch zur Unterhaltung.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.11.2021

Ein typischer Stacy Lynn

Ice Kings – Liebe gegen jede Regel
1

In dem Young Adult Roman „Ice Kings- Liebe gegen jede Regel“ geht es um die Physiotherapeutin Kate, die sich mit ihrer Liebe aus Collegezeiten konfrontiert sieht. Der Eishockeyspieler Jude, der sich eine ...

In dem Young Adult Roman „Ice Kings- Liebe gegen jede Regel“ geht es um die Physiotherapeutin Kate, die sich mit ihrer Liebe aus Collegezeiten konfrontiert sieht. Der Eishockeyspieler Jude, der sich eine schlimme Verletzung zugezogen hat, wird in seiner alten Heimat von einen Kollegen Katies behandelt wird, erkennt in ihr eine Romanze wieder, von der er sich nicht richtig verabschieden konnte.
Meine Meinung
„Ice Kings- Liebe gegen jede Regel“ ist bereits der vierte YA Roman von Stacy Lynn. Ich habe zuvor bereits zwei Bücher von Stacy Lynn gelesen und war immer begeistert von der Authentizität. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Bei diesem Roman fand ich besonders spannend, dass Kate und Jude aus zwei Welten kommen. Jude hat eine große Familie, ein sicheres Zuhause und besorgte Eltern. Kate hingegen hat mit ihrer Mutter früher teils ein Nomadenleben geführt und hatte keine Heimat- das wollte sie als Erwachsene unbedingt ändern. Das zeigt sich daran, dass sie sich ein gemütliches Zuhause schuf und die verrückte Katze Whiskers bei sich aufnahm, die jeden Besucher erst einmal skeptisch gegenüber steht.
Die vielen Charaktere sorgen dafür, dass der Spannungsbogen nicht abbricht. Sei es Judes Mutter, die Kate aufnimmt wie eine Tochter, Judes Bruder, der ihn rächt, Kates Chefin, die sie immens unter Druck setzt und ihr Probleme bereitet, Kates Kollegin Avery, die auf ihre überdrehte Art recht sympathisch- aber wenig professionell- wirkt oder auch Kates Freunde, die sich für Jude und Kate einsetzen. Insgesamt wirken die Charaktere sehr witzig und authentisch, was mir sehr gut gefällt.

Fazit
Ich finde das Buch hoch unterhaltsam und authentisch. Jude und Kate haben einen schwierigen Weg zu gehen, mit viel Unterstützung aus ihren Umfeld. Das Ende ist typisch Stacy Lynn- genau was ich von einem solchen Roman erhoffe.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 11.09.2021

Hochgenuss

Die stumme Tänzerin
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Das Hörspiel „Die stumme Tänzerin“ von Helga Glaesener dreht sich um Unternehmerstochter Paula, die erst als Protokollantin zur weiblichen Polizei geht, ehe sie zur gemischten Mordkommission kommt.
Die ...

Das Hörspiel „Die stumme Tänzerin“ von Helga Glaesener dreht sich um Unternehmerstochter Paula, die erst als Protokollantin zur weiblichen Polizei geht, ehe sie zur gemischten Mordkommission kommt.
Die Geschichte spielt in der Weimarer Republik. Bordelle sind offiziell geschlossen. Dennoch gibt es in Hamburg betriebene Bordelle und es kommt zu Morden an Prostituierten. Lange wird der Mörder gesucht- ehe es Überraschungen gibt.
Das Hörbuch zeichnet sich durch Spannung, wie die verschiedenen Ermittlungsansätze und Verdächtigungen, und durch komplexe Dynastien der Männerwelt , wie die Skepsis gegenüber der weiblichen Ermittlerinnen, aus. Dabei wird es nie langweilig.
Ich fand das Hörbuch sehr fesselnd und interessant. Die Stimme der Sprecherin war stets passend und angebracht. Auf Hintergrundgeräusche wurde bewusst verzichtet, was ich sehr positiv fand. Insgesamt ein klarer Hörgenuss.

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  • Erzählstil
  • Sprecherin
  • Handlung
  • Cover