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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 31.10.2019
  • ISBN: 9783732577781
Arnaldur Indriðason

Verborgen im Gletscher

Island Krimi
Anika Wolff (Übersetzer)

In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des Mordes verdächtigt worden, aber die Beweise fehlten. Kommissar Konráð blieb jedoch stets von dessen Schuld überzeugt. Inzwischen ist Konráð pensioniert, aber der Fund des Vermissten lässt die Erinnerungen wieder wach werden. Und Konráð beschließt, den Fall noch einmal aufzurollen. Mit dramatischen Folgen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2019

Gletschertod

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Durch den Klimawandel kommt es in Island dazu, dass ein Gletscher schmilzt und so entdeckt eine Touristengruppe eine Leiche. Hierbei handelt es sich um Sigurvin, einen Geschäftsmann, der seit numehr dreißig ...

Durch den Klimawandel kommt es in Island dazu, dass ein Gletscher schmilzt und so entdeckt eine Touristengruppe eine Leiche. Hierbei handelt es sich um Sigurvin, einen Geschäftsmann, der seit numehr dreißig Jahren als vermisst gilt. Die Ermittlungen werden wieder aufgenommen und zwar von Konrad, der zwar mittlerweile im Ruhestand hat, aber ganz viel Zeit für Befragungen etc hat. Der damals verdächtige Hjaltalin sitzt erneut in Untersuchungshaft, ist aber schwer krank und beteuert weiterhin seine Unschuld.
Es handelt sich hier um einen eher ruhigen Krimi, der sich viel Zeit lässt und Raum für Beschreibungen und Erzählstränge lässt. Die Auflösung ist gut nachvollziehbar.

Veröffentlicht am 15.12.2019

Düster und spannend

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Im Gletscher taucht die Leiche des seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns auf. Kommissar Konrad hat damals ermittelt und auch heute als Rentner lässt ihn der Fall nicht los. Denn der Täter konnte nicht ...

Im Gletscher taucht die Leiche des seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns auf. Kommissar Konrad hat damals ermittelt und auch heute als Rentner lässt ihn der Fall nicht los. Denn der Täter konnte nicht ermittelt werden. Konrad fängt auf eigene Faust an nach neuen Anhaltspunkten zu suchen. Zumal er auch auf einen unklaren Verkehrsunfall stößt.
Das Buch wird fast ausschließlich aus Sicht von Konrad erzählt. Es werden nicht nur die aktuellen Ereignisse erzählt, sondern er reflektiert sein Leben. Man erfährt viel von seiner Jugend und sein Verhältnis zu seinen Vater und über seine verstorbene Frau.
Dem Autor gelingt die Charakterisierung der Akteure sehr gut. Auch lässt er aktuelle Probleme in Island mit einfließen. Die Krimihandlung plätschert so vor sich hin. Die Spannung wird eher durch die zwischenmenschlichen Beziehungen erzeugt.
Das Buch ist nicht für Liebhaber rasanter Thriller. Wer einen ruhigen Krimi mit skandinavischen Touch sucht, ist hier gut bedient.

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Veröffentlicht am 29.11.2019

ungewöhnlicher ruhiger Krimi, dessen Erzählweise man mögen muss

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Meine Meinung:

Schwierig zu beschreiben, da die Erzählweise so ganz anders ist, als ich es gewohnt bin.
Die Geschichte wird aus Sichtweise des Ex-Polizisten Konráo erzählt. Wobei ganz zu Beginn der Geschichte ...


Meine Meinung:

Schwierig zu beschreiben, da die Erzählweise so ganz anders ist, als ich es gewohnt bin.
Die Geschichte wird aus Sichtweise des Ex-Polizisten Konráo erzählt. Wobei ganz zu Beginn der Geschichte auch ein weit die Erlebnisse eines Opfers geschildert werden.
Beim Lesen fühlte ich mich, als wäre ich ein Stück weit in Konráos Kopf – würde seine Gedankensprünge miterleben. Bei den „Zeugenbefragungen“ dabei sein, Ein Stück weit die Ermittlungsarbeit begleiten.
So wurde ich als Leser immer wieder unvermittelt in andere Zeitebenen katapultiert. War ich in einem Moment noch im Hier und Jetzt – wurde ich im nächsten Moment in die Vergangenheit katapultiert – erlebte einen kurzen Einblick ins tatsächliche Geschehen, um kurz darauf das gerade erfahrene – nochmals aus dem Blickwinkel des Zeugen zu erfahren.
Auch immer wiederkehrende Erinnerungen Konráos an seine eigene Vergangenheit – seine Kindheit, der Tod seines Vaters – der Versuch einer Aufklärung dessen – und der Tod seiner Frau – der ihn immer noch belastet. In Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit versinken lässt.
Ganz, so wie es einem Menschen tagtäglich ergeht. Ein Leben in der Gegenwart, dem Versuch den Mordfall zu klären – gleichzeitig aber auch dem Versuch die Vergangenheit zu bewältigen. Unerledigtes noch zu erledigen. Antworten zu finden.

Dieser immer wieder unerwartete, nicht erkennbare Wechsel der Ebenen führte bei mir stellenweise zu Verwirrungen und ich brauchte immer ein paar Zeilen, bis ich wusste wo ich mich gerade befand.

Der Focus der Geschichte lag in meinen Augen auf 2 großen Punkten. Konráos Vergangenheit und dem Lösen des aktuellen Falles. Dabei lebte die Ermittlungsarbeit von „Zeugenbefragungen“, die meist unspektakulär – ja an vielen Stellen sogar als „langweilig“ empfunden werden konnten.
Gleichzeitig aber wohl sehr nah an der alltäglichen Arbeit eines Ermittlers liegen dürften. (Abschweifende Zeugen, die lange brauchen – um etwas für den Ermittler Wichtiges zu sagen. Viele Einblicke in den Privaten Alltag der Zeugen, den sie dem Ermittler unbedingt mitteilen wollen).
Ein weiterer Focus lag auf der Beschreibung des Gesellschaftlichen Lebens in Island zur Zeit des Mordes. Dem Alltag der Isländer, ihren Einstellungen zum Leben (Allkohol).


Fazit:
Ein ruhiger Krimi, deren Erzählweise einem liegen muss. Das vermischen verschiedenster Zeitebenen, langsame stellenweise langatmige Zeugenbefragungen/Ermittlungsarbeit, ein starker Focus auf der unerledigten Vergangenheit des Ermittlers.
Die einfühlsame Beschreibung des gesellschaftlichen Lebens der Isländer zum Zeitpunktes Mordes und auch aktuell.


Veröffentlicht am 19.11.2019

Eisige Geheimnisse

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Inhalt:
In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des ...

Inhalt:
In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des Mordes verdächtigt worden, aber die Beweise fehlten. Kommissar Konráð blieb jedoch stets von dessen Schuld überzeugt. Inzwischen ist Konráð pensioniert, aber der Fund des Vermissten lässt die Erinnerungen wieder wach werden. Und Konráð beschließt, den Fall noch einmal aufzurollen. Mit dramatischen Folgen ...

Meine Meinung:
Nahezu 30 Jahre schlummerte die Leiche Sigurvins im Gletscher. Der Hauptverdächtige Hjaltaltin hat die Tat bis zu seinem Lebensende bestritten. Nur Konráð schien ihm zu glauben. Dieser Verdacht hat sein Leben überschattet und deshalb bittet der sterbende Hjaltaltin den pensionierten Konráð, wenn der den wirklichen Täter fasst „… lass es ihn spüren“.

Interessant ist auch Konráds Hintergrund, seine Vergangenheit und Familiengeschichte. Nach und nach erfährt der Leser vom Vater, der krumme Dinge drehte und der auf rätselhafter Weise zu Tode kam. Als Hjaltalin angesichts der Verdächtigungen irgendwann mal ausgerastet ist, eigentlich kein Wunder, reagierte Konráð darauf unangemessen aggressiv. Da schien sein Vater mit voller Wucht durchgeschlagen zu sein. Seine Schwester sagte irgendwo zu ihm: „Du weißt nicht, wieviel Vater in dir steckt?“ Conrad entgegnete: „Das weiß ich, Beta. Das musst du mir nicht sagen.“ Mir gefällt der Satz. Wir können unserer Vergangenheit nicht vollständig ablegen, wie man einen abgetragenen Mantel in die Tonne stopft.

Auch erhält man Einblicke in seine Ehe. Konrád führte eine langjährige glückliche Ehe mit Erna, der Liebe seines Lebens, die er durch eine Krebserkrankung verlor. Emotional angesprochen wurde ich von Ernas Einstellung zu ihrem nahen Tod. Sie nahm das Unabänderliche an. „Der einzige Weg, den Tod zu besiegen, ist, sich mit ihm abzufinden.“ Ein starker Satz.

Arnaldur Indriðason ist Islands erfolgreichster Krimiautor. Ich finde, zu Recht. Ich mag seinen Stil. Die Namen der Menschen und der Örtlichkeiten sind gewöhnungsbedürfig, aber okay ... wir sind in Island. Die Stimmung wird gut eingefangen, die Schauplätze sind gut beschrieben. Man "duzt" sich in dem wenig bevölkerten Land. Die Atmosphäre ist eher düster, wie auch bei den meisten skandinavischen Krimis.

Der Klimawandel ist in diesem Roman ein Thema, er wird zwar nur am Rande angesprochen, gibt dem Leser jedoch zu denken. Auch das Thema Alkoholmissbrauch scheint in Island ein Problem zu sein, bzw. gewesen zu sein. Ich habe nachgelesen, dass mittlerweile Islands Jugendliche zu den «cleansten» ganz Europas gehören.

Fazit: Mit hat dieser ruhige Krimi sehr gefallen.

Veröffentlicht am 18.11.2019

spannender Beginn, doch dann zäh und leider nicht spannend

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Eine Reisegruppe findet auf dem isländischen Gletscher Langjökull eine Leiche eines Mannes, der bereits seit 30 Jahren vermisst wird. Kommissar Konrad, der damals den Fall bearbeitet hat und inzwischen ...

Eine Reisegruppe findet auf dem isländischen Gletscher Langjökull eine Leiche eines Mannes, der bereits seit 30 Jahren vermisst wird. Kommissar Konrad, der damals den Fall bearbeitet hat und inzwischen pensioniert ist, hat dieser Vermisstenfall nie losgelassen und daher hilft er nun mit, den Fall wieder aufzurollen.

Der Anfang der Geschichte ist sehr spannend geschrieben, die Auffindung der Leiche fesselnd und bildhaft dargestellt. Doch ab hier hat die Geschichte nur mehr sehr wenige Höhepunkte, sie plätschert nur mehr so dahin. Ich konnte die Handlung nicht wirklich nachvollziehen, der Autor springt von einer Beobachtung und Ahnung zur nächsten und findet für mich keinen roten Faden. Die Charaktere werden eher langweilig dargestellt, zu keinem von ihnen fand ich eine Verbindung.

Die privaten Probleme des Kommissars wurden langatmig beschrieben, für mich war das ganze eher mühevoll zu lesen. Mehr als einmal überkam mich der Gedanke, das Buch vorzeitig zu beenden.

Schade, die Geschichte hatte auf jeden Fall Potenzial, die Schreibweise des Autors ist recht ansprechend, doch der Inhalt war leider langweilig und weit weg von Spannung und Adrenalinschüben.