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Veröffentlicht am 15.09.2020

Lesehighlight - Pageturner - virtual Reality - oder nicht?

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Ein brandaktueller Jugendthriller, der authentisch und hochinteressant darstellt – welche Möglichkeiten sich durch die „Online-Präsenz“ eines jeden von uns ergeben. Die „totale und vollständige“ Überwachung ...

Ein brandaktueller Jugendthriller, der authentisch und hochinteressant darstellt – welche Möglichkeiten sich durch die „Online-Präsenz“ eines jeden von uns ergeben. Die „totale und vollständige“ Überwachung unseres Lebens –allein durch die Online-Daten, die von uns bewusst und weit häufiger unbewusst tagtäglich gesammelt werden können.
Hierbei wird die Geschichte in mehreren, voneinander unabhängigen Handlungssträngen erzählt. (u.a. Finn und seine Freunde, den Machern und Auftraggebern von MindHack u.a.).
Ein sichtbarer Wechsel zwischen den verschiedensten „Kommunikationsmedien“ lockert die Geschichte auf, verdeutlicht die Thematik und Brisanz (Erzählstrang, „Chatverläufen, Hacker und email-Nachrichten“, Virtuell Reality App/Spiel) spiegelt die Lebenswelten der Jugendlichen Leser wider – sodass sich diese stark an sich selbst erinnert werden. Und bescherten mir ein besonderes Lesevergnügen.
Die Geschichte selbst beginnt mit scheinbar unzusammenhängenden Handlungssträngen, in denen ich als Leser einen ersten Einblick in die Lebenswelten der Protagonisten erhielt und diese kennenlernte. Gleichzeitig kryptische Chatverläufe lesen konnte – die mir zu Beginn nicht viel sagten, deren Absender unbekannt waren. Die ich den einzelnen Protagonisten nicht zuordnen konnte.
Ergaben sie doch nach und nach ein immer umfassenderes Bild und fügten sich immer mehr zusammen. Erzeugten eine von Beginn an spürbare Spannung, die sich immer weiter steigerte – den Leser mitfiebern ließ. Eine rein fiktive Geschichte, die den Leser atemlos zurücklässt. Wird ihm doch immer bewusster – die Möglichkeit „MindHack“ tatsächlich umzusetzten – liegt durchaus im Bereich des tatsächlich Möglichen.
Lässt den Leser nachdenklich werden – und sein eigenes Verhalten im Netz, mit dem Handy, den Umgang mit seinen persönlichen Daten – zu hinterfragen.
Fazit:
Ein brandaktueller Jugendthriller voller Nervenkitzel und unvorhergesehener Wendungen. Eine fiktive Geschichte – deren tatsächliche Umsetzung durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Zum Nachdenken anregend – über die Spuren, die wir tagtäglich bewusst und vielfach auch vollkommen unbewusst im Netz hinterlassen.

Leseempfehlung. Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 13.09.2020

schöne Geschichte für zwischendurch

An Ocean Between Us
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bescherte mir einige schöne Lesestunden.
Ich lerne Avery, die nach einem Autounfall ihren Lebenstraum vom Ballett aufgeben musste, und nach langem Kampf, wieder zurück ins Leben gefunden hat. Auf dem ...


bescherte mir einige schöne Lesestunden.
Ich lerne Avery, die nach einem Autounfall ihren Lebenstraum vom Ballett aufgeben musste, und nach langem Kampf, wieder zurück ins Leben gefunden hat. Auf dem College sucht sie nun, nach einem neuen Lebensziel. Hier begegnet sie Theo, einem erfolgreichen Schwimmstar – der sie plötzlich von sich stößt.
Genügend Potential für eine mitreißende emotional packende und berührende Geschichte – die mich leider nicht vollkommen von sich überzeugen konnte. Bereits beim Lesen des Klappentextes hatte ich eine bestimmte Vorstellung, wie sich die Geschichte entwickeln würde. Mich reizen bei diesen dann eher die Entwicklung der Protagonisten, die Hintergründe und wie sich der Konflikt löst. In dieser Geschichte konnten mich diese jedoch innerlich nicht packen und mitreißen. Ich vermisste an manchen Stellen die Tiefe, während sie wiederum an anderer Stelle eher fehl am Platze wirkte.
Zudem hatte ich immer wieder das Gefühl, das die Geschichte nicht vollkommen rund ist. Einerseits litt Avery häufig an Rückenschmerzen – im nächsten Augenblick macht ihr eine Tages-Sightseeingtour keine Probleme. An anderer Stelle werden Themen angerissen, die für diese Geschichte nicht passten. Bzw. zu sehr aufgebauscht wurden – sodass ich mich als Leser fragte – warum hier ein Streit entbrannte, ein willkürlicher Focus gesetzt wurde und so in meinen Augen konstruiert wirkte.

Fazit:
Eine schöne Geschichte für zwischendurch. Eine Geschichte mir viel Potential, das nicht ausgeschöpft wurde. In der in meinen Augen stellenweise ein für mich falscher Focus gesetzt wurde – der der Geschichte die Spannung und Tiefe nahm.

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Veröffentlicht am 11.09.2020

der Einstieg - ein Fiasko, danach ein vielversprechender wenn auch klischeehafter Reihenauftakt

Silver Crown - Forbidden Royals
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Puh –wie drücke ich mich da am besten aus?

Der Prolog, der Einstieg in die ersten Seiten – vielversprechend.

Und dann – das erste „Aufeinandertreffen von Emilia und Carter“ – und ich konnte nur mit ...


Puh –wie drücke ich mich da am besten aus?

Der Prolog, der Einstieg in die ersten Seiten – vielversprechend.

Und dann – das erste „Aufeinandertreffen von Emilia und Carter“ – und ich konnte nur mit dem Kopfschütteln so unglaubwürdig, klischeehaft, einfach nur grrr. Ich dachte, ich hätte mich im Genre vertan. In meinen Augen hätte es viel emotionalere Beschreibungen gegeben um die Anziehung der beiden, die „Liebe auf den ersten Blick“ zu beschreiben.

Danach entwickelte sich die Geschichte für mich in eine andere Richtung.
Intrigen und Machtspielchen traten in den Vordergrund und es entwickelten sich einige interessante und spannende Handlungsstränge auf deren Auflösung ich gespannt bin,
Da sie für mich leider nur oberflächlich angerissen wurden, sodass ich darauf hoffe in den Folgebänden mehr darüber zu erfahren. Es ging Schlag auf Schlag und die Ereignisse überschlugen sich, sodass Emilia kaum dazu kam, Atem zu schöpfen.

Diese Schnelligkeit, sowie die insgesamt recht kurze Geschichte gingen in meinen Augen zu Lasten der Tiefe die Handlung als auch die Charaktere betreffend. Der stellenweise an einen Prolog/einen Einstieg in die Geschichte erinnerte.


Emilia war mir gleich zu Beginn recht sympathisch. Sie ist selbstbewusst und hat klare Vorstellungen von ihrer Zukunft. Leidet jedoch sehr darunter, dass ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen hat. Sie so keine Beziehung zu ihm aufbauen konnte und sucht nach Antworten für die Gründe – warum ihr Vater so handelte. Diese Sehnsucht führte in meinen Augen dann auch dazu, dass sie so handelte – wie sie handelt.
Carter versteckte sich für mich hinter einer Maske. Die durch Emilia Risse bekommt, sodass seine Gefühle für sie immer wieder hervorscheinen. Und er sich ihr gegenüber aufgrund seiner Erziehung, seinen Erfahrungen – so widersprüchlich verhält.


Fazit:

Nach einem Fiasko als Einstieg entwickelte sich die Geschichte in meinen Augen in eine Richtung, die mich fesseln und begeistern konnte.

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Veröffentlicht am 11.09.2020

spannender Auftakt, wenn man über die Logikfehler hinwegsieht

Die Tote von Dresden
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Ein durchaus spannender Reihenauftakt mit Luft nach oben.
Insbesondere die doch recht zahlreichen Logikfehler (z.B. Bierbart beim Trinken aus der Bierflasche? Zeitangaben stimmen nicht überein) die mich ...


Ein durchaus spannender Reihenauftakt mit Luft nach oben.
Insbesondere die doch recht zahlreichen Logikfehler (z.B. Bierbart beim Trinken aus der Bierflasche? Zeitangaben stimmen nicht überein) die mich als Leser das ein oder andere Mal stutzig werden ließen – und so den Lesefluss störten.
Die beiden, in ihrer Art recht unterschiedlichen Ermittler boten viel Konfliktpotential – schafften es hier aber innerhalb kürzester Zeit, zu einem sich ergänzenden Team zusammenzuwachsen. Haberkings Privatleben nimmt einen recht großen Stellenwert ein – wohingegen der Leser über Slakow nur recht wenig erfährt.
Der Fall an sich konnte mich fesseln. Insbesondere die Rückblicke – in die Vergangenheit des/der Opfer wurden spannend und dramatisch geschildert, sodass ich als Leser ihr Leben sowie ihre Handlungen – und letztendlich den Grund für ihren Tod erfuhr. Durch die Rückblenden eine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen konnte.

Fazit:
Insgesamt ein interessanter und spannender Reihenauftakt – dessen großes Manko – die doch recht offensichtlichen Logikfehler die Lesefreude trüben

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Veröffentlicht am 07.09.2020

ideal für zwischendurch, konnte mich nicht vollkommen überzeugen

Die Gefangene von Golvahar
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Auf die „Die Gefangene von Golvahar“ von Melissa Bashardoust war ich sehr gespannt. Der Klappentext klang vielversprechend und ich freute mich sehr auf die Geschichte.
Leider kam für mich nach einem vielversprechenden ...


Auf die „Die Gefangene von Golvahar“ von Melissa Bashardoust war ich sehr gespannt. Der Klappentext klang vielversprechend und ich freute mich sehr auf die Geschichte.
Leider kam für mich nach einem vielversprechenden Anfang, bald so etwas wie Ernüchterung. Ich konnte mich nicht wirklich in der Geschichte verlieren. Und auch zu den Charakteren konnte ich keine Nähe aufbauen. Auch wenn ich nicht wirklich festmachen kann – woran dieser Eindruck lag.
Die Handlung an sich, die Idee, der Weltenaufbau war gut ausgearbeitet und die Ideen wirklich fantastisch. Und auch die Plot-Twists konnten mich immer wieder überraschen. Eine gelungene Mischung aus Märchen, Sagen, Abenteuer – und eine Prise Romantik.
Wie bereits oben angesprochen bekam ich keinen wirklichen Zugang zu den Charakteren. Insbesondere Sorayas Gedankengänge und die daraus resultierenden Handlungen riefen immer mal wieder heftiges Kopfschütteln bei mir hervor. Auch wenn ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen grundsätzlich durchaus nachvollziehbar waren. Regte sich in mir ein innerer Widerstand. Welcher sich insbesondere auch den Handlungsweisen ihrer Mutter manifestierte.

Die Geschichte selbst wird aus Sorayas Sichtweise erzählt. Der Schreibstil leicht und flüssig zu lesen.

Fazit:
Eine Geschichte für zwischendurch. Eine vielversprechende Handlung, mit gut ausgearbeiteten Charakteren – die mich allerdings irgendwie nicht wirklich von sich einnehmen konnten.

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