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Veröffentlicht am 01.02.2025

Am Ende kam alles anders als erwartet

Seven Ways to Tell a Lie
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Sommer rund um Wane erblüht in seinen schönsten Farben.

Das Cover finde ich wirklich genial. Man sieht alle Freunde aus dem Buch darauf ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Sommer rund um Wane erblüht in seinen schönsten Farben.

Das Cover finde ich wirklich genial. Man sieht alle Freunde aus dem Buch darauf und es passt auch einfach zum Inhalt. Sie reden nicht mehr miteinander und die Splitter zeigen das ganz gut.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Dies war mein erstes Buch von ihm und ich mag es, dass es so leicht zu lesen geht. Geschrieben ist es aus Sicht von Jonah, wodurch man ihn am besten kennen lernt. Es hat auch gut für das Buch gepasst, denn so wusste man nie von den anderen Geheimnissen.

Zu Beginn lernt man Jonah kennen. Eine Freundin von ihm ist vor einem Jahr verschwunden und nun ist ein Deepfake-Video von ihm und der damaligen Clique aufgetaucht. Zuerst glaubt Jonah, dass dies ein Zeichen sein könnte, dass Enya noch lebt, doch als mehr und mehr Geheimnisse ans Licht kommen, spitz sich die Sache zu und Jonah ist sich nicht mehr so sicher mit seiner Annahme.

Der Einstieg in das Buch hat mir sehr gut gefallen. Man liest sehr schnell von dem ersten Video und lernt auch alle wichtigen Charaktere kennen. Das hat mich schon neugierig gemacht und ich wollte da gleich weiterlesen. Die Idee mit Deepfakes finde ich sowieso total faszinierend, das Thema ist gruselig, weil man so viel anstellen kann, aber für einen Jugendthriller passt es einfach perfekt.

Jonah mochte ich wirklich gerne, er ist ein ruhiger Typ, der für seine Freunde aber da ist und sie nicht verurteilt. Außerdem liebe ich seine Freundschaft mit Tessa und wie sie zusammen sind. Jonah blüht da auf, denn eigentlich hält er sich immer im Hintergrund und redet nicht allzu viel. Mit ihm konnte ich mich wirklich gut identifizieren.

Die anderen Charaktere mochte ich auch, obwohl viele von ihnen eher flach blieben. So kommt Jessica viel vor, auch Tessa, aber Victor, Samuel und die anderen sind eher Nebenfiguren, die nicht ganz so viel Zeit bekommen. Trotzdem mochte ich die bunte Mischung an Charakteren. Nur mit Enya konnte ich mich in den Rückblenden nicht so wirklich anfreunden, sie ist irgendwie nicht mein Fall von Charakter. Zu laut, zu grell und zu sprunghaft.

Durch die Videos wird das Buch spannend und ich habe immer schon auf das nächste Geheimnis gewartet. Grundsätzlich fand ich die Geheimnisse wirklich gut, wobei manche mehr und manche weniger schockierend waren und somit auch die Videos anders ausgefallen sind. Zwischen den Videos ist nicht viel passiert, es war spannend, wie Jonah immer mehr erfährt und sich die Clique wieder zusammenfindet, aber die wirkliche Spannung kam erst gegen Ende auf.

Zwischendurch gab es immer wieder Rückblenden zum letzten Jahr als Enya verschwand. Dadurch erfährt man auch, wie die Freunde früher waren, wie sie zusammen waren und vor allem wie sie mit Enya waren. Ich mag solche Rückblenden in Büchern wirklich gerne und auch hier hat es toll zum Rest gepasst. Der Leser bekommt mehr Hintergrundinfos und kann so auch der Handlung besser folgen. Für mich waren diese kleinen Teile ein Highlight.

Eine wirkliche Liebesgeschichte gab es zum Glück nicht. Man erfährt zwar, dass Jonah in Enya verliebt war, aber weil diese verschwunden ist gibt es an der Front nichts. Meiner Meinung nach hätte das auch gar nicht zum Buch gepasst, wenn da plötzlich eine Liebesgeschichte im Vordergrund gewesen wäre.

Bis zum Ende kann man als Leser miträtseln, wer nun hinter den Videos steckt und wer ihnen da was anhängen will. Ich hatte ehrlich gesagt keinen Verdächtigen und auch keinen Plan, bis ca 1/4 vor Ende. Es gab einen Punkt, den ich einfach zu übertrieben offensichtlich fand und ab da war mir klar, wer es gewesen sein muss und ich hatte recht. Das hat ein bisschen die Spannung raus genommen, aber weil man den Grund noch nicht wusste blieb wenigstens das. Am Ende ist sowieso alles eskaliert und ich hätte nicht mit sowas in einem Jugendbuch gerechnet. Ich las das und saß wie auf heißen Kohlen, weil ich so aufgeregt war und wissen wollte, wie es denn nun ausgeht.

Man kann also sagen, dass die Videos wirklich toll waren und auch das Ende war grandios. Dazwischen gab es hin und wieder Stellen, die ich persönlich nicht ganz so gut fand und auch ein bisschen zu lang gezogen, aber insgesamt ist es ein spannendes Buch.

Fazit:

Dieser Jugendthriller hat mich wirklich überrascht. Es kam am Ende vieles anders als erwartet und auch sonst war das Buch sehr düster. Ich hatte lange keine Ahnung, wer der Täter und Ersteller der Videos war und konnte so gut miträtseln. Die Charaktere fand ich alle gut und das Ende war unerwartet. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Geniales Buch

Die Sprache der Drachen
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

I’m dreaming in Draconic again.

Das Cover ist wirklich schön, ich könnte es ewig anschauen. Drachen sind ein großer Bestandteil des Buches, ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

I’m dreaming in Draconic again.

Das Cover ist wirklich schön, ich könnte es ewig anschauen. Drachen sind ein großer Bestandteil des Buches, daher passt das super.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Viv, in der Ich-Perspektive. Besonders gelungen fand ich die Beschreibung der Drachen und von deren Kommunikation, das war echt gut und hat sich perfekt in die restliche Umgebung eingefügt.

Zu Beginn lernt man Viv kennen, ihre Familie wurde eingesperrt, weil sie im Verdacht sind den Rebellen zu helfen. Viv will ihnen helfen und startet aus Versehen einen Bürgerkrieg indem sie einen eingesperrten Drachen entlässt. Doch ihr wird eine Chance auf Freiheit gegeben, sie muss nur einen Job erfüllen, was sie annimmt. Was sie dabei erwartet hätte sie sich nie träumen lassen.

Der Einstieg in das Buch ist mir unglaublich leicht gefallen. Viv und ihre Familie mochte ich sofort und das alternative London hat mir sofort gefallen. Drachen und Menschen leben Seite and Seite und jeder hat seinen Part zu erfüllen. Ich war gespannt, wie sich das Buch entwickeln würde.

Viv mochte ich wirklich gerne. Sie kann verschiedene Drachensprachen und wollte auch einen entsprechenden Studiengang machen. Für ihre Familie würde sie auch alles tun, was man immer wieder merkt, denn auch wenn sie denkt, dass etwas nicht in Ordnung ist, rechtfertig sie ihre Taten mit den Leben ihrer Familie. Es war verständlich, aber auch etwas naiv. Bis zum Ende hat sie aber eine tolle Charakterentwicklung durchgemacht.

Es gab noch viele andere Charaktere, aber Vivian ist einfach der Hauptcharakter. Der Love Interest kommt auch nicht ganz so viel vor, weil die Liebesgeschichte auch eher im Hintergrund passiert. Aber ich mochte alle Charaktere und fand sie vielschichtig. Aus jeder möglichen Gesellschaftsschicht und mit allen möglichen Talenten werden sie zusammen in diesen Job verfrachtet. Eine wirklich bunte Mischung.

Ich war super gespannt auf die Geschichte, aber hatte auch ein wenig Angst, weil es doch YA ist und ich die meisten Bücher in dem Genre nicht mehr mag. Aber meine Angst war grundlos, bereits der Einstieg war super interessant. Man lernt das Leben in dieser Zeit kennen, erfährt wie die Drachen helfen und wie sie sich untereinander unterhalten. Allein schon dieser Weltenbau hat mir unglaublich gut gefallen, denn meist gibt es eine ganz andere Dynamik zwischen Menschen und Drachen in Büchern.

Der Klappentext sagt schon, was Viv tut, das verrät eigentlich ziemlich viel über das Buch. Diese geheime Drachensprache ist der wichtigste Baustein und als Leser kann man mit Viv miträtseln, und erfährt auch gemeinsam mit ihr Geheimnisse. Es wird schnell klar, dass da mehr dahinter steckt und dass die Regierung ganz andere Pläne als angenommen hat. Das Buch ist also sehr politisch, es geht um Unterdrückung von Gruppen, Staatsgeheimnisse und Kriege, all das ausgelöst durch Machthunger und einem Überlegenheitsgefühl. Es zeigt aber auch, wie gut Politiker andere manipulieren können, denn einige Drachen stehen immer auf der Seite der Menschen, obwohl sich viele Intrigen gegen ihre eigene Rasse richten. Ziemlich schwere Themen für ein Jugendbuch, aber alles was darin passiert kann auch auf die echte Welt angewandt werden, es ist wirklich erschreckend.

Als Viv dann ihre Arbeit beginnt lernt sie auch andere Leute kennen, die ebenfalls ausgewählt wurden. Die Gruppe fand ich super, alle sind unterschiedlich, kommen aus verschiedenen Schichten und freunden sich langsam an. Es gibt trotzdem immer wieder Spannungen und ich hatte nie eine Idee, was sie als nächstes tun würden. Zu manchen Charakteren hatte ich Theorien, bei anderen war ich überrascht, wenn sie etwas gemacht haben, aber insgesamt wurde es durch sie nie langweilig.

Es gibt auch eine ganz leichte Liebesgeschichte. Sie findet sehr im Hintergrund statt und ist erst auf den letzten Seiten so wirklich präsent, davor nimmt sie keinen allzu großen Raum ein, was ich sehr mag. Für mich war das realistisch, denn die Gefühle haben sich mit der Zeit entwickelt und waren nicht plötzlich da.

Am Ende geht es dann richtig zur Sache und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es passierte so viel, es war spannend und actionreich und ich bin wirklich gespannt, wie es im zweiten Teil weitergehen wird.

Fazit:

Ich habe nicht erwartet, dass mich das Buch so sehr begeistern würde. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich alles geliebt, es war für mich perfekt. Viv ist ein toller Charakter und die Geschichte war anders als andere aktuelle Drachenbücher. Von mir gibt es eindeutig fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2025

Kann nicht mit Band eins mithalten

A Whisper of Wings
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Lautlos segelte eine Feder durch die klirrend kalte Morgenluft.

Das Cover gefällt mir wieder super gut und passt auch zum Inhalt. Ich finds ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Lautlos segelte eine Feder durch die klirrend kalte Morgenluft.

Das Cover gefällt mir wieder super gut und passt auch zum Inhalt. Ich finds echt schön und auch passend zum ersten Band.

Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr gut und flüssig zu lesen, ich kam wirklich schnell weiter. Wie auch schon der erste Teil ist das Buch in der dritten Person geschrieben, wobei es sowohl Kapitel aus Smillas als auch aus Gents Sicht gibt.

Der Band spielt ein Jahr nach den Ereignissen aus dem ersten Teil. Smilla ist jetzt die Anführerin der wilden Jagd und zusammen wollen sie die Walküren endlich erledigen. Doch aufgrund neuer Informationen ändert sich ihr Plan und sie müssen sich auf eine gefährliche Reise ins Land der Götter begeben.

Der Einstieg in das Buch ist mir tatsächlich sehr leicht gefallen, weil ich noch viel aus dem ersten Band wusste. Ich kam also wirklich gut rein und habe ich mich auf die Geschichte gefreut. Jedoch hat diese Freude schnell einen Dämpfer bekommen, weil erst nach rund 200 Seiten wirklich was passiert, alles davor ist eher langwierig und nicht sonderlich spannend.

Smilla ging mir hier wirklich sehr auf die Nerven. Sie hat keinerlei Entwicklung durchgemacht und hat bis zum Ende an ihrem Hass Gent gegenüber festgehalten. Immer wieder verschweigt sie ihren Gefährten Dinge um sie zu schützen, wobei das gar nichts bringt und sie sieht ihre Fehler auch nicht wirklich ein. Also für mich war sie unausstehlich, hätte sie einfach mit ihren Freunden geredet, anstatt immer zu schweigen, wäre vieles anders gekommen.

Alle anderen Charaktere, sowohl die alten als auch die neuen, fand ich sehr gelungen. Besonders interessant fand ich die Götter, denn sie sind ganz anders, als man es gewohnt ist.

Für mich war Band eins perfekt. Ich hätte keinen zweiten Teil gebraucht und wäre einfach glücklich gewesen. Vielleicht hat es darum auch so lange gedauert, bis ich das Buch gelesen habe. Der Anfang hat mir dann auch gut gefallen, aber schnell habe ich gemerkt, dass es nicht an den ersten Teil herankommen wird. Meiner Meinung nach zieht sich das Buch viel zu sehr. Es dauert lange, bis wirklich was passiert, bis sie bei den Göttern sind und dann auch bis alles zum finalen Showdown kommt. Dazwischen gab es für mich deutliche Längen, die nur durch Smilla und ihren Hass auf Gent gefüllt wurden. Dadurch spricht sie auch mit der Wilden Jagd nicht über alles und behält Geheimnisse für sich, die irgendwann zurückkommen.

Die Idee an sich fand ich ja gut und es gab auch wirklich gute Stellen, zum Beispiel als sie im Land der Götter waren, den Teil fand ich sehr gelungen. Man lernt ein paar Gottheiten kennen, die man aus der Mythologie kennt und lernt auch mehr über das, was damals passiert ist. Diesen Abschnitt im Buch fand ich am besten. Oder auch das Ende, als dann das große Finale kam, das war auch gut geschrieben, aber alles dazwischen hat sich leider zu sehr gezogen. Was mich in Band eins nicht sonderlich gestört hat, aber hier hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte nicht weiter bewegt. Es gab keine neuen Erkenntnisse, Ideen oder sonst was, es blieb einfach etwas fad.

Schön fand ich aber, dass man viele Charaktere aus dem ersten Band wieder trifft, so auch Leif. Ich konnte ihn nicht leiden, aber jetzt ist er mir doch ans Herz gewachsen. Seine Aussprache mit Smilla fand ich eine der besten Stellen im Buch und ich hätte gerne noch mehr von ihm gelesen.

Im Gegensatz zu Band eins gibt es hier keine epische Liebesgeschichte. Ich hatte nie das Gefühl, dass irgendwo romantische Gefühle aufkamen und das dann ein wichtiger Teil des Buches geworden wäre, klar gab es ein paar Momente, aber nicht so sehr wie in Band eins. Das mag ich tatsächlich sehr gerne und es hat auch zum Rest des Buches gepasst. Eine wirkliche Liebesgeschichte hätte meiner Meinung nach sowieso keinen Platz gehabt und man kann auch verstehen, dass die Gefühle sich bei allen nach einem Jahr stark verändert haben könnten.

Bis zum Mittelteil hat das Buch noch drei Sterne von mir bekommen, aber ich habe immer mehr gemerkt, dass ich mich fast schon zwingen muss es überhaupt in die Hand zu nehmen. Darum habe ich auch relativ lange gebraucht um es zu beenden. Bis zum Ende war es dann eher so, dass ich es nur noch gelesen habe, um damit fertig zu werden.

Das Ende fand ich dann gut, es war spannend, es gab aber nicht ganz so viele Überraschungen wie in Band eins, und es wurde auch nicht plötzlich alles gut. Da bin ich wirklich froh, dass das Buch so geendet hat, wie es war, sonst hätte es einfach nicht gepasst.

Fazit:

Ich bin ziemlich enttäuscht von diesem Band. Den ersten habe ich regelrecht inhaliert und alles daran geliebt und Band zwei konnte da einfach nicht mithalten. Die Geschichte hat sich extrem gezogen, Smilla war unglaublich nervig und hat keinerlei Entwicklung durchgemacht und auch sonst gab es viele Füller, die keinen Mehrwert für die Geschichte gehabt haben. Es tut mir wirklich leid das zu schreiben, aber für mich war es einfach nicht gut, von mir gibt es daher nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Tolles Setting

Bradwood Studios
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sehr geehrte Ms. Stansons, herzlich willkommen an der Academy der Bradwood Studios!

Das Cover finde ich schön, aber nicht herausstechend. ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sehr geehrte Ms. Stansons, herzlich willkommen an der Academy der Bradwood Studios!

Das Cover finde ich schön, aber nicht herausstechend. Ich hab es ständig mit einem anderen Buch verwechselt und leider sagt es auch nicht sehr viel über die Geschichte aus. Trotzdem ist es schön anzusehen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es Kapitel aus Chase‘ und auch aus Eloises Sicht gibt. Dadurch lernt man beide Charaktere besser kennen.

Zu Beginn lernt man Eloise kennen, die neu an den Bradwood Studios ist. Gleich nach ein paar Tagen trifft sie auf Chase, den Sohne eines Vorstandmitglieds und macht sich sofort lächerlich. Immer wieder trifft sie auf Chase und als sie noch ein Projekt zusammen erledigen müssen, müssen sie viel Zeit miteinander verbringen.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, ich mochte das Setting, Monaco und auch die Charaktere, besonders Eloise und Alex. Die beiden sind gerade in den Bradwood Studios angekommen und richten sich ein, also ein recht ruhiger Einstieg.

Eloise mochte ich sehr gerne, sie ist durch ein Stipendium an der Academy angenommen worden und will ihr Bestes geben. Außerdem betreibt sie einen Instagram-Account, auf dem sie Filmkritiken postet und sich dadurch auch etwas dazuverdient. Ihre Willen das durchzuziehen und alles zu geben fand ich toll, sie stellt sich jeder Herausforderung und lässt sich nicht unterkriegen. Außerdem hat sie einen sehr gutem Filmgeschmack, das muss man ihr lassen.

Chase mochte ich zuerst gar nicht. Er wirkte wie der typische Arsch auf mich und ich hatte schon die Befürchtung, dass das noch länger so bleiben würde. Aber schon im nächsten Kapitel hat er sich als netter Kerl herausgestellt, der eigentlich nur von seinem Vater genervt ist und sein eigenes Ding machen möchte. Bei ihm hat mir charakterlich aber ein bisschen was gefehlt. Man weiß, dass er Animation liebt, sehr gut zeichnen kann und kein Fan von seinem Vater ist, aber ansonsten wüsste ich nicht wirklich, wie ich ihn beschreiben soll. Für mich blieb er etwas blass.

Ich glaube das Buch wurde extra für Millenials geschrieben, denn es gibt so viele Pop-Culture Anspielungen, besonders auf Filme und Serien, die gerade Anfang der 2000er-Jahre modern waren. Zuerst fand ich das ganz toll, irgendwann wurde es mir dann doch zu viel und dann verschwanden die Referenzen einfach, also ein wilder Mix. Abgesehen davon leben Alex und Eloise im Twilight-Haus. Mein 14-Jähriges Ich hätte das geliebt.

Besonders gut gefallen hat mir aber der Unterricht. Es gibt verschiedenste Fächer und das wirkte alles sehr gut recherchiert. Ob es jetzt um Medienrecht oder Kameraführung geht, ich fand das wirklich spannend zu lesen und von mir aus hätte es noch mehr davon geben können. Allgemein war alles an der Academy wirklich gut gemacht und wenn das nur annähernd der Wahrheit entspricht, sind solche Schulen sehr interessant.

Neben dem Unterricht haben die Charaktere auch noch mit privaten Problemen zu kämpfen. Eloise und ihre Mutter haben nicht das beste Verhältnis und im Laufe des Buches kommt das immer wieder zur Sprache und wird ein Thema. Irgendwie wurde mir das aber nicht gut genug behandelt, ihre Mutter war immer dann da, wenn es gerade sein musste und ansonsten wird fast nichts von ihr erwähnt und auch am Ende kommt das Thema nicht nochmal hoch. Da ging mir etwas viel verloren. Bei Chase und seinem Vater war das aber anders. Sein Vater ist durchgehend präsent und die Probleme zwischen den beiden werden auch wirklich behandelt, in einer guten Form. Das hat mir gefallen.

Die Liebesgeschichte fand ich in Ordnung. Das erste Treffen von Eloise und Chase fand ich schrecklich gestellt und ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben. Sie sind auf einer Feier, trinken und Chase ist nicht gerade nett zu Eloise. Daraufhin macht sie Blödsinn und wird fast von der Schule verwiesen. Alles auf dieser Feier fand ich zu abgedreht, der Bereicht für die reichen Kids, die Drogen, die Mutprobe, all das passte so gar nicht zum Rest des Buches und auch die Freunde von Chase, die dort dabei waren, kamen später nur mehr sporadisch vor und haben keinerlei Einfluss auf die Handlung. Danach war ich sehr skeptisch, wie die Liebesbeziehung weitergehen würde, aber es wurde dann noch besser. Durch das Projekt müssen die beiden Zeit miteinander verbringen und kommen sich da schon näher. Ich muss sagen, dass sie als Freunde wirklich gut funktioniert haben. Irgendwann kommt der Fake-Dating Part, den ich auch gut gemacht fand. Allerdings ging mir das mit den Gefühlen ein bisschen zu schnell und so wirklich nachvollziehen konnte ich es auch nicht.

Am Ende gab es dann nochmals ein Drama, welches gar keines hätte sein müssen. Eloise hat maßlos übertrieben und sich zu sehr reingesteigert, dadurch hätte sie fast alles kaputt gemacht. Ich verstehe schon, wieso sie so übertrieben hat, aber irgendwie hätte ich mir hier was anderes erwartet. Es wurde dann gut aufgelöst und es gab ein schönes Ende, aber so ganz zufrieden bin ich nicht.

Fazit:

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und fand es alles in allem wirklich in Ordnung. Für mich war es kein Meisterwerk, aber die Academy hat es interessant gemacht. Die Welt der jungen Stars und Sternchen zu sehen war toll und der Unterricht hat mir auch sehr gut gefallen. Chase blieb mir als Charakter zu blass, Eloise hingegen mochte ich gerne. Von mir kriegt das Buch drei Sterne.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Dramatische Liebe

Almost isn't enough. Echoes of the Past (Secrets of Ferley 2)
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mit zittrigen Fingern halte ich das alte Smartphone in den Händen und starre auf das zersprungene Display.

Das Cover ist wieder super schön. ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mit zittrigen Fingern halte ich das alte Smartphone in den Händen und starre auf das zersprungene Display.

Das Cover ist wieder super schön. Es ist passend zu Band eins gestaltet und weil das Meer eine wirklich wichtige Rolle spielt, passt das einfach.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Hazel und Damian, jeweils in der Ich-Perspektive. Wie auch schon in Band eins waren die Gefühle wieder so stark beschrieben, und auch die Beschreibungen der Umgebung waren genial, man hat das Gefühl, dass man selbst in Ferley ist.

Zu Beginn lernt man Hazel kennen, die wieder in der Stadt zurück ist. Sie hält sich von ihren Freunden fern, weil sie Angst vor deren Reaktion hat, doch schon bald trifft sie auf ihren Ex Damian und dieser hat noch lange nicht mit der Sache abgeschlossen. Noch dazu kommt, dass Hazel ihre eigene Vergangenheit einholt.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, weil ich mich seit dem ersten Band schon auf die Geschichte von Hazel und Damian freue. Ich war also sofort wieder drinnen und man bekommt schon am Anfang eine Ahnung, wie sich das Drama am Ende enwtickeln wird.

Mit Hazel wurde ich bis zum Ende nicht so wirklich warm. Sie ist ein netter Mensch und kümmert sich liebevoll um ihren Großvater, würde alles für ihn tun, aber ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen und oftmals ging sie mir einfach auf die Nerven. Sie verstößt Menschen, die ihr helfen wollen und bemüht sich meistens nichtmal wieder Anschluss zu finden. Das konnte ich gar nicht verstehen.

Damian hingegen ist toll. In Band eins hatte ich so meine Schwierigkeiten mit ihm, aber das wurde hier viel besser. Ich mag seine Einstellung gegenüber seiner Familie und dass er da standhaft bleibt. Auch seine Reaktion Hazel gegenüber fand ich angemessen, ich bewundere ihn aber dafür, dass er ihr noch eine Chance gibt und sie sich erklären lässt.

Die Geschichte selbst konnte mich nicht ganz so stark begeistern und abholen. Zwar war die Liebesgeschichte schön, aber zu 100% gefühlt habe ich es nicht. Vielleicht liegt es an Hazel, ich kann es gar nicht genau benennen, aber der Funke ist nicht ganz übergesprungen. Allgemein haben mir die Kapitel aus Damians Sicht viel besser gefallen. Er setzt sich mit seinem Vater auseinander und auch mit seiner eigenen Zukunft. Ich mochte es, wie er langsam seinen Weg findet und er dann das macht, was ihm wirklich gefällt und was ihn erfüllt. Das hat er sich verdient.

Bei Hazel mochte ich hingegen die Szenen mit ihrem Großvater. Er ist ein toller Mensch und ich mochte ihn unglaublich gerne. Von mir aus hätte er ein eigenes Buch haben können. Immer wenn die beiden zusammen sind merkt man, wie sehr sie einander lieben und füreinander da sind. Ansonsten dreht sich bei Hazel viel um Jackson, einen Kerl aus Boston, der noch Geld von ihr will. Man konnte sich schon denken, dass es da noch Probleme geben würde. Ich verstehe nur nicht, wieso Hazel sich niemanden anvertraut hat und sich Hilfe gesucht hat. Zumindest am Anfang wäre das noch möglich gewesen.

Die Liebesgeschichte selbst war schön, man merkt gleich, dass zwischen Hazel und Damian noch Anzieheung besteht und sie sich einfach nicht voneinander fernhalten können. Für mich war daran nichts unrealistisch oder wirkte erzwungen, was leider oft der Fall ist. Die beiden passen einfach toll zusammen und das merkt man in jeder Sekunde. Die Autorin hat das wirklich gut geschrieben.

Ich fands auch toll, dass man die restlichen Charaktere wieder getroffen hat. Summer, Elijah, Mila, sie alle gehören einfach dazu und haben auch dieses Buch wieder besonders gemacht. Die Freundschaft von ihnen ist etwas Besonderes und das merkt man stark daran, dass sie Hazel einfach normal behandeln, obwohl sie sie damals verletzt hat.

Am Ende gibt es dann noch einiges an Drama. Nicht nur erfährt man, wieso Hazel damals verschwunden ist, sondern auch andere Dinge passieren. Man konnte sich einiges schon denken, trotzdem war es gut geschrieben und hat zum Rest der Geschichte gepasst. Es ging nur alles ein bisschen sehr schnell und dann war das Buch aus, da hätte ein bisschen mehr sein können, aber das ist wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt.

Fazit:

Hazel und Damian sind nicht mein liebstes Paar, aber man merkt, dass sie füreinander gemacht wurden. Das Ende vom Buch war ganz in Ordnung, nicht so emotional wie Band eins und für mich auch etwas zu aprubt, aber der Rest bis dahin war wieder sehr gut. Insgesamt hat mir das Buch wieder gut gefallen und bekommt, wegen ein paar Kritikpunkten, vier Sterne von mir.

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