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Veröffentlicht am 25.06.2024

Leseempfehlung

Lakestone Campus of Seattle, Band 1 - What We Fear
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Seit der Verlagsankündigung von "Lakestone Campus of Seattle" war ich gespannt auf das neueste Werk von Alexandra Flint.

Die Aufmachung war für mich schon erstmal überzeugend. Der Farbschnitt ...

Seit der Verlagsankündigung von "Lakestone Campus of Seattle" war ich gespannt auf das neueste Werk von Alexandra Flint.

Die Aufmachung war für mich schon erstmal überzeugend. Der Farbschnitt mit dem "Seattle Great Wheel" ist schick und passend zum Setting.

Beim Lakestone Campus in Seattle findet Harlow eine unverhoffte Chance auf eine vielversprechende Zukunft. Eigentlich ist sie schon fast im Gefängnis. Um ihren schwerkranken Bruder zu retten, hat die begabte Hackerin ein milliardenschweren Bankkonto gehackt. Doch der Leiter des Lakestone Campus erkennt Harlows Talent und bietet ihr durch einen Studienplatz einen Ausweg an.

Der Campus selbst ist ein Studienplatz für absolute Elitestudenten. Harlow findet schnell Freunde und trifft dort auch Zach. Dieser ist durch einen Gendefekt stumm. Langsam nähern die beiden sich an. Doch Harlows Vergangenheit in einem Hackernetzwerk holt sie bald ein.

Alexandra Flint hat einen eingängigen, flüssigen Schreibstil, wodurch die einzelnen Kapitel ohne Mühe schnell zu lesen waren. Was in Zacks Vergangenheit passiert ist, wurde erst nach und nach offenbart. Dies, zusammen mit Harlows Hintergrund als Hackerin, hat für einen Spannungseffekt gesorgt. Auch das Setting selbst hat es mir angetan. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Buch mit Nervenkitzelfaktor

Das Baumhaus
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"Das Baumhaus" von Vera Buck verspricht atemlose Spannung: Henrik und Nora fahren mit ihrem Sohn in den Urlaub nach Schweden und erwarten dort eine idyllische Bullerbü-Atmosphäre. Doch das Gegenteil ...

"Das Baumhaus" von Vera Buck verspricht atemlose Spannung: Henrik und Nora fahren mit ihrem Sohn in den Urlaub nach Schweden und erwarten dort eine idyllische Bullerbü-Atmosphäre. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Ferienhütte ist ihnen nicht geheuer, auch der dahinterliegende Wald nicht. Dann wird die skelettierte Leiche eines Kindes in ebenjenem Wald gefunden und ihr Sohn Fynn verschwindet.

Rosa Lundqvist übernimmt die Ermittlungen und findet das titelgebende verfallene Baumhaus im Wald, in dem noch immer jemand zu wohnen scheint.

Vera Buck schafft es, im gesamten Rahmen der Handlung eine beständige unterschwellige Bedrohung aufrecht zu erhalten. Nicht alle Figuren waren mir sympathisch. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen gab es allerdings immer wieder neue Wendungen und ich habe mitgefiebert. "Das Baumhaus" ist ein Thriller, der atemlose Spannung garantiert hat.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Amüsante Geschichte mit Tiefgang

The Happiness Blueprint
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"The Happiness Blueprint" stammt von der britisch-schwedischen Autorin Ally Zetterberg. Sie ist selbst neurodivergent und hat mit der Protagonistin Klara aus "The Happiness Blueprint" eine Figur ...

"The Happiness Blueprint" stammt von der britisch-schwedischen Autorin Ally Zetterberg. Sie ist selbst neurodivergent und hat mit der Protagonistin Klara aus "The Happiness Blueprint" eine Figur geschaffen, die ebenfalls neurodivergent ist.

Klara lebt eigentlich in London, doch soll auf Bitten ihrer Familie wieder nach Schweden zurückkehren, da ihr Vater an Krebs erkrankt ist und sie sich um die kleine Fliesenfirma und die drei Mitarbeiter kümmern soll. Allerdings hat Klara kein Organisationstalent, Diabetes und leicht autistische Züge - und deswegen Schwierigkeiten mit ihrer neuen Aufgabe. Zum Glück hilft ihr ihr neuer Kollege Alex. Dieser gefällt Klara zwar äußerst gut, doch ein Missverständnis nach dem nächsten verhindert, dass sie sich näher kommen.

Das Buch ist aus der Sicht von Klara und Alex geschrieben. Ich bin eigentlich kein Fan des Miscommunication Tropes, aber dieses Buch war amüsant und dabei doch mit Tiefgang, da sowohl Klara als auch Alex so einige Probleme haben. Das wäre auch ein kleiner Kritikpunkt: Trotz witziger Stellen waren es doch auch viele schwermütige Themen.
Gelesen habe ich es aber gerne.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Kanaren-Krimi

Dunkle Verwicklungen auf La Palma (Calderón und Rodriguez ermitteln 1)
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Der Titel "Dunkle Verwicklungen auf La Palma" lässt mich auf einen spannenden Krimi schließen, der eventuell auch ein paar Urlaubsgefühle auslöst.
Der Farbschnitt passt auf jeden Fall perfekt dazu.

Die ...

Der Titel "Dunkle Verwicklungen auf La Palma" lässt mich auf einen spannenden Krimi schließen, der eventuell auch ein paar Urlaubsgefühle auslöst.
Der Farbschnitt passt auf jeden Fall perfekt dazu.

Die Buchhändlerin Naira Calderon und der Journalist Ben Rodriguez stellen ihre eigenen Ermittlungen an, als ein Toter am Strand auftaucht und werden immer mehr in einen Fall hineingezogen, der schockierendes offenbaren wird.

Die Beschreibungen von La Palma waren ausführlich und bildhaft. Der Fall kam nicht ganz so schnell ins Rollen wie für mich wie erhofft. Dass das Krimilement nicht dauerhaft so stark im Vordergrund stand, hat mir andererseits aber auch nichts ausgemacht. Was mich allerdings verwirrt hat, waren die Perspektivwechsel teilweise mitten im Kapitel. Da musste man schon aufmerksam lesen. Ansonsten ist "Dunkle Verwicklungen auf La Palma" ein solider Krimi für mich.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Zeitgenössische Lektüre mit wichtigen Themen

That Girl
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Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich bereits meine Abendroutine eingeleitet. Vom Green Goddess Salat kann ich nicht genug bekommen, deswegen gab es ihn auch heute zum Abendessen. Nachdem ...

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich bereits meine Abendroutine eingeleitet. Vom Green Goddess Salat kann ich nicht genug bekommen, deswegen gab es ihn auch heute zum Abendessen. Nachdem ich noch ein wenig in "The Pivot Year" gelesen habe, beende ich den Tag mit einer geführten Meditation, meiner koreanischen 10-Schritte Pflegeroutine und Lavendelspray für's Kopfkissen für schöne Träume.

So oder so ähnlich könnte ein Post von Tess Raabe aussehen. Sie ist ein "That Girl": Schön, erfolgreich, glücklich. So hat es zumindest den Anschein.

Über ihr Liebesleben hat sie ein Buch geschrieben: "Date me". Dort erzählt sie von ihren Tinder-Dates, ganz nahbar und nie zu sehr ins Negative abgleitend, denn Tess führt ein Leben, mit dem sich ihre Follower/innen identifizieren können und sollen.

Ihr Alltag ist durchstrukturiert mit Routinen. Sport, gesunde Ernährung und Selbstliebe sind für sie der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

Die Schattenseiten bleiben unerwähnt. Ein trauriger Punkt in der Vergangenheit von Tess ist Dahlia. Ihre beste Freundin, die gleich im ersten Kapitel im zweiten Satz genannt wird. Doch Tess hat keinen Kontakt mehr zu ihr und der Freundschaftskummer darüber zieht sich durch die Seiten der Handlung.
So richtig beginnt das erste Kapitel aber mit Juli, einem Tinder-Date von Tess. Die Beziehung zwischen den beiden blieb wage, ein Kennenlernen ohne Verbindlichkeiten. Als Juli Schluss macht, ist es kein großer Schock. Doch das pikante Bild, das er ohne ihre Einwilligung gemacht hat, könnte ihre Karriere zerstören.
Als Juli leugnet, etwas von dem Bild zu wissen, erstarrt Tess in Hilflosigkeit und Scham.

Kurz darauf trifft sie Leo. Er ist groß, sieht gut aus und macht ihr die schönsten Komplimente. Doch da ist auch wieder diese Ungewissheit. Wird es ein nächstes Treffen geben? Wird er sich regelmäßig melden? Könnte es diesmal wirklich etwas Ernstes werden?

Adri und Cora stehen Tess in diesem Gefühlswirrwarr bei.
Cora selbst ist mit einem älteren Mann zusammen, der ständig ihre Figur kritisiert.
Doch sowohl Tess als auch Cora sind freundlich, höflich und verständnisvoll ihren Datingpartnern gegenüber, schließlich wird Mädchen von klein auf beigebracht, so zu sein. Die ständige Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer immer im Hinterkopf habend. Für Wut ist da kein Platz, doch im Laufe der Handlung denkt man sich: Ein bisschen Female Rage tut den beiden gut. Und schließlich ist es ausgerechnet Leo, der einen Umschwung bei Tess auslöst. Nur eben nicht in der Art, wie es in einem perfekten Liebesroman geschehen würde.

"That Girl" ist mit knapp 300 Seiten eine kurzweilige Geschichte. Im Vordergrund steht die Scheinwelt, die Tess auf Social Media erschaffen hat. Hier verbreitet sie die Botschaft, dass jeder mit entsprechender Selbstoptimierung glücklich sein kann.
Doch irgendwann schafft es keine einzige ihre Selfcare-Routinen mehr, das innere Unglück auszumerzen.

In dem Buch sind wichtige Themen vereint: Toxische Produktivität, modernes Dating, Diet Culture und der ständige Struggle mit dem eigenen Körperbild im Vergleich zu den gerade aktuellen gesellschaftlichen Schönheitsnormen.

"That Girl" ist kein Liebes- sondern ein Lebensroman. Ich lege die Geschichte allen ans Herz, die die Bücher von Dolly Alderton genauso gerne lesen wie ich und nach einer ähnlichen Lektüre Ausschau halten.






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