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Brombeere

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

richtig spannend

Firewatch
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Worum geht es?
Robins bester Freund ist vor einem Jahr verschwunden, der mutmaßliche Mörder wurde nie verurteilt. Nun begibt sich Robin selbst auf die Suche und versucht den Verdächtigen zu daten, um endlich ...

Worum geht es?
Robins bester Freund ist vor einem Jahr verschwunden, der mutmaßliche Mörder wurde nie verurteilt. Nun begibt sich Robin selbst auf die Suche und versucht den Verdächtigen zu daten, um endlich Klarheit zu bekommen. Aber ist es klug, sich mit einem mutmaßlichen Mörder einzulassen?

Worum geht es wirklich?
Wahrheit, Lügen und Besitz.

Lesenswert?
Ja, hat mich richtig gut unterhalten.
Die CHARAKTERE, allen voran die Protagonisten Robin und Kian, sind super spannend und man kann sich erst im Verlauf der Handlung ein wirkliches Bild von ihnen machen, genau so wie von dem verschwundenen Aaron. Für mich persönlich war nicht so angenehm, dass die Frauenfiguren so flach blieben oder sehr negativ dargestellt wurden. Das wirkte für mich sehr einseitig.
Die ATMOSPHÄRE hingegen war wirklich super, man konnte richtig Mitfühlen und Dinge spüren und durchlebt eine wahre Achterbahnfahrt dabei - so wie es auch Protagonist Robin geht. Sowohl die Rückblicke zu Aaron und seiner Zeit bei der Feuerwacht als auch später im Verlauf Robins Recherche erzeugen richtig greifbare Stimmung.
Hierzu trägt auch der angenehme SCHREIBSTIL des Autors bei, der mich das Buch innerhalb kürzester Zeit hat lesen lassen. Hadler schafft es, mit seinen Worten wirklich verschiedene Situationen super gut zu beschreiben. Dabei kam es mir nie zu viel oder zu wenig vor, sondern immer genau richtig.
Die eigentliche HANDLUNG ist zwar geprägt von Robins Suche, aber da es sich hier ja um Suspence & Romance in Kombination handelt, spielt auch sein Datingversuch mit Kian eine Rolle. Ich fand die Sprünge zwischen der jetzigen Zeit und der Situation vor einem Jahr super gut und die Handlung vom Ablauf der stimmig, auch wenn sie zum Ende nochmal richtig Fahrt aufnimmt.
Die SPANNUNG bleibt dabei konstant bestehen und hat mich das Buch wirklich nur schwer aus der Hand legen lassen. Die letzten ca 50-70 Seiten musste ich einfach noch vor dem Einschlafen fertig lesen. Ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weiter geht und wurde richtig eingesogen.
An sich werden viele Punkte nachher mit LOGIK erklärt, aber es war dann ab und zu zu viel Hintergrund oder Vergangenheit. Dadurch wurde die Auflösung und Erklärung schon sehr wild und eskalierend.
Generell würde ich aber sagen, dass die Lektüre hinsichtlich SPASS auf jeden Fall eine super Unterhaltung war. Nachdem ich mein vorheriges Buch nahezu mühsam beendet habe, bin ich hier nur so durch die Seiten geflogen und habe es quasi inhaliert.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 7,42 Bewertungspunkten dann 4 Sterne für dieses Buch.
Es war mein erstes Buch des Autors, aber ich würde definitiv wieder nach einem seiner Werke greifen und fand die Mischung aus Romance und Suspence sehr gelungen!

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Veröffentlicht am 03.05.2026

cozy aber langatmig

The House Witch 1
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Worum geht es?
Ein wird Koch am Hofe des Königs. Von seinen Fähigkeiten als Haushexe ahnt niemand etwas, genau so wie von seiner Vergangenheit. In der Küche offenbaren sich immer mehr Geheimnisse und Verlockungen.

Worum ...

Worum geht es?
Ein wird Koch am Hofe des Königs. Von seinen Fähigkeiten als Haushexe ahnt niemand etwas, genau so wie von seiner Vergangenheit. In der Küche offenbaren sich immer mehr Geheimnisse und Verlockungen.

Worum geht es wirklich?
Sicherheit, Träume und Miteinander.

Lesenswert?
Ja, irgendwie schon. Auch wenn es mich nicht umfänglich überzeugen konnte.
Die CHARAKTERE in dieser Geschichte sind größtenteils angenehm, kennen sich selbst gut und gehen wohlwollend und beschützend miteinander um. Hierbei wird bewusst mit umgekehrten Klischees gespielt, sodass Fin als Mann eine Haushexe ist, deren Eigenschaft Schutz und Häuslichkeit beinhaltet. Finde ich sehr gelungen und hat mir gefallen.
Auch die ATMOSPHÄRE ist angenehm, die Zeit in der Küche oder im Garten immer sehr wohltuend und heimelig schön. Kochen und Genuss spielen immer wieder eine Rolle und fügen sich stimmig in das Konzept.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung V. Topalova und S. Reinhardus) gut lesbar. Verwundert hat mich hier die immer wieder auftretende Betonung von Titel (?) und Name. Also das Fin immer wieder mit ganzem Namen oder als „Koch Fin“ bezeichnet wird, so wie auch „Magier Lee“ fast immer in dieser Namenskombination erwähnt wird. Auf Dauer ist das ein wenig zu viel und unnötig.
Die eigentliche HANDLUNG könnte ich nicht klar benennen, da sie einerseits cozy und mehr beschreibend sein möchte, andererseits aber High Fantasy mit Kämpfen um das Reich. Das driftete für meinen Geschmack zu weit auseinander und hatte zu wenig Fokus auf dem, was die Autorin fokussieren möchte.
Sonderlich Fehler in der LOGIK wären mir nicht aufgefallen. Die Figuren handeln hinsichtlich ihrer Vergangenheit und Erfahrung größtenteils verständlich und die erzählten Stränge wirken zueinander passend.
Den SPASS beim Lesen zu bewerten fällt mir nicht so leicht. Es gab mehrere Aspekte, die mir wirklich gut gefallen haben. Dazu gehört die Behaglichkeit und auch die progressiven Ansätze, die das Buch durch seine Figuren verfolgt. Trotzdem war es mir stellenweise einfach zu langatmig und der rote Faden ging verloren. Kritisch sehe ich die Kombination aus teilweise eher jugendlichen Handlungen und Verhaltensweisen bei den Figuren (Wie sehr kann man sich über die Namen einzelner lustig machen? Das wirkte so kindisch!) im Gegensatz zu dem extremen und immer wieder erwähnten Alkoholkonsum und Trinkgelagern. Nun erwarte ich gar nicht, dass keinerlei Alkohol auftaucht. Aber es war schon wirklich sehr sehr viel und dies passte nicht zu den sonstigen Ansätzen, die die Autorin meiner Meinung nach ganz gut umgesetzt hat.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 5,43 Bewertungspunkten dann 3 Sterne für dieses Buch.
Ich könnte mir vorstellen, auch die weiteren Bücher der Reihe zum Beispiel als Hörbuch zu konsumieren, brauche es jedoch nicht zwingend auch wenn das Ende eher offen war.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Geheimnisse und Wendungen

This Story Might Save Your Life
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Worum geht es?
Joy und Benny sind beste Freunde und führen einen erfolgreichen Podcast. Doch dann verschwindet Joy und die Polizei und Benny versuchen sie zu finden - doch manche Geheimnisse bleiben lange ...

Worum geht es?
Joy und Benny sind beste Freunde und führen einen erfolgreichen Podcast. Doch dann verschwindet Joy und die Polizei und Benny versuchen sie zu finden - doch manche Geheimnisse bleiben lange verborgen.

Worum geht es wirklich?
Beziehungen, Macht und Geheimnisse.

Lesenswert?
Ja, auch wenn ich den Klappentext eher irreführend finde. Joy und Benny haben einen bekannten Podcast, in dem sie kuriose Situationen aufspüren und das Gegenüber rätseln lassen, wie man in dieser Situation überleben könnte. Nicht nur die beiden sind sehr erfolgreich, der Podcast ist mittlerweile ein ganzes Familienunternehmen.
Umso schockierender, als Joy plötzlich verschwunden ist und keiner Bescheid weiß - zumindest wird dieser Anschein erweckt.
Während die Polizei die Situation analysiert, beschäftigt sich Benny mit den Ereignissen der jüngsten Vergangenheit und hat dabei einiges zu verbergen. Dies gilt auch für seine Lebensgeschichte, die erst nach und nach enthüllt wird.
Ich fand die Figuren interessant und ihr Miteinander sehr spannend. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen in diesem Buch eine große Rolle und sind im Fokus der Erzählung.
Die Bezeichnung Thriller mag vermutlich je nach Erwartung nicht stimmen. Stattdessen könnte man es auch der Kategorie Spannungsroman zuordnen.
Der Erzählaufbau ist jedoch spannend (ohne nervenaufreibend zu sein) und verlockt immer weiter zu lesen, so dass ich dieses Buch in kürzester Zeit beendet habe.
Sprachlich (Übersetzung Susann Rehlein) und inhaltlich würde ich dieses Buch eher für Podcast-affine Leser
innen einordnen, die auch mit teilweise englischen Begrifflichkeit klarkommen.
Beim Lesen musste ich mir immer wieder die Frage stellen, ob ich die gelesenen Situationen richtig einordne oder mich eventuell doch irren könnte.
Grundsätzlich kann ich das Buch empfehlen und würde weitere Bücher der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

unterhaltsam und dann fast ein Krimi

Verlorene Schäfchen
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Worum geht es?
Familie Flynn steht plötzlich vor Problemen: Tochter 1 ist unterfordert und rebellisch, Tochter 2 zurückgezogen und führt alarmierende Freundschaften, Tochter 3 ist primär schön und datet ...

Worum geht es?
Familie Flynn steht plötzlich vor Problemen: Tochter 1 ist unterfordert und rebellisch, Tochter 2 zurückgezogen und führt alarmierende Freundschaften, Tochter 3 ist primär schön und datet nun auch noch einen ehemaligen Soldaten. Und dann sind da die Eltern, bei denen plötzlich eine offene Beziehung im Raume steht - die jedoch sehr einseitig gewünscht wird.

Worum geht es wirklich?
Familie, Beharrlichkeit und Unterschiede.

Lesenswert?
Ja, hat mich sehr unterhalten und habe das Buch in kürzester Zeit in einem Rutsch gelesen. Es beginnt recht humorvoll mit den fünf Familienmitgliedern. Skurril, unterhaltsam, manchmal aber auch ein wenig traurig - etwa wenn die Kinder vor dem leeren Kühlschrank stehen und sowieso viel zu viel Erwachsenenlast auf den Schultern tragen. Die Eltern hingegen wirken teilweise wie Teenager und unreif, befinden sich auf dem Selbstfindungstrip und sind daheim nicht wirklich eine Stütze.
In dieser Lebenssituation ist die Kirche ein Anlaufpunkt, wobei der Pfarrer nun auch nicht wirklich hilfreich ist.
Die Selbsthilfegruppe „Verlorene Schäfchen“, die dem Buch auch den Titel gibt, ist es jedoch zu Teilen.
Was recht humorvoll beginnt - und hier empfehle ich wirklich eine Leseprobe vor der Lektüre - wird schnell zu einem Detektivspiel. Denn sowohl eine Tochter hat etwas in der Stadt entdeckt als auch der Vater auf seiner Arbeit. Und beide können nicht locker lassen, mehr darüber hinaus zu finden. So tritt das humorvolle irgendwann in den Hintergrund und das ganze entwickelt sich zu einer Art Kriminalfall, dessen Auflösung dann teilweise wieder skurril geschildert wirkt.
Trotzdem scheint dies für alle Beteiligten lehrreich zu sein, denn aus den teilweise eindimensionalen Figuren entwickeln sich vielfältigere Persönlichkeiten.
Sprachlich (Übersetzung Sophie Zeitz) eine angenehme Lektüre, zwischendrin mal ein wenig rau und derb.
Die Lektüre ist wunderbar absurd, jedoch an manchen Stellen auch nachdenklich und lenkt einfach sehr gut für ein paar Stunden ab. Kann ich auf jeden Fall empfehlen!

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Veröffentlicht am 19.04.2026

lehrreich und interessant

Das Jahr der Schmetterlinge
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Worum geht es?
Autorin Korsgaard fasst mit einem Mal den Entschluss, innerhalb eines Jahres alle dänischen Schmetterlinge in freier Natur sehen zu wollen. Dafür benötigt sie eine gute Planung und auch ...

Worum geht es?
Autorin Korsgaard fasst mit einem Mal den Entschluss, innerhalb eines Jahres alle dänischen Schmetterlinge in freier Natur sehen zu wollen. Dafür benötigt sie eine gute Planung und auch viel Glück.

Worum geht es wirklich?
Natur, Vergänglichkeit und Augenblicke.

Lesenswert?
Ja, schon das Cover und der Titel haben mich direkt angesprochen. Man begleitet die Autorin in einer romanhaften Erzählung auf dem Weg bei ihrer Schmetterlingssuche. Schon der Einstieg gestaltet sich schwierig, denn wie genau kann man dänische Schmetterlinge spezifizieren? Welche der verschiedenen Listen gelten? Und wer fliegt überhaupt wann und in welcher Region?
Zu Beginn wirkt das Unterfangen nahezu unmöglich, aber nach und nach wird Korsgaard besser in Planung und Hilfesuche und kann in den Sommermonaten große Erfolge verbuchen.
Das Buch gliedert sich nach Monaten, wobei die Sommermonate einen viel größeren Umfang einnehmen. Zudem gibt es in jedem Monat Zeichnungen aller gesehenen Schmetterlinge - sehr faszinierend und auch hilfreich. Wollte zu Beginn schon nebenbei im Smartphone die Tiere nachschauen.
Die Nähe der typisch dänischen Schmetterlinge zu unseren in Deutschland ist recht groß, sodass man viele Namen und Arten erkennt. Definitiv ein Pluspunkt und dadurch nahbarer und neugierig machend.
Der Schreibstil (Übersetzung Kerstin Schöps) ist eher einfach und gut lesbar. Zwischendrin gibt es immer wieder Gedankengänge oder historische Informationen zur Schmetterlingsforschung und -symbolik oder zur Natur und dem Menschen im Allgemeinen. Auch hier wieder lehrreich und interessant zugleich, ich musste oft nachdenken oder war von den Informationen teilweise bewegt.
Zwischenzeitlich habe ich die Autorin bei ihrer Suche als eher unangenehm, weil sehr fokussiert auf dieses Thema, empfunden. Dann war auch ihr Umgang mit ihren Mitmenschen rau und egoistisch. An den Stellen habe ich mich gefragt, ob dieses Verhalten weiterhin das Buch bestimmen wird. Zum Glück war es dann danach zeitweise wieder anders.
Wer gerne ein Sachbuch in Verbindung mit einer romanhaften Erzählung verbinden will und sich auch nur grob für Natur interessiert, findet hier auf jeden Fall eine schöne Lektüre!

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