Profilbild von Buchgarten

Buchgarten

Lesejury Star
offline

Buchgarten ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchgarten über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2022

spannend, Abgründe aufdeckend

Der Herzgräber
0



Heather findet nach dem Tod ihrer Mutter Briefe in ihrem Nachlass die sie dazu veranlassen die Vergangenheit und die Geheimnisse ihrer Mutter genauer zu erforschen. Zeitgleich ereignen sich neue Morde ...



Heather findet nach dem Tod ihrer Mutter Briefe in ihrem Nachlass die sie dazu veranlassen die Vergangenheit und die Geheimnisse ihrer Mutter genauer zu erforschen. Zeitgleich ereignen sich neue Morde – die denen eines verurteilten Mörders gleichen und einen Nachahmungstäter vermuten lassen. Wie kommt es, dass ausgerechnet ihre Mutter den verurteilten Mörder kannte – mit ihm in Kontakt stand?

Die Geschichte wird aus wechselnden Sichtweisen in der Gegenwart und Vergangenheit erzählt. So konnte ich als Leser die Geschichte aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachten. Die Geschehnisse in der Vergangenheit hautnah miterleben. Zumindest einen kleinen Blick auf die Hintergründe für die Taten werfen und die Motive besser nachvollziehen. Die Motive für die Tat machten es mir schwer die Geschichte in einem Stück zu lesen. Ließen sie doch den/die Täter in einem ganz anderen Licht erscheinen. Ihre Taten gleichzeitig auf ganz besondere Art und Weise - noch grausamer wirken.
Heather selbst, ihr Vorgehen von einem gewissen Standpunkt aus nachvollziehbar – andererseits vollkommen naiv, das Offensichtliche übersehend. Der ein oder andere Anruft bei der Polizei wäre hier mehr als angebracht gewesen.

Insgesamt für mich ein fesselnder Thriller der mich einmal mehr in die Abgründe menschlichen Verhaltens führte. Mich stocken ließ. Denn obwohl dies alles nur auf reiner Fiktion gründet – die einzelnen Motive, das Verhalten der Erwachsenen – durchaus nur allzu real.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2022

das Abenteuer geht weiter .... Leseempfelung

Keeper of the Lost Cities – Das Feuer (Keeper of the Lost Cities 3)
0

“Keeper of the Lost Cities – Das Feuer”

von Shannon Messenger

konnte uns wieder fesseln und begeistern.

Die Geschichte schließt nahtlos an den vorherigen Band an und ein Abenteuer jagt das nächste, ...

“Keeper of the Lost Cities – Das Feuer”

von Shannon Messenger

konnte uns wieder fesseln und begeistern.

Die Geschichte schließt nahtlos an den vorherigen Band an und ein Abenteuer jagt das nächste, sodass ich als Leser kaum Atem holen konnte. Wie bisher wird die Geschichte aus Sophies Sichtweise erzählt, sodass ich ihre Gedanken und Gefühle erfuhr – ihre Handlungsweisen besser nachvollziehen konnte. Mit ihr gemeinsam immer mehr über den Weltenaufbau erfuhr. Ihre Lebensweise die einzelnen Regeln nach denen sie sich richten. Aber auch über das Zusammenleben mit den anderen magischen Wesen. Gleichzeitig kristallisiert sich immer weiter heraus – das Gut und Böse nicht immer einfach voneinander zu unterscheiden sind. Das auch in der Elfenwelt nicht alles nur positiv und friedlich ist. Die unterschiedlichsten Gruppierungen werden immer deutlicher, ihre Ziele nach und nach klarer – sodass ich als Leser wieder einige Puzzleteile zusammensetzten konnte. Sich gleichzeitig wieder neue auftauchten – und insbesondere der ein oder andere Plott-Twist dürfte die meisten Leser vollkommen überraschen. (Es sei denn, er hat die winzigen Hinweise erkannt)
An der ein oder anderen Stelle musste ich schlucken, mit den Tränen kämpfen. Wie grausam sich ihre Welt in der ein oder anderen Situation verhält. Starker Tobak – und nichts für vollkommen unbedarfte Leser.
Andererseits konnten mich die Beschreibungen der Welt, der Umgang der Freund miteinander, das Zusammenwachsen mit ihren Freunden, ihren Adoptiveltern und dem ein oder anderen Verbündeten und natürlich Sandor begeistern, das Herz erwärmen. Ihre teils witzigen aber auch tiefsinnigen Gespräche – zauberten ein Lächeln aufs Gesicht.
Wie bereits in den vorherigen Bänden, sind die Charaktere wieder fein und vielschichtig ausgearbeitet. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen nachvollziehbar.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2022

Leseempfehlung eine tiefsinnige emotional berührende Geschichte

Baby & Solo
0

konnte mich bewegen und berühren. Eine Geschichte, die es mir wieder schwer macht – meine Gefühle in Worte zu fassen.
Das ungewöhnliche Setting
Die Geschichte spielt Mitte der 90er Jahre – für mich eine ...

konnte mich bewegen und berühren. Eine Geschichte, die es mir wieder schwer macht – meine Gefühle in Worte zu fassen.
Das ungewöhnliche Setting
Die Geschichte spielt Mitte der 90er Jahre – für mich eine Zeitreise in meine eigene Jugend.
Eine Zeit in der wir uns in Videotheken trafen und es sich für mich vollkommen richtig anfühlte – das eine Videothek als Hauptschauplatz der Geschichte gewählt wurde. Das Gefühl der damaligen Zeit – wurde sehr schön eingefangen.
Insbesondere der Zeitgeist – die Weltanschauung wurde sehr detailliert und vielschichtig herausgearbeitet.
Die Geschichte wird aus Joels/Solos Sichtweise erzählt.
Als Leser hatte ich immer wieder das Gefühl er erzählte mir seine Geschichte, ließ mich an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben. Richtete sich in der ein oder anderen Situation direkt an mich als Leser – bat um mein Verständnis, vertröstete mich auf eine spätere Erklärung – oder er erklärte mir den Grund für sein Verhalten/seine Handlungen – die häufig mit seiner jahrelangen Therapie zusammenhingen.
Als Leser konnte ich so seine Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen nachvollziehen – mich in ihn hineinversetzten.
Seine Gedankenspiralen, die mir zeigten – wie sehr er und seine Familie immer noch litten. Das sie „Das Schlimme“ bis heute noch nicht verarbeitet haben. Sie es immer noch totschweigen. Die eingesetzten Therapiemethoden sowie der Ablauf in den Einrichtungen, dass Verhalten/die Einstellung der Therapeuten und der Eltern – realistisch und eindrücklich erzählt. Ließen mir als Leser -aus heutiger Sicht – einen Schauer über den Rücken laufen, mit dem Kopf schütteln – angesichts der Tatsache das „das Schlimme“ sowie alle Handlungen und Einstellungen tatsächlich so oder so ähnlich abliefen. Dass es die Weltanschauung und den Zeitgeist der damaligen Zeit triff.
Für mich, vielleicht als Kinder der Zeit, war recht schnell klar – worum es sich bei „dem Schlimmen“ handelte. Eine Tatsache, die es mir schwerer machte zu lesen, wie Solo von seinen Eltern und Therapeuten behandelt wurde.


Sehr gut gefallen hat mir, wie er sich nachund nach weiterentwickelte, wie er seine Erkenntnisse aus der Zeit seiner Therapie einsetzte und umsetzte, die er sich nach und nach aus der Beziehung zu seinen Eltern löste – wie er, wie jeder Jugendliche ein neues Verhältnis und Verständnis für diese entwickelte. Die einzelnen Schritte – sehr schön herausgearbeitet.
Aber nicht nur Joels Entwicklung spielt eine wichtige Rolle, auch Babys Probleme wurden vielschichtig thematisiert, die unterschiedlichen Handlungsweisen und ihre möglichen Konsequenzen herausgearbeitet und angesprochen.

Ich kann die Geschichte nur jedem ans Herz legen.
Eine tiefsinnige emotional berührende Geschichte. Eine Geschichte, die viele Themen des Erwachsen Werdens anspricht und aufgreift. Eine Geschichte die zeigt wie wichtig es ist – sich frei entfalten zu dürfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2022

tiefgründige vielschichtige emotional berührende Dystopie

Lovely Faces
0

konnte mich fesseln, emotional berühren und zum Nachdenken anregen.
Eine Welt ohne Religion – in der die Menschen friedlich miteinander leben?
Klingt das nicht verheißungsvoll und ist es nicht das, wonach ...

konnte mich fesseln, emotional berühren und zum Nachdenken anregen.
Eine Welt ohne Religion – in der die Menschen friedlich miteinander leben?
Klingt das nicht verheißungsvoll und ist es nicht das, wonach wir alle streben?
Gibt es nicht immer wieder Stimmen die uns eine solche Zukunft versprechen?
Wie schwer fällt es uns – ein System, einen Glauben zu hinterfragen, mit dem wir aufgewachsen sind?
Jadelyn lebt in solch einem perfekten und friedlichen Land. Hat sich mit ihm arrangiert und ist eine bedeutende Figur in ihrer Welt.
Doch gleich zu Beginn erfuhr ich als Leser, dass dieses Leben einen Preis hat. Denn alles – was nicht systemkonform und makellos ist – verschwindet in die Randbezirke und auch in den anderen Ländern der Welt ist es nicht friedlich und perfekt. Und auch in ihrer Familie gibt es jemanden, den das Schicksal des makelbehafteten getroffen hat.
Und plötzlich ist Jadelyn durch einen Unfall nicht mehr makellos – und wird so gezwungen ihre Welt zu verlassen und in die Randbezirke zu flüchten.
Jadelyns Charakter, ihre Gedanken und Gefühle sehr gut und fein ausgearbeitet, sodass ich sie nachempfinden konnte und ihre Handlungsweisen für mich nachvollziehbar waren. Ihr Glaube an das Gute und Positive der Welt in der sie lebt. Ihr scheinbar perfektes Leben, das Gefühl, das ihr etwas fehlt – das es nicht alles sein kann. Ihr Unverständnis, ihre Unwissenheit warum es einen aus ihrer Familie traf – und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für ihre Familie. Ließen mich als Leser bereits gleich zu Beginn einen Blick in ihr Innerstes werfen und weckten erste Zweifel an diesem System.
Auch die anderen Charaktere wurden facettenreich gezeichnet. Ihre jeweiligen Charakterzüge in all ihren Facetten gezeigt und gut herausgearbeitet. So erlebte ich als Leser vielschichtige Charaktere – bei denen es schwer fiel sie einzusortieren. Gut oder Böse, Richtig oder Falsch – Schwarz oder Weiß wurden aufgehoben – änderten sich mit dem Blickwinkel, mit dem der Leser auf die jeweiligen Charaktere schaute. Sobald man hinter die Fassade blickte. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen – vom Standpunkt des jeweiligen Charakters aus betrachtet – nachvollziehbar.
Ihre jeweilige Entwicklung, der Blick hinter die Fassade des ein oder anderen Charakters – faszinierten mich. Konnten mich emotional berühren.
Der Weltenaufbau konnte mich ebenfalls faszinieren und begeistern.
Die Vorstellung einer friedlichen Welt – unheimlich reizvoll. Doch ist sie auch realistisch? Kann es sie überhaupt geben? Welche Voraussetzungen und Anstrengungen sind nötig – um für einige die Illusion einer friedlichen Welt zu verwirklichen?


Für mich ein gelungenes Debüt. Eine tiefgründige vielschichtige emotional berührende Dystopie – deren Fortsetzung ich kaum erwarten kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2022

magisch und fantastisch Leseempfehlung

Die Macht des goldenen Blutes
0

entführte mich in die Welt von magische Welt von Aurasis.

Prinzessin Anthea beschützt durch ihr magisches Blut ihre Welt vor den Mächten der Dunkelheit. Als sie ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit vom ...

entführte mich in die Welt von magische Welt von Aurasis.

Prinzessin Anthea beschützt durch ihr magisches Blut ihre Welt vor den Mächten der Dunkelheit. Als sie ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit vom Krieger des Bösen entführt wird – wendet sich nicht nur Antheas Zukunft sondern auch ihre Sichtweise auf ihre und die Vergangenheit ihres Volkes.

Die einzelnen Charaktere waren gut gezeichnet. Ihre jeweiligen Charaktereigenschaften gut herausgearbeitet.
Anthea, eine sympathische und mutige Prinzessin, isoliert durch ihre Aufgabe, ihr Volk mit ihrem Blut zu beschützen. Zeigt nach ihrer Entführung was in ihr steckt, wächst über sich hinaus. Es war spannend zu verfolgen wie sie sich nach und nach immer weiterentwickelt. Wie sie die neuen Herausforderungen meistert, sich selbst vertraut und über sich hinauswächst.
Dunkel und geheimnisvoll, der Krieger des Bösen. Sein innerer Kampf, seine Vergangenheit – seine Dunkelheit spürbar.

Der Weltenaufbau konnte mich ebenfalls überzeugen.
Wie bei einem Einzelband nicht anders zu erwarten wurde er nicht allzu detailliert und umfangreich ausgearbeitet – aber doch so beschrieben, dass ich mir die Orte sehr gut vorstellen konnte und einen guten Überblick über den Weltenaufbau erhielt. Ich mir wieder wünschte noch tiefer in die Welt von Aurasis eintauchen zu können. Noch mehr über die einzelnen Wesen und ihre Leben bzw. ihre Vergangenheit zu erfahren.

Die Geschichte wird aus mehreren Sichtweisen erzählt, sodass ich als Leser einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt der Charaktere erhielt. Ihre Handlungsweisen besser nachvollziehen konnte und ich mich emotional mit ihnen verbunden fühlte.

Eine Leseempfehlung für alle, die Romantasy lieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere