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Veröffentlicht am 11.10.2017

Das Haus der gebrochenne Schwingen

Das Haus der gebrochenen Schwingen
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Inhalt:

Paris liegt nach dem großen magischen Krieg in Trümmern. Gefallene Engel kämpfen um die Herrschaft über die zerstörte Stadt. Noch steht Selene an ...

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Inhalt:

Paris liegt nach dem großen magischen Krieg in Trümmern. Gefallene Engel kämpfen um die Herrschaft über die zerstörte Stadt. Noch steht Selene an der Spitze der Macht, doch seit dem Verschwinden ihres Mentors Lucifer Morningstar trachten andere nach ihrem Thron. Als ein tödlicher Fluch entfesselt wird, scheint Selenes Ende gekommen. Drei Außenseiter könnten ihre Rettung sein: der gefangene Magier Philippe, die junge Gefallene Isabelle und die Alchimistin Madeleine, deren menschlicher Körper abhängig ist von Engels-Essenz, einer zerstörerischen magischen Droge. Doch mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten könnten sie Selene auch endgültig zu Fall bringen ...
Quelle: droemer-knaur.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

"Anfangs ist es fast angenehm, das Fallen."

Das Cover verspricht meiner Meinung nach zu viel. Man sieht einen Engel mit Flügel, der am Boden kniet und ein zerstörtes Paris im Hintergrund. Allein schon darum würde ich mir eine epische Geschichte mit Engeln vorstellen. An sich ist das Cover ziemlich gut gestaltet, es sieht einfach anders aus und zieht daher Aufmerksamkeit auf sich. Zum Inhalt passt es meiner Meinung allerdings nicht.

Der Schreibstil der Autorin war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, da sie sehr viel mit bildlichen Beschreibungen und Umschreibungen arbeitet. Dies war oftmals ziemlich anstrengend zu lesen und dadurch bin ich auch immer nur langsam voran gekommen. Geschrieben ist das Buch aus der allwissenden Erzählform, dadurch lernt man jeden Charakter besser kennen, ist aber auch öfter verwirrt, da in den Kapiteln auch zwischen den Charakteren gewechselt wird. Hier musste ich oftmals nochmal nachlesen, um zu verstehen, von wem ich gerade lese.

Zu Beginn lernt man sehr viele Charaktere kennen, einer davon ist Philippe, der gerade einen gefallenen Engel gefunden hat. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle gelangt er ins Haus Silberspitzen und wird dort gefangen gehalten. Selene, die Anführerin und Madeleine betreuen ihn aber auch trotzdem.

Ich weiß gar nicht, wie ich dieses Buch rezensieren soll. Ich habe mich durchgekämpft, aber auf den letzten 100 Seiten habe ich aufgegeben. Der Beginn war ziemlich vielversprechend, man wurde sofort in diese postapokalyptische Paris geworfen und wusste nicht, was denn passiert ist. Es laufen hier einige Leute herum, die magisch begabt sind, oder eben Gefallene, das hat mir auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht. Doch bereits da hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil und ich konnte keine 50 Seiten auf einmal lesen. Durch die vielen Beschreibungen und Charaktere war ich dann auch sehr schnell verwirrt.

Was mir aber gut gefallen hat, war die Aufteilung der Häuser. In diesem Paris wird alles von Häusern beherrscht, manche sind stärker und manche schwächer, aber jedes hat seine eigene Rangordnung und seine eigenen Stärken. Silberspitzen war das erste Haus, das auch von Lucifer Morgenstern erbaut wurde. Manche Häuser werden von Gefallenen, manche von Menschen und manche von Magiern geführt, allerdings konnte sich mir bis dahin, wo ich gelesen habe, nicht erschließen, was es mit den Magiern auf sich hat. Dafür, dass in dem Buch alles ganz genau beschrieben und erklärt wird, hat man sich mit den Umständen wenig Mühe gegeben. Die Umgebung selbst wurde allerdings wieder grandios beschrieben, sodass man sich als Leser wirklich alles vorstellen kann. Hätte man ein wenig von diesen Beschreibungen den verschiedenen Gruppen zukommen lassen, wäre das sicherlich förderlich für das Buch gewesen.

Lucifer Morgenstern habe ich bereits erwähnt, ich hatte inständig gehofft, dass er noch öfter vorkommen würde, doch leider hat er eher eine Randrolle eingenommen. Es wurde nicht viel über ihn berichtet und wenn dann nur in Zusammenhang mit Selene, die seine letzte Schülerin war. Leider haben auch die Charaktere zu wenig Tiefgang für mich bekommen, sie blieben mir alle fremd und ich war schon froh, als ich sie auseinander halten konnte. Man erfährt sehr wenig über die wichtigsten Personen, was übrigens nicht nur drei, sondern eher sechs sind, und kann sich dadurch auch schlechter mit ihnen identifizieren und ihre Handlungen weniger nachvollziehen.

Bald verging mir auch die Lust an der Geschichte, obwohl das Buch eigentlich nur 480 Seiten hat. Ich hatte das Gefühl, als würde man sich nicht voran bewegen, immerzu wurde etwas entdeckt, oder geredet, oder sich getroffen oder Intrigen gespannt, dies passierte allerdings auf einem so langsamen und langweiligen Level, dass es einfach nicht den Anschein hatte, als würde sich die Geschichte weiter entwickeln. Kurz gesagt war alles sehr langatmig und es passiert ewig lange nichts, bevor wieder neue Dinge hinzu kommen. Kurz bevor ich aufgehört habe, würde eine neue Gruppe eingeführt, welche ich ziemlich toll fand, allerdings nur eine Nebenrolle bekommen hat. Über diese hätte ich gerne mehr erfahren, doch es wirkte einfach so, als wären sie nur Platzhalter, damit man doch noch ein wenig Spannung schaffen und die Leser weiter hinhalten kann. Dadurch kam für mich die Geschichte und der Spannungsaufbau zu kurz und ich verlor das Interesse.

Müsste ich jemandem erklären, um was es in dem Buch ging, dann würde ich nichts zu erzählen wissen, da sich mir der Sinn des ganzen einfach nicht erschließen will und ich keinen roten Faden erkennen kann. Gut, es gibt eine Bedrohung, welche manchmal auftaucht, es gibt Streit zwischen den Häusern, aber trotzdem wurde ich nicht schlau, was genau diese drei Charaktere, Isabelle, Philippe und Madeleine damit zu haben. SIe kommen mindestens genauso oft vor wie Selene oder auch Emanuelle. In meinem Kopf befindet sich nur ein sehr großes Fragezeichen und ich wollte mich nicht mehr durch die letzten 100 Seiten quälen, wahrscheinlich hätte ich noch 4 Wochen gebraucht (ja, ich habe für 380 Seiten 4 Wochen gebraucht). Es reizt mich auch nicht zu wissen, wie es nun ausgeht, ich habe kein Bedürfnis danach, das Buch zu beenden. Vielleicht lese ich es irgendwann weiter, allerdings bezweifle ich sogar das.

Fazit:

Leider konnte mich das Buch gar nicht fesseln, geschweige denn begeistern. Das Setting und der Weltenbau waren wirklich klassen, allerdings wurde dies durch die ewig langen Beschreibungen und die, für mich zu flachen, Charaktere wieder zu Nichte gemacht. Ich konnte mich nicht überwinden das Buch zu Ende zu lesen, auch wenn ich es wirklich versucht habe. Das gibt von mir leider nur 1 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.10.2017

Die Braut des blauen Raben

Die Braut des blauen Raben
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Inhalt:

Dank der Hellseherin Manteia sind die Raben und mit ihnen die Albträume seit Jahren aus dem Dorf verschwunden. Doch nach der jährlichen Hochzeitszeremonie ...

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Inhalt:

Dank der Hellseherin Manteia sind die Raben und mit ihnen die Albträume seit Jahren aus dem Dorf verschwunden. Doch nach der jährlichen Hochzeitszeremonie fallen sie plötzlich scharenweise in Czarny Kruku ein und alte Ängste erwachen unter den Bewohnern. Sinnt der verlorene Junggeselle, dem man seine Braut Lobna vorenthalten will, auf Rache? Und was hat das alles mit der Rabenfrau Waleska zu tun? Voller Panik jagen die Dorfbewohner das Mädchen in die Wälder, ohne zu ahnen, welch dunkle Geheimnisse sich dort verbergen.
Quelle: zeilengold-verlag.de

Meinung:

„Der geflochtene Weidenkorb ächzte, als Lobna ihn auf den Küchentisch in Manteias bescheidenem Häuschen stellte. Es gab nur zwei Zimmer, die karg eingerichtet waren.“

Das Cover ist ein Traum! Ich habe es gesehen und war verliebt. Darauf sieht man das Gesicht einer Frau von der Seite, welches von einem Schleier verdeckt wird. Darunter steht der Titel und ansonsten gibt es noch kleiner Verzierungen auf dem Cover. Ich finde, dass dies wirklich gut zu der Geschichte passt, da ja alles mit einer Hochzeitswahl beginnt und man auch nicht zu viel von dem Cover erfährt.

Mariellas Schreibstil hat sich seit „Elfenfehde“ wirklich gesteigert, ich durfte jedes Buch von ihr testlesen, so auch dieses, und mit ist wirklich aufgefallen, dass sie schon sehr professionell schreibt und von Buch zu Buch besser wird. Auch hier sind die Dialoge nicht zugestellt und die Umgebung gut beschrieben, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Der Satzbau ist nicht zu kompliziert, aber dennoch etwas anspruchsvoller, damit meiner ich, anspruchsvoller als bei anderen Jugendbüchern. Mariella Heyd schafft es in ihren Büchern die Gefühle toll zu transportieren und hat mir damit schon öfter eine Gänsehaut verursacht, so auch bei diesem Buch.

Zu Beginn lernen wir hier Lobna kennen, die in einem kleinen Dorf in Polen lebt. Wir schreiben das Jahr 1840 und den Leuten geht es gut, obwohl sie keine Handelsbeziehungen pflegen. Lobna kümmert sich um die alte Manteia, die blind ist und angeblich hellsehen kann. Es steht ebenfalls der Tag ihrer Hochzeit bevor, denn jedes Jahr würfeln sich die heiratsfähigen Frauen einen jungen Mann, den sie dann heiraten werden, doch in diesem Jahr würfelt Lobna Dariusz, der schon seit 10 Jahren verschwunden ist.

Ich wusste wieder mal nicht, auf was ich mich einlasse. Ich kannte weder den Inhalt, noch das Genre also bin ich völlig ohne Vorurteile an das Buch heran gegangen. Lobna war mir sofort sympathisch, da sie sich sehr schön um andere, auch um Leute, die nicht zur Familie gehören, kümmert. Sie und Manteia waren wirklich süß zusammen, wie sich immer unterhalten und gegenseitig necken. Die alte Dame kam mir sofort magisch vor, und ich habe nur darauf gewartet, dass sie sich in eine wunderschöne Zauberin oder so verwandelt. Natürlich ist das nicht passiert.

Lobna hat zwei Schwestern, von denen ich mir die Namen nicht merken kann, da alle Charaktere in dem Buch polnische Namen haben, da es ja auch in Polen spielt. Auf jeden Fall sind diese beiden ebenso nett wie Lobna, dich ich konnte sie nicht sosehr ins Herz schließen. Auch diese beiden nehmen beim Würfeln teil und werden so verheiratet. Dieses System habe ich zuerst nicht verstanden. Wie soll man sich einen Mann erwürfeln? Aber als der Tag dann kam, habe ich es verstanden doch noch immer wusste ich nicht, wieso sie dies so handhaben. Nichtsdestotrotz ist eine neue Idee und ich war ehrlich verblüfft, wie gut Mariella diese in das Buch eingebaut hat. Lobna erwürfelt also Dariusz, der schon vor Jahren aus dem Dorf weggelaufen ist und sie soll ihn im Wald suchen.

Ich konnte nicht nachvollziehen, wie die Dorfbewohner so etwas erwarten konnten, wieso soll sie jemanden suchen, der wahrscheinlich schon tot ist? Doch anscheinend glauben viele, dass er ein Hexer ist. Hier wurde es dann interessant, denn vor dieser Anschuldigung wurde immer wieder eine Rabenfrau erwähnt, die einmal in dem Dorf wohnte und Albträume über die Bürger bringen soll. Ich hatte keine Ahnung, ob dies alles nur Geschichten waren, oder ob es wirklich eine solche Frau gibt. Es wäre ein tolles Fantasy-Element und ich hatte gehofft, dass dies wirklich wahr ist.

Alles, was sich dann im Wald ereignete war einfach nur toll, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, da ich alles erfahren wollte, alle Geheimnisse die es zu entdecken gibt und alle Geschichten, die erzählt wurden. Im Laufe des Buches kommt der neue Charakter Mariusz hinzu, den ich sehr faszinierend fand. Er erinnerte mich ein wenig an Adam aus „Die Schöne und das Biest“, da er sehr geheimnisvoll war und sich immer verborgen hielt, doch schnell gewann ich ihn sehr lieb und habe mir so meine Theorien zu im gesponnen.

Auch in diesem Buch gab es eine Liebesgeschichte, es ist ja ein Romantasy Roman und ich muss sagen, dass sie keine Insta-Lovestory war, sondern sich langsam aufgebaut hat, dies hat mir sehr gut gefallen. Auch haben die Charaktere wirklich gut zusammen gepasst (es gab nicht nur ein Liebespaar, die bezieht sich auf alle). Zum Ende hin wurde es dann immer spannender und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Man erfährt auf den letzten 50 Seiten sehr viel Neues langsam fügt sich alles zu einem großen Ganzen zusammen. Diese ganzen Geheimnisse und Wirrungen haben mit sehr gut gefallen, da sie auch einen gewissen Spannungsbogen aufgebaut haben und mit einige „Wow“-Momemnte eingebrahct haben. Die letzten Seiten flogen nur dahin und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, Ok, ich habe es sowieso an einem Tag ausgelesen, aber trotzdem waren die letzten Kapitel die spannendsten. Es passierte einfach noch so viel unerwartetes, dass man einfach weiterlesen muss.

Mariella hat mit diesem Buch wieder einen richtigen Knaller erschaffen, der mich vollends überzeugen konnte.

Lobna ist ein liebes Mädchen, das nicht auf ihr eigenes WOhl bezogen ist, sondern immer auf ihre Schwester und Mateia achtet. Die ist zuvorkommend und packt an wo sie nur kann.

Mariusz ist sehr geheimnisvoll und eher verschlossen, mit der Zeit taut er aber auf und man sieht, dass er ein netter Kerl ist, der sich auch für andere opfern würde.

Fazit:

Ein tolles Buch, dass mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat. Wieder einmal kann ich nur 5 Sterne vergeben, da es definitiv zu meinen Lieblingen zählt.

Veröffentlicht am 30.09.2017

Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht
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Inhalt:

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ...

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Inhalt:

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

"Das Monster tauchte kurz nach Mitternacht auf. Wie das bei Monstern eben üblich ist."

Das Cover von meiner Ausgabe ist sehr schlicht, es ist einfach besch mit Titel und einem kleinen Bild darauf. Das Bild stellt das Monster dar, wenn man den Umschlag entfernt sieht man das Bild nochmal auf den gesamten Buchdeckel gedruckt, es sieht einfach wunderschön aus. Durch diese minimalistische Gestaltung kann man sich relativ unvoreingenommen auf die Geschichte einlassen, was ich persönlich bei diesem Buch toll finde.

Der Schreibstil von Ness ist traumhaft, ich bin sofort in das Buch gekommen und habe den Schreibstil sogleich gemocht. Er schreibt eher verträumt und mit vielen Metaphern, die Geschichte wird aus der allgemeinen Erzählperspektive geschrieben, wobei das Augenmerk auf Conor liegt. Oftmals wechseln die Szenen zwischen Jetzt und Vergangenheit, wenn Conor an ein Ereignis denkt, das in diesem Kapitel wichtig ist. Dadurch war ich zuerst verwirrt, doch schon bald habe ich mich daran gewöhnt und konnte vollkommen gefesselt weiter lesen.

Zu Beginn lernen wir Conor kennen, der zusammen mit seiner Mutter lebt. Diese ist schwer krank und Conor muss sich um vieles selbst kümmern. Jede Nacht hat er einen Albtraum, in einer Nacht aber kommt ihn ein Monster besuchen und ab da denkt Conor endlich einen Zuhörer gefunden zu haben.

Es ist sehr schwer dieses Buch zu rezensieren, ohne zu spoilern, daher werde ich mich kurz halten. Zuerst möchte ich auf die tollen Zeichnungen in dem Buch eingehen. Immer, wenn das Monster auftaucht sind wunderschöne Zeichnungen dabei, welche sich oftmals über zwei Seiten erstrecken. Sie zeigen immer die aktuelle Szene mit dem Monster und sind mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, dass ich diese immer ganz genau angeschaut habe. Ich dachte, dass diese im gesamten Buch vorhanden sind, bis mir aufgefallen ist, dass sie wirklich nur bei den Stellen mit dem Monster eingearbeitet wurden. Alle Zeichnungen sind in schwarz und weiß, manchmal wird mit Negativ- Effekten gearbeitet, was diese noch schöner wirken lässt.

Mir war Conor sofort sympathisch, da er mir auch leid getan hat wegen seiner Mutter. Das Buch erzählt seine Geschichte ab dem Moment, in dem das Monster das erste Mal bei ihm auftaucht. Als Leser weiß man zuerst nicht, was das Monster von ihm will und ob es gut oder böse ist, dies erfährt man erst im Laufe der Geschichte. Ich möchte nichts vom Inhalt verraten, da dies bei dem 210 Seiten langen Buch zu viel verraten würde und ich finde, dass man es selber lesen sollte. Die Entwicklung der Geschichte hat mir aber sehr gut gefallen und auch wie das Monster in alles eingebaut wurde. Es wurden Probleme von Conor beschrieben und wie er damit umgeht, aber auch schön Erinnerungen an frühere Erlebnisse sind in das Buch eingeflossen.

Die Geschichte ist einfach wunderschön erzählt, die Ängste, die Befürchtungen und die Gefühle von Conor sind toll ausgearbeitet worden und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, seine Geschichte hat mich berührt und am Ende sprachlos zurück gelassen. Ich muss gestehen, dass ich mit dem Ende nicht gerechnet habe, zumindest nicht in dieser Form und das der Autor mich damit fast zu Tränen gerührt hätte.

Fazit:

Das Buch hat mich sehr berührt, die Geschichte war einfach nur toll und die Umsetzung war perfekt für mich. Ich kann dem Buch nur fünf von fünf Sternen geben, da es mich auch sofort gepackt und nicht mehr losgelassen hat.

Veröffentlicht am 27.09.2017

Zodiac

Zodiac
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Inhalt:

Die 16-jährige Rhoma vom Planeten Krebs verfügt – wie viele andere in der Galaxie Zodiac – über die Fähigkeit, in den Sternen zu lesen. Doch während ...

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Inhalt:

Die 16-jährige Rhoma vom Planeten Krebs verfügt – wie viele andere in der Galaxie Zodiac – über die Fähigkeit, in den Sternen zu lesen. Doch während ihre Mitschüler die Zukunft anhand genauester Berechnungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse vorhersagen, schaut Rho nur zu den Sternen auf und wartet auf ein Zeichen. Deswegen gilt sie bei den Lehrern als unverbesserliche Träumerin und ist kurz davor durch ihre Prüfung zu fallen. Doch als eine schreckliche Katastrophe das Sternbild Krebs heimsucht, bei der unzählige Menschen sterben, war Rho die einzige, die die Gefahr in den Sternen hat kommen sehen. Völlig überraschend wird sie zur neuen Wächterin von Krebs ernannt, zur obersten Sterndeuterin ihrer Heimat. Aber Rho entdeckt ein Omen in den Sternen, das nichts Gutes verheißt: Die Katastrophe von Krebs war kein Unfall. Andere werden folgen. Und vielleicht wird ganz Zodiac untergehen. Doch wer glaubt einem unerfahrenen Teenager, der ein Monster in den Sternen sieht?
Quelle: piper.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

"Wenn ich an zu Hause denke, sehe ich Blau."

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, man sieht zwei Sternbilder darauf und das Universum in Hintergrund, dadurch steht die Location für das Buch schon einmal fest. Ich mag es, wenn man sieht in welchem Umfeld das Buch spielen wird und hier sieht man sofort, dass es im Weltall angesiedelt ist. Durch die warmen Farben wirkt das Cover sehr angenehm auf mich.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, man kommt sehr schnell voran und das obwohl es sehr viele neue Begriffe gibt und man auch schon mal über einen solchen stolpert. Dadurch dass das Buch aus Sicht von Rho geschrieben ist, einer 16-jährigen, sind die Gedanken auch sicherlich einfacher formuliert. Die Autorin verwendet öfter Metaphern als Stilmittel, hält ihren Wortschatz ansonsten aber eher simpel. Die Fachausdrücke, welche in dem Buch verwendet werden, werden in einem Glossar nochmal erklärt.

Zu Beginn lernt man Rho kennen, sie spielt in einer Band und ist erst 16 Jahre alt. Als ein Angriff ihren Heimatplaneten Krebs zerstört, flüchtet sie zusammen mit Freunden und wird schließlich neue Wächterin von Krebs. Rho ist sich sicher, dass sie in den Sternen eine Bedrohung sieht, doch niemand will ihr glauben.

Ich habe das Buch wieder zusammen mit der tollen Neyla gelesen. Der Anfang hat mir gut gefallen, man wird sofort in die Geschichte geworfen, da es nur ein paar Kapitel gibt, bevor etwas passiert. Diese Kapitel sind zur Einführung ganz gut, man lernt einige Begriffe kennen und ist durch das Glossar nicht ganz ahnungslos. Rho mochte ich auch sofort, denn sie wirkt auf der einen Seite kindlich und naiv und dann manchmal doch schon mehr erwachsen und klüger. Auch ihre Scheu vor dem Rampenlicht konnte ich gut nachvollziehen. Auch ziemlich zu Beginn lernt man Mathia kennen, einen Leitstern von Krebs, und den Mann den Rho schon seit Jahren anhimmelt. Dieser jedoch war mir mehr unsympathisch, da er immer herablassend geredet hat und sich auch gegenüber Rho so verhalten hat.

Als dann der erste Angriff geschah war ich schon voll im Geschehen und wollte wissen wie es weiter geht. Es war wirklich spannend zu lesen, wie der Angriff im Weltall aussieht. Rho und ihre Freunde aus der Band überleben und können flüchten, da wurde mir dann auch immer klarer, was denn der Psy ist. Dieser spielt im gesamten Buch noch eine wichtige Rolle. Im Prinzip kann man es als psychische Macht bezeichnen, die die Menschen aus dem Universum beziehen. Rho hat ebenfalls in den Sternen gelesen und eine schwarze Materie gesehen, die langsam die Häuser zerstört. Natürlich geht sie damit an die Öffentlichkeit nachdem sie zur Wächterin erwählt wurde (dies ging ziemlich schnell). Zuerst glaubt ihr auch keiner, wie soll es anders sein, bis der mysteriöse Hysan auf der Bildfläche erscheint. Er ist ein Abgesandter des Hauses Waage und steht sofort auf ihrer Seite.

Rho allerdings gibt nicht auf und macht sie auf um die anderen Häuser zu warnen, zusammen mit Mathias und Hysan. Ab da war es eigentlich nur noch viel herumfliegen und reden. So langweilig wie sich dies noch anhören wird, so gern habe ich es gelesen. Für mich gab es keine Längen und ich wollte immer wissen, was als nächstes passiert, denn die Autorin hat hier alles Schlag auf Schlag geschrieben, was manchmal wirklich zu schnell ging, aber meisten dazu beitrug, dass ich weiterlesen wollte. Die spannendste Stelle war für mich, als sie auf Zwillinge ankam und mit deren Wächterin sprach. Hier war sie länger auf einem Planeten und hat auch etwas bewirkt. Danach ging es mit dem Fliegen weiter.

Was mich gestört hat war, dass niemand Rho geglaubt hat, nie, und dann plötzlich gab es einen Umschwung, welcher nur wieder zu einem nächsten Umschwung geführt hat. Die Kampfszenen, welche eingebaut wurden, waren spannend aber leider immer etwas kurz für meinen Geschmack. Hier hätte auch gerne etwas mehr Action verpackt werden können. Gegen Ende wurde es dann noch besser, aber für meinen Geschmack nicht gut genug.

Auch die Liebesgeschichte war für mich sehr vorhersehbar, es wurde bereits auf den ersten Seiten erwähnt, wie toll Rho Mathias findet und er sie als nicht mehr als ein Kind betrachtet. Als dann noch Hysan auftauchte war das Liebesdreicek vorprogrammiert, dies kann sich wirklich jeder denken. Es war für mich auch klar mit wem sie zusammen kommen wird, auch was mit dem zweiten Kandidaten passiert. Hier gab es also nicht sonderlich viele Überraschungen.

Dann gab es noch sehr viele Nebenfiguren, die alle ihren Teil zur Handlung beigetragen haben, aber im Prinzip sehr unwichtig waren. Damit meine ich, dass man nicht von allen die Namen erwähnen hätte müssen, denn ich konnte mir sowieso nicht alle merken. Auch hätte man einige Figuren weglassen können und die Geschichte wäre gleich ausgegangen. Auch blieben die beiden Hauptfiguren Hysan und Mathias etwas flach für mich, im Prinzip weiß ich gar nichts über sie. Sie waren einfach da und haben ihre Sätze aufgesagt, aber über ihren Charakter könnte ich nicht viel sagen. Rho wurde hier besser beschrieben, obwohl ich auch von ihr nicht sonderlich viel weiß, dennoch hat sie mehr Farbe in meinen Augen als die anderen beiden.

Am Ende wurde es nochmal spannend, wie ich schon erwähnt habe, ich hätte mir aber etwas anderes vorgestellt, es gab keinen fiesen Cliffhanger, der sich aber wirklich angeboten hätte. Mit dieser Wendung, die ich mir gewünscht hätte, wäre es nochmal spannender gewesen und ich hätte mir sofort den zweiten Teil gekauft, leider kam es aber anders, nicht so spannend. Somit weiß ich nicht, ob ich den zweiten Teil lesen werde, obwohl mir der erste relativ gut gefallen hat und mich sehr unterhalten hat. Im Moment habe ich kein dringendes Bedürfnis danach zu erfahren, wie es nun ausgeht.

Fazit:

Leider konnte ich zu den Charakteren keine wirkliche Bindung aufbauen und auch Rho nervte manchmal wirklich, da sie einfach nur naiv wirkte. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich vergebe dafür 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.09.2017

Du neben mir

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
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Inhalt:

Die 17-jährige Madeline hat noch nie das Haus verlassen, denn sie leidet an einer seltenen Immunkrankheit. Bisher war das kein Problem, weil sie ...

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Inhalt:

Die 17-jährige Madeline hat noch nie das Haus verlassen, denn sie leidet an einer seltenen Immunkrankheit. Bisher war das kein Problem, weil sie es nicht anders kennt. Doch als im Nachbarhaus der geheimnisvolle Olly einzieht, kommen sich die beiden so nah, wie es für Madeline möglich ist. Plötzlich möchte sie die Welt außerhalb ihres sterilen Zimmers entdecken, die sie sonst nur aus Büchern kennt. Selbst wenn es bedeutet, dafür ihr Leben zu riskieren…
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

"Ich habe viel mehr Bücher gelesen als du. Es spielt keine Rolle, wie viele du gelesen hast. Bei mir sind es mehr."

Das Cover finde ich ziemlich schön, mir persönlich gefällt das Filmcover besser als das vom Hardcover. Darauf zu sehen sind Olly und Maddy wie sie sich durch eine Glasscheibe berühren, dies ist eine Anspielung auf die Krankheit von Maddy, wegen der sie nicht nach draußen gehen kann. Der Titel ist auch eher dezent gehalten und lenkt nicht vom eigentlichen Bild ab, insgesamt kann man also sagen, dass das Cover ziemlich schön ist.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, sie schreibt einfach, was den Gedanken von Maddy geschuldet ist, denn das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben. Zwischendurch sind auch immer wieder Textnachrichten oder E-Mails eingebaut, was das Ganze etwas auflockert. Wortwahl und Satzbau sind sehr passend gewählt und geschrieben, nicht zu kompliziert und locker leicht, dadurch kommt man sehr schnell voran.

Zu Beginn lernt man Madeline kennen, die eine seltene Immunkrankheit hat und dadurch das Haus nicht verlassen darf. Sie hat diese Regel nie in Frage gestellt, bis gegenüber eine neue Familie einzieht und sie Olly trifft, den Jungen von nebenan. Plötzlich will sie mehr vom Leben.

Ich habe mich immer gegen dieses Buch gewehrt, ich wusste, dass es nichts für mich ist und trotzdem habe ich wegen des Hypes innerhalb von 3 Tagen gelesen. Begonnen hat das Buch ziemlich gut, ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr gerne, auch die Zeichnungen und Textnachrichten, die immer wieder eingebaut wurden, haben mich positiv überrascht. Besonders die Listen und die E-Mails haben mir sehr gefallen, da ich so etwas in Büchern allgemein sehr gerne mag.

Die Protagonistin Maddy wirkte zuerst sehr naiv auf mich, sie hat nie irgendetwas hinterfragt und alles als gegeben hingenommen. Ihre ganze Welt bestand nur aus Büchern, lernen und ihrer Pflegerin Carla, die sich jeden Tag um sie gekümmert hat. Maddy war mir sympathisch, aber hatte eben diese kindliche Naivität an sich, die mich gestört hat. Erst als die neuen Nachbarn und damit Olly einzogen hat sich ihre Welt verändert und das schon auf den ersten Blick. Ja, hier haben wir den klassischen Fall von Insta-Liebe, allerdings wirklich einen extremen. Sie sehen sich einmal durch die Glasscheibe und sofort ist es Liebe, das war mir dann doch etwas schnell und kam mir sehr unrealistisch vor.

An sich war die Liebesgeschichte aber ganz ok, wenn man von der Schnelle der Entwicklung absieht. Sie sind wirklich süß zusammen und Olly ist ein richtig toller Freund aber ihre Beziehung ruht auf E-Mails und Handzeichen, im Prinzip kennen sich die beiden eigentlich gar nicht gut und haben sich trotzdem verliebt, das kann ich persönlich gar nicht nachvollziehen. Durch Maddys Immunschwäche kann sie das Haus nicht verlassen, daher bittet sie Carla Olly hereinzulassen und damit ihre Mutter zu hintergehen. Auf der einen Seite konnte ich Maddy verstehen, aber auf der anderen würde ich zuerst mit meiner Mutter darüber reden und ihr die Situation erklären, wenn das alles nichts hilft dann kann man immer noch etwas Unerlaubtes machen.

Ihre Mutter kam mir auch etwas komisch vor, da sie immer sehr auf Maddy aufpasst und das ziemlich extrem. Es wurde auch alles so beschrieben, als hätte Maddy keine Wahl und hätte sich schon mit ihrem Leben abfinden müssen, doch als Olly auftaucht will sie alles machen, sie will raus und reisen und leben. In der ersten Hälfte des Buches wurde das alles auch gut ausgebaut, es wurde erklärt und es wurde sich getroffen und dann ging es bergab. Durch eine Verstrickung von einigen Ereignissen kommt es zu einer Begebenheit, die alles verändert und das Buch in meinen Augen ziemlich schlecht macht. Ich konnte ab diesen Zeitpunkt nichts mehr glauben, es gefiel mir nicht mehr und ich habe Zweifel an wirklich jedem Wort bekommen. Weiters sind die Dinge viel zu schnell passiert, Maddy war immer so hilflos und wurde auch so dargestellt und plötzlich kann sie alles allein entscheiden und wird unabhängig.

Ich mochte sie nicht mehr, ich hielt sie nur noch für doof und auch die Geschichte. Da ich das Buch zusammen mit Nadine gelesen habe, konnten wir uns zu zweit darüber aufregen und uns darüber auslassen, wir können beide die vielen positiven Meinungen dazu nicht nachvollziehen. Hätte das Buch nicht diese komische Wendung genommen, hätte es mir sehr gut gefallen können, aber so wurde diese Krankheit für eine Liebesgeschichte ausgenutzt, die, wenn wir uns ganz ehrlich sind, im echten Leben so nicht auftreten wird. Doch damit war es noch nicht genug, man musste noch eine Wendung einbauen, noch eine Überraschung, die man schon ab der Hälfte vorhersehen konnte. Diese war mir dann auch noch zu viel, so viel Drama in einem Buch kann doch nicht gut sein. Meiner Meinung nach hat die Autorin sehr übertrieben und eine schwere Immunkrankheit als Basis für ihre übertriebene Liebesgeschichte hergenommen hat. Denn diese wird meiner Meinung nach zu schön dargestellt, Maddy geht es immer gut und sie findet ihr Leben toll, bis ein Junge kommt und ihr zeigt, was sie nicht hat.

Das Ende war dann für mich richtig bescheuert, wie alles geendet hat mir persönlich gar nicht gefallen und ich habe die Autorin dafür gehasst, dass sie so einen tollen Anfang in ein so schlechtes Ende verwandelt hat. Die einzigen Personen, die ich da noch mochte, waren Olly und Carla, denn die waren einfach toll. Olly war ein absoluter Traumtyp und Carla wäre die perfekte Mutter, aber Maddy und ihre Mom, die waren wirklich schlimme Charaktere am Ende. Ja schön, es war ein Happy End und alles, aber es hat mir einfach nicht gefallen, da es an der Umsetzung hapert.

Fazit:

Für mich war leider nur der erste Teil des Buches gut, der Rest war eher naja. Ich konnte mit dem Verlauf der Geschichte nichts anfangen und für mich war alles zu übertrieben. Wäre es in eine andere Richtung gegangen, dann hätte mir das Buch gut gefallen, aber so kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.