Ein sehr gemütliches, gefühlvolles Buch mit wichtigem Thema!
Infinity Falling - Change My MindSpoiler!
Genug war es trotzdem nicht. Würde es nie sein. Nicht mit ihm.
In dem Buch „Change my mind”, welches der zweite Band der Infinity Falling-Trilogie ist, wurde von Sarah Sprinz geschrieben und ...
Spoiler!
Genug war es trotzdem nicht. Würde es nie sein. Nicht mit ihm.
In dem Buch „Change my mind”, welches der zweite Band der Infinity Falling-Trilogie ist, wurde von Sarah Sprinz geschrieben und erzählt die Geschichte von Holly und Ruben. Holly und Ruben sind gezwungen miteinander zu arbeiten, nun ein paar sind. Allerdings verkörpert Ruben alles, was Holly an Hollywood hasst. So ist es auch kein Wunder, das die Fetzten fliegen. Trotzdem können sie die Anziehung nicht ignorieren. Was Holly aber nicht weiß, Ruben verbirgt etwas, das er am liebsten niemanden erzählen möchte und ihm verbietet ihr zu vertrauen.
Das Cover gefällt mir wirklich ausgezeichnet! Im Grunde ist es fast wie beim ersten Band auch, nur mit dem Unterschied, dass der Hintergrund lila statt rosa ist. Mir persönlich gefällt dies besser, da so auch das Glitzer zwischen „Infinity Falling“ mehr ins Auge sticht.
Der Titel könnte nicht besser getroffen sein. Es geht ziemlich oft um Meinungsverschiedenheiten und m Grunde auch über die Meinung der jeweils anderen Person. Zudem ist es eine direkte Aufforderung, wie sie von Holly kommen könnte, wenn sie mal wieder mit Ruben diskutiert.
Anfangs hört es sich negativ an. Wenn die beiden nur diskutieren, aber mir haben diese Streitigkeiten gut gefallen, weil sie oft sehr lustig zu lesen waren. Außerdem haben sie die Charaktere, sprich Holly und Ruben, stark definiert. Man konnte die beiden dadurch auch gut kennenlernen, weil sie fast immer etwas persönliches verraten oder zu einem Thema positioniert haben.
Der Schreibstil war wirklich hervorragend. Ich hatte das Gefühl, gerade erst zwei Kapitel gelesen zu haben und plötzlich war das halbe Buch schon weg. Ich musste das Buch einfach am Stück lesen.
Dabei verging auch in der Handlung die Zeit sehr schnell, womit auch der gesamte Zeitraum größer wurde. Auch wenn es mich manchmal gestört hat, weil es ziemlich verwirrend war, wenn es keine konkrete Zeitangabe gab. Dafür hatte es ein wenig Slow-Burn, was ich immer ich authentischer empfinde.
Ebenfalls authentisch war das Ende. Es war teilweise recht offen gestaltet, sodass ich mit offenen Fragen zurückgeblieben bin. Aber schließlich gibt es auch im echten Leben noch offene Fragen und kein absolutes Happy End. Trotzdem hoffe ich im letzten Band auf ein paar Antworten.
Eine weitere Sache, die mir sehr gut gefallen hat, sind die Perspektiven. Es wurde sowohl aus Ruben als auch aus Holly Sicht erzählt, allerdings wurden Rubens Erzählungen gegen Ende hin mehr. Dies hat mir gut gefallen, da meistens die weibliche Seite bevorzugt wird. Außerdem waren Rubens Gefühle und Gedanken am Ende „wichtiger“. Bei den Kapiteln ist mir nichts aufgefallen, auch nicht der Perspektivenwechsel, da dieser auch manchmal mitten im Kapitel stattfand.
Die Gefühle waren in diesem Buch schlichtweg überwältigend, weil von Anfang an auch negative dabei waren. Zudem gab es einen ständigen zwischen positiver und negativer Stimmung, sodass ich schon auf den ersten hundert Seiten Tränen in den Augen hatte. Leider war ich dann gegen Ende ein bisschen abgestumpft und es lag alles in einem Schleier. Es hat sich angefühlt, als ob ich nur beobachten, aber nichts wahrnehmen kann.
Genauso war es auch bei der Spannung. Am Anfang war allerdings weniger und ein wenig dumpf und zum Ende stieg sie klarer an. Dies lag vielleicht auch an dem interessanten Content und der Tatsache, dass vieles einer Fahrt gegen die Wand glich.
Jetzt habe ich viel zum Ende erzählt, nun nochmal zum Anfang. Ich habe mich zu Beginn gefragt, worum es in dem Buch überhaupt gehen könnte. Der Klappentext hatte wenige bis keine Inspirationen und auch keine Erinnerung von Andeutungen oder Problemen generell aus dem ersten Band. Wobei ich dieses zuletzt vor einer Weile gelesen und somit viel vergessen. Zum Glück habe ich schnell wieder in alle Geschehnisse hereingefunden. Zudem kamen schnell Themen auf, um die sich die Handlung gedreht hat, sodass meine große Frage „worüber?“ verschwunden ist.
Es ist ein fantastisches Buch, dass meine Erwartungen übertroffen hat und extrem gefühlvoll ist. Ich kann nur nahelegen, sich das Buch mit einem heißen Tee zuschnappen!