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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2019

düster, hart die Lebenswirklichkeit in Island um 1686

Die Farbe von Glas
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Meine Meinung:

Eine düstere, erdrückende, melancholisch stimmende Geschichte über das Leben in Island um 1686.
Die Charaktere, fein gezeichnet. Ihre Lebenswirklichkeit, die Rauheit, die Kälte des Landes ...

Meine Meinung:

Eine düstere, erdrückende, melancholisch stimmende Geschichte über das Leben in Island um 1686.
Die Charaktere, fein gezeichnet. Ihre Lebenswirklichkeit, die Rauheit, die Kälte des Landes – die auch die Menschen prägt. Ihr Leben miteinander. Ich fühlte mich beim Lesen versetzt in diese Zeit, konnte es nicht fassen, wie die Menschen zu jener Zeit lebten. Musste mich stellenweise zwingen weiterzulesen. So düster, beklemmend – die Charaktere – bis auf wenige Ausnahmen waren sie mehr als unsympathisch. Ihr Verhalten – nur im Kontext der damaligen Zeit – ansatzweise nachvollziehbar.


Fazit:

Eine Geschichte für Leser, die sich gerne mit der Vergangenheit Islands auseinandersetzten. Die düstere, melancholische, bedrückende Geschichten lieben. Welche die harten, rauen Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit schildern. Die für unsere Lebenswirklichkeit vollkommen unverständlich und grausam erscheint.


Leseempfehlung

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2019

eiskaltes Herz

Entseelt
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Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte an sich – für mich schwer zu beschreiben und in Worte zu fassen.
Sie wird aus Kiras Sichtweise erzählt, da sie „nichts ...



Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte an sich – für mich schwer zu beschreiben und in Worte zu fassen.
Sie wird aus Kiras Sichtweise erzählt, da sie „nichts fühlt“ bekam ich nur ihre Gedanken vermittelt. Eine Beschreibung ihres Lebens, in einer Welt voller Menschen mit Gefühlen. Ihrem Versuch sich stellenweise anzupassen und nach Außen ihre fehlenden Gefühle zumindest teilweise zu kaschieren – aber doch immer ein Außenseiter zu sein – denn ein Leben ohne Gefühle – nur schwer vorstellbar. Und diese Gefühlskälte/Gefühlsarmut mir als Leser zu vermitteln – nicht immer leicht. (Was mich als Leser dann an manchen Stellen verwirrte – denn es wurden „emotionale/gefühlsmässige“ Verben verwendet. Etwas, was sie ja nicht fühlt, und damit eigentlich ein Widerspruch).

So blieb die Geschichte dann für mich meist eher emotionslos, ich konnte keine (emotionale) Verbindung zu Kira und den anderen Protagonisten aufbauen. Sondern fühle mich eher wie ein Beobachter.
Was mich auch sehr störte – das Bewusste „unwissend“ halten - Kiras. Ihr nichts zu verraten. Vor allem, da die anderen wesentlich mehr wussten. Etwas, was für mich vom logischen Standpunkt aus keinen Sinn machte. Auch einige Personen und Institutionen – handeln für beide Seiten. Etwas, das für mich bisher keinen Sinn ergibt.
Andererseits, fesselte mich die Geschichte in einer gewissen Form, sodass ich zwar immer mal wieder überlegte sie zu beenden. Gleichzeitig aber wissen wollte – wie es weitergeht. Denn die Charaktere an sich, wurden gut ausgearbeitet. Und auch die Idee, die erfundene Welt – ist interessant, faszinierend – und immer wieder überraschend – wenn auch noch recht undurchsichtig. Sodass ich als Leser, ebenso wie Kira nur eine ungefähre Vorstellung von den Zusammenhängen habe.

Fazit:
Eine faszinierende Idee – Menschen ohne Emotionen – wie sehen sie die Welt und vor allem, wie leben sie in unserer Welt. Der Geschichte so ein Stück weit die Emotionalität, die Möglichkeit nahm – mitzuempfinden – (wie auch – Kira besitzt ja keine Emotionen). Die mich nach und nach – mit kleinen Einschränkungen – fesseln konnte – mich zum Weiterlesen zwang. Mich den 2. Teil mit Spannung erwarten ließ.
Leseempfehlung

Veröffentlicht am 03.12.2019

ungewönliche besondere philosophische Geschichte - Gedankenexperiment

Sternenbote
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Meine Meinung:

Eine besondere ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte, auf die sich der Leser einstellen muss. Es ist keine Weihnachtsgeschichte im herkömmlichen Sinn. Denn auf den ersten Blick ist es eher ...


Meine Meinung:

Eine besondere ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte, auf die sich der Leser einstellen muss. Es ist keine Weihnachtsgeschichte im herkömmlichen Sinn. Denn auf den ersten Blick ist es eher eine Geschichte über Sterne – gepaart mit Gedankengängen/Gedankenexperimenten zur biblischen Geschichte.

Stellt Vergleiche an, zwischen Wissenschaft – und dem täglichen Leben. Stellt Vergleiche an zwischen den Sternen – und der Geschichte um Jesu Geburt.


Die Sprache ungewöhnlich. Ein Gedicht – das sich nicht gereimt anfühlt.
Die Bilder – einfach Traumhaft. Allein dafür lohnt sich in meinen Augen bereits der Kauf.

Fazit:

Eine Geschichte, auf die der Leser sich einlassen muss. Interessante Fakten über Sterne und das Weltall – mit anschaulichen Beispielen aus dem Leben verdeutlicht. Sternbilder, die Bedeutung der Sterne – als Gedankenexperiment zum christlichen Glauben.
Gewagt – philosophisch.

Wer eine typische Weihnachtsgeschichte sucht – wird enttäuscht sein. Wunderschöne Bilder, Gedanken-Experimente – wer sich darauf einlässt – wird die Geschichte mögen.



Veröffentlicht am 02.12.2019

nehmt die Herausforderung an -werdet Monsterjäger

Vorsicht, Monster! - Hast du das Zeug zum Monsterjäger?
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Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass wir uns alles gut vorstellen konnte. Die Schriftgröße, die „Kapitellänge“, eine einfache aber witzige Sätze ...




Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass wir uns alles gut vorstellen konnte. Die Schriftgröße, die „Kapitellänge“, eine einfache aber witzige Sätze /Sprache mit Aufforderungscharakter animieren den Leser dazu mitzumachen und mehr zu Lesen, als ursprünglich geplant. So wurden wir als Leser aufgefordert immer wieder andere Aufgaben zu lösen – um dann an eine andere Seite des Buches zu springen (was nebenbei den Effekt hatte, das wir als Leser innerhalb von kürzester Zeit nicht mehr wussten, wieviel noch zu lesen ist) – und so immer mehr Teile der Monsterjägerprüfung zu bestehen. Die einzelnen Monster kennenzulernen. Neben Tom mischt immer wieder ein unbekanntes Monster, Klecksi, genannt mit. Welches wir als Leser immer weiter kennenlernen und immer mehr Form annimmt.
Witzige Zeichnungen, die runden die Geschichte ab – und geben dem Buch einen ganz besonderen Charme.
So lernten wir als Leser im Verlaufe der Geschichte nicht nur alle Monster kennen. Ihr Aussehen, ihre Vorlieben und wie man sie besiegen konnte. Sondern legen nebenbei anhand unterschiedlichster Aufgaben die Monsterprüfung ab. Diese sind vielfältig und unterschiedlichster Natur – perfekt auf die Kinder abgestimmt (und sollte es doch einmal nicht klappen, das Rätsel wird wenige Sätze später aufgelöst).

Fazit:

Ein einzigartiges Buch, das zum Mitmachen, Mitdenken, Miträseln auffordert. Das zum immer Weiterlesen annimiert, und so keine Leseunlust/Langeweile aufkommt. Indem das Kind seinen Weg durchs Buch selber findet. – Nehmt die Herausforderung an – werdet Monsterjäger.

Von mir eine klare Leseempfehlung.



Veröffentlicht am 01.12.2019

eindrindgliche berührende Schilerung des Lebens in Norwegen um 1942

Beinahe Herbst
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Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen – und doch so ungewöhnlich. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird aus der Sichtweise mehrerer ...


Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen – und doch so ungewöhnlich. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird aus der Sichtweise mehrerer Protagonisten in der 3. Person erzählt, sodass ich ihre Gedanken, Gefühle und Reaktionen sehr gut nachvollziehen konnte.

Die Geschichte selbst.
Eine Geschichte, auf die sich der Leser einlassen und Zeit nehmen muss. So dass sich ihre Sogwirkung, die Beklemmung und die Gefühle einstellen können.
Die Autorin gewährt uns einen Einblick in den Alltag der Charaktere. So lernen wir Ilse, Sonja und ihren Vater besser kennen. Gewinnen einen Einblick in ihre Sorgen und Nöte. Die gerade zu Beginn - alltäglicher nicht sein können. Aber auch von Herrmann und einigen anderen erfahren wir immer mal was sie bewegt.

Im Verlaufe der Geschichte wurde ich als Leser dann immer stärker eingesogen. Spürte die Dunkle, nicht greifbare Gefahr. Die sich langsam anschlich. Von den meisten unbemerkt – blieb. Nicht wahrgenommen werden wollte. Von verpassten Chancen, im Glauben – das noch Zeit bliebe. Es nicht schlimmer werden würde.
Lass, fieberte mit – in dem Wissen, was mit vielen Juden in Norwegen geschah. Erlebte die Träume und Zukunftswünsche von Ilse und Sonja mit. Um dann nach und nach mit der Realität konfrontiert zu werden.

Fazit:

Eine berührende realistische Geschichte, die nachdenklich macht. Die Lebenswirklichkeit der Menschen in Norwegen um 1942 eindringlich schildert. Die sich nähernde Gefahr spürbar macht. Und dabei doch scheinbar emotionslos geschildert wird.


Von mir eine klare Leseempfehlung.