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Veröffentlicht am 03.05.2021

Grundrechte

Jeder Mensch
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Meine Meinung und Inhalt

In dem kleinen Büchlein "Jeder Mensch" plädiert Ferdinand von Schirach dafür, die Charta der europäischen Grundrechte zu erweitern.

Mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ...

Meine Meinung und Inhalt

In dem kleinen Büchlein "Jeder Mensch" plädiert Ferdinand von Schirach dafür, die Charta der europäischen Grundrechte zu erweitern.

Mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte 1789 in Frankreich wurden die Grundsteine für unsere moderne Gesellschaft gelegt, für unsere Freiheit und unsere unveräußerlichen Rechte. Heute müssen wir wieder über unsere Gesellschaft entscheiden – nicht wie sie ist, sondern so, wie wir sie uns wünschen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Ist das nicht die eigentliche Aufgabe unserer Zeit?

Schirach plädiert zu folgender Erweiterung:

Artikel 1 - Umwelt
Jeder Mensch hat das Recht, in einer gesunden und geschützten Umwelt zu leben.
Artikel 2 - Digitale Selbstbestimmung
Jeder Mensch hat das Recht auf digitale Selbstbestimmung. Die Ausforschung oder Manipulation von Menschen ist verboten.
Artikel 3 - Künstliche Intelligenz
Jeder Mensch hat das Recht, dass ihn belastende Algorithmen transparent, überprüfbar und fair sind. Wesentliche Entscheidungen muss ein Mensch treffen.
Artikel 4 - Wahrheit
Jeder Mensch hat das Recht, dass Äußerungen von Amtsträgern der Wahrheit entsprechen.
Artikel 5 - Globalisierung
Jeder Mensch hat das Recht, dass ihm nur solche Waren und Dienstleistungen angeboten werden, die unter Wahrung der universellen Menschenrechte hergestellt und erbracht werden.
Artikel 6 - Grundrechtsklage
Jeder Mensch kann wegen systematischer Verletzungen dieser Charta Grundrechtsklage vor den Europäischen Gerichten erheben.

Für sein jetziges Buch übernimmt er die Forderungen der Petition "Jeder Mensch", eine Intiative, die von der Stfitung Jeder Mensch e.V. organisiert wird.

Die Sache dahinter finde ich wirklich genial, aber ein Buch für 5€ dafür zu vermarkten eher weniger.


Der Strafverteidiger und Schriftsteller Ferdinand von Schirach wurde 1964 in München geboren. Seit 1994 arbeitet er in Berlin als Anwalt und Strafverteidiger. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der ehemalige BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle, Prominente und Angehörige der Unterwelt. 2009 publizierte er seinen Debütband "Verbrechen", in dem er seine skurrilsten und unglaublichsten Fälle niederschrieb und welcher bereits verfilmt wurde. Seine Bücher wurden zu Millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen bisher in 40 Ländern

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Abgekartetes Spiel - Ein Bronski Krimi

DUNKELKAMMER
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Meine Meinung und Inhalt

"Ich schwor, es herauszufinden.Um jeden Preis. Während ich auf Anna wartete, informierte ich mich im Internet.Ich las alles, was ich über diese Familie herausfinden konnte.Ein ...

Meine Meinung und Inhalt

"Ich schwor, es herauszufinden.Um jeden Preis. Während ich auf Anna wartete, informierte ich mich im Internet.Ich las alles, was ich über diese Familie herausfinden konnte.Ein paar Stunden lang war es noch ruhig. Dann brach die Hölle los." (ZITAT)

Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er.

Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes. Es ist wie eine Sucht. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen, er lebt nur noch für seine Arbeit und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu finden nach einem schweren Schicksalsschlag.

"Es musste ihm egal sein, dass Sophie augenscheinlich kurz davor war zusammenzubrechen, er versuchte das beste Bild zu machen. Bronski regte an, dass Albert den Arm auf die Schulter seiner Tochter legte, er bat um ein paar Blicke in das Album, und um ein paar direkt in die Kamera. Regina würde später das beste Bild aussuchen, er sorgte nur dafür, dass es genügend Material gab. Leid im Querformat.Verzweiflung im Hochformat. Bronski war Profi. Das Reden überließ er Svenja." (ZITAT)

Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und hat nicht an Spannung verloren. Ich bin ein großer Fan des Autors und seines Schreibstils.

Auch mit Bronski konnte er mich komplett überzeugen. Die Protagonisten sind authentisch und die Handlung realistisch dargestellt.

Das Ende war sehr zufriedenstellend, fesselnd, erschreckend und passend!

Kurzum, ein toller Reihenauftakt, nach welchem man sich schon auf eine spannende ​​​​​Fortsetzung freuen kann - Absolute Empfehlung meinerseits.

Wo Fotografie und Literatur zusammenlaufen: Bernhard Aichner, geboren 1972, lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Angefangen mit kleinen Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, widmete er sich später Romanen, Hörspielen und Theaterstücken. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, so auch unter anderem mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014 und dem Crime Cologne Award 2015. Die Thriller seiner Totenfrau-Trilogie standen in Österreich und Deutschland monatelang auf den Bestsellerlisten. Die Romane wurden bisher in 16 Länder verkauft, u. a. auch in die USA und England. Eine US-Verfilmung ist in Vorbereitung.


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Veröffentlicht am 21.04.2021

Geiger

Geiger
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Meine Meinung und Inhalt

Mit "Geiger" bringt Skördeman den ersten Band einer neuen Thriller-Trillogie aus Schweden auf den Markt.


Das Festnetz-Telefon klingelt, als sie am Fenster steht und ihren Enkelkindern ...

Meine Meinung und Inhalt

Mit "Geiger" bringt Skördeman den ersten Band einer neuen Thriller-Trillogie aus Schweden auf den Markt.


Das Festnetz-Telefon klingelt, als sie am Fenster steht und ihren Enkelkindern zum Abschied winkt. Agneta hebt den Hörer ab. "Geiger", sagt jemand und legt auf. Agneta weiß, was das bedeutet. Sie geht zu dem Versteck, entnimmt eine Waffe mit Schalldämpfer und tritt an ihren Mann heran, der im Wohnzimmer sitzt und Musik hört. Sie setzt den Lauf an seine Schläfe - und drückt ab.

Das Cover gefällt mir leider weniger.

Meiner Meinung nach macht den Thriller die Verbindung von historischen Fakten und fiktiver Handlung das Besondere aus.

Ich persönlich hätte bereits im Klapptext schon eine Information erhalten wollen, dass der Thriller zur Zeit des Kalten Krieges spielt und Themen wie Spionage/DDR eine Rolle spielen.

Von Beginn an ist Dynamik und Spannung aufgekommen, jedoch bin ich mit den Charakteren nicht wirklich "warm" geworden. Das Ende ist überraschend, wenn auch sehr plötzlich.


Fazit:

Ein solider Thriller, mit einigen Schwächen.


Gustaf Skördeman, Jahrgang 1965, ist ein schwedischer Schriftsteller, Regisseur, Drehbuchschreiber und Filmproduzent. Sein Debüt als Autor gab er mit seinem Roman „Geiger“. An der Idee für diesen Thriller arbeitet der Autor bereits seit zehn Jahren. Das Buch wurde gleich ein internationaler Erfolg und wurde in über 20 Ländern verkauft.

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Veröffentlicht am 14.04.2021

Porträt einer Frau

Abhängigkeit
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Meine Meinung und Inhalt

"Abhängigkeit" ist der dritte Teil der Kopenhagen-Trilogie.

Kindheit. Teil 1 (Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein. Aufbau Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3351038687) ...

Meine Meinung und Inhalt

"Abhängigkeit" ist der dritte Teil der Kopenhagen-Trilogie.

Kindheit. Teil 1 (Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein. Aufbau Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3351038687)
Jugend. Teil 2 (Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein. Aufbau Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3351038694)
Abhängigkeit. Teil 3 (Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein. Aufbau Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3351038700)

In „Abhängigkeit“ schreibt Tove Ditlevsen offen, autobiografisch und absolut gegenwärtig über ihr Leben als Frau, Schriftstellerin und Mutter, über Liebe, Freundschaft und die Verlockungen der Sucht. Ditlevsen berichtet ehrlich und nüchtern. Man erfährt unter anderem von ihren vier Ehen und ihrer Medikamentenabhängigkeit.

"Ich küsse ihn auf den weichen, feuchten Mund, und plötzlich steigen mir die Tränen in die Augen. Wir haben etwas geteilt; nicht viel, aber immerhin etwas, und jetzt habe ich angefangen, es zu zerstören. Ich empfinde eine Trauer darüber, dass mein Leben allmählich so kompliziert wird wie nie zuvor. Aber ich denke auch darüber nach, wie seltsam es ist, dass ich noch nie etwas gegen den Willen eines anderen Menschen getan habe, nicht ernsthaft."(ZITAT)


Die Kapitel sind in zwei Hauptteile untergliedert und ansonsten in durchnummerierten Unterkapitel.

Aufgrund des nüchterenen Schreibstils bin ich während des Lesens oftmals über die Seiten geflogen. Mir hat das Buch gut gefallen, jedoch hat mir der Vorgänger Kindheit weitaus besser gefallen. Die Lektüre hat viele erschütternde und bedrückende Stellen.

Tove Ditlevsen (1917–1976) stammte aus einer Arbeiterfamilie in Kopenhagen. Mit 14 Jahren verließ sie die Schule und mit 17 ihr Elternhaus; sie arbeitete als Dienstmädchen und Bürogehilfin. In dieser Zeit schrieb sie bereits Lyrik. Ihr erster Gedichtband machte sie mit 20 Jahren berühmt. Sie gilt inzwischen als eine der bedeutendsten Stimmen Dänemarks.

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Veröffentlicht am 14.04.2021

Zeit der Hoffnung auf Veränderung

Frühling
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Meine Meinung und Inhalt

"Also Tatsachen, die können wir nicht gebrauchen. Wir wollen Verwirrung. Wir wollen Wiederholung. Wir wollen Wiederholung. Wir wollen Menschen mit Einfluss, die sagen die Wahrheit ...

Meine Meinung und Inhalt

"Also Tatsachen, die können wir nicht gebrauchen. Wir wollen Verwirrung. Wir wollen Wiederholung. Wir wollen Wiederholung. Wir wollen Menschen mit Einfluss, die sagen die Wahrheit ist nicht die Wahrheit." (ZITAT)


„Frühling“, der dritte Teil des Jahreszeitenquartetts von Ali Smith.

Ein unverkennbarer flüssiger poetischer Schreibstil zusammen mit einer tollen hoffnungsgebenden emphatischen Story und tollen Protagonisten!

Wieder einmal überzeugte mich Smith mit ihrem Talent, auf hohem literarischen Niveau zu unterhalten und gleichzeitig politische Sachverhalte aufzugreifen. Deshalb kann ich auch für dieses Buch - dessen Cover hervorragend in die Reihe passt und einfach optisch super schön im Bücherregal aussieht - eine klare Leseempfehlung aussprechen!


Frühling, die Kraft, die verbindet und wandelt: Was verbindet einen unbekannten Regisseur, der um verlorene Zeiten trauert, und die Angestellte eines Flüchtlingszentrums, die in modernen Zeiten gefangen ist? Was haben Katherine Mansfield und Rainer Maria Rilke mit Twitter und Fake News zu tun? Und warum schafft es ein 12-jähriges Mädchen, verkrustete Strukturen zu sprengen und allen die Augen zu öffnen? Ali Smith erzählt die unmögliche Geschichte einer unmöglichen Zeit und stößt in einer Welt, die zunehmend von Mauern und Schließungen geprägt ist, eine Tür auf. Frühling, die Zeit der Hoffnung.


Ali Smith wurde 1962 in Inverness in Schottland geboren und lebt in Cambridge. Sie hat mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht und wurde mit zahlreichen renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet. Smith ist Mitglied der Royal Society of Literature und Commander of the Order of the British Empire.. Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.


Rezension Winter:

https://www.lovelybooks.de/autor/Ali-Smith/Winter-2572368457-w/rezension/2921981516/

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