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Brombeere

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2026

interessant mit schwerem Einstieg

Tokyo Girls Club
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Worum geht es?
Eriko, eine arbeitsame alleinstehende Frau, ist fasziniert vom Blog der Hausfrau Shoko, die eher in den Tag hinein lebt. Eriko setzt sich in den Kopf, mit Shoko befreundet sein zu wollen ...

Worum geht es?
Eriko, eine arbeitsame alleinstehende Frau, ist fasziniert vom Blog der Hausfrau Shoko, die eher in den Tag hinein lebt. Eriko setzt sich in den Kopf, mit Shoko befreundet sein zu wollen und stürzt sich in diesen Plan.

Worum geht es wirklich?
Freundschaft, Ansprüche und Obsession.

Lesenswert?
Ja. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit dem Einstieg, aber nach mehreren Anläufen bin ich dann gut in das Buch gestartet. Das Cover ist mir direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext klang so gut.
Die CHARAKTERE entwickeln eine verstörende Dynamik, haben düstere Gedanken und versinken teilweise völlig in ihren Plänen. Sie sind dabei oft nicht sympathisch und man hat ein ganz ungutes Gefühl bei der Beziehung der beiden Frauen.
ATMOSPHÄRISCH ist das Buch wirklich gut, man kann sich das ganze vorstellen und sich auch in die Kultur und Arbeitsweise einfinden. Dieser Aspekt hat mir allumfassend gut gefallen.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Ursula Gräfe) ist prinzipiell angenehm und gut lesbar, aber gerade in der zweiten Hälfte sind mir vermehr sexistische Kommentare (Hüften wie eine Frau / Frauen könnten potentiell verkleidete Männer sein /…) und sowohl derbe als auch eklige Aussagen aufgefallen.
Den Bogen der HANDLUNG habe ich prinzipiell ebenfalls als okay empfunden, auch wenn mir manchmal der rote Faden und das große Ganze gefehlt haben. Die Handlung ist daher auch gar nicht so leicht zusammenfassbar, denn es passiert wenig und viel zugleich. Das Ende hatte ich mir anders vorgestellt.
Dies spiegelt sich auch in der SPANNUNG wieder, die wechselhaft mal ausgeprägter und mal schwächer war.
LOGISCH erschien mir dann doch wieder das meiste und recht realistisch hinsichtlich Grundvoraussetzungen.
Beim LESESPASS sind mir Höhen und Tiefen aufgefallen. Der Einstieg war wie gesagt gar nicht leicht für mich, dann fand ich es richtig gut und psychologisch spannend, zum Ende hin bei wieder weniger.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 7 Bewertungspunkten gerade so 4 Sterne für dieses Buch.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2026

will mehr als es liefert

Wenn Katzen reden könnten
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Worum geht es?
Buchhändler Marzio Montecristo kann sich kaum über Wasser halten. Nur seine zwei schwarzen Katzen locken noch Menschen in das Geschäft. Dann begeben sich die drei auf eine Schiffsfahrt um ...

Worum geht es?
Buchhändler Marzio Montecristo kann sich kaum über Wasser halten. Nur seine zwei schwarzen Katzen locken noch Menschen in das Geschäft. Dann begeben sich die drei auf eine Schiffsfahrt um einen berühmten Autor zu begleiten - der bald darauf tot aufgefunden wird.

Worum geht es wirklich?
Lügen, Gemeinschaft und Geld.

Lesenswert?
Ja, auch wenn es nur eine gute Unterhaltung für zwischendurch war. Das Buch ist mir wegen seines schönen ansprechenden Covers aufgefallen und klang super für einen Sommerkrimi.
Die CHARAKTERE habe ich leider als eher klischeehaft empfunden, dabei auch einseitig ohne Ecken und Kanten und generell waren es mir einfach zu viele Männer in Hauptrollen in diesem Buch.
Hinsichtlich ATMOSPHÄRE war die Lektüre jedoch wirklich gut. Es war vorstellbar beschrieben und man konnte sich gut an die Orte denken.
Beim SCHREIBSTIL (Übersetzung Katharina Schmidt, Barbara Engelmann und Barbara Neeb) bin ich zwiegespalten. Es werden viele Begriffe nicht übersetzt und lassen das Italienisch nebenbei mit einfließen, was für einen Urlaubsroman natürlich super ist. Andererseits wirkt es dadurch teilweise gekünstelt. (Ich meine, dass es auch eine Stelle gab, bei der von „zwei Espressos“ die Rede war, was wiederum im Gegensatz zur sonstigen Verwendung der Originalsprache steht.)
Die HANDLUNG ist in Ordnung, das Ende jedoch war eher mittelmäßig und zwischendrin zieht sich die Geschichte unnötig in die Länge.
Darunter hat auch die SPANNUNG gelitten, denn ich wollte zwar wissen wie es weiter geht und was die Auflösung sein wird, der Weg dahin war jedoch stellenweise eher langweilig.
Auch die LOGIK war zu künstlich gewollt, zu unrealistisch und konstruiert.
Somit war mein LESESPASS leider nicht so hoch wie ich gehofft habe. Ich würde kein weiteres Buch von dem Autor lesen, liebe die Kampa-Cover aber einfach sehr!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 4,8 Bewertungspunkten knappe 3 Sterne für dieses Buch.

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  • Cover
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Veröffentlicht am 12.06.2026

fantastisch und spannend

The Tainted Cup
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Worum geht es?
Ein Offizier wird tot aufgefunden - aus seinem Oberkörper sprießt ein Baum. Ermittlerin Ana und ihr Gehilfe Dinios ermitteln.

Worum geht es wirklich?
Rache, Macht und Verschwiegenheit.

Lesenswert?
Ja, ...

Worum geht es?
Ein Offizier wird tot aufgefunden - aus seinem Oberkörper sprießt ein Baum. Ermittlerin Ana und ihr Gehilfe Dinios ermitteln.

Worum geht es wirklich?
Rache, Macht und Verschwiegenheit.

Lesenswert?
Ja, sehr. Man bekommt hier ein Ermittlerduo, welches einen Fall aufdecken muss und das ganze spielt in einer durch und durch fantastischen Welt.
Die CHARAKTERE haben mir beide gut gefallen. Ana ist Sherlock Holmes sehr ähnlich und eher speziell. Beide sind unterhaltsam (gerade auch in ihrem Miteinander) und ihre eigenen Geschichten interessant. Die Art der Konstellation ist nichts neues, aber ich finde sie gut umgesetzt und schön zu lesen.
In die ATMOSPHÄRE wird man direkt reingeworfen und findet sich schnell in der Welt zurecht. Alles ist sehr fantastisch und besonders, aber der Start fiel mir relativ leicht. Am liebsten möchte man noch viel mehr über diese Welt und ihre Eigenschaften erfahren.
Den SCHREIBSTIL (Übersetzung Karla Schmidt und Jakob Schmidt) gefiel mir ebenfalls. Einige Stellen sind recht derb und Ana nimmt kein Blatt vor den Mund. Dies passte aber zu ihr. Etwas verwirrt bin ich durch die Begriffe Kind/Mädchen/Junge, die regelmäßig auftauchen und mir für die entsprechende Person immer recht unpassend vorkommen, da es sich doch um Erwachsene handelt.
Die HANDLUNG wird stark von den Ermittlungen geprägt, da die Auflösung des Falls im Mittelpunkt steht und sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Ana gibt nicht auf, bis alles auseinander gedröselt wird. Hierbei kommt es zu mehreren Wendungen.
Zu Beginn ist die SPANNUNG noch nicht gegeben, nach und nach baut sie sich jedoch auf und wenn man einmal in der Geschichte drin ist, dann will man auch unbedingt wissen wie es weiter geht.
Auch die LOGIK scheint durchdacht zu sein, auch wenn mehrere Aspekte vermutlich von anderen Autor*innen inspiriert sind - was ich jedoch nicht negativ empfinde. Man kann nicht ständig völlig neue und noch nie dagewesene Dinge lesen.
Generell hat mir die Lektüre wirklich viel SPASS bereitet und ich kann sowohl das Buch (als auch das Hörbuch) sehr empfehlen und habe großes Interesse an weiteren Bändern.
Dran bleiben lohnt sich und der Mix aus Fantasy und Krimi ist ebenfalls ziemlich gut!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 7,29 Bewertungspunkten dann 4 Sterne für dieses Buch.

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 16.05.2026

teilweise leider verwirrend

Vier Minuten Stille - Und dann kam der Sturm
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Worum geht es?
Eine Leiche, bedeckt von Schnee, wirft Rätsel auf. Kommissar Wase ermittelt und kommt dem Fall näher als er beabsichtig hatte.

Worum geht es wirklich?
Aufmerksamkeit, Verlust und Überleben.

Lesenswert?
Ja, ...

Worum geht es?
Eine Leiche, bedeckt von Schnee, wirft Rätsel auf. Kommissar Wase ermittelt und kommt dem Fall näher als er beabsichtig hatte.

Worum geht es wirklich?
Aufmerksamkeit, Verlust und Überleben.

Lesenswert?
Ja, auch wenn mich ein paar Dinge gestört haben.
Es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Band einer Reihe, was eventuell auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Wenn man Band 1 nicht kennt (oder es wie bei mir länger her ist) können Handlungsstränge unklar und verwirrend sein.
Die CHARAKTERE haben mich auf jeden Fall überzeugt. Mir gefällt, wie vielschichtig sie sind, wie gut ihre Erfahrungen und Schicksale einfließen und wie die Figuren im Kommissariat ohne nähere Bemerkung dazu diverser wirken als in vielen anderen Thrillern. Wase als Hauptfigur hat mir sehr gefallen.
Ich konnte mir die ATMOSPHÄRE sehr gut vorstellen. Es wirkt alles lebendig und real. Man hat direkt Bilder im Kopf.
Dies liegt auch an dem angenehmen SCHREIBSTIL der Autorin. Manche Sätze sind kurz, andere ausschweifender. Trotzdem wirkt es manchmal etwas poetisch ohne je zu viel oder zu wenig zu sagen. Störend habe ich das starke Denglisch wahrgenommen. Nun habe ich dies durchaus auch in meiner eigenen Sprache und einige Begrifflichkeiten konnte ich sehr nachvollziehen, aber an anderen Stellen war es einfach zu viel. Schränkt eventuell die Zielgruppe ein wenig ein.
Der HANDLUNG zu folgen, wenn man Band 1 gar nicht kennt, stelle ich mir schwer vor. So viele Andeutungen und Themen, die auch für den weiteren Verlauf wichtig sind. Zwar wird man im Laufe der Handlung etwas einführend mitgenommen, habe ich jedoch als zu wenig empfunden. Das Ende bzw. die Auflösung ist für mich nicht befriedigend, hier hätte ich mir etwas anderes gewünscht. Manche Figuren werden einfach zu sehr in Leid versenkt,
Mit SPANNUNG konnte das Buch hingegen wieder punkten bei mir. Die angenehm kurzen Kapitel, die besonderen Absätze, die Zitate und die Cliffhanger haben die Spannung stets aufrecht gehalten.
Ich habe das Gefühl, dass die LOGIK durchaus gegeben ist, aber mehrere Stellen und Situationen wirkten schon sehr konstruiert und erzwungen.
LESESPASS hatte ich bei der Lektüre und der Verlauf von diesem zweiten Band lässt mich neugierig auf Band 3 werden, da dieser vielleicht mehr neue Themen wagen kann.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 6,29 Bewertungspunkten somit gute 3 Sterne für dieses Buch.
Ich kann Band 1 und 2 in Kombination definitiv empfehlen und werde weitere Bücher der Autorin lesen (wollen)!

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Veröffentlicht am 03.05.2026

leider nichts neues

Schlafende Vulkane
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Worum geht es?
Eine junge Mutter wird ermordet aufgefunden und ihr 10-jähriger Sohn ist nicht auffindbar. Für eher unerfahrene Polizistin und einen ehemalige Polizist beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. ...

Worum geht es?
Eine junge Mutter wird ermordet aufgefunden und ihr 10-jähriger Sohn ist nicht auffindbar. Für eher unerfahrene Polizistin und einen ehemalige Polizist beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn der Täter hat noch nicht genug.

Worum geht es wirklich?
Hass, Rache und Schnelligkeit.

Lesenswert?
Es war okay, aber leider auch nicht mehr.
Ich habe die Reihe von Hjorth&Rosenfeldt früher super gerne gelesen und nun froh, dass es von den Autoren in neuen Kombinationen durchaus auch neuere Werke gibt. Leider hat sich die Art der Handlungen nicht weiterentwickelt.
Die CHARAKTERE sind in Ordnung, haben ihr eigenes Päckchen zu tragen und müssen sich in der Ermittlungswelt behaupten. Trotzdem ist man ihnen bei der Lektüre nicht allzu nah gekommen und ich könnte sie nun nicht näher einordnen. Teilweise gab es klischeehafte Ansätze, manchmal auch Neuerungen.
Die ATMOSPHÄRE hat mich für das Setting Island tatsächlich eher enttäuscht, da es auch in jedem anderen skandinavischen Land hätte spielen können und keine wirkliche Stimmung aufgekommen ist - selbst wenn die Handlung in eher menschenleeren Gebieten spielt.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Wibke Kuhn) hingegen ist gewohnt angenehm und war super zu lesen, sodass man durch die Seiten nur so geflogen ist. Hier habe ich keine Kritik.
Die HANDLUNG als solche ist klassisch aufgebaut. Sie startet mit einem Fall, mit dem Kennenlernen der ermittelnden Personen und dann nimmt die Handlung langsam Fahrt auf. Generell gibt es aber auch hier nicht viel neues (auch thematisch).
Ebenfalls ist auch der Aufbau der SPANNUNG nicht neu. Wer ist schneller: Ermittlerinnen oder Täterinnen? Dadurch, dass recht viel passiert, ist der Ablauf eher kurzweilig und es passiert genug um die Spannung aufrecht zu halten. Samt dramatischer Höhepunkte.
Hinsichtlich LOGIK auch wieder alles weitgehend zusammenpassend und keine Kritikpunkte. Die Logik der Taten ist meiner Meinung nach auch ausreichend erklärt. Sie ist leider nicht unrealistisch, aber ermüdend durch das immer gleiche Erzählmuster in Thrillern.
Am meisten hat vermutlich mein LESESPASS gelitten. Das Buch war zwar spannend, die ermittelnden Personen okay, aber ansonsten bin ich es einfach leid von toten Frauen und dem Ausschlachten des Mordes zu lesen. Während ich Beginn noch dachte, dass die Tat als solche und die Täterperspektive keine so große Rolle spielen, entwickelt sich das Buch im Verlauf leider in genau die Richtung. Man bekommt also „klassisch“ die Welt des Täters präsentiert und begegnet im Verlauf auch ausgeschlachtet Gräueltaten samt Tatbeschreibung. Dies sind für mich einfach Dinge, die ich schon vor 15 Jahren gelesen habe und deren ständige Wiederholung etc. mir reichen!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 5,29 Bewertungspunkten schließlich 3 Sterne für dieses Buch.
Ich habe einfach genug von der immer gleichen erzählten Misogynie und den dazugehörigen Tätern.
Davon losgelöst ist das Buch vermutlich eine spannende Lektüre.

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