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Veröffentlicht am 01.04.2026

Spannender Auftakt

Moorland. Die Zwillinge
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Der Auftakt einer neuen Thrillerreihe konnte mich von Beginn an fesseln und begeistern.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass ich als Leser die Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen ...

Der Auftakt einer neuen Thrillerreihe konnte mich von Beginn an fesseln und begeistern.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass ich als Leser die Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachten konnte, einen Einblick in ihre Gedanken erhielt und verschiedene Handlungsstränge verfolgen konnte. Die Perspektivwechsel tragen zusätzlich dazu bei, Informationen nur schrittweise preiszugeben und so Spannung aufzubauen.

Dies gab mir ein vielfältiges Bild der Ereignisse.

Die einzelnen Kapitel sind kurz, die Perspektiven wechseln mit jedem neuen Kapitel. Einerseits empfand ich es als positiv, dass die Kapitel mit dem jeweiligen Tag und einer Tageszeit versehen waren – aber mir gleichzeitig die Wiederholung der teilweise gleichen Tageszeit vor jedem neuen Kapitel etwas zu viel erschien. Insbesondere beim Hörbuch empfand ich dies als störend.


Screenshot
Zitat: S. 328

Die Charaktere

Interessant und eigenwillig. Insbesondere die Protagonisten, die den Leser noch in den weiteren Bänden begleiten werden, sind mit einer gewissen Tiefe und Vielschichtigkeit angelegt, sodass ich mir als Leser Gedanken zu angedeuteten Themen machte und Überlegungen anstellte, welche Hintergründe diese haben könnten, was vorgefallen sein könnte und ob bzw. inwieweit sie im weiteren Verlauf noch relevant werden könnten. Diese Andeutungen lassen vermuten, dass einige Hintergründe der Figuren möglicherweise erst im Verlauf der Reihe vollständig aufgegriffen werden.

Besonders interessant fand ich den Konflikt zwischen Malia Gold und ihrer Mutter. Hier treffen unterschiedliche Rollen und Erwartungen aufeinander.

Als Ermittlerin ist Malia verpflichtet, professionell zu handeln und keine Privatpersonen in die Ermittlungen einzubeziehen. Ihre Mutter hingegen kennt das Moor und das Dorf seit vielen Jahren, handelt eigenständig und lässt sich nur ungern etwas vorschreiben.

Dadurch entsteht ein Rollenkonflikt zwischen beruflicher Pflicht und familiärer Beziehung, der gleichzeitig auch ein Autoritäts- und Loyalitätskonflikt ist.

Einerseits ist die Mutter durch ihre Ortskenntnis eine wertvolle Hilfe, andererseits überschreitet sie Grenzen und bringt sich selbst in Gefahr. Genau dieses Spannungsfeld verstärkt die Dynamik zwischen beiden Figuren und trägt zur Spannung der Geschichte bei.

Die anderen Charaktere erfüllten für mich eher „ihren Zweck“. Ihre Gedanken und Handlungen waren für mich lediglich für den Verlauf der Handlung ausschlaggebend – luden mich aber weniger dazu ein, mich näher mit ihnen oder ihren Beweggründen bzw. Gründen für ihr Handeln auseinanderzusetzen.


Zitat: S. 214
Die Handlung

Die Handlung ist spannend und enthält interessante Wendungen, die sicherlich viele Leser überraschen und aufs Glatteis führen könnten.

Die eingestreuten Fakten zu Mooren fand ich interessant und sie forderten mich dazu auf, mein Wissen darüber zu vertiefen.

Atmosphäre

Die Gefahren einer Moorlandschaft, die heraufziehenden Nebel und die Einsamkeit – die einen überfällt, auch wenn andere in der Nähe sind, aber durch den Nebel nicht sichtbar – unterstreichen die düstere, beklemmende Atmosphäre, erzeugen Spannung und lassen ein Gefühl von Bedrohung spür- und erlebbar werden. Die Moorlandschaft fungiert dabei nicht nur als Kulisse, sondern verstärkt aktiv das Gefühl von Orientierungslosigkeit und Gefahr.

Fazit

Dass die Rezension nicht überschwänglich klingt, ist sicherlich in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass mich diese Geschichte nicht – wie einige zuvor – zu einer intensiven, weit über die Geschichte hinausgehenden Analyse der Charaktere, des Gesellschaftssystems oder moralischer und philosophischer Fragen herausforderte.

Nichtsdestotrotz konnte mich der Thriller fesseln und begeistern. Sowohl die Atmosphäre als auch die Handlung und die Charaktere konnten mich überzeugen und mich die Entwicklung gespannt verfolgen lassen.
mich bin gespannt wie es mit Malia und Mutter weitergeht und welche Fälle sie in der Zukunft lösen wird.

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Veröffentlicht am 26.07.2022

witzig humorvoll - überraschend

Wie man sich einen Lord angelt
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humorvoll, witzig und überraschend.

Erwartet hatte ich einen typischen Regency-Roman indem die Heldin sich gezwungenermaßen einen reichen Ehemann suchen muss, einen geläuterten Gentleman und natürlich ...

humorvoll, witzig und überraschend.

Erwartet hatte ich einen typischen Regency-Roman indem die Heldin sich gezwungenermaßen einen reichen Ehemann suchen muss, einen geläuterten Gentleman und natürlich viel Romantik und die große Liebe.
Diese Erwartung wurde nur teilweise erfüllt.
Kitty, eine rationale junge Frau – die sich nur zu bewusst ist, dass sie umgehend heiraten muss – um ihre Schwestern vor einem Leben in Armut zu bewahren. Schließlich blieben Frauen in der damaligen Zeit Berufe weitestgehend verwehrt. Ihre einzige Möglichkeit ihren Lebensstandard zu halten- eine Heirat mit einem begüterten Ehemann.
So macht begibt sie sich gezwungenermaßen auf nach London um in kürzester Zeit einen Ehemann zu finden. Entsprechend berechnend geht sie die Suche nach einem Ehemann an. Und gerade diese „Kaltherzigkeit“ führt dazu, das die Protagonistin wenig sympathisch wirkt. Andererseits – sind ihre Gedanken und Handlungen vollkommen nachvollziehbar und der damaligen Situation angemessen. Auch wenn es aus unserer Sicht – wenig liebenswürdig erscheint und ich als Leser bisher keine Protagonisten kenne – bei der diese „Berechnung“ so in den Focus gerückt wurde.
Lord Radcliffe, der ältere Bruder ihres „Opfers“ – durchschaut ihre Pläne – und versucht diese mit allen Mitteln zu vereiteln.
Die Dialoge der beiden – ihre jeweilige Sicht auf die Lebenswirklichkeit der Frauen, machen die Geschichte für mich lesenswert. Ebenso wie die Doppelmoral und Scheinheiligkeit der Gesellschaft.
Eben jene Lebensumstände, das Finden eines geeigneten möglichst reichen Ehemannes, die Undurchlässigkeit der Gesellschaftsschichten, die Doppelmoral – waren in meinen Augen im „Focus der Geschichte“ und machten für mich den Reiz dieser Geschichte aus.
Das Gefühl, die Liebe der beiden zueinander – für mich persönlich wenig spürbar.

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Veröffentlicht am 11.06.2022

spannend fantastisch wir lieben die Reihe

Keeper of the Lost Cities – Das Tor (Keeper of the Lost Cities 5)
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Wie auch die vorherigen Bände konnte mich dieser wieder in seinen Bann ziehen.

Die Handlung wieder spannend und abenteuerlich. Diesmal steht eine neue Geheimorganisation – die Neverseen im Vordergrund ...


Wie auch die vorherigen Bände konnte mich dieser wieder in seinen Bann ziehen.

Die Handlung wieder spannend und abenteuerlich. Diesmal steht eine neue Geheimorganisation – die Neverseen im Vordergrund und Sophie, ihre Freunde und die Black Swan versuchen alles um hinter ihre Absichten und Ziele zu kommen.
Mit jeder neuen Erkenntnis klären sich offene Fragen und gleichzeitig werden neue Fragen aufgeworfen.
Die Unterscheidung zwischen Freund und Feind, Gut und Böse gerät immer wieder ins Wanken, sodass man sich als Leser ständig fragt was letztendlich das Beste ist.

Sophie und ihrer Freunde entwickeln sich immer weiter, ihre Freundschaft, ihre Beziehung zu-/untereinander unterliegt einem ständigen Wandel – ist aber mittlerweile so fest, dass sie auch größere Erschütterungen übersteht. Neue Charaktere bekommen eine immer größere Bedeutung – werden in Sophies Freundeskreis aufgenommen und unterstützen sie bei ihren neuen Abenteuern.

Die Handlung auch diesmal spannend, voller neuer Erkenntnisse die der Geschichte eine neue Richtung geben.
Und dann – was für ein Ende. Tränenreich, emotional – mit fiesem Cliffhanger.

Fazit:
Süchtig machend – unbedingt lesen

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Veröffentlicht am 18.05.2022

Schöne Detektivgeschichten zum Vorlesen - basierend auf der Hörspielreihe

Die Fuchsbande
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Kennt ihr schon die Fuchsbande?

Seit einigen Jahren gibt es die Fuchsbande, bestehend aus Niklas (6), Nele (5), Till (4) und Fritzi, der Fuchs als Hörspiel-Serie bei @europa_family. Die drei sind beste ...

Kennt ihr schon die Fuchsbande?

Seit einigen Jahren gibt es die Fuchsbande, bestehend aus Niklas (6), Nele (5), Till (4) und Fritzi, der Fuchs als Hörspiel-Serie bei @europa_family. Die drei sind beste Kindergartenfreunde und Nachbarn und lösen als Detektive die unterschiedlichsten Fälle in ihrer näheren Umgebung.

Mit

„Die Fuchsbande – Die Detektive legen los!“ von @jana.lini / Illustrationen: @tessarath

gibt es die Reihe nun als Vorlesegeschichten beim @verlagarsedition @icherzaehldirdiewelt

Der erste Band beinhaltet die ersten 4 Hörspiel-Fälle – wobei die Geschichten nicht 1:1 aufgegriffen werden. Die Fälle orientieren sich am Alltag der Kindergartenkinder. Greifen Fragen auf, die sich ihnen im Alltag stellen. Jeder Fall ist nochmal in kleine Kapitel eingeteilt – sodass eine Unterbrechung problemlos möglich ist.
Was ist mit dem neuen Stelzenhaus passiert? Wo ist der Riese, der seine Spur im Sandkasten hinterließ? Wann ist Luises Apfel verschwunden? Wer hat die Wand im Kindergarten beschmiert und warum? sind die Fälle/Fragen vor die die Fuchsbande gestellt wird. Gleichzeitig werden die 5 wichtigen W-Fragen sowohl in der Überschrift als auch im Fall aufgegriffen.

Die Geschichten haben uns gut gefallen. Sie spielen im Alltag der Kindergartenkinder – deren kindliche Neugierde unendlich ist – sodass sich Kindergartenkinder in den Geschichten wiederfinden. Zum Miträtseln animiert werden.

Die kindgerechten Illustrationen runden die einzelnen Geschichten ab. Die einzelnen Fälle/Kapitel sind altersgemäß. Die Schriftgröße ideal zum Vorlesen. Zum ersten Selbstlesen in meinen Augen etwas zu klein. Das Hören und gleichzeitige Mitlesen – ist durch die leichten Abwandlungen für Erstleser nicht möglich.

Fazit: Spannende altersgerechte Detektivgeschichten aus dem Lebensalltag der Zielgruppe. Von uns eine klare Leseempfehlung egal ob als Detektivgeschichte ohne die Hörspiele oder als Ergänzung/Alternative zu den bekannten Hörspielen.

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Veröffentlicht am 10.05.2022

Leseempfehlung - eine eindrucksvolle Graphic Novel

Surwilo
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eine düstere verstörende und beklemmende Graphic Novel.

Erzählt wird die Geschichte von Olgas Großmutter, Walentina Surwilo, deren unbeschwerte Kindheit mit der Verhaftung ihres Vaters 1937 endete. Seine ...

eine düstere verstörende und beklemmende Graphic Novel.

Erzählt wird die Geschichte von Olgas Großmutter, Walentina Surwilo, deren unbeschwerte Kindheit mit der Verhaftung ihres Vaters 1937 endete. Seine Verhaftung als Volksfeind bedeutete die Verbannung aus Leningrad und jahrzehntelange Ächtung ihrer Familie, die Kriegsjahre und auch nach dem Krieg bestimmte die Verhaftung ihres Vaters bis weit in die 1990er - Walentinas Leben massiv.

Die schwarz-weiß Zeichnungen ausdrucksstark, bedrückend und düster. Sie spiegeln den allgemeinen Zeitgeist, die Angst der Bevölkerung und Walentinas innere Verstörtheit wider. Detaillierte Zeichnungen die sich zum Rande hin verschwommener, unschärfer wurden, sich aufzulösen schienen – ein Sinnbild für all die unzähligen Tage, Opfer und Täter – die sich auflösten, in Vergessenheit gerieten angesichts des täglichen Kampfes ums Überleben. Eindringlich, bedrückend, schemenhaft– die Zeichnungen der Verletzten, der von Hunger und Krankheit gezeichneten Soldaten, aber auch Walentina selbst – die immer wieder Hunger litt, jahrelang am Rande des Zusammenbruchs lebte.

Die Texte – in Sprechblasen fassen die Erlebnisse in Worte – geben den Bildern nochmals eine tiefere Bedeutung. Hin und wieder einzelne Dokumente und Erklärungen die den persönlichen Charakter, die Erzählung des Schicksals von Walentina Surwilo belegen – und mir als Leser so noch deutlicher vor Augen geführt wurde – dass dies tatsächlich passierte.

Ein Einzelschicksal – stellvertretend für unzählige in jener Zeit. Schicksale, Erlebnisse – die die Betroffenen Zeit ihres Lebens prägten und ihr Leben bestimmten. Auswirkungen die auch heute noch spürbar sind.

Die Geschichte will dabei weder richten noch aufklären – lediglich ein Einzelschicksal erzählen – auf das diese nicht in Vergessenheit geraten.

Von mir eine klare Leseempfehlung

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