Über das Versagen der Sterne
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inhalt:
Der Vierte Weltkrieg ist vorüber und auf einer Waldlichtung, in einer stillen Sommerhütte, fristen Ludvig und Samantha schon seit über einem Jahr ...
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inhalt:
Der Vierte Weltkrieg ist vorüber und auf einer Waldlichtung, in einer stillen Sommerhütte, fristen Ludvig und Samantha schon seit über einem Jahr ein ruhiges Leben. Ob es den Rest der Welt noch gibt, wissen sie nicht. Tag für Tag warten sie auf ein Zeichen von anderen Überlebenden. Aber Strahlung und Schadstoffe durchdringen alles und langsam läuft ihnen die Zeit davon.
Die Kurzgeschichte steht in hauchzarter Verbindung zum »Kernstaub«-Universum, kann aber vollkommen unabhängig davon gelesen und verstanden werden.
Quelle: amazon.de
Meinung:
"An einigen Tagen kommt es mir vor, als bräche das Flimmern der Lichter mein Genick."
Das Cover ist meiner Meinung nach einfach nur wundervoll. Darauf zu sehen ist ein Mädchen in einem Kleid, welches im Wald sitzt. Es verrät nichts über den Inhalt und zieht das Auge trotzdem auf sich. Ich denke, dass das Mädchen Sam ist und der Wald andeuten soll, wo sie wohnen. Persönlich finde ich das Cover sehr schön!
Der Schreibstil von Marie Graßhoff ist wie immer ziemlich poetisch und ihre Sätze öfter verschachtelt. Wenn man aber länger liest gewöhnt man sich daran und ich finde ihren Schreibstil wirklich sehr toll. Es kann manchmal anstrengend sein, doch insgesamt ist es ein besonderer Schreibstil, den man allerdings mögen muss. Geschrieben ist die Kurzgeschichte aus Sicht von Sam in der Ich-Perspektive.
Zu Beginn lernt man hier Sam und Ludvig kennen, die nach Ausbruch des vierten Weltkrieges zusammen im Wald leben. Sam macht sich viele Gedanken um ihre Zukunft und wie es mit ihnen weitergehen soll, durch diese Gedanken begleitet man sie in dieser Kurzgeschichte.
Diese Rezension wird kurz ausfallen, da das Buch nur 20 Seiten hat und ich nicht alles verraten möchte. Seit ich "Die Schöpfer der Wolken" von Marie Graßhoff gelesen habe, juckt es mich in den Fingern endlich "Kernstaub" aus dem Regal zu nehmen, nur bis jetzt hat es sich noch nicht ergeben. Daher habe ich die Kurzgeschichte zu dem Buch gelesen und ich fand sie einfach toll.
Auf diesen wenigen Seiten lernt man die Protagonistin Sam gleich zu lieben und leidet mit ihr mit. Die Welt ist verstrahlt und sie und Ludvig müssen sich durchschlagen, wobei es beide nicht leicht haben. Man erfährt etwas über ihre Vergangenheit, was mit den anderen Menschen und ihren Freunden passiert ist. Durch den poetischen Schreibstil wirkt alles viel schlimmer, denn die Autorin umschreibt die schlimmen Dinge trotzdem so wunderschön, dass einem die Gänsehaut den Rücken runter läuft. Auf diesen wenigen Seiten konnte sie mich sofort von dem Kernstaub-Universum begeistern und mich von der Geschichte überzeugen. Ich habe mit den Figuren gelitten, gelacht und geweint, das Ende hat mich dann noch komplett zerstört, weil es einerseits so schön und andererseits so traurig war.
Sam und Ludvig sind beide vom Krieg gezeichnet, aber sie haben sich nicht unterkriegen lassen und leben ihr Leben weiter. Beide sind starke Persönlichkeiten, Ludvig wirkt allerdings mehr verbittert als Sam. Diese ist stark geblieben und hat die Hoffnung nicht aufgegeben.
Fazit:
Eine außergewöhnliche Geschichte in einem außergewöhnlichem Universum. Auf wenigen Seiten schafft es die Autorin den Leser für sich einzunehmen und die verschiedensten Gefühle in diesem hervorzurufen. Ich vergebe für diese schöne und gleichzeitig traurige Geschichte 5 von 5 Sterne.