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Veröffentlicht am 10.06.2025

Hat mich zutiefst berührt

I'm Glad My Mom Died
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Lächelnd ist Jennette McCurdy auf dem Cover abgebildet. Der Blick ist in die Ferne gerichtet, in den Händen hält sie eine pinke Urne mit Konfetti, passend zum Titel "I'm Glad My Mom Died".

Der Titel erweckt ...

Lächelnd ist Jennette McCurdy auf dem Cover abgebildet. Der Blick ist in die Ferne gerichtet, in den Händen hält sie eine pinke Urne mit Konfetti, passend zum Titel "I'm Glad My Mom Died".

Der Titel erweckt Aufmerksamkeit und die Frage, warum die ehemalige Schauspielerin froh über den Tod ihrer Mutter ist. Zum Ende der Lektüre begreift man als Leserin: Durch den Tod der Mutter konnte sich Jennette endlich irgendwann von jahrelangen destruktiven Verhaltensmustern lösen. Doch bis dahin ist es ein langer Weg.

Das Buch beginnt an Jennettes sechstem Geburtstag. Sie wünscht sich beim Auspusten der Kerzen, dass ihre Mama nach überstandener Krebsbehandlung noch ein weiteres Jahr zu leben hat. Dieser Geburtstagswunsch bleibt viele Jahre lang derselbe, bis zum Krebstod der Mutter.

Im Alter von sechs hat Jennette auch ihre ersten Castings. Ihre Mutter durfte nicht Schauspielerin werden, Jennette hat kein Interesse daran. Doch sie fügt sich, möchte ihre Mama glücklich machen, richtet ihre Bedürfnisse nach denen ihre Mutter aus. So wird sie es bis ins junge Erwachsenenalter halten.

Die Schauspielerei macht sie unglücklich. Mit elf entwickelt sie essgestörtes Verhalten, das ihre Mutter ihr beigebracht hat. Zwänge kommen hinzu, die Esstörungen wechseln zwischen Anorexie, Binge-Eating und Bulimie.

Inzwischen ist Jennette bekannt aus "iCarly" und "Sam&Cat". Der Tod der Mutter in dieser Zeit wirft sie aus der Bahn und befeuert ihre Essstörung. Eine Alkoholsucht kommt hinzu.

Nach dem Tod der Mutter verklärt sie diese, verharrt im ständig von ihrer Mutter wiederholtem Narrativ, sie habe immer nur das Beste für Jennette gewollt. So führt sie ein Leben weiter, das nach wie vor wie fremdgesteuert erscheint.

Trotzdem hat sie nach Jahren die Kraft, den Mut und die Reflexionsfähigkeit an ihrem Leben zu arbeiten und zu der Erkenntnis zu gelangen: Ihre Mutter war eine Narzisstin, mit der sie in einer toxischen, missbräuchlichen Beziehung stand.

Durchflochten ist der Erzählstil mit bitterem Humor, Dagmar Bittner als Hörbuchsprecherin hat die Geschichte hervorragend wiedergegeben.
Die Handlung hat eine Suchtwirkung, derer man sich nicht entziehen kann. Jennette McCurdy lässt die Leserin hautnah an ihre Erinnerungen.
An die der kleinen Jennette, die schon so viel Verantwortung tragen muss, indem sie als Schauspielerin die Familie miternährt. Und an die der erwachsenen Jennette, die ihre Emotionen nur mit Hilfe der Bulimie zu bewältigen vermag, aber nach und nach ihren eigenen Weg zu einem selbstbestimmteren, gesünderen Leben findet.

Zusätzlich gibt es Einblicke hinter die Kulissen von "iCarly" und "Sam & Cat" - gut, dass Jennette das "Schweigegeld" des Senders damals nicht angenommen hat.

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, als es auf Englisch erschienen ist, teilweise war es in den Buchhandlungen wohl nicht mehr zu bekommen. Die Rezensionen waren so gut wie ausnahmslos positiv und begeistert.
Dadurch hatte ich so hohe Erwartungen, dass ich befürchtet habe, ich könnte enttäuscht sein. Das war aber nicht der Fall, ich kann den positiven Rezensionen nur zustimmen.

Ich hatte das Glück, auf Netgalley das Hörbuch als Rezensionsexemplar zu erhalten. Vielen Dank an Netgalley und den S. Fischer Verlag dafür.

Das Buch habe ich mir selbst gekauft, weil ich es mir auch in physischer Form ins Regal stellen wollte. Ein wenig schade finde ich den "Bekannt aus der Fernsehserie iCarly"-Sticker. Dieses Buch spricht so absolut für sich und Jennette selbst erwähnt, dass es ihr nicht gefällt, nur auf die Rolle in einer Kinderserie reduziert zu werden.

Für diese wunderbare, traurige, tragisch-komische und einfühlsame Biografie einer resilienten, tollen Autorin spreche ich natürlich eine große Leseempfehlung aus.




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Veröffentlicht am 10.06.2025

Jedes Buch ein Highlight

Apprentice to the Villain
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"Apprentice to the Villain" ist der zweite Band der Reihe rund um Trystan, den "Schurken" und Evie, seine (für den Geschmack des Schurken) viel zu fröhliche Assistentin.

Band eins war einfach so ein ...

"Apprentice to the Villain" ist der zweite Band der Reihe rund um Trystan, den "Schurken" und Evie, seine (für den Geschmack des Schurken) viel zu fröhliche Assistentin.

Band eins war einfach so ein süßes Highlight für mich! Die Welt rund um den Schurken und Evie gleicht einem Pixar-Film in Buchform, mit unfassbar liebenswerten Charakteren, schwarzem Humor und einer Fehde, die mich am Ende von Band eins mit einem Cliffhanger zurücklässt.

Der Anfang von "Apprentice to the Villain" schließt nun fast nahtlos an den vorherigen Band an und ich hatte keine Probleme, mich schnell wieder in der Handlung zurechtzufinden.

Evie ist eine so herzgewinnende Figur und die Tension zwischen ihr und Trystan ist jederzeit zum Greifen nah. Bei beiden erfahren wir im Laufe der Handlung noch mehr über ihre Hintergrundgeschichte und auch einige der Nebenfiguren erlangen noch mehr Tiefe oder werden ausführlicher in die Handlung eingebunden. Der verzauberte Frosch Kingsley ist und bleibt dabei mein Favorit.

Der schwarze Humor zieht sich durch das gesamte Buch. Zusammen mit dem Geplänkel zwischen Evie und Trystan gab es dadurch viele süße und amüsante Stellen.
Genau wie beim ersten Band hätte der rote Faden in der Handlung vielleicht straffer gespannt werden können, das hat mich aber null gestört. Auch der zweite Band war wieder ein richtiges kleines Highlight für mich und ich liebe einfach das gesamte Universum, das Hannah Nicole Maehrer mit ihren Büchern erschaffen hat. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung! 💘💘

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Spannende Göttergeschichte

A Curse so Divine – Die Nacht, die uns verschlingt
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Ligeia lebt in einem Land, in dem durch einen Fluch immerwährende Nacht herrscht. Ihr größter Wunsch ist es, diesen Fluch eines Tages zu brechen. Doch auch in ihrem alltäglichen Leben hat sie Herausforderungen ...

Ligeia lebt in einem Land, in dem durch einen Fluch immerwährende Nacht herrscht. Ihr größter Wunsch ist es, diesen Fluch eines Tages zu brechen. Doch auch in ihrem alltäglichen Leben hat sie Herausforderungen zu bewältigen: In ihrer eigentlichen Heimatstadt Aethra wird sie nur als Frau geduldet, wenn sie einen männlichen Beistand hat. So musste sie nach dem Tod ihres Vaters die Stadt verlassen und konnte auch nicht an der Akademie der alten Kunst studieren und beruflich später Feldforschung betreiben.
Außerhalb von Aethra findet sie Zuflucht in der Mispel, in der Frauen ihre Dienste anbieten und erforscht die Ruinen in der Umgebung auf eigene Faust. Bei einer dieser Erkundungstouren stößt sie auf das scheinbare Grab eines mysteriösen Gottes. Sie erweckt Apsinthion und erhofft sich einem Wunsch von ihm. Dieser hat jedoch fast sämtliche Erinnerungen an sein Leben verloren und scheinbar die letzten 700 Jahre schlafend und verborgen in den Tiefen der Ruine verbracht. Auch den Zugriff auf seine göttlichen Kräfte hat er verloren. Ligeia bietet an, dem Gott zu helfen, damit er ihr im Gegenzug durch das Wiedererlangen seiner göttlichen Kräfte ihrem Wunsch stattgeben kann.
Sie täuschen eine Verlobung vor, damit Ligeia wieder in die Stadt einreisen und zusammen mit Apsinthion an der Alten Akademie studieren kann, um dort das gesammelte alte Wissen nach hilfreichen Ratschlägen zu durchsuchen.
Doch die Alte Akademie hat sich seit ihrer Kindheit und der Anstellung ihres Vaters dort verändert. Das Regelwerk wird strenger ausgelegt und Ligeia fast feindselig aufgenommen. Nur Dank eines alten Vertraten darf sie an der Akademie bleiben – als diesem etwas zustößt, merkt Ligeia endgültig, dass sie in einen Strudel von Geheimnissen geraten ist, die ihr und dem Gott an ihrer Seite schnell gefährlich werden können …

Die von Emily Bähr erschaffene Welt fand ich wahnsinnig faszinierend. Namen und Beschreibungen waren teilweise an das Römische Reich angelehnt, was ich im Fantasysetting leider kaum lese. Umso besser hat es mir hier gefallen.
Ligeia ist eine Kämpferin, die täglich mit Vorurteilen konfrontiert wird. Eine Frau soll schuld an dem Fluch der immerwährenden Nacht sein, was als Grund für die allgemeine Unterdrückung von Frauen angegeben wird. Nur mit einem Verlobten darf Ligeia ihre geliebte Stadt Aethra wieder betreten. Außerdem ist sie die einzige Frau an der Akademie und wird auch dort beständig unterschätzt und diskriminiert. Das war teilweise bedrückend zu lesen. Umso schöner zu lesen war die Resilienz, mit der Ligeia diese Situation meistert und trotz Rückschlägen weiterkämpft. Tatsächlich ist häufig Apsinthion derjenige, der auf Ligeias Hilfe angewiesen ist – eine Umkehr von der häufig erzählten Geschichte, in der der Gott den dominanteren Part übernimmt. Allerdings ist Apsinthion auch nicht im Besitz seiner Kräfte.
Gestört haben mich besonders im Mittelteil langatmige Stellen. Die Geschichte verlief trotz gelegentlichen Spannungsmomenten eher gemächlich und Fragen wurden erst zum Ende beantwortet.
A Curse so Divine ist eine Göttergeschichte mit interessantem Wordbuilding und einer tollen Protagonistin, hat jedoch auch einige Schwächen im Spannungsaufbau.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Eine tolle Rockstar-Romance

Hidden Tracks 2. All Our Secret Melodies
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Wer ist bereit für eine Rockstar-Romance, die in Irland spielt und das Herz schneller zum Schlagen bringt? 💓

"All our secret Melodies" ist Band 2 der Hidden Tracks-Reihe.
Schon Band 1 hat mich mit authentischen ...

Wer ist bereit für eine Rockstar-Romance, die in Irland spielt und das Herz schneller zum Schlagen bringt? 💓

"All our secret Melodies" ist Band 2 der Hidden Tracks-Reihe.
Schon Band 1 hat mich mit authentischen Figuren und ihrer großen Liebe zur Musik von sich überzeugt. Band 2 könnt ihr zwar unabhängig lesen, ich fand es jedoch toll einige bekannte Figuren aus "All Your Secret Songs" wiederzutreffen. Beide Bände spielen auch teilweise parallel.

In "All our secret Melodies" geht es um Leia und Kian. Kian ist der beste Kumpel von Danny, dem älteren Bruder von Leia. Schon lange fühlt Kian mehr für Leia. Doch er schreckt vor festen Bindungen zurück und so hat Danny ihm schon vor fast genauso langer Zeit das Versprechen abgenommen, dass er nie etwas mit seiner Schwester anfängt. Zwischen den beiden ist aber eine stetige Anziehung, die sie einfach nicht ignorieren können. Und so finden sie immer wieder zueinander.
Doch Kian hat noch immer mit einem Schicksalsschlag aus der Vergangenheit zu kämpfen und auch derzeit ist sein Leben nicht immer einfach.
Auch Leia fühlt sich verloren und weiß nicht wo die Zukunft sie hinführen soll. Können sie trotz aller Herausforderungen dauerhaft zueinander finden?

Die Leidenschaft zu Musik spiegelt sich auf jeder Seite dieses Buches wieder, was mir wirklich toll gefallen hat. Die Familie von Leia wirkt so offen und herzlich, dass man gerne mal an einem Barbecue teilnehmen möchte. Und doch ringt Leia auch mit dem Verhältnis zu ihrer Mutter.

Wie Nina Brenke dieses harmonische Familienbild beschrieben und dabei doch ausgedrückt hat, dass nie alles perfekt ist, war angenehm und nahbar zu lesen. Es hat auch den Nebenfiguren trotz kürzerer Auftritte eine Vielschichtigkeit verliehen, die insgesamt eine Stärke der ganzen Geschichte ist. Es geht um Liebe, Selbstfindung, das Verarbeiten von Schicksalsschlägen und die Leidenschaften im Leben, bei denen es sich lohnt, sie zu verfolgen 💜🎶

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Tolle Fantasy!

A City of Flames
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Nara träumt schon ihr Leben lang davon, den Venatoren beizutreten, genau wie ihr Vater. Dieser wurde von einem Drachen getötet und auch Naras Arm schmückt durch den Angriff eine tiefe Narbe.

Zusammen ...

Nara träumt schon ihr Leben lang davon, den Venatoren beizutreten, genau wie ihr Vater. Dieser wurde von einem Drachen getötet und auch Naras Arm schmückt durch den Angriff eine tiefe Narbe.

Zusammen mit ihren drei Brüdern muss Nara sich nun in ihrem Dorf durchschlagen. Aus der Not heraus ist sie Fallenstellerin für den gefürchteten Ivarron geworden, der mit Rümen oder Nymphen handelt. Sie selbst wird dadurch auch gemieden und begibt sich in ständige Gefahr.

Als ein Feuerdrache in ihrem Dorf auftaucht, stellt sie sich ihm trotz den Schicksalsschlägen in ihrer Vergangenheit entgegen. Doch der Drache scheint fasziniert von ihr und greift sie nicht an. Beistehende Venatoren überwältigen ihn und Nara wird gefragt, ob sie ebenfalls die Ausbildung zur Venatorin antreten möchte. Als Venatorin tötet sie gefährliche magische Kreaturen und beschützt so die Menschen in ihrem Teil des Reiches. Doch Nara merkt bald, dass nichts so ist, wie sie immer geglaubt hat ...

Rina Vasquez wählt einen spannenden Einstieg in die Geschichte. Wir gehen sofort mit Nara auf die Jagd nach einem Rümen und wenig später greift ein Feuerdrache ihr Dorf an. Die Protagonistin führt ein relativ einfaches Leben dort und hat gelernt, sich durchzuschlagen, um ihre Brüder zu unterstützen. Dem Drachen stellt sie sich trotz ihrer Ängste mutig entgegen. Relativ früh wird uns LeserInnen durch Andeutungen mitgeteilt, dass an der vorherrschenden Ordnung etwas nicht stimmt. Dadurch ist eine konstante Spannung aufrecht erhalten worden. Es gab wenige Längen im Mittelteil, die mich nicht gestört haben.

Auch die verschiedenen Figuren wie Nara, der Goldene Dieb und besonders Tibith haben das Buch für mich lesenswert gemacht.
Die romantische Handlung wird eher in einem Nebenstrang erzählt, der Fokus in "A City of Flames" liegt eindeutig darauf, Spannung aufzubauen und unzähligen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Für mich war "A City of Flames" eine Drachenromantasy, die mein Herz schnell erobert hat und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.



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