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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2025

Tolle Geschichte locker und einfühlsam erzählt

Immer wenn die Wellen flüstern (Zeit für Rügen 4)
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In „Immer wenn die Wellen flüstern“ begleiten wir die Architektin Anna, die für ein neues Hotelprojekt auf die Insel Rügen reist. Eigentlich passt ihr das gar nicht so gut und ihre Erinnerungen an Rügen ...

In „Immer wenn die Wellen flüstern“ begleiten wir die Architektin Anna, die für ein neues Hotelprojekt auf die Insel Rügen reist. Eigentlich passt ihr das gar nicht so gut und ihre Erinnerungen an Rügen sind nicht so prickelnd.
Skeptisch tritt sie die Reise an, doch schnell wird klar: Die Insel hat ihre eigenen Pläne mit ihr.
Sie kommt in Kontakt mit einer engagierten Gruppe von Natur- und Tierschützern – allen voran Philipp, der mit seinem Hund auf einem verwunschenen alten Hof lebt. Zwischen den beiden entsteht eine Verbindung, die tiefer zu gehen scheint als eine oberflächliche Beziehung.
Allerdings ist Annas Hotelprojekt umstritten und die Natur- und Tierschützer versuchen es zu verhindern.
Die Geschichte ist sehr einfühlsam und zugleich mit einer leichten Spannung erzählt. Besonders beeindruckend ist die Tiefe, mit der die Autorin Annas Gedanken und Gefühle zeichnet. Ihre Entwicklung, ihre Entscheidungen – all das wird nachvollziehbar und mit viel Fingerspitzengefühl geschildert. Man hat das Gefühl, direkt an ihrer Seite zu stehen, mit ihr zu zweifeln, zu hoffen und schließlich vielleicht sogar den Mut für Neues zu fassen.
Hanna Holmgren schreibt in einem wunderbar flüssigen Stil, der sich leicht lesen lässt und dennoch berührt. Die Beschreibungen der Insel sind so lebendig und atmosphärisch, das man sich direkt auf Rügen versetzt fühlt.
Obwohl es sich um den vierten Band der Reihe handelt, kann man das Buch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Für alle, die bereits mit vorherigen Bänden vertraut sind, ist es besonders schön, altbekannte Figuren wiederzutreffen und zu erleben, wie sich ihre Leben auf der Insel weiterentwickelt.
„Immer wenn die Wellen flüstern“ ist ein herzerwärmender Roman voller Gefühl, Romantik und Tiefgang. Er schenkt ein wohliges Lesegefühl und lässt einen mit einem Lächeln zurück.
Eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Ein Hoch auf die mediterrane Vorratsküche!

Urlaubs-Feeling im Einmachglas
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Schon das Cover weckt Fernweh: Zitronenbäumchen vorm Fenster, mediterrane Zutaten in Körbchen und Einmachgläsern und ein Blick auf das tiefblaue Meer. Man hat sofort das Gefühl, sich am Mittelmeer zu befinden ...

Schon das Cover weckt Fernweh: Zitronenbäumchen vorm Fenster, mediterrane Zutaten in Körbchen und Einmachgläsern und ein Blick auf das tiefblaue Meer. Man hat sofort das Gefühl, sich am Mittelmeer zu befinden – und genau dieses Gefühl trägt sich konsequent durch das gesamte Buch.
Autorin Susann Kreihe verbindet in diesem Werk auf inspirierende Weise traditionelle Methoden des Haltbarmachen mit der Sehnsucht nach Süden, Sonne und kulinarischem Genuss. Bereits im Vorwort erklärt sie, warum das Einmachen seit Generationen ein fester Bestandteil des Küchenlebens ist – nicht nur aus praktischen, sondern auch aus emotionalen Gründen. Es geht darum, Erinnerungen an sonnige Tage einzufangen, ein besonderes Gefühl und dem Geschmack danach.
Nach einer Einführung in die Küchenausstattung und die verschiedenen Techniken wie Einkochen, Fermentieren, Einlegen und Trocknen, gliedert sich der Inhalt in verschiedene Kategorien: Gemüse, Früchte, Hülsenfrüchte, Kerne und Kräuter, Milchprodukte sowie Gebäck. Jedes Kapitel beginnt mit einem eigenen Inhaltsverzeichnis, sodass man sich hervorragend orientieren kann.
Die Rezeptauswahl reicht von Orangenmarmelade, Pistaziencreme, Feigensauce über Balsamico-Kirschen bis zu Amaretto-Likör, Panepato oder eingelegtem Knoblauch – mediterrane Genussvielfalt pur! Die Anleitungen sind detailliert und leicht verständlich. Mengenangaben, Haltbarkeit, Ruhe- und Zubereitungszeit sowie Einkochzeit machen die Umsetzung zuverlässig und gelingsicher.
Die liebevoll gestalteten Seiten mit zum Rezept passenden Fotos und die stimmungsvollen Panorama-Bilder holen das Mittelmeer direkt in die heimische Küche.

Urlaubsfeeling im Einmachglas hält, was der Titel verspricht. Es ist ein wunderbar gestaltetes Buch voller Aromen, Farben und Emotionen, das nicht nur mit fundierter Anleitung, sondern auch mit seiner warmen Stimmung überzeugt. Ein Hoch auf die mediterrane Vorratsküche!

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Nach schwerfälligem Einstieg entwickelt sich eine facettenreiche Geschichte

Die Tochter des Leuchtturmwächters
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Der Klappentext von „Die Tochter des Leuchtturmwächters“ verspricht eine berührende Geschichte über Neuanfang, Vergangenheit und eine große, noch unerfüllte Liebesgeschichte. Die Idee, eine junge Frau ...

Der Klappentext von „Die Tochter des Leuchtturmwächters“ verspricht eine berührende Geschichte über Neuanfang, Vergangenheit und eine große, noch unerfüllte Liebesgeschichte. Die Idee, eine junge Frau bei der Sanierung eines alten Leuchtturms auf geheimnisvolle Tagebuchseiten stoßen zu lassen, klingt spannend und atmosphärisch – eine tolle Ausgangslage für eine gefühlvolle und zugleich geheimnisvolle Erzählung.
Leider hatte ich zunächst Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Der Erzählstil wirkte auf mich stellenweise holprig und unausgewogen, was den Lesefluss erheblich störte. Immer wieder wurde ich durch Zwischengedanken oder unklare Formulierungen aus dem Geschehen gerissen. Auch die Orientierung fiel mir schwer, da manche Informationen nicht oder spät gegeben wurden, was das Verständnis erschwerte.
Nach einiger Zeit jedoch gelang es mir, in die Handlung einzutauchen. Die Figuren wurden greifbarer, auch wenn sie über weite Strecken eine gewisse Distanz bewahrten. Dennoch kam schließlich der Moment, an dem ich wissen wollte, wie es weitergeht – und wie sich die Geschichte am Ende auflöst. Mitunter entwickelte sich die Handlung zu einem kleinen Krimi, was für zusätzliche Spannung sorgte.
Trotz der erwähnten Schwächen bleibt die Grundidee des Romans reizvoll. Die Atmosphäre rund um den Leuchtturm, die geheimnisvollen Tagebuchseiten und die Andeutung einer vergessenen Liebesgeschichte haben durchaus Potenzial.
Eine wunderschöne Idee mit atmosphärischem Setting, die in der Umsetzung jedoch nicht immer überzeugt. Wer sich durch einen etwas schwerfälligen Einstieg nicht abschrecken lässt, findet hier eine solide Geschichte mit romantischen und mysteriösen Elementen.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Schlichte, alltagstaugliche Bibel in gut verständlicher Sprache

Hoffnung für alle. Die Bibel - Linen Touch Edition
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Diese neue Auflage der Bibel „Hoffnung für alle“, basierend auf der revidierten Fassung von 2015
(laut Angabe im Vorwort leicht überarbeitet), präsentiert sich von außen schlicht und alltagstauglich. Der ...

Diese neue Auflage der Bibel „Hoffnung für alle“, basierend auf der revidierten Fassung von 2015
(laut Angabe im Vorwort leicht überarbeitet), präsentiert sich von außen schlicht und alltagstauglich. Der braune Einband ist dezent, mit einer leichten Struktur versehen, die ihn unempfindlich gegenüber Gebrauchsspuren macht – insgesamt eine solide, praktische Gestaltung.
Größe im Mittelformat 12,5 x 19 cm.
Beim Aufschlagen fällt sofort die Innenseite des Buchdeckels ins Auge: Ein schwarz-graues Muster, das visuell recht unruhig und auf mich unangenehm flackernd wirkt.
Das ist ein kleiner gestalterischer Minuspunkt bei einer ansonsten funktional gestalteten Bibel.
Der Aufbau des Buches ist gut durchdacht:
Es gibt ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, ein Vorwort des Herausgebers, das die Bibel als einen „Liebesbrief Gottes“ beschreibt, als eine Botschaft, die allen gilt, ewig bleibt und wie ein Kompass ist, der Richtung gibt.
Die Hinweise zur praktischen Nutzung sind besonders hilfreich für Leser:innen, die nicht regelmäßig in der Bibel lesen: Erklärungen zu Kapiteln, Versnummern, sowie ein Verzeichnis der Abkürzungen der biblischen Bücher erleichtern den Zugang.
Die Schrift ist relativ ist klein und die Seiten dünn – typisch für Bibelausgaben. Dennoch sollte man sich darauf einstellen, besonders, wenn man auf größere Schrift angewiesen ist.
Sprachlich bewegt sich die Übersetzung angenehm zwischen klassischer Bibelsprache (wie die Lutherbibel) und modernen Übertragungen. Sie ist verständlich und zugänglich, ohne flapsig zu wirken – damit eignet sie sich sowohl für tägliches Lesen als auch für Studierende oder Bibelkreise.
Insgesamt eine schlichte, gut nutzbare Bibel in mittlerer Größe, die sich für den Alltag bestens eignet.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Ein Roman, der sich von der Masse abhebt!

Sehnsucht nach der blauen Insel
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T.I.Lowe entführt ihre Leser in ihrem Roman „Sehnsucht nach der blauen Insel“ auf 366 Seiten in die bewegte Welt von Sonny Bates, einer erfolgreichen Hollywood-Scoutin , die rund um den Globus auf der ...

T.I.Lowe entführt ihre Leser in ihrem Roman „Sehnsucht nach der blauen Insel“ auf 366 Seiten in die bewegte Welt von Sonny Bates, einer erfolgreichen Hollywood-Scoutin , die rund um den Globus auf der Suche nach den perfekten Drehorten ist. Ihr Leben ist geprägt von ständiger Bewegung, ihr Zuhause befindet sich dort, wo sie gerade landet.
Aufgrund ihres vollen Terminkalenders bleibt ihr kaum Zeit, sich mit den seelischen Verletzungen ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Doch ihr neuester Auftrag führt sie unerwartet in die Nähe jener Heimat, in der sie alles zurückgelassen hat, was ihr einst wichtig war.
Bei der Suche nach einem abgelegenen Drehort verirrt sich Sonny auf eine private Insel.
Dort trifft sie auf deren zurückgezogen lebenden Besitzer, der von den Einheimischen gefürchtet wird und Indigo-Felder pflegt. Was sie findet, ist jedoch kein Mythos, sondern ein Mann mit eigenen inneren Narben. Zwischen den beiden verletzten Seelen entwickelt sich allmählich eine zarte Freundschaft. Eine Geschichte über Erlösung, Versöhnung und eine Liebe, die tiefste Wunden zu heilen vermag.
Der Einstig in die Geschichte fiel mir nicht ganz leicht. Die Autorin hat einen sehr eigenen, besonderen Stil, der zu Beginn etwas fordernd wirken kann. Auch fiel es mir zunächst schwer, mich im Geflecht der Handlung und Figuren zurechtzufinden. Doch wer dranbleibt, wird belohnt: Mit jedem weiteren Kapitel erschließt sich mehr von Sonnys innerem Wesen, und es wird klarer, warum sie ist, wie sie ist.
T.I. Lowe schreibt mit einer feinfühligen Offenheit, die sich nicht scheut, auch schwierige Themen anzusprechen, dabei aber nie plump oder reißerisch wirkt. Die Geschichte nimmt an Tiefe und Spannung zu, sodass man nach und nach richtig in sie eintaucht. Es ist kein typischer Roman, keine „gewöhnliche“ Erzählung, vielmehr eine ungewohnte, aber gerade deshalb so reizvolle Geschichte mit ungewöhnlicher Thematik.
Wer sich auf diesen Roman einlässt, wird mit einer berührenden, intensiven Lektüre belohnt. „Sehnsucht nach der blauen Insel“ ist ein Roman, der sich von der Masse abhebt – einfühlsam, anders, lesenswert.

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