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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2019

ungewöhnlicher ruhiger Krimi, dessen Erzählweise man mögen muss

Verborgen im Gletscher
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Meine Meinung:

Schwierig zu beschreiben, da die Erzählweise so ganz anders ist, als ich es gewohnt bin.
Die Geschichte wird aus Sichtweise des Ex-Polizisten Konráo erzählt. Wobei ganz zu Beginn der Geschichte ...


Meine Meinung:

Schwierig zu beschreiben, da die Erzählweise so ganz anders ist, als ich es gewohnt bin.
Die Geschichte wird aus Sichtweise des Ex-Polizisten Konráo erzählt. Wobei ganz zu Beginn der Geschichte auch ein weit die Erlebnisse eines Opfers geschildert werden.
Beim Lesen fühlte ich mich, als wäre ich ein Stück weit in Konráos Kopf – würde seine Gedankensprünge miterleben. Bei den „Zeugenbefragungen“ dabei sein, Ein Stück weit die Ermittlungsarbeit begleiten.
So wurde ich als Leser immer wieder unvermittelt in andere Zeitebenen katapultiert. War ich in einem Moment noch im Hier und Jetzt – wurde ich im nächsten Moment in die Vergangenheit katapultiert – erlebte einen kurzen Einblick ins tatsächliche Geschehen, um kurz darauf das gerade erfahrene – nochmals aus dem Blickwinkel des Zeugen zu erfahren.
Auch immer wiederkehrende Erinnerungen Konráos an seine eigene Vergangenheit – seine Kindheit, der Tod seines Vaters – der Versuch einer Aufklärung dessen – und der Tod seiner Frau – der ihn immer noch belastet. In Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit versinken lässt.
Ganz, so wie es einem Menschen tagtäglich ergeht. Ein Leben in der Gegenwart, dem Versuch den Mordfall zu klären – gleichzeitig aber auch dem Versuch die Vergangenheit zu bewältigen. Unerledigtes noch zu erledigen. Antworten zu finden.

Dieser immer wieder unerwartete, nicht erkennbare Wechsel der Ebenen führte bei mir stellenweise zu Verwirrungen und ich brauchte immer ein paar Zeilen, bis ich wusste wo ich mich gerade befand.

Der Focus der Geschichte lag in meinen Augen auf 2 großen Punkten. Konráos Vergangenheit und dem Lösen des aktuellen Falles. Dabei lebte die Ermittlungsarbeit von „Zeugenbefragungen“, die meist unspektakulär – ja an vielen Stellen sogar als „langweilig“ empfunden werden konnten.
Gleichzeitig aber wohl sehr nah an der alltäglichen Arbeit eines Ermittlers liegen dürften. (Abschweifende Zeugen, die lange brauchen – um etwas für den Ermittler Wichtiges zu sagen. Viele Einblicke in den Privaten Alltag der Zeugen, den sie dem Ermittler unbedingt mitteilen wollen).
Ein weiterer Focus lag auf der Beschreibung des Gesellschaftlichen Lebens in Island zur Zeit des Mordes. Dem Alltag der Isländer, ihren Einstellungen zum Leben (Allkohol).


Fazit:
Ein ruhiger Krimi, deren Erzählweise einem liegen muss. Das vermischen verschiedenster Zeitebenen, langsame stellenweise langatmige Zeugenbefragungen/Ermittlungsarbeit, ein starker Focus auf der unerledigten Vergangenheit des Ermittlers.
Die einfühlsame Beschreibung des gesellschaftlichen Lebens der Isländer zum Zeitpunktes Mordes und auch aktuell.


Veröffentlicht am 28.11.2019

Schweinilogik - einfach unfassbar treffend

Junge und Schwein- cool und wild
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Meine Meinung:


Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Eine bildreiche einfache Sprache, altersgemäßer Satzbau und ein etwas größeres Schriftbild sind ideal auf kleine Leser abgestimmt. Ideal ...


Meine Meinung:


Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Eine bildreiche einfache Sprache, altersgemäßer Satzbau und ein etwas größeres Schriftbild sind ideal auf kleine Leser abgestimmt. Ideal für geübtere Leser oder zum Vorlesen. Als Erstlesebuch für mich eher nicht zu empfehlen, da hier die einzelnen Kapitel und auch die Geschichte insgesamt - zu lang ist. (Es sei denn, das Kind liest gerne – bzw. liebt die Geschichte)
Viele wunderschöne, stimmige Bilder runden die Geschichte perfekt ab. Die Geschichte selbst wird aus „Schweinis“ Sichtweise erzählt – was für uns der Geschichte einen besonderen Reiz und Witz verlieh. Es machte einfach Freude die Beziehung zwischen Schwein und Mensch einmal von der tierischen Seite aus zu betrachten. Welche Gedanken und Gefühle Tiere haben, wenn sie mit einer Familie zusammenleben. So war ein unablässiges Schmunzeln und Lachen während des Lesen garantiert.


Schweini, einfach nur klasse. Seine Logik, seine Interpretation des menschlichen Verhaltens – und dementsprechend seine Reaktionen darauf. – Wir kamen aus dem Schmunzeln nicht heraus.

Gleichzeitig fühle ich mich, als würde mir als erwachsenem Leser – ein Spiegel vorgehalten. Konnte ich doch sehr viele Charakterzüge Schweinis auf uns Menschen übertragen.

Die Handlung, durchdacht. Begleiten wir als Leser Schweini doch vom ersten Kennenlernen, über den Einzug ins neue Heim und erlebten die viele gemeinsame Abenteuer.


Fazit:

Für alle, die die Beziehung Mensch – Haustier mal von der tierischen Seite aus betrachten möchten.
Witzig, humorvoll mit bestechender Schweinilogik.


Leseempfehlung


Veröffentlicht am 27.11.2019

eine Herz erwärmende Geschichte

Ein Spatz im Advent
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Eine süße, herzerwärmende, weihnachtliche Geschichte, die mit als Leser eine schöne Lesestunde bescherte. Ideal für eine kurze Verschnaufpause im Weihnachtsstress.

Emmas und Carlas Weg zu einem neuen ...

Eine süße, herzerwärmende, weihnachtliche Geschichte, die mit als Leser eine schöne Lesestunde bescherte. Ideal für eine kurze Verschnaufpause im Weihnachtsstress.

Emmas und Carlas Weg zu einem neuen Leben - ohne Ihre Eltern - wird mit wenigen treffenden und einfühlsamen Worten beschrieben.

Ihre Entwicklung, ihr gegenseitiges Miteinander - der Neubeginn - Hoffnung spendend.


Fazit:

Eine herzerwärmende Hoffnung weckende Geschichte über Nachbarschaft, Zusammenhalt, Freundschaft - und den Weg aus der Trauer heraus zu wagen.

Veröffentlicht am 26.11.2019

spannende Geschichte, in der sich die jungen Leser wiederfinden

Echte Helden - Feuerfalle Kran
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Meine Meinung:



Ein leichter locker zu lesender Schreibstil zudem Bildlhaft, sodass ich mir als Leser alles gut vorstellen konnte. Kurze Kapitel, leicht vergrößerte Schrift, altersgemäße Sprache und ...

Meine Meinung:



Ein leichter locker zu lesender Schreibstil zudem Bildlhaft, sodass ich mir als Leser alles gut vorstellen konnte. Kurze Kapitel, leicht vergrößerte Schrift, altersgemäße Sprache und Satzbau – ideal für kleine Leser. Die Geschichte wird aus Bens Sichtweise erzählt, sodass ich als Leser einen Einblick in seine Gedanken und Gefühlswelt erhielt. Seine Handlungsweise nachvollziehbar wurde.



Die Charaktere, schön und vor allem realistisch gezeichnetund fein ausgearbeitet. Als junger Leser – wird man sich in der ein oder anderen Figur wiederfinden – und insbesondere Bens Gefühle gut nachvollziehen können. Vielleicht sogar selbst das ein oder andere erlebt haben.

Die Geschichte, die Handlung selbst, gut durchdacht und spannend beschrieben.

Die Zeichnungen passen sehr gut zur Geschichte – und spiegeln den Spannungsbogen der Geschichte sehr schön wieder.



Als „erwachsener Leser“ machte mich die Geschichte stellenweise traurig – spiegelt die die Lebenswirklichkeit/ das Empfinden der Kinder durchaus realistisch wider. Wer möchte nicht „cool“ sein, in der Klasse und Familie anerkannt und beachtet. Wer kennt sie nicht, die kleinen und größeren „Notlügen“.





Fazit:



Eine spannende unterhaltsame Geschichte. In der sich sicher jeder junge Leser wiederfinden kann, da er sicher die ein oder andere Situation bereits erlebt hat. (Und sei es als „Zuschauer“). Den Kindern gleichzeitig, auf Augenhöhe- Werte vermittelt und ihnen wichtige Erkenntnisse mitgibt.



Von uns eine klare Leseempfehlung

Veröffentlicht am 24.11.2019

einfühlsamer unerwarter Einblick in die "Seele" - Leseempfehlung

Und am Ende der Winter
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Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird aus abwechselnd aus Richards und Jonathans Sichtweise ...


Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird aus abwechselnd aus Richards und Jonathans Sichtweise erzählt.

Die einzelnen Charaktere der Protagonisten wurden fein herausgearbeitet. Richard West, Jonathan O´Donnell – sympathisch, menschlich – sich unerwartet aneinander annähernd.
Eine Geschichte, die mit leisen Tönen berührt – ungewöhnlich ist. Die nicht mit Action oder dem Focus auf „Liebe mit all ihren Irrungen und Wirrungen“ aufwartet. Sondern mit „Gesprächen“, dem Interesse aneinander, dem ehrlichen aufeinander zugehen, dem einlassen aufeinander.


Fazit:

Eine etwas andere Geschichte – die den Focus auf das leise Miteinander, das Vertrauen fassen – das langsame aufeinander zugehen legt.
Das eine unerwartete einfühlsame Seite auf Männer, ihren Umgang miteinander – ihr Innerstes zeigt, das allzu häufig – von Klischees überlagert wird.
Von mir eine klare Leseempfehlung, die sich auf die Geschichte einlassen möchten.