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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2025

Gelungenes Ende

Revenant Games - Jagd des Schicksals
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Bly erstarrte unter dem eisigen Blick des Hexers, dessen Augen vor dem Hintergrund des frisch gefallenen, in der schwächer werdenen Abendsonne ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Bly erstarrte unter dem eisigen Blick des Hexers, dessen Augen vor dem Hintergrund des frisch gefallenen, in der schwächer werdenen Abendsonne glitzerndes Schnees grellblau leuchtetn.

Das Cover finde ich schön, es passt zum ersten Teil, sagt aber nichts über den Inhalt aus. Wir haben wieder Blut und Blumen auf dem Cover, welche für je eine Fraktion wichtig sind und daher ein bisschen auf die Wesen in dem Buch anspielen.

Der Schreibstil der Autorin war wieder angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus der dritten Perspektive, wobei man hauptsächlich Bly verfolgt. Allerdings gab es auch hier wieder so komische Sprünge, in einem Moment ist man im Wald, im nächsten wachen sie in ihrem Zelt auf, dies hat mich schon im ersten Band sehr gestört und das wurde hier nicht besser.

Das Buch schließt an die Handlungen aus Band eins an, wobei ein wenig Zeit vergangen ist und Bly versucht Donovan zu retten um diesen einzutauschen. Doch es kommen alte und neue Gesichter dazu und die Geschichte entwickelt sich anders als gedacht.

Der Einstieg in das Buch ist mir zuerst sogar recht schwer gefallen, weil ich mich nur schwammig an die Charaktere erinnern konnte und mich erstmal in der Welt zurechtfinden musste. Das hat ein wenig gedauert, aber danach ging immer besser und ich war wieder in der Geschichte drinnen.

Bly fand ich in Ordnung, wie auch schon in Band eins trifft sie oftmals überstürzte Entscheidungen und bringt sich und andere dadurch in Gefahr. Sie würde alles tun, um ihre Schwester zu finden und das zeigt sich, denn sie geht über Leichen. Ihre Fixion finde ich fast schon bedenklich. Bei Kerrigan verhält sie sich wenigstens demütig und will seine Vergebung erlangen. Das fand ich tatsächlich gut, denn in Band eins hat sie seinen Bruder geopfert, bereut ihre Tat nun aber und will Kerrigan helfen.

Kerrigan fand ich toll. Erstmal hat er Bly nicht einfach so vergeben, nur weil er verliebt ist. Er sieht ihre schlechten Seiten und kann ihren Verrate nicht einfach vergessen. Das fand ich menschlich und gut gemacht. Zwischendurch war er ein bisschen kalt, was aber irgendwie zu ihm gepasst hat. Mit der Zeit hat er ein bisschen an Biss verloren, aber es hat insgesamt gut zu seinem Charakter gepasst.

Ich hatte Theorien, wie sich der zweite Teil entwickeln würde, aber ich wurde tatsächlich positiv überrascht. Nicht nur mit den Charakteren, sondern auch mit dem Verlauf der Geschichte. Ein großer Teil spielt sich wieder im Wald ab, weil es einfach lange Wege zwischen den Städten und anderen Orten sind, doch das Buch wurde nicht langweilig. Einerseits haben wir Bly und Kerrigan, die sich immer wieder zanken und andererseits gibt es genügend Feinde, die einen Groll hegen.

Erstmal fand ich die Zusammenstellung der Gruppe sehr spannend. Nie hätte ich gedacht, dass Kerrigan zusammen mit Bly, Hexen und Vampiren auf die Reise geht. Doch es hat gut gepasst und manche Charaktere habe ich immer mehr ins Herz geschlossen. Ganz oben auf dieser Liste steht Donovan, den mochte ich im ersten Band gar nicht, aber hier hat er sich zu einem Liebling von mir gemausert. Er wird nicht weich, aber dennoch zeigt sich, dass er ein Herz hat. Demezla ist auf Platz zwei, denn auch sie mochte ich immer mehr und ich fand ihre Entwicklung in Bezug auf ihre Mutter sehr gelungen. Man sieht neue Seiten an ihr, wieso sie so ist, wie sie eben ist und lernt sie zu verstehen.

Starten tut das Buch wie auch schon Band eins mit der Suche nach Blys Schwester. Da hat sich zuerst nicht viel geändert. Irgendwann geht die Geschichte aber in eine andere Richtung und wie der Klappentext schon verrät, muss sie eine Wurzel finden. Für mich war das Buch sehr selten vorhersehbar, einzig an dem Ort, wo die Wurzel sein sollte, habe ich Vermutungen über diesen angestellt, die sich dann als wahr herausgestellt haben. Aber ansonsten gab es immer neue Wendungen und man wird als Leser wirklich überrascht.

Es gibt auch wieder eine Liebesgeschichte, was klar war, eigentlich sogar zwei. Einerseits haben wir Bly und Kerrigan, die am Ende von Band eins nicht als Liebhaber auseinander gegangen sind. Hier nähern sie sich auch langsam erst wieder an, aber ich mochte ihre Beziehung und wie sie über alte Fehltritte hinwegkommen. Das braucht Zeit und genau das wird hier gezeigt. Das zweite Pärchen in dem Buch will ich nicht spoilern, aber hier fand ich die Auflösung von einem Problem wirklich schlecht gemacht. Ich war richtig enttäuscht, dass es der Frau so leicht gemacht wurde und dass sich die Autorin hier nichts anderes einfallen lassen konnte.

Das Ende war dann spannend und gut gemacht. Es gab einen runden Abschluss und alle offenen Fragen wurden beantwortet. Obwohl auch hier alles ein bisschen einfach gemacht wurde, kann ich darüber hinwegsehen.

Fazit:

Für mich war der zweite Band besser als der erste. Besonders Kerrigan und Donovan haben diesen Band so toll gemacht. Ansonsten fand ich auch die Geschichte überraschend und wenig vorhersehbar. Ein paar Kritikpunkte habe ich dennoch, daher bekommt das Buch von mir vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2025

Ein Buch im Buch, einfach gut

Not in My Book
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Meinung:

Erster Satz: Meine Mum hat mir immer geraten: Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag besser gar nichts.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Ich mag die Farben und wie alles zusammenspielt, ...

Meinung:

Erster Satz: Meine Mum hat mir immer geraten: Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag besser gar nichts.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Ich mag die Farben und wie alles zusammenspielt, außerdem sehen die Charaktere sehr passend aus. Der Stil ist genau meins.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive von Rosie, wodurch man sie sehr gut kennen lernt. Ich mochte die Beschreibung der Gefühle und wie veträumt Rosie wirkt, das hat die Autorin wirklich gut hinbekommen.

Zu Beginn lernt man Rosie und Aiden kennen, die im gleichen Kurs sind, doch sich immer anzicken. Als ihre Professorin genug davon hat trägt sie ihnen auf ihr nächstes Projekt gemeinsam zu schreiben. Ein Liebesroman ohne Happy-End. Beide sind nicht begeistert, fügen sich aber, da sie sonst aus dem Kurs fliegen. Beim Schreiben merken sie, dass sie sich gar nicht so sehr hassen, wie sie gedacht haben.

Der Einstieg in das Buch ist mir super leicht gefallen, was einerseits am sehr guten Schreibstil, als auch an den Figuren selber lag. Ich mochte sie sofort und wollte auch sofort wissen, wie sich die Geschichte entwickelt, denn auf den ersten Blick sind sie Feinde und können sich nicht ausstehen.

Rosie fand ich toll. Sie liebt Liebesromane und will solche auch schreiben. Durch ihre Überzeugung sucht sie natürlich auch im echten Leben ihren Traumprinzen, der bis jetzt noch nicht dabei war. In vielen Szenen, auch wenn sie mit ihren Freunden spricht, kommt durch, dass sie hoffnungslos romantisch ist. Ich mochte ihre positive Einstellung. Abgesehen davon kann sie aber auch bissig sein, wenn jemand anderer Meinung ist als sie und sie vertritt ihre Meinung sehr stark.

Aiden wirkte zuerst wie der totale Arsch, wobei ich ihn schon auch interessant fand. Wieso kritisiert er alles, was Rosie schreibt und was hat er gegen Romance? Im Laufe des Buches wurde er mir immer sympathischer, auch wenn er nicht immer wie ein Traumprinz wirkt. Irgendwann mochte ich ihn aber und auch seine Art hat sich geändert. Er kann dich lieb sein, wenn er will.

Die Geschichte hat mir super gut gefallen. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt, nach den Jahreszeiten in denen der jeweilige Abschnitt spielt. Für mich hat das gut zum Buch gepasst. Ein weiteres tolles Detail war, dass man nach jedem Kapitel einen kurzen Ausschnitt aus dem Buch, welches die beiden zusammen schreiben, zu lesen bekommt. Ich gebe zu, dass ich dieses Buch auch sehr gerne gelesen hätte, denn die Ausschnitte allein haben mir schon Lust darauf gemacht.

Die Idee von dem Buch war toll, dass die Charaktere zusammen ein Buch schreiben hebt die Geschichte von anderen Liebesromanen ab. Immer mal wieder liest man wie Rosie oder Aiden ein bisschen an ihrem Buch schreiben, oder zusammen eine Szene schreiben. Diese Teile sind durch eine andere Schriftart gekennzeichnet und haben mir wirklich gut gefallen. Die beiden haben große Teile ihrer eigenen Geschichte in dem Buch verwendet und oftmals wurde das Buch als Stilmittel verwendet, wenn Aiden oder Rosie etwas zu sagen hatten und es leichter war, dies durch ihre Charaktere zu sagen als direkt. Ich fand das einfach toll und es hat richtig viel Spaß gemacht ihre gemeinsamen Schreibsessions zu lesen.

Das Setup für die Liebesgeschichte war da natürlich gegeben und das Buch ist wirklich slow slow burn. Trotzdem fand ich nicht, dass es sich irgendwie gezogen hat oder langweilig wurde, einfach weil die Charaktere so toll waren und es immer etwas neues gab, sei es nun in ihrem Buch oder in ihrem echten Leben. Rosie und Aiden haben sich langsam angefreundet und haben ihren jahrelangen Streit beiseite gelegt. Ich fand es wirklich schön zu lesen, wie sich näher kommen und merken, dass sie gar nicht ganz so unterschiedlich sind.

Mit der Zeit wird aus der Freundschaft mehr, und ich fand es genau richtig so. Ihre Liebe entwickelt sich langsam, ich fand es perfekt. Obwohl ich nicht immer dachte, dass sie als Paar gut funktionieren, haben sie mir immer öfters das Gegenteil bewiesen. Besonders Aiden hat mich da überrascht, denn er hat in gewissen Situationen Dinge gesagt und getan, die gar nicht zu ihm gepasst haben. Das hat mich ein bisschen rausgebracht, aber es war zum Glück nicht so schlimm.

Am Ende gibt es dann noch ein Drama, welches man vorhersehen konnte. Es wurde nicht ganz so subtile Hinweise gestreut und als Leser konnte man sich schon denken, was hier passieren wird. Was mich hier sehr gestört hat war das Verhalten von Aiden. Er stellt sich quer und stößt Rosie von sich, verhält sich wie der größte Arsch auf Erden und hat mich damit wirklich böse gemacht. Die Reaktion von Rosie selbst fand ich dann etwas übertrieben, dass sie eine Auszeit braucht hätte ich verstanden, oder etwas Zeit, aber sie hat den ganz wilden Weg gewählt. Das fühlte sich für mich wie künstliches Drama an und das Buch hätte das nicht gebraucht. Auch der Epilog war mir persönlich zu viel, alles davor hätte als Ende ausgereicht.

Fazit:

Das Buch hat mich so sehr überrascht, ich fand es einfach so gut geschrieben und durch die Idee mit dem Buch in dem Buch hat es sich auch von anderen Liebesromanen abgehoben. Für mich waren Rosie und Aiden einfach perfekt und ich hatte viel Freude mit den beiden. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.09.2025

Spannung kommt erst am Ende auf

Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Was habe ich getan?

Das Cover gefällt mir gut, es schreit regelrecht Jugenthriller und macht somit auf das Genre aufmerksam. Ich finde ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Was habe ich getan?

Das Cover gefällt mir gut, es schreit regelrecht Jugenthriller und macht somit auf das Genre aufmerksam. Ich finde es passt auch gut zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perpsektive von Maggie, wobei es auch Briefe gibt, die in der Ich-Perspektive von Giselle geschrieben sind. Ich fand die Wechsel zwischen den beiden gelungen, da ich immer wusste aus wessen Sicht ich gerade lese.

Zu Beginn lernt man Maggie, Giselle, Viv und Emi kennen, die zusammen einen Ausflug auf dem Boot von Giselle machen möchten. Doch am letzten Tag verschwindet Giselle und die Kameraufnahmen deuten darauf hin, dass Maggie sie vom Boot gestoßen hat, diese kann sich aber nicht daran erinnern. Was ist nun wirklich passiert?

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Obwohl es sehr viele Namen auf einmal waren, ging es nach ein paar Kapitel schon recht gut dahin. Man muss sich halt merken, wer nun wer ist, wobei Giselle und Maggie die wichtigsten Personen von den vieren sind.

Maggie und Giselle fand ich vonallen noch am interessantesten. Maggie versucht sich in die Gruppe einzufügen, obwohl sie nicht reich ist. Man merkt, dass sie sich oft verstellen muss, um von den anderen gemocht zu werden, aber sie versucht wirklich eine Freundschaft aufzubauen, zumindest mit Giselle. Giselle fand ich sehr überheblich und verlogen. In den Briefen an ihre Mutter sieht man eine andere Seite von ihr und da konnte ich sie immer besser verstehen, trotzdem rechtfertigt das nicht ihr Verhalten anderen Menschen gegenüber. Besonders die Angestellten auf dem Boot behandelt sie sehr schlecht, dabei geben sie ihr Bestes.

Viv und Emi hingegen blieben recht falch. Das einzige, was mir von Viv in Erinnerung geblieben ist, ist, dass sie sehr spirituell ist und Eskalationen vermeidet. Bei Emi ist es so, dass sie Giselle um jeden Preis beschützen will und ein bisschen rau ist, wobei auch hin und wieder eine nette Seite durchscheint, man muss sich ihr Vertrauen aber erst erarbeiten.

Den Aufbau von dem Buch fand ich ziemlich cool. Es startet sozusagen am Ende. Giselle ist schon verschwunden und die Mädchen finden das Kameramaterial, wo man sieht, dass sie über Board gegangen ist. Von da an wird die Geschichte rückwärts erzählt. Man startet am letzten Tag am Abend und liest bis zum ersten Tag in der Früh. Dieses Konzept hat mir ziemlich gut gefallen, denn man kennt den Ausgang, aber nicht wie es dazu gekommen ist. Sowas habe ich noch in keinem Buch gelesen und es hat hier irgendwie sehr gut gepasst.

Zwischendurch las es sich allerdings nicht wie ein Thriller. Besonders zu Beginn hat es lange gedauert, bis die Spannung wirklich aufkam, auch wenn es mit dem Verschwinden von Giselle begonnen hat. Es las sich einfach wie ein Buch über vier Freundinnen, die zusammen Party machen. Manche Stellen fand ich auch unnötig in die Länge gezogen, da sie keinen wirklichen Beitrag zur Story geleistet haben.

Was mir hingegen gut gefallen hat, waren die Briefe von Giselle an ihre tote Mutter. Dadurch bekommt man mehr Einblick in ihr Leben und ihre Gedanken und weiß, wieso sie manchmal so ist, wie sie eben ist. Außerdem kommen in diesen Briefen so manche Geheimnisse ans Licht. Besonders in Bezug auf die Freundschaft von Giselle und Maggie waren sie aufschlussreich und ich hatte da einige Aha-Momente.

Am Ende gibt es dann die große Auflösung und ab hier gibt es SPOILER, also nicht weiterlesen, wenn man das Ende nicht wissen will. Ich habe vielleicht zu unaufmerksam gelesen, weil ich nicht kommen sah, dass Giselles Bruder eigentlich ihr Sohn ist. Was ich hier aber nicht verstehe ist, wie sie diesen als ihren Bruder ausgeben konnte. Ihr Vater steht im Rampenlicht, es gibt Interviews mit ihm und seiner Frau und keiner hat mitbekommen, dass seine Frau eigentlich nie schwanger war? Haben sie ihr einen Bauch umgehängt oder was? Das fand ich insgesamt etwas unrealistisch, auch weil Giselle in der Zeit ganz normal in die Schule ging. Es war zwar alles ein wenig überraschend, auch ihre Beziehung zu Maggie, aber auch zu unrealistisch und zu unausgereift für meinen Geschmack.

Fazit:

Insgesamt war das Buch in Ordnung, hat sich manchmal aber auch gezogen, da die große Spannung erst gegen Ende des Buches kam. Davor las es sich eher wie vier Freundinnen, die einfach Geheimnisse voreinander haben. Für Zwischendurch ist es in Ordnung und ich vergebe 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Schwacher Start mit starkem Ende

Glass and Mirrors
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Ah!“, schrie er wütend auf und stieß mit aller Wucht den Stuhl, auf dem er bis gerade eben voller Anspannung gesessen hatte, nach hinten.

Das ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Ah!“, schrie er wütend auf und stieß mit aller Wucht den Stuhl, auf dem er bis gerade eben voller Anspannung gesessen hatte, nach hinten.

Das Cover finde ich wieder ziemlich cool. Man sieht einen Thron, zumindest denke ich, dass dies der Thron sein soll und einen Drachen, also zwei wichtige Elemente aus dem Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Wie auch schon der erste Teil ist dieser in der Ich-Perspektive von Jadina geschrieben, wodurch man sie am besten kennen lernt. Ich kam sehr schnell durch das Buch, was für den Schreibstil spricht.

Dieser Band schließt direkt an das Ende von Band eins an. Jadina hat die Prüfungen bestanden, doch der Verrate von Kayden sitzt tief. Doch so leicht gibt Jadina nicht auf und versucht alles, um das Beste aus ihrer Situation zu machen, was auch heißt, dass sie wieder mit Kayden reden muss. Doch die nächsten Hindernisse sind schon bereit.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, da ich den ersten Band erst vor Kurzem gelesen habe. Ich war also schnell wieder in der Geschichte drinnen und dadurch, dass zwischen den Büchern eigentlich keine Zeit vergeht, ist es so, als würde man direkt weiterlesen. Ich war gespannt, was die Autorin in diesem Band für uns bereithalten würde.

Jadina mochte ich wieder gerne, wobei sie mir in der ersten Hälfte des Buches schon oft auf die Nerven ging. Denn obwohl sie Kayden immer noch mag, stößt sie ihn weg und verschanzt sich. Bis sie selbst eingesehen hat, dass das so nicht weiter geht, habe ich sie als nervig empfunden. Danach wurde es besser und ihre Entscheidungen wurden auch wieder rationaler.

Kayden hat keine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Er spricht zuerst nicht viel mit Jadina, lässt ihr ihren Raum, was gut so ist, damit sie sich abreagieren kann und gibt ihr genügend Zeit, um sich mit der Situation abzufinden. Ich fands gut, dass er dann selber einsah, dass er vieles falsch gemacht hat, doch seine Erklärungen hatten Hand und Fuß und man muss ihm einfach schnell vergeben. Irgendwann gibt es nur noch Jadina für ihn und irgendwie war er schon süß, so verknallt.

Ich habe mich sehr auf den zweiten Band der Reihe gefreut, da mich der erste so sehr begeistern konnte, leider war die Hälfte des Buches etwas langweilig und es hat sich einfach nach einem Lückenfüller angefühlt. Es passierte lange nichts relevantes und es war ein ewiges hin und her zwischen Jadina und Kayden. Das fand ich dann doch etwas anstrengend und manchmal las es sich so, als wollte die Autorin die Geschichte unbedingt auf vier Bücher aufteilen. Zum Glück wurde das ab der Hälfte viel besser und ich habe das Buch wieder lieber gelesen.

Das Training und die Vorbereitung auf die nächste Prüfung gingen da irgendwie auch unter und dann war der Tag da und es gab keine, bis wenig, Vorbereitung. Das war für mich etwas gach, aber danach ging das Buch in einem besseren Tempo weiter. Die Prüfung selbst, bei der die Drachen einen Reiter erwählen, fand ich gut geschrieben. Es hat Sinn gemacht und da wurde auch gleich das Problem, dass Jadina mit ihren magischen Kräften noch nicht umgehen kann, aus der Welt geschafft. Und ab da waren Drachen auch präsenter, was mir persönlich gut gefallen hat, weil ich ein großer Fan von Drachen bin.

Die Liebesgeschichte hat sich auch Zeit gelassen, um wieder auf die richtige Bahn zu kommen, aber danach gingen mit die beiden mit ihrer Verliebtheit wirklich auf die Nerven. Es war sehr süß zu lesen, doch manchmal war es einfach viel zu schnulzig, was nicht schlecht ist, aber es hat ein bisschen meinen Lesefluss gestört. Ich bin da komplett auf Naydas Seite, die hat das nämlich auch so gesehen. Es war aber gut, dass sie ihre Probleme recht schnell lösen konnte und das nicht der eigentliche Aspekt des Buches war.

In der zweiten Hälfte wird dann immer klarer, was das eigentliche Problem in dem Buch werden wird. Es verlief alles ganz anders, als ich zuerst angenommen hatte, doch die Richtung hat mir gut gefallen. Es war unerwartet und besonders das Ende war ganz unerwartet. Die Wendungen waren wirklich gut gefschieben und ich konnte es gar nicht glauben. Für mich hat das Ende alles wieder gut gemacht, was mir in der ersten Hälfte nicht gut gefallen hat, denn hier hat mir die Autorin nochmals richtig Lust auf den nächsten Band gemacht.

Fazit:

Zuerst wirkte das Buch wie ein Füller, doch das hat sich ca. ab der Hälfte geändert und dann wurde es wieder so gut, wie ich es aus dem ersten Band gewohnt war. Jadina und Kayden waren nervig süß zusammen und auch die Drachen kamen nicht zu kurz. Hat man im ersten Band eigentlich nur Elara, so liest man hier von mehr Drachen und sie bekommen eine wichtigere Rolle, was mir gut gefallen hat. Das Ende hat mir dann nochmal Lust auf Band drei gemacht und ich freue mich schon auf diesen. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne, weil der Beginn doch recht schwach war.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2025

Nicht neu, aber ich habs geliebt

Wings and Claws
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Heute entschied sich das Schicksal Eclarias.

Das Cover finde ich cool, ich bin generell ein Fan von Drachen auf Covern und hier passt einfach ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Heute entschied sich das Schicksal Eclarias.

Das Cover finde ich cool, ich bin generell ein Fan von Drachen auf Covern und hier passt einfach alles gut zusammen.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Jadina, wodurch man sie am besten kennen lernt. Ich mochte ihre Gefühle und die Beschreibungen, man merkt auch, wie sich ihre Gefühle gegenüber den Drachenreitern langsam ändern, das wurde wirklich gut beschrieben.

Zu Beginn lernt man Jadina kennen, eine Jägerin, die von den Drachenreitern gefangen genommen wurde. Sie soll bei den Drachenreiterprüfungen mitmachen, denn die Drachenreiter sind auf der Suche nach der Jägerin aus einer alten Prophezeihung. Jadina entscheidet sich es zu versuchen, da sie ansonsten sicher stirbt und beim Training lernt sie ihre Ausbilder, besonders Kayden, immer besser kennen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Zuerst liest man von der Prophezeihung, die Eclaria in den aktuellen Zustand gebracht hat und dann geht es schon mit der Gefangennahme von Jadina los. Ich fand den Einstieg ziemlich rasant aber auch gelungen, dadurch wird man in die Geschichte geworfen und will natürlich wissen, wie es weiter geht.

Jadina mochte ich wirklich gerne, auch wenn sie etwas naiv war. Nur weil jemand ein Drachenreiter ist, ist er nicht böse und umgekehrt, weil jemand ein Jäger ist, ist er nicht gut. Jadina glaubt fest an diese Strukturen und lernt erst mit der Zeit, dass das nicht immer stimmt. Mit der Zeit macht sie eine starke Entwicklung durch, denn als Jägerin hatte sie es nicht leicht und musste sich alleine durchschlagen, bei den Drachenreitern bekommt sie genügend Essen, Zugang zu Wissen und Training. Ich mochte die Person, zu der sie bis zum Ende wurde.

Kayden fand ich in Ordnung. Er sollte wohl geheimnisvoll wirken, doch seit seinem ersten Auftreten habe ich ihn durchschaut. Generell fand ich seine Art anstrengend, er verschwindet ständig, lässt Jadina im Unklaren und gibt immer nur kryptische Antworten. Hätte er normal mit ihr gesprochen und nicht alles mögliche verheimlicht, wäre er mir auch sympathischer gewesen.

Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, wobei ich jetzt gleich sagen muss, dass mich die Twists am Ende nicht wirklich überrascht haben. Das gab es alles schon und ab dem ersten Moment, als gewisse Charaktere auftauchten, war klar, was es mit diesen auf sich hat. Daher hat mich das Ende nicht wirklich überrascht. Obwohl man als Leser jedoch weiß, was ca passieren wird, ist der Weg dorthin trotzdem spannend und sehr gut geschrieben. Jadina muss für die Prüfungen trainieren und obwohl man von dem Training selbst liest, haben mir besonders die Szenen, in denen sie mehr über das Land und die Drachen liest, am besten gefallen. Ich fand die Welt interessant und je mehr ich darüber gelernt habe, desto faszinierter war ich.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die aber eher subtil ist, was auch sehr gut ist so. Die Gefühle entwickeln sich langsam und auch bis zum Ende ist es eigentlich nicht ganz klar, ob die Charaktere nun zusammen sind oder nicht. Ich mochte die langsame Annäherung und wie Jadina sich langsam ihre Gefühle eingesteht.

Wie man sich denken kann, gibt es in dem Buch auch Drachen, die hier aber nur semi-präsent sind. Sie werden erwähnt, hin und wieder ist einer näher bei Jadina, aber sie nehmen keine Hauptrolle ein, das wird wahrscheinlich erst in den nächsten Teilen kommen. Die Szenen mit den Drachen fand ich aber sehr gut, liegt vielleicht auch daran, dass ich Drachen allgemein gerne mag. Hier wurden sie nicht viel anders als in anderen Büchern dargestellt, aber es gab ein paar interessante Ergänzungen. In diesen Szenen kamen aber auch noch mehr Fragen über Jadina auf. Immer wieder wird erwähnt, dass die Auserwählte magische Kräfte hat, was Jadina behauptet nicht zu haben und auch das Verhalten der Drachen gegenüber ihr hat bei mir Fragen aufgeworfen. Ich hoffe, dass diese im zweiten Band beantwortet werden.

Das Highlight des Buches sind natürlich die Prüfungen selbst. Diese werden eher gegen Ende ausgetragen, wodurch dann auch die ganze Spannung aufkommt. Ich habe mit Jadina mitgefiebert und gehofft, dass alles gut geht. Wie schon erwähnt hat mich der Twist am Ende dann nicht so sehr überrascht, weil es für mich schon von Beginn an klar war, trotzdem hat er mich sehr neugierig auf den zweiten Band gemacht, auf den freue ich mich schon.

Fazit:

Ich fand das Buch einfach super. Es gab zwar vieles, was jetzt nicht neu ist und wodurch ein paar Twists keine wirkliche Überraschung waren, aber abgesehen daovn hat das Buch sehr viel Spaß gemacht und ich bin neugierig, auf die Drachen, auf Jadina und vor allem wie es mit ihr und Kayden weitergeht. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne, denn ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.

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