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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2025

Spannend bis zum Ende

Harpers Ferry. Lose Me Once
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Meinung:

Ich presse mich mit dem Rücken gegen die Holzfassade der Riverside Bar.

Das Cover finde ich wirklich schön, das Wasser spielt in dem Buch eine wichtige Rolle und auf dem Cover sieht es mit der ...

Meinung:

Ich presse mich mit dem Rücken gegen die Holzfassade der Riverside Bar.

Das Cover finde ich wirklich schön, das Wasser spielt in dem Buch eine wichtige Rolle und auf dem Cover sieht es mit der Sonne und dem Text einfach hübsch aus.

Der Schreibstil der Autorin war wirklich gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es abwechselnd Kapitel aus Luke’s und aus Emery’s Sicht gibt. Die Kapitel von Luke spielen alle in der Vergangenheit und die von Emery in der Gegenwart, das hat für einen spannenden Aufbau der Geschichte gesorgt.

Zu Beginn lernt man Emery kennen, die wegen des Todes ihrer Gran wieder nach Harpers Ferry kommt. Sie wollte nicht zurück, denn ihr Ex Luke hat etwas Schreckliches getan und sie hat das Geheimnis bis jetzt bewahrt. Doch Luke ist immer noch da und nun muss sich Emery der Vergangenheit und ihren Gefühlen stellen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn man erfährt sofort, was damals passiert ist und wieso Emery weggelaufen ist. Das macht den Einstieg an sich schon interessant, doch in den nächsten Kapiteln wird immer klarer, dass Luke gar nicht wie ein Mörder wirkt und man beginnt als Leser zu zweifeln und zu raten, was nun stimmt und was nicht.

Emery mochte ich als Charakter sehr gerne. Sie versucht ihre Gefühle für Luke zu unterdrücken, doch das gelingt ihr nicht. Immer wieder zieht es sie zu ihm hin, obwohl sie ihn für einen Mörder hält. Auch ihre Beziehung zu ihrer Gran fand ich echt schön, die beiden sind ein tolles Team und ich hätte so gerne noch mehr von ihnen zusammen gelesen.

Luke fand ich interessant, zuerst wirkte er etwas unsympathisch, weil er gar nicht in Harpers Ferry sein wollte und das auch gezeigt und gedacht hat. Mit der Zeit ist seine harte Schale aber verschwunden und der liebe Kerl kam durch. Er ist ein richtiger Schatz, hilft seiner Mutter und Emerys Gran aus und ist dabei auch noch tüchtig. Luke ist einfach zum Verlieben, je mehr man von ihm liest, desto mehr mag man ihn.

Die Geschichte dreht sich um Ash, der vor eineinhalb Jahren gestorben ist. Emery ist geflüchtet, weil sie glaubt, dass Luke es war und nun ist sie wieder damit konfrontiert. Als Leser fragt man sich natürlich, ob das stimmen kann, denn Luke ist so ein Sonnenschein, dem traut man keinen Mord zu. Die Autorin hat es geschickt angestellt und immer wieder Passagen eingebaut, die einen an den eigenen Theorien zweifeln lassen und dadurch wird es bis zum Ende auch nicht langweilig. Bei mir kam ein Verdacht ungefähr bei der Hälfte des Buches auf. Es gab Hinweise und Anzeichen, dass die Theorie vielleicht stimmt und das hat sich wirklich erst ganz am Ende geklärt.

Neben diesen Handlungsstrang gibt es aber natürlich auch die Liebesgeschichte, die lange Zeit im Fokus steht. Durch die Kapitel von Luke erfährt man, wie er und Emery sich kennengelernt haben, wie sie ihre gemeinsame Zeit verbracht haben und wie es eigentlich zu diesem einem Abend, an dem Ash gestorben ist, gekommen ist. In der Gegenwart hingegen liest man, wie sich langsam wieder annähern und wie die alten Gefühle neu erwachen. Die Mischung fand ich sehr gelungen und besonders durch Lukes Kapitel wird klar, wie sehr er Emery liebt und wie sehr er sie vermisst hat. Für mich persönlich ging es auch nicht zu schnell mit den beiden, in keiner Zeit.

Die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit ist gelungen, in der Vergangenheit liest man wirklich bis zu jedem Tag und dann noch ein bisschen weiter, ungefähr bis dahin, als Emery wieder in Harpers Ferry ankam. Ich fand das cool, denn so hat man mehr von Luke erfahren und wie es ihm mit der ganzen Situation eigentlich ging.

Gegen Ende spitzt sich die Lage rund um Ash Tod immer mehr zu und man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt hier so viele Wendungen, fast alles davon liest man in der Vergangenheit und durch die Unterbrechungen durch die Gegenwartskapitel, sitzt man als Leser wie auf heißen Kohlen und will endlich alles erfahren. Wenn man aber glaubt endlich alles zu wissen, kommt noch eine Wendung daher, mit der man nicht gerechnet hat. Das war ein richtig wilder Ritt und am Ende war ich komplett erstaunt. Ich verstand, wieso die Charaktere so gehandelt haben, wie sie es nun taten, trotzdem hätte irgendwer im Laufe des Buches doch mal zur Polizei gehen können. Das hätte schon in jener Nacht passieren sollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie alle mit dem Wissen unbeschwert leben können. Die Ereignisse in der Nacht von Ash‘ Tod waren tragisch und traumatisch, aber für den Leser auch sehr spannend zu lesen.

Das Ende fand ich einerseits gut und andererseits eher nur ok. Gut fand ich den Ausgang mit Emery und Luke, das hat sich an einem wahren Ende angefühlt. Nicht so gut fand ich alles, was nach der Auflösung von der Todesnacht passiert ist, vielleicht weil ich es ein bisschen unrealistisch fand, wie sich alle verhalten haben. Insgesamt war es dennoch ein sehr gutes Buch.

Fazit:

Ich fand die Geschichte rund um Harpers Ferry, Emery und Luke sehr gut. Durch die Zeitwechsel kommt Spannung auf und man lernt als Leser andere Seiten von den beiden kennen. Das Ende war in Ordnung, da hätte ich mir persönlich ein bisschen was anderes gewunschen, aber seis drum. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2025

Spannend von Anfang bis Ende

The Darlington - Ethan & Grace
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich kotze gleich.

Das Cover finde ich wieder sehr schlicht und einfach gehalten, nur das Logo vom Darlington ist darauf zu sehen.

Der ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich kotze gleich.

Das Cover finde ich wieder sehr schlicht und einfach gehalten, nur das Logo vom Darlington ist darauf zu sehen.

Der Schreibstil der Autorin war wieder super gut und einfach zu lesen. Das Buch ist wieder aus zwei Perspektiven geschrieben, sodass man Ethan und auch Grace besser kennernlernen kann. Ich mochte besonders die Beschreibung der Gefühle von den beiden, denn sie fühlen wirklich viel.

Zu Beginn lernt man nochmals Ethan und Grace kennen. Grace arbeitet im Darlington und die beiden zanken sich immer wieder. Grace’s Schwester ist in der Nacht der Pearl Gala getötet worde und da die Polizei nichts unternimmt, will Grace selbst den Mörder finden.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Der Cliffhanger von Band eins war wirklich gemein und da wollte ich auch unbedingt wissen, wie es mit dem Hotel und den Charakteren weitergehen wird. Dieser Band schließt ein paar Wochen nach dem Ende von Band eins an und man erfährt auch gleich, wer in dieser Nacht gestorben ist.

Grace mochte ich gerne, sie macht ihren Job gern und das merkt man. Ihre Familie ist ihr wichtig, doch aktuell ist sie verletzt, weil sie eher von allem gemieden und zerbrechlich behandelt wird, denn ihre Schwester ist gestorben. Ich konnte ihre Gefühlswelt gut verstehen, sie will einfach normal behandelt werden und dazu noch herausfinden, was in der Nacht wirklich geschah. Abgesehen davon ist sie ein sehr netter Mensch und ich persönlich hätte sie gerne als Freundin.

Ethan konnte ich im ersten Band nicht so leiden, doch hier hat sich das schnell geändert. Seine Einstellung gegenüber seiner Familie und dem Hotel hat sich gewandelt und er durch andere Ereignisse versucht er selbst auch ein besserer Mensch zu werden. Diese Seite an ihm mochte ich sehr und er ist mir immer mehr ans Herz gewachsen. Besonders seine Bemühungen wieder mehr mit seinen Brüdern zu unternehmen und wie er für seine Mutter da war fand ich schön.

Die Geschichte fand ich insgesamt besser als die von Band eins. Es ist spannender geschrieben und auch die Gefühle von den Charakteren konnte ich besser nachvollziehen. Durch die Ermittlungen zu dem Tod von Grace‘ Schwester wird es auch spannend und man kann als Leser gut miträtseln. Diesen Teil fand ich auch gut gemacht, denn es ist nicht so unrealistisch, was Grace herausfindet. Sie ist sicher nicht bei der Polizei, kann aber trotzdem mit Personen reden und da sie im Hotel arbeitet hat sie auch einen guten Draht zu den Mitarbeitern. Als Ethan dann beginnt ihr zu helfen, geht bei den Ermittlungen noch mehr weiter, weil er auch an andere Informationen als Grace kommt.

Dass sich die beiden dabei näher kommen ist klar. Der Sprung von sie mögen sich nicht zu da ist vielleicht was, war subtil und in keinster Weise, wie ich es mir vorgestellt habe. Ethan kann ein netter Kerl sein, wenn er nur will und das hat er bei Grace bewiesen. Er war einer der wenigen, der sie nicht anders behandelt hat und in ihr nicht nur ihre tote Zwillingsschwester gesehen hat. Außerdem versucht er über das ganze Buch über ein besserer Kerl zu werden und da passte das ganz gut dazu. Die Gefühle kamen erst langsam und als Leser konnte man sehr gut nachvollziehen, wieso. Die Autorin hat es geschafft, dass es so real wirkt und man einfach mit den beiden mitfiebern muss.

Es sind aber auch wieder viele bekannte Charaktere vertreten, so erfährt man, wie es Henry und Kate ergangen ist und was die beiden nun so treiben. Auch der dritte Bruder, Logan, bekommt ein wenig Zeit und es passt als Einführung für seinen Band, denn man lernt ihn auch noch ein bisschen besser kennen, zusammen mit Ethan, der sich um eine besere Beziehung zu seinen Brüdern bemüht. Auch die Eltern und besonders Mr. Darlington kommen oft vor, denn seine Prozess hat nun gestartet. Ich fand es spannend zu lesen, wie die verschiedenen Personen reagieren und was da noch alles ans Licht kommt.

Bis zum Ende hin spitzt sich die Lage bei den Ermittlungen immer weiter zu und es wird klarer, wer da seine Finger im Spiel hatte. Irgendwann wurde es so spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, denn es passierte so viel und man will als Leser unbedingt den Ausgang wissen. Mit der Auflösung habe ich persönlich nicht gerechnet, weil man als Leser immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt wird, doch es passte perfekt. Das Ende hat mir gefallen und ich war sehr begeistert von dem Buch!

Fazit:

Nachdem der erste Band für mich nur in Ordnung war, habe ich meine Erwartungen ein wenig heruntergeschraubt, was gar nicht notwendig gewesen wäre, denn dieser Band war grandios! Ich habe das Buch innerhalb von einem Tag gelesen und habe jede Seite geliebt. Ethan und Grace sind tolle Charaktere und ihre Geschichte war spannend, liebevoll und auch ein wenig dramatisch. Ich habs geliebt, das Buch bekommt 5 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2025

Zu wenig Tiefe

New York City Billionaires - Boss
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Manche mögen mich paranoid nennen. Ich bevorzuge Begriffe wie vorsichtig. Reserviert. Diskret.

Das Cover finde ich persönlich recht langweilig ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Manche mögen mich paranoid nennen. Ich bevorzuge Begriffe wie vorsichtig. Reserviert. Diskret.

Das Cover finde ich persönlich recht langweilig und es passt auch nicht zu den anderen Büchern der Autorin, die man ansonsten schnell erkennen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt leicht und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es Kapitel aus Efa’s und auch aus Ben’s Sicht gibt. Dadurch lernt man beide besser kennen und ich fand es interessant zu lesen, wie unterschiedlich sie manche Dinge wahrnehmen.

Zu Beginn lernt man Efa kennen, die in NYC über den Sommer über arbeiten wird. Ihr Traum ist es, bei einer bekannten Informatikfirma zu beginnen, allerdings ist es sehr schwer dort auch nur ein Vorstellungsbgespräch zu bekommen. An ihrem ersten Tag lernt sie Ben kennen, sofort ist da Anziehung, doch auch Ben hat seine Geheimnisse.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, man lernt erst einmal Ben kennen und erfährt, wieso er so bedacht darauf ist, seine wahre Identität zu schützen. Danach kommt auch schon Efa und die Geschichte geht sofort los, denn die beiden lernen sich ziemlich schnell kennen.

Efa mochte ich zuerst gerne, sie ist schlau und weiß genau was sie will, darum versucht sie auch alles, um das zu erreichen. Als dann aber Ben in ihr Leben tritt, verliert sie ihr Ziel aus den Augen und ich fand, dass sie ihren Traum zu leichtfertig aufgegeben hat. Und das nur für einen Mann. Wieso sollte sie nicht beides haben können? Ihre Entwicklung fand ich schade, denn durch Ben verliert sie viel von sich selbst und wird fast zu einer ganz anderen Person.

Ben fand ich insgesamt in Ordnung. Ich konnte verstehen, dass er nicht wollte, dass jeder weiß, dass er der Chef der Firma ist, doch ein bisschen paranoid hat er dennoch gewirkt. Efa gegenüber verhielt er sich für mich ein bisschen zu besitzergreifend, das war manchmal nicht mehr süß und er sollte auch unbedingt an seinen Vertrauensproblemen arbeiten. Ansonsten fand ich ihn als Charakter aber gut gemacht und auch vielschichtig.

Das Buch ist recht kurz und dadurch konnte sich die Geschichte nicht zu 100% entfalten. So sind manche Szenen schnell abgehandelt und auch die Gefühle kommen meiner Meinung nach zu kurz. 100 Seiten mehr hätten dem Buch wirklich gut getan.

Die Grundidee hat mir gefallen. Efa beginnt als Hausmädchen in einem Hotel und trifft auf Ben. Die beiden kommen sich näher und irgendwann gibt es Cyberangriffe auf das Hotel und Efa will helfen, denn sie kennt sich in dem Gebiet ein bisschen aus. Also versucht sie auf eigene Faust zu erfahren, was da vor sich geht. Soweit fand ich das alles gut und schön durchdacht, aber es blieb einfach zu wenig Zeit um irgendwas mehr zu vertiefen. Ich fand es interessant zu lesen, wenn Efa irgendwas technisches gemacht hat und wie sie zu gewissen Schlussfolgerungen gekommen ist, davon hätte es gerne noch mehr geben können.

Die Liebesgeschichte fand ich insgesamt in Ordnung. Ben hat ein kleines Vertrauensproblem, was man aber schon Beginn an weiß und das hat im gesamten Buch eine Rolle gespielt. Auch fand ich, dass es mit den beiden viel zu schnell ging. Sie haben sich auf den ersten paar Seiten kennen gelernt, da war sofort Lust und danach ging das schnell zu Liebe über. Diesen Übergang habe ich nicht gefühlt, es war eher so, als hätten sie einfach Spaß zusammen, aber nicht als wären da noch Gefühle im Spiel. Erst gegen Ende wurde das klarer, was irgendwie recht spät ist, denn auch schon davor verhalten sie sich wie ein Pärchen.

Es wurde auch versucht, Spannung aufzubauen, mit den Angriffen usw., doch als Leser kann man schnell herausfinden, wer dafür verantwortlich ist, da gab es für mich persönlich keinen starken Spannungsbogen. Am Ende wurde dann alles aufgedeckt und es gab auch noch ein bisschen Beziehungsdrama, was hier tatsächlich gepasst hat, weil ich es genau so von den Charakteren erwartet hätte.

Fazit:

Insgesamt ist es ein nettes Buch für Zwischendurch, das man auch locker an einem Tag lesen kann. Die Geschichte fand ich ein bisschen flach und im Gegensatz zu ihren anderen Bücher auch ein wenig lieblos. Gut fand ich aber, dass Efa einen technischen Job sucht und nicht nur der Mann in der Branche tätig ist. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2025

Etwas zu lang

Terror at the Gates
2

Meinung:

Bei dem Ritual wimmelte es nur so vor Menschen.

Das Cover ist nicht unbedingt mein Fall, es hat aber einige wichtige Elemente des Buches abgebildet, wie Dolche, das Herz oder Kreuze.

Der Schreibstil ...

Meinung:

Bei dem Ritual wimmelte es nur so vor Menschen.

Das Cover ist nicht unbedingt mein Fall, es hat aber einige wichtige Elemente des Buches abgebildet, wie Dolche, das Herz oder Kreuze.

Der Schreibstil der Autorin war gut und angenehm zu lesen, ich kam schnell voran. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Lilith, wodurch man sie am besten kennen lernt. Gut fand ich, dass nichts beschönigt wurde und man wirklich alle grausigen Details lesen konnte, egal, was gerade passierte.

Zu Beginn lernt man Lilith kennen, die in dem Bezirk von Zahariev wohnt. Lilith ist ein Mitglied einer starken Familie, will sich aber von denen loseisen. Als ein Dolch auftaucht, der viel wert zu sein scheint und danach auch Morde geschehen, fängt Lilith auf eigene Faust an, hinter das Geheimnis von dem Dolch zu kommen.

Der Einstieg in das Buch ist mir ein bisschen schwer gefallen, weil ich die Welt erst noch kennenlernen musste auch die Magie von Lilith war zuerst noch nicht wirklich gut beschrieben. Mit der Zeit kam ich aber immer mehr in das Buch rein und war dann auch gut in der Geschichte drinnen.

Lilith fand ich in Ordnung. Dafür, dass sie so unabhängig sein will, braucht sie ganz schön viel Hilfe von anderen, besonders von Zahariev. Auch verhält sie sich manchmal wie ein kleines Kind, das gerade in einer Trotzphase ist und das hat mir ihren Charakter ein bisschen zerstört. Sie wird immer als stark und entschlossen beschrieben, aber eigentlich hat sie nur Glück, gute Freunde und kann ansonsten eigentlich nichts.

Zahariev hingegen war toll. Er ist hart, greift durch, wenn es sein muss, kann aber auch fürsorglich und nett sein. Bei ihm war es eine tolle Mischung, man merkt ihm an, dass er seine Leute im Griff hat und nicht durch Angst sondern durch Loyalität seinen Teil der Stadt führt. Ich verstehe immer noch nicht, wieso er ständig bei Lilith abhängt und ihr jeden Wunsch erfüllt, wenn sie eigentlich nichts anderes als eine verzogene Göre ist und ihm nichts zurückgibt.

Die Geschichte an sich fand ich interessant, allerdings gab es auch ein paar Dinge, die mich gestört haben. Ich fand die Magie von Lilith unnötig. Am Anfang des Buches benutzt sie sie, aber für den Rest der Geschichte ist diese komplett irrelevant. Es ist nicht ganz klar, wie ihre Magie überhaupt funktioniert und einen Mehrwert hat sie auch nicht geboten. Das hat mich schon immens gestört, denn Lilith meint immer wieder, dass sie sich eh selber verteidigen kann und tut es dann trotz der Magie doch nicht.

Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass sich das Buch zuerst wirklich gezogen hat. Es hat lange gedauert, bis irgendwas passiert, davor geht Lilith herum, redet mit Leuten, wird angegriffen, oder redet mit anderen Leuten. Es kam für mich erst sehr spät Spannung auf und obwohl der Dolch von Beginn an im Buch ist, kommt er immer nur ein bisschen vor, bevor irgendwas anderes passiert.

Positiv muss man aber die Nebencharaktere erwähnen. Besonders Esther, Gabriel und Coco fand ich toll. Coco ist die beste Freundin von Lilith und sie ist ein Engel. Esther und Gabriel sind ein Paar und auch Freunde von Lilith, wie sie die gefunden hat, bleibt mir ein Rätsel. Ich habe sie alle schnell ins Herz geschlossen und nur gehofft, dass ihnen nichts passiert, denn in dem Buch sterben von Beginn an Leute und bei jedem neuen Charaktere, muss man Angst haben, dass er das Buch nicht überlebt.

Ungefähr ab der Hälfte nimmt die Geschichte mit dem Dolch dann an Fahrt auf und auch die Eltern von Lilith treten immer öfter auf. Es war für mich bis zum Ende hin nicht klar, wer nun gut und wer böse ist, was es mit dem Dolch auf sich hat und wieso alle den haben wollen. Man bekommt immer nur kleine Häppchen an Informationen und das hält den Leser bei der Stange. So ist das Ende dann aber auch eine große Überraschung, zumindest für mich. Denn die letzten 100-200 Seiten sind wirklich spannend und gut geschrieben. Es gibt verschiedenste Wendungen und vieles wird aufgedeckt. Am Ende kommt dann noch ein großer Cliffhanger, der echt fies ist. Ich muss sagen, dass das Ende das Beste am Buch war, einfach wegen allem, was hier noch passiert ist.

Fazit:

Insgesamt fand ich das Buch zu lang, denn erst ab der Hälfte fängt die Handlung erst an spannend zu werden, davor plätschert sie so vor sich hin. Ich mochte Zahariev wirklich gern, er ist ein toller Charakter und von ihm könnte ich ein ganzes Buch lesen. Lilith hingegen fand ich nur ok, sie verhält sich oft wirklich kindisch. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.12.2025

Spicy Fantasy mit interessanter Handlung

The Never List
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Für diese Aufmachung könnte ich dich verhaften“, sagt eine mir vertraute, autoritäre Stimme hinter mir und jagd mir einen Schauer über ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Für diese Aufmachung könnte ich dich verhaften“, sagt eine mir vertraute, autoritäre Stimme hinter mir und jagd mir einen Schauer über den Rücken.

Das Cover finde ich Ordnung, es spricht mich persönlich jetzt nicht unbedingt an, ich finds aber cool, dass der Brief darauf seinen Platz gefunden hat, denn damit beginnt eigentlich die ganze Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Rylee und auch von den Legenden, diese bekommen aber nur wenige eigene Kapitel. Dadurch lernt man aber jeden von ihnen ein bisschen besser kennen und ich mochte die Einblicke in ihre Gedanken sehr.

Zu Beginn lernt man Rylee kennen, die auf der Suche nach ihrer Schwester an dem Ball teilnimmt, bei dem die Auserwählte der Legenden bestimmt wird. Eigentlich hat sie kein Interesse daran, diese zu werden, doch gerade sie wird ausgesucht und muss nun ihre Geheimnisse wahren und sich den vier Legenden stellen.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, ich fand die Idee spannend und auch Rylee fand ich gleich sympathisch. Man merkt dort allerdings schon, dass es ein spicy Buch wird, denn sie denkt schon von Beginn an darüber nach, wie es wäre mit den Legenden zu schlafen. Es geht dann auch alles recht flott dahin und schon ist man zusammen mit Rylee auf dem Ball.

Rylee mochte ich gerne, auch wenn sie mir zwischendurch ein bisschen zu naiv erschien. Immer wieder betont sie, dass sie ihre Schwester finden muss und eigentlich nichts von den Legenden will, das ändert sich aber schnell. Danach merkt man ihr an, dass sie ihr Ziel ein wenig aus den Augen verliert. Allerdings lässt sie sich von den Legenden auch nicht beeindrucken und lernt sie kennen, bevor sie voreilige Schlüsse zieht, was ich ihr anrechnen muss.

Die vier Legenden, Jax, Kal, Axl und Pierce sind stark, haben Magie und werden gefürchtet, doch mit der Zeit lernt man sie immer besser kennen und kann ein bisschen hinter deren Fassade blicken. Besonders gern mochte ich Kal, weil er einfach witzig ist. Bei den anderen hat es ein bisschen gedauert, bis ich mit ihnen warm wurde, aber letztendlich sind die alle in Ordnung und haben alle ihre Vorzüge.

Ich war mir nicht sicher, wie mir die Geschichte gefallen würde, denn meist mag ich Why-choose? gar nicht so gerne, aber hier hat der Rest auch einfach gepasst. Es gab eine wirkliche Handlung, der spicy Teil wurde in diese gut integriert und passte dazu, hat nicht Überhand genommen und war auch nicht der hauptsächliche Teil des Buches. Die Idee mit den vier Legenden des Chaos hat mir gut gefallen, jeder von ihnen herrscht über eine Stadt, ihre Väter, die Könige, über das ganze Land. Ihre Mütter waren Göttinnen und haben bestimmt, dass sie zu viert eine Auserwählte haben sollen, die ihnen mehr Macht bringt, darum suchen sie nach dieser. Die Grundidee hat mir also schon gut gefallen.

Ein Kritikpunkt allerdings ist die Welt, die nicht gut genug erklärt wurde, und bei der noch viele Lücken blieben. Ich konnte sie mir nicht vorstellen, wusste nicht, in welche Zeit ich die ungefähr einordnen soll, denn es wurde von High Heelds, Kaffee und Tank Tops geredet, aber andererseits konnte ein Motorrad nicht als solche bezeichnet werden, sondern hat einen komischen Namen bekommen. Das hat mich schon sehr gestört. Auch verstand ich den Aufbau der Welt nicht unbedingt. Irgendwie ist man sehr schnell in den verschiedenen Städten, und kann auch zu Fuß die ärmeren Gegenden durchqueren, dann müsste das Land doch recht klein sein? Ich kam da nicht ganz mit.

Im Laufe der Geschichte merkt man immer mehr, worauf alles hinauslaufen wird. Es gibt spannende Momente und man bekommt eine Idee davon, wer die Legenden sabotieren will. Außerdem sucht Rylee immer noch nach ihrer Schwester und auch das nimmt einen Teil des Buches ein. Rylee verbringt je einen Monat bei jeder Legende und kann danach gehen, wenn sie will, oder bleiben. In dieser Zeit kommt sie ihnen näher und bekommt dadurch auch Hilfe bei gewissen Dingen, doch einige Lügen stehen immer noch zwischen ihnen. Ich konnte verstehen, dass Rylee nicht sagen kann, woher sie kommt oder was sie ist, fand aber auch die Legenden rational und sie haben ihr nie einen Anlass gegeben, an ihnen zu zweifeln. Die Dynamik zwischen allen hat mir gut gefallen.

Gegen Ende kommt immer mehr Spannung auf, doch es fühlte sich doch zu einfach gelöst an. Es gibt keine wirklichen Überraschungen mehr und manche Dinge waren für mich einfach nicht logisch. Das Ende hat mir ein bisschen den Rest versaut, denn die Geschichte wurde so gut aufgebaut, nur um dann so zu enden. Vielleicht wird das in Band zwei besser.

Fazit:

Insgesamt hat mich das Buch sehr überrascht. Die spicy Szenen waren gut geschrieben und haben zur Geschichte gepasst. Es gab auch eine andere Handlung als nur dies und die hat mir insgesamt gut gefallen, nur das Ende war etwas schwach, wie ich finde. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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